Rose verliert - Blätter

Die Rose, die Königin der Blumen, ist der Favorit vieler Hobbygärtner. Bereits seit dem Altertum wird sie kultiviert. Woran kann es liegen, wenn ihre Rose plötzlich ihre Blätter verliert? Wir klären auf.

Auf den Punkt gebracht

  • Krankheiten und Schädlinge können die Ursache sein, wenn Rosen Blätter verlieren
  • Pflegefehler oder ein falscher Standort können den Laubabwurf begünstigen
  • schnelles Reagieren hilft, die Pflanze vor Schäden zu bewahren

Die Rose verliert Blätter

Krankheiten, Schädlinge, aber auch Pflegefehler können die Ursachen sein, wenn die Rose ihr Laub verliert. Ohne Blätter hat die Zierpflanze keine Überlebenschance, denn die Photosynthese wird gestört. Wer den Laubabwurf rechtzeitig bemerkt und schnell reagiert, kann die Lieblingsblume retten.

Sternrußtau

Sternrußtau ist eine Pilzerkrankung. Sie wird durch große schwarze Flecken auf den Rosenblättern sichtbar. Die ersten Symptome zeigen sich zwischen April und Mai. Nur wer schnell Gegenmaßnahmen ergreift, kann die Pflanze retten. Ohne diese droht ein vollständiger Verlust der Blätter.

Sternrußtau an Rosenblättern
Quelle: anonym, Black spot, bearbeitet von Plantopedia, CC0 1.0

Anleitung:

  1. Schneiden Sie alle betroffenen Pflanzenteile mit einer desinfizierten, scharfen Rosenschere ab.
  2. Besprühen Sie die beschnittenen Pflanzen sorgfältig mit Fungiziden. Achten Sie auf die Benetzung der Blattunterseiten.
  3. Wiederholen Sie die Behandlung entsprechend der Anleitung.

Vorbeugen:

Schlagen Sie dem gefürchteten Sternrußtau ein Schnippchen. Beugen Sie mit Hausmitteln vor. Bereiten Sie eine Beinwell-, Schachtelhalm- oder Knoblauchbrühe. Gießen Sie Ihre Rosen regelmäßig mit den pflanzenstärkenden Mischungen.

Hinweis: Vernichten Sie das Schnittgut sorgfältig. Entsorgen Sie es am besten im Hausmüll.

Echter Mehltau

Echter Mehltau ist eine der verbreitetsten Rosenkrankheiten. Wenn die Außentemperaturen über 20 Grad Celsius steigen und die Luftfeuchtigkeit hoch ist, verbreitet sich der Pilz blitzschnell. Weißer Belag auf den Blättern ist ein deutliches Zeichen. Wenn die Krankheit weiter fortschreitet, fallen die Blätter ab. Ein einfaches Mittel kann helfen.

Echter Mehltau, Rose verliert Blätter

Anleitung:

  1. Schneiden Sie die befallenen Pflanzenteile mit einer scharfen, desinfizierten Schere ab.
  2. Entsorgen Sie das Schnittgut im Hausmüll.
  3. Mischen Sie frische Milch (keine H-Milch) im Verhältnis 1:8 mit Wasser.
  4. Geben Sie die Mischung in eine Sprühflasche.
  5. Besprühen Sie die Rose einmal wöchentlich mit der Milch-Mischung.
  6. Die Mixtur kann auch vorbeugend angewendet werden, sie schadet der Rose nicht.
  7. Sprühen Sie das Milch-Wasser auch auf die Pflanzen in unmittelbarer Nähe der Rose.

Rosenrost

Wenn Rosenblätter stecknadelkopfgroße rostrote Flecken aufweisen, ist Ihre Pflanze mit hoher Wahrscheinlichkeit vom Rosenrost befallen. Wenn die Krankheit an der Rose nicht rechtzeitig behandelt wird, verliert sie im Sommer die Blätter.
Kontrollieren Sie die abgefallenen Blätter. Wenn an diesen zusätzlich zu den Flecken schwarze Ränder erscheinen, ist die Diagnose eindeutig. Rosenrost ist eine Pilzkrankheit. Im Fachhandel erhalten Sie wirksame Fungizide. Wenn Sie die Erkrankung frühzeitig erkennen, helfen Hausmittel.

Rosenrost, Phragmidium mucronatum

Anleitung:

  1. Befallene Pflanzenteile mit sauberem Werkzeug entfernen.
  2. Schnittgut sicher im Hausmüll entsorgen.
  3. Bereiten Sie einen Sud aus Beinwell- oder Ackerschachtelhalmblättern zu.
  4. Übergießen Sie die Blätter mit kochendem Wasser.
  5. Lassen Sie den Sud drei Tage ziehen.
  6. Besprühen Sie die Ober- und Unterseiten der Rosenblätter sorgfältig mit dem Kräutersud.
  7. Die Sprühkur stärkt die Pflanze und kann jederzeit auch vorbeugend angewendet werden.

Hinweis: Ackerschachtelhalmsud ist so wirksam, dass der Gartenfachhandel diesen auch fix und fertig anbietet.

Falscher Standort

Wenn Ihre Rose die Blätter verliert, kann ein falscher Standort die Ursache sein. Rosen benötigen Sonne und bevorzugen einen luftigen Standort. Feuchte, dunkle Plätze im Garten eignen sich für die schöne Zierpflanze nicht. Bei Feuchtigkeit können sich Rosenrost, Mehltau und Sternrußtau schnell verbreiten. Beachten Sie die Zusammensetzung des Substrates im Rosenbeet. Es sollte nährstoffreich, durchlässig, lehmig und leicht sandig sein.

braune Flecken an Rosenblättern haben verschiedene Ursachen

Pflegefehler

Falsche Pflege kann dazu führen, dass die Rose ihre Blätter verliert. Oft werden die Pflanzen zu intensiv gegossen. Es reicht aus, Rosen bei Trockenheit ein- oder zweimal wöchentlich zu gießen. Feuchte Rosenblätter sind eine Gefahr. Sie bilden die Grundlage für Pilzkrankheiten. Gießen Sie die Pflanzen nur im unteren Bereich, so dass die Rosenblätter trocken bleiben. Düngen Sie die Rosenbeete im Frühjahr mit frischer Komposterde. Verwenden Sie zu Beginn der Blütezeit im Frühsommer einen Rosendünger. Entfernen Sie beim Frühjahrsschnitt alle kranken oder vertrockneten Zweige. Wenn die erste Blüte vorüber ist, trägt ein Sommerschnitt zur Stärkung der Pflanzen bei. Entfernen Sie im Juli alle verblühten Blüten. Damit verhindern Sie die Ausbreitung von Krankheiten und regen die Bildung neuer Rosenblüten an.

Hinweis: Desinfizieren Sie die Rosenschere auch während des Schnitts. Tauchen Sie die Klingen für einige Minuten in Spiritus. So können Sie die Übertragung von Krankheiten von einer Pflanze auf die andere verhindern.

Häufig gestellte Fragen

Warum dürfen abgefallene Rosenblätter nicht auf dem Kompost entsorgt werden?

Von Schädlingen oder Krankheiten befallene Pflanzenteile gehören nicht auf den Kompost. Die sorgfältige Vernichtung ist eine wichtige Maßnahme zum Bekämpfen der Krankheiten. Wenn Sie mit Sternrußtau, Mehltau oder Rosenrost befallene Rosenblätter auf den Kompost bringen, können sich die Sporen weiterverbreiten. Alternativ können Sie erkrankte Pflanzenteile verbrennen.

Kann Trockenheit zur Verfärbung und zum Abfallen der Blätter führen?

Die Rose verliert Blätter nur selten aufgrund der Trockenheit. Möglich ist, dass ein Nährstoffmangel die Gelbfärbung und den Blattverlust bedingt. Häufig zeigt sich auch der Beginn einer Infizierung mit Sternrußtau auf diese Weise.

Gibt es gegen Rosenrost, Sternrußtau und Mehltau resistente Rosen?

Achten Sie bei Strauchrosen auf die Herkunft und die Zertifizierung mit dem ADR Zertifikat. Dieses tragen nur Züchtungen, die von der Allgemeinen Deutschen Rosenneuheitenprüfung anerkannt sind.