Rosen im Topf/Kübel überwintern – so schützen Sie sie vor der Kälte

Rosen im Topf oder Kübel überwintern

Rosen gibt es in unzähligen Züchtungen und Farben. Sie werden im Beet ausgepflanzt oder im Kübel oder Topf kultiviert. Je nach Sorte und Kultivierung stellt sie mehr oder weniger hohe Ansprüche an die Überwinterung. Kübel- und Topfrosen müssen vor Kälte und Frost speziell geschützt werden, da ihre Wurzeln nicht tief im Erdreich stecken. Mit etwas Geschick und Planung bekommen Sie aber auch diese Rosen gut durch den Winter.

Winterschutz

Winterschutz für die Rose

Rosen überwintern am besten im Freien. Bei Rosen, die im Topf oder Kübel kultiviert werden, müssen Wurzeln, Stamm und Krone vor Frost und Kälte geschützt werden. Nur gut verpackt überstehen Rosen den deutschen Winter. Bevor mit dem Einpacken begonnen wird, müssen die Rosen dafür erst vorbereitet werden. Diese Vorbereitungen beginnen bereits lange vor dem Überwintern.

  • schneiden Sie Verblühtes und Knospen ab
  • Schnitt erfolgt vor dem ersten Frost
  • ideal im Spätsommer oder im Herbst
  • entfernen Sie abgefallene Blätter aus dem Pflanzgefäß

Achten Sie bei diesem letzten Schnitt darauf, dass die Rosenpflanzen noch genügend Zeit für den Wundverschluss haben müssen. Der Schnitt im Herbst ist kein Formschnitt. Er dient dazu, die Pflanze auf die Winterruhe vorzubereiten. Ohne Blätter und Knospen konzentriert sich die Rose auf ihre Wurzeln. Sie werden für den Winter gestärkt.

Rosen richtig überwintern

Damit sich die Rose optimal auf den Winter vorbereiten kann, sollten Sie Ende Juli das Düngen einstellen. Wird sie später noch gedüngt, stellt sie das Wachstum nicht ein und fängt manchmal auch erneut zu blühen an. Diese späte Blüte verzögert das Abschneiden und in der Folge den Wundverschluss. Und ehe man sich versieht ist der erste Nachtfrost da. Außerdem verholzen die Triebe nicht und der natürliche Schutz geht verloren.

Wurzeln einpacken

Ein Kübel oder Topf schützt Wurzeln der Rose nicht vor Kälte. Sie dringt von oben, unten und durch die Seitenwände des Pflanzgefäßes in die Erde ein. Die Rosenwurzeln sind also von allen Seiten der Kälte ausgesetzt. Wird das Pflanzgefäß nicht verpackt, erfrieren die Wurzeln langsam oder bei plötzlich eintretendem Frost sehr schnell.

Es kommt zu einem schockartigen:

  • Durchfrieren des Wurzelballens
  • am besten Ummanteln Sie das Pflanzgefäß mit wintergerechtem Isoliermaterial
  • Mantel muss wasser- und luftdurchlässig sein
  • Noppenfolie, Kokosmatten, Jutefilz sind optimal

Sind die Wurzeln erst einmal vor Kälte, die durch die Wände des Pflanzgefäßes eindringen kann, geschützt, müssen sie auch noch oben und unten vor Frost und Nässe geschützt werden. Gerade von unten kriecht die Kälte über Steine oder Fliesen gern in den Topf. Dem wirken Sie entgegen, indem Sie das Pflanzgefäß höher stellen, also direkter Bodenkontakt vermieden wird.

Rosen im Garten

Dazu eignen sich:

  • ein Pflanzenroller
  • eine Styropormatte
  • eine Kokosmatte
  • ein dickes Holzbrett

Zuletzt müssen die Wurzeln noch von oben geschützt werden. Da Sie die Topfrose im Winter auch gießen müssen, verwenden Sie am besten ein nicht allzu steifes Isoliermaterial, wie zum Beispiel eine Kokosmatte. Bringen Sie den Kälteschutz so an, dass das Substrat gut abgedeckt ist, Sie aber die Rose auch noch bequem gießen können, ohne dass Sie sie komplett auspacken müssen.

  • eine Alterative zum Verpacken sind spezielle Übertöpfe oder Säcke aus Jute
  • stellen Sie die Rose in Sack oder Übertopf
  • stopfen Sie den Zwischenraum mit Rindenmulch oder trockenen Laub aus

Wird ein Jutesack verwendet, wird er oben zugebunden. So muss das Substrat nicht extra abgedeckt werden. Bedenken Sie beim Zubinden, dass Sie die Rose eventuell gießen müssen.

Rosen mit pinkfarbenen Blüten

Krone einpacken

Die Rosenkrone muss im Winter vor Temperaturschwankungen geschützt werden. Denn der Wechsel zwischen Frost und Wintersonne, gegebenenfalls auch starke Winde, trocknen ungeschützte Triebe aus.

Am einfachsten schützen Sie die Rosenkrone mit einem Sack vor der Kälte. Stülpen Sie diesen über die Krone und binden Sie ihn am Ende zu. Geeignete Materialien dafür sind Jute oder Wintervlies. Beide Materialien sind luft- und feuchtigkeitsdurchlässig, sodass unterhalb des Schutzes kein Feuchtklima durch Kondenswasser entstehen kann.

Ideal sitzt der Winterschutz, wenn:

  • er locker bzw. lose über der Krone ist
  • er am Ende sich leicht zusammenbinden lässt

Beim Zusammenbinden sollten Sie die Rose nicht abschnüren. Achten Sie auch darauf, dass die Veredelungsstelle mit verpackt ist. Sie können diese auch zusätzlich mit einem Wickelband unter der Haube schützen.

Tipp: Spezielle Wintervlieshauben erleichtern das Verpacken. Große Kronen verpacken Sie leichter mit einem Mantel mit Reißverschluss.

Da Folien weder luft- noch feuchtigkeitsdurchlässig sind, sind sie als Schutz für die Krone nicht geeignet. Es kann sich unter Folie ein feuchtes Klima bilden, welches große Anziehungskraft auf Pilze und Schädlinge hat.

Stamm schützen

Gerade bei Rosen mit Hochstamm können im Winter Risse in der Rinde entstehen, durch welche Kälte und Schädlinge in die Pflanze eindringen können. Als Stammschutz können Sie Matten oder Wickelbänder verwenden. Geeignete Materialien sind Jute oder Wintervlies. Matten gibt es im Fachhandel aus Stroh oder Schilf.

Rosen Stamm vor Kälte schützen

Tipp: Wickelbänder sind in der Handhabung einfacher als Matten. Außerdem können Sie damit den Stamm direkt und ohne Lücken umwickeln.

Standort, Pflege

Standort und Pflege während der Überwinterung

Klar, eine verpackte Rose braucht keine Pflege. Es können sich aber gut gemeinte Pflegefehler einstellen.

Daher:

  • gießen Sie die Kübelrose nur an frostfreien Tagen
  • sehr sparsame Wassergaben
  • vermeiden Sie Staunässe
  • auf keinen Fall düngen

Wie die Verpackung hilft auch der richtige Standort der Rose unbeschadet durch den Winter zu kommen. Ideal ist, wenn Sie Ihre Rosenpflanzen an eine Hauswand stellen können. Sie schützt die Rose nicht nur vor Wind, sondern bietet ihr auch ein bisschen Wärme. Aber Vorsicht, zu viel Sonne im Winter schadet der Pflanze. Wählen Sie einen Standort mit Morgen- oder Abendsonne fürs Überwintern. Vermeiden Sie jedoch einen Standort mit praller Mittagssonne.

In Räumen überwintern

Kübelrosen drinnen überwintern

Obwohl die Rose sehr empfindlich auf kalte Temperaturen reagiert, überwintert sie lieber draußen als drinnen. Trotzdem können Sie eine Kübelrose auch drinnen überwintern.

Ideale Standorte sind:

  • Keller
  • Garage
  • kühler Wintergarten

Wichtig ist, dass im Winterquartier die Temperatur nicht unter null Grad Celsius fällt. Beheizte Räume sind für die Überwinterung ungeeignet, da sich die Pflanze dort nicht in die Winterruhe begibt. Ihren „Winterschlaf“ tritt eine Rose nur an, wenn sie durch Witterungsverhältnisse dazu gezwungen wird. Deshalb denkt die Rose in einem beheizten Winterquartier erst gar nicht an eine Blüh- und Wachstumspause.

Freiluftsaison

Auspacken, Beginn der Freiluftsaison

Ganz egal, ob die Rose drinnen oder im Freien verpackt überwintert hat, sie muss sich erst langsam wieder an Licht und Sonne gewöhnen. So kann auch eine starke Märzsonne bereits ein Schock für die Rose sein.

Rosen vorm Überwintern schneiden

Entpacken Sie die Pflanze daher:

  • an einem bedeckten Tag
  • ohne Regen
  • mit milden Temperaturen

Tipp: Da Frost und Kälte im Frühling nicht immer planbar sind, halten Sie den Winterschutz der Rose Griff bereit. So können Sie die Pflanze schnell wieder schützen.

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