Rosenblätter trocknen: so machen Sie Rosenblüten lange haltbar

Rosen zählen zu den edelsten und schönsten Blumen. Wenn Sie der gleichen Meinung sind, haben Sie sicher ein großes Interesse daran, die Schönheit dieser Blumen möglichst lange zu erhalten. Es gibt viele Möglichkeiten, Blumen längere Zeit haltbar zu machen, das Trocknen ist eine davon. Für Rosen ist diese Methode besonders geeignet, da der Duft und die Farben der Blüten ebenfalls konserviert werden. Außerdem lassen sich getrocknete Rosenblütenblätter vielfältig nutzen.

Rosenblätter trocknen

Bevor Sie sich für eine Trockenmethode entscheiden, sollten Sie sich Gedanken über die weitere Verwendung der Blütenblätter machen. Dafür können Sie sie nach dem Trocknen nutzen:

  • als Wohnraumdeko oder für kreatives Gestalten
  • für Körperpflegemittel, wie Badesalz oder Seife
  • zum Verzehr oder als Deko für Torten und Muffins

Rosen Badesalz

Wichtig ist immer, die fertigen Rosenblätter trocken zu lagern. Das geht mit Papiertüten, dicht schließenden Gläsern oder auch zu Pulver zermahlen in Plastikdosen. Werden die Blüten als Raumschmuck oder zur Dekoration von Bastelarbeiten verwendet, können sie mit Haarspray oder Klarlack haltbar gemacht werden.

Dekorative Rosenblätter

Methoden, die geeignet sind:

  • Trocknen mit Trockenmitteln
  • Backofen mit Sand
  • Mikrowelle
  • Buchmethode/Blumenpresse
  • Über-Kopf-Methode/Lufttrocknen

Trocknen mit Trockenmittel

Dafür benötigen Sie nur die Rosenblütenblätter, ein Trockenmittel nach Wahl und eine festschließende Dose. Füllen Sie das gewählte Trockenmittel in eine Dose, bis der Boden bedeckt ist. Legen Sie die sauberen und trockenen Rosenblütenblätter darauf. Die Blütenblätter sollten sich nicht berühren. Füllen Sie eine weitere dicke Schicht Trockenmittel in die Dose und verschließen Sie sie. Der Trockenvorgang dauert 2 bis 3 Wochen.

Als Trockenmittel eignen sich:

  • Spezielles Trockensalz (gibt es beim Floristen)
  • Silicagel (befindet sich in den kleinen Trockenbeuteln, die zum Beispiel mit Schuhen geliefert werden)
  • Waschmittel

Rosenblüten mit Waschmittel trocknen

Alle diese Mittel zeichnen sich dadurch aus, dass sie Feuchtigkeit in sich aufnehmen. Salz und Silicagel können später im Backofen getrocknet und somit wiederverwendet werden.

Die fertigen Blütenblätter eignen sich gut für Wohnraumdeko, zum Beispiel in einem Potpourri. Die Färbung kann etwas schwächer ausfallen und wenn Waschmittel benutzt wurde, kann der Eigenduft der Rosenblätter dabei verloren gehen. Diese Trockenmethoden eignet sich jedoch nicht für Körperpflegemittel oder um die Blüten anschließend zu verzehren.

Backofen mit Sand

Sie benötigen dafür nur Ihren Küchenbackofen und gewöhnlichen, feinen Sand. Streuen Sie ein Backblech mit dem Sand aus, verteilen Sie die Blütenblätter darauf und streuen Sie weiteren Sand auf die Rosen.
Getrocknet werden die Blütenblätter bei rund 40 Grad. Der Sand entzieht dabei den Blütenblättern zusätzlich Feuchtigkeit und beschleunigt den Vorgang. Nach 30 Minuten sollten die Rosenblätter trocken sein.

Hinweis: Da die Blütenblätter Sand enthalten können, sind sie nicht zum Verzehr oder zur Körperpflege geeignet.

Mikrowelle

Dafür brauchen Sie Ihre Blütenblätter, zwei Blätter Küchenpapier, zwei Mikrowellen-geeignete Teller und Ihre Mikrowelle.

Tipp: Alternativ zu den Tellern können Sie feuerfeste Fliesen mit glatter Oberfläche verwenden.

Legen Sie ein Blatt Küchenpapier auf einen der Teller, verteilen Sie die Blütenblätter darauf und decken Sie sie mit dem zweiten Küchenpapier ab. Darauf legen Sie vorsichtig den zweiten Teller.

Rosenblüten trocknen in der Mikrowelle

Legen Sie die Fliesen für 40 bis 90 Sekunden in die Mikrowelle. Schauen Sie lieber etwas früher nach. Durch die Teller werden die Blätter geplättet und verlieren ihre schöne Wölbung. Dafür geht die Methode besonders schnell und eignet sich für alle Anwendungsbereiche.

getrocknete Rosenblätter

Blüten pressen

Buchmethode

Die Buch- oder Pressmethode ist besonders beliebt für das Pressen verschiedener Blüten und Blätter. Auch Rosen lassen sich damit trocknen. Benutzen Sie neben den dicken Büchern unbedingt Küchenpapier oder alte Zeitungen, um die Buchseiten nicht durch Feuchtigkeit zu beschädigen. Legen Sie das Küchenpapier in die Mitte des Buches. Legen Sie die Blütenblätter darauf und decken Sie sie mit einem weiteren Küchenpapier zu. Schließen Sie das Buch und beschweren Sie es mit weiteren Büchern.

Blütenpresse

Eine weitere Möglichkeit ist die Blütenpresse, die ähnlich wie die Buchmethode funktioniert. Blütenpressen können Sie im Kreativbedarf kaufen oder selber bauen. Sie bestehen aus mehreren Holzscheiben, welche Bohrungen aufweisen. In die Bohrungen kommen Schrauben, je stärker diese angezogen werden, umso höher ist der Druck beim Pressen. Die Blütenblätter werden auf den einzelnen Holzscheiben verteilt.

Pflanzenpresse selber bauen

Beide Pressmethoden eignen sich besonders für das Kreative Gestalten. Mit den fertigen Blüten können Sie Bilder oder Karten bekleben. Sie müssen jedoch einige Tage bis Wochen Trockenzeit einplanen.

Kopf-Über-Methode

Diese Methode eignet sich, wenn Sie ganze Rosensträuße trocknen möchten. Hier ist es besonders wichtig, dass Sie den richtigen Zeitpunkt nicht verpassen. Die Rosen sollten sich schon öffnen, aber nicht vollständig erblüht sein. Sind die Rosen kurz vorm Verblühen, lassen sie sich nicht mehr gut trocken. Sie könnten während der Trockenzeit ihre Blätter verlieren oder braun werden.

Vorgehen

Binden Sie die Rosenstiele mit einer Schnur zusammen. Um sie vor Staub zu schützen, können Sie eine Lage Zeitungspapier um den Strauß herumwickeln. Hängen Sie den Strauß an einem luftigen, nicht zu warmen Ort kopfüber auf. Hängen Sie sie nicht in die Sonne, dabei verblassen die Farben.
Bei dieser Methode müssen Sie jedoch davon ausgehen, dass sich die Rosen beim Trocknen leicht bräunlich verfärben.
Getrocknete Sträuße eignen sich gut zur Wohnraumdeko, sie können aber auch als Trockengestecke verwendet werden.

Rosen kopf über trocknen

Körperpflegemittel

Dabei sollten nur Methoden verwendet werden, die ungiftig sind. Fertige Rosenblüten können mit Badesalz gemischt werden oder sie werden in Seifenmasse eingegossen.

Methoden:

  • Backofen ohne Sand
  • Lufttrocknen
  • Dörrgerät

Seife mit getrockneten Rosenblüten

Backofenmethode ohne Sand

Legen Sie ein Backblech mit Backpapier aus und streuen Sie die Blütenblätter darauf. Schieben Sie das Blech bei 40 Grad in den Ofen und lassen Sie die Tür einen Spaltbreit offen, damit die Feuchtigkeit abziehen kann. Das Trocknen nimmt einige Zeit in Anspruch, wenden Sie die Blütenblätter ab und an und achten Sie darauf, dass sie nicht braun werden.

Lufttrocknen

Sie können sich dafür ein Gitter kaufen oder aus Fliegendraht selbst eins bauen. Eine andere Möglichkeit sind Zeitungspapier oder Küchenpapier. Die Luftzirkulation ist bei Gitter jedoch besser. Als Platz eignet sich eine trockene, luftige und dunkle Stelle im Haus am besten. Rosenblüten können bei schönem Wetter zwar auch im Freien getrocknet werden, Windböen können die Blütenblätter jedoch wegwehen.
Legen Sie die Blütenblätter nicht zu dicht auf das Gitter oder das Papier und lassen Sie sie einige Tage liegen. Wenden Sie sie ab und an und kontrollieren Sie dabei die Beschaffenheit. Sie sind fertig, wenn sie rascheln.

Rosen an der Luft trocknen

Dörrgerät

Ein Dörrgerät ist in Haushalten beliebt, in denen vor allem verschiedene Lebensmittel getrocknet werden. Doch es eignet sich auch für Rosenblätter. Es ist ein sauberer, einfacher Vorgang, der allerdings viel Strom verbraucht. Das Dörrgerät enthält verschiedene Gitter, auf diese werden die Blütenblätter oder ganze Blüten gelegt. Die Gitter werden zusammengesetzt und das Gerät wird eingeschaltet. Moderne Dörrgeräte lassen sich auf die perfekte Trockentemperatur einstellen.
Dörrgeräte funktionieren nicht nur mit Hitze, sie besitzen auch eine Belüftung, dass macht ein Wenden überflüssig. Mit einem Dörrgerät getrocknete Blätter eignen sich auch zum Verzehr.

Rosenblüten zum Essen

Für den Verzehr eignen sich nur Rosenblüten aus dem Garten. Rosen vom Floristen sind häufig gespritzt und sollten nicht gegessen werden! Es ist auch wichtig, nur ungiftige Trockenmethoden anzuwenden. Neben dem Dörrgerät und dem Lufttrocknen gibt es noch folgende Methoden:

  • Kandieren mit Eiweiß oder Zuckerlösung
  • Herstellung von Rosenzucker/-salz

Kandieren von Rosenblättern

Dafür können Sie Eiweiß und feinen Zucker oder Wasser und Zucker verwenden. Möchten Sie Eiweiß benutzen, gehen sie folgendermaßen vor:

  • Bestreuen Sie ein Backblech mit Zucker
  • Bestreichen Sie die sauberen Blütenblätter mit Eiweiß
  • Legen Sie die Blätter auf das Backblech
  • Streuen Sie dick Zucker darüber
  • Rosenblüten trocknen lassen

Verwenden Sie Zucker und Wasser, kochen Sie daraus einen klaren Sirup. In die kalte Zuckerlösung tauchen Sie die Rosenblüten. Sie können Blätter oder ganze Blüten verwenden. Letztere sollten Sie gut drehen und wenden, damit der Sirup überall hingelangt. Blätter können Sie mit einem Pinsel bestreichen. Ganze Blüten trocknen stehend in einem Glas, Blütenblätter auf ein mit Backpapier belegtem Backblech.

Rosenzucker und Rosensalz

Sowohl Salz als auch Zucker eignen sich zum Trocknen, da sie den Blütenblättern Wasser entziehen. Sie können die gleiche Methode wie bei speziellem Trockensalz verwenden. Den Zucker und die Rosenblätter können Sie anschließend miteinander im Mörser zerkleinern. Lassen Sie die Mischung noch etwas auf einem Backblech nachtrocknen und bewahren Sie sie in gut schließenden Gläsern auf.

Rosenzucker