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Rotbuchenhecke schneiden: wann und wie?

Rotbuchenhecke schneiden - Titel

Wann und wie eine Rotbuchenhecke zu schneiden ist, zeigt Ihnen der folgende Ratgeber. Vom richtigen Zeitpunkt bis hin zum Werkzeug, unsere Anleitung bietet alle Informationen.

Auf den Punkt gebracht

  • auf scharfe Klingen achten
  • richtigen Zeitpunkt abpassen
  • sauberes Werkzeug notwendig
  • Verschnitt ist aus verschiedenen Gründen erforderlich
  • vorsichtiges Vorgehen ist angeraten

Gründe

Das Schneiden der Rotbuchenhecke erfüllt mehrere Funktionen. Darunter:

  • Entfernung kranker oder beschädigter Triebe
  • Formung
  • Kontrolle der Größe
  • Verdichtung des Wachstums
  • Verjüngung

Die Pflegemaßnahme sollte daher regelmäßig erfolgen und mehr als einmal im Jahr durchgeführt werden.

Rotbuchenhecke schneiden

Krankheiten und Schäden

Die beste Zeit für das Schneiden von beschädigten Trieben an ihrer Rotbuchenhecke ist allerdings so zeitig wie möglich. Ob diese im Winter auffallen oder im Sommer ist unerheblich. Mögliche Anzeichen und Ursachen für einen solchen gezielten Verschnitt sind:

  • abgeknickte Triebe
  • Fraßspuren von Parasiten
  • verfärbte Blätter durch Krankheiten oder Pflegefehler
  • vertrocknete Zweige

Hinweis: Die betroffenen Triebe sollten so weit zurückgeschnitten werden, dass kein beschädigter Teil mehr vorhanden ist. Je frühzeitiger Sie den Verschnitt durchführen, umso geringer ist das Risiko für eine Ausbreitung des Schadens.

Formschnitte

Der erste Verschnitt des Jahres erfolgt bereits vor dem Austrieb neuer Blätter und Zweige. Wenn die Temperaturen im Winter sehr mild ausfallen, kann bereits Anfang Februar ein geeigneter Zeitpunkt sein. In kälteren Klimaten reicht gegebenenfalls ein Verschnitt im März. Wichtig sind die folgenden Punkte beim Schneiden der Rotbuchenhecke:

  • frostfreien Tag wählen
  • sauberes Schnittwerkzeug verwenden
  • zuvor auf Vogelnester kontrollieren

Ein weiterer Verschnitt erfolgt zwischen Juni und August. Verschnitten werden jeweils nur Triebe, die deutlich hervorstehen sowie maximal ein Viertel bis ein Drittel der Astlängen. Hierdurch wird ein dichterer Wuchs angeregt. Das bringt nicht nur optische Vorzüge mit sich.

Formschnitt bei einer Rotbuchenhecke

Hinweis: Hecken stellen einen wichtigen Lebensraum für Tiere, wie Vögel und Insekten, dar. Sie bieten Schutz vor Feinden und Raum für Nistplätze. Verschnitte zwischen März und September sind daher nur in leichter Form erlaubt.

Radikalverschnitt

Der Radikal- oder Verjüngungsschnitt kann in größeren Abständen erforderlich sein, wenn die Gewächse verkahlen und sehr viele alte Triebe vorhanden sind. Ab einem gewissen Alter tragen diese keine Blätter mehr und sollten daher entfernt werden.
Hierbei ist ein gezieltes Vorgehen angeraten. Alte und kahle Zweige werden so radikal wie möglich abgeschnitten. Junge, frische und grüne Triebe sollten hingegen stehen bleiben. Bei der Rotbuchenhecke können Sie problemlos in das alte Holz schneiden.

Form

Eine leicht konische Form zu schneiden ist bei einer Rotbuchenhecke sinnvoll, da hiermit eine bessere Verteilung des Gewichts und des Lichts erzielt wird. Vor allem in Regionen mit schneereichen Wintern stellt diese Form einen guten Schutz gegen Schäden an den Gewächsen dar.
Denn aufgrund der schmaleren Spitzen kann sich zum einen nicht so viel Schnee darauf ansammeln, dadurch ist das belastende Gewicht geringer. Zum anderen wird der Lichteinfall verbessert, da die Lichtstrahlen auch bis zu den unteren Blättern gelangen können.

Vorgehen und Werkzeug

Neben der Wahl des Zeitpunkts zum Schneiden ihrer Rotbuchenhecke sind auch das Vorgehen und das Schnittwerkzeug entscheidend für einen guten Verschnitt. Achten Sie dafür auf die folgenden Punkte:

  • Sauberkeit
  • Schärfe
  • Schneiden ihrer Rotbuchenhecke an frostfreien Tagen im Frühjahr
  • Verschnitt ohne pralle Sonne im Sommer
  • zur Orientierung können Fäden gespannt werden
Rotbuchenhecke schneiden
Es wichtig eine saubere und scharfe Heckenschere zum Schneiden der Rotbuchenhecke zu verwenden.

Ideal ist es, eine Gartenschere direkt vor dem Einsatz zu desinfizieren. Das kann durch Alkohol oder kochendes Wasser erfolgen. Auf diese Weise werden weder Parasiten noch Krankheitskeime in die offenen und frischen Schnittstellen eingetragen.
Scharfe Klingen sorgen dafür, dass die Triebe nicht gequetscht werden. Den Verschnitt an trockenen, frostfreien Tagen durchzuführen erlaubt ein schnelles Abtrocknen und damit einen guten Verschluss der Schnittflächen. Hierdurch wird ebenfalls das Risiko für Krankheiten und einen Befall sowie Schäden durch Parasiten vorgebeugt.

Häufig gestellte Fragen

Warum sollte die Hecke zweimal pro Jahr geschnitten werden?

Dieses Vorgehen fördert einen dichten Wuchs. Dadurch stellen die Pflanzen einen besseren Schutz gegen unerwünschte Blicke, Wind und Sonne dar. Zudem sind die Hecken stabiler.

Warum dürfen Hecken von März bis September keinen Radikalschnitt erhalten?

Da die dicht belaubten Gewächse stellen einen wichtigen Lebensraum und schützenden Rückzugsort für einige Tierarten dar. Während der Gartensaison wäre das Entfernen großer Abschnitte daher verheerend für die Tierwelt. Schonende Formschnitte beziehungsweise Pflegeschnitte während der Saison sind jedoch erlaubt und angeraten.

Warum sind manuelle Werkzeuge die bessere Wahl?

Im Gegensatz zu elektrischen Varianten kann mit mechanischen Gartenscheren sehr viel gezielter umgegangen werden. Sie zerfetzen die Blätter nicht, sondern erzeugen einen glatten Schnitt. Das ist wiederum schonender für die Pflanze.

Maria liebt die exotische Pflanzenwelt. Neben ihrem Zitronenbaum "John Lemon" findet man bei ihr Zuhause unter anderem auch ein Avocado-Bäumchen und eine Ananas-Pflanze.

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