Salbei einfrieren – so geht es richtig! 4 Punkte, auf die du achten solltest

Salbei hat eine vielfältige Heilwirkung

Salbei, egal ob frisch, als Tee oder im Medizinschrank, ist allzeit eine Bereicherung für den Haushalt und begeistert seit Jahrhunderten durch sein charakteristisches Aroma. Das Küchenkraut wird über mehrere Monate geerntet und kann danach auf eine Vielzahl von Arten genutzt werden. Wer die Salbeiblätter nicht sofort nach der Ernte aufbrauchen will, kann diese konservieren, um die Haltbarkeit zu verbessern. Das Einfrieren der Blätter ist hierbei eine effektive und einfache Methode.

Warum einfrieren?

Tiefgefroren ist Salbei nicht nur lange haltbar, sondern auch ein wahrer Genuss. Aufgrund der Kälte bleiben die für das Aroma zuständigen ätherischen Öle in den Blättern erhalten und verlieren nicht an Intensität, was häufig beim Trocknen der Fall sein kann. Eingefrorener Salbei eignet sich zudem auch äußerst gut zum Kochen, da er von der Tiefkühltruhe direkt in die Pfanne oder den Topf gegeben werden kann. Ein weiterer Vorteil dieser Konservierungsmethode ist der Schutz vor dem Verfaulen der Blätter durch Feuchtigkeit. So müssen Sie sich keine Sorgen machen, dass Ihre Ernte zunichte gemacht wird.

Wie wird eingefroren?

Beim Einfrieren der Salbeiblätter kommt es auf folgende Punkte an:

  • Vorbereitung
  • Methoden

Nur wenn diese beiden Punkte eingehalten werden, können Sie das Maximum aus Ihrer Salbeiernte holen und sich noch im Winter und dem folgendem Frühling an dem Kraut erfreuen. Da Salvia nicht einfach nur in einem Gefrierbeutel in den Gefrierschrank gelegt werden kann, das würde die einzelnen Triebe oder Blätter aufgrund der Feuchtigkeit zusammenkleben lassen, müssen vor und während des Einfrierens einige Dinge beachtet werden.

Vorbereitung

Dieser Vorgang ist wichtig, um das Kraut auf den Gefrierprozess vorzubereiten. Zum einen wird der Salbei hiermit von Schmutz befreit, aber auch kranke oder bereits abgestorbene Triebe entsorgt, die ungenießbar wären.

Salbei ist im Mittelmeerraum heimisch

Bei der Vorbereitung der Salbeiblätter gehen Sie wie folgt vor:

  1. Erntezeit ist bei Salbei von Mai bis Ende August. Wenn Sie besonders viel Aroma wünschen, sollten Sie kurz vor der Blüte im Juni ernten. Hier erzeugt der Lippenblütler die meisten ätherischen Öle und somit sind diese Blätter am geschmackvollsten, was sie besonders begehrt macht.
  2. Geerntet wird am Vormittag, da Salvia zu dieser Zeit die höchste Konzentration an Ölen in den Blättern aufweist. Am Nachmittag zuvor sollten Sie die Pflanze sanft abbrausen.
  3. Geerntet werden die krautigen Triebspitzen. Trennen Sie die Blätter von den Trieben.
  4. Falls die Salbeiblätter noch immer etwas verschmutzt sind, sollten Sie diese unter kaltem Wasser waschen und anschließend in einer Salatschleuder vorsichtig trocknen. So erwartet Sie keine „knusprige“ Überraschung, wenn Sie den Salbei verwenden. Nun sind die einzelnen Blätter vorbereitet und Sie können sich an das Einfrieren machen.

Tipp: Tiefgefroren werden hier vor allem die Blätter, doch müssen Sie die Triebe an sich nicht nur entsorgen. Brühen Sie sich einen frischen Tee mit diesen auf oder trocknen Sie die Triebe, dann haben Sie immer noch etwas mehr von Ihrer Ernte.

Methoden

Ihnen stehen bei diesem Konservieren mehrere Möglichkeiten zur Verfügung, die zum Teil kulinarischer Natur sind und sich sofort in der Küche verwenden lassen. So werden die Blätter nicht nur einfach so eingefroren, sondern auch in Öl, was sie noch länger haltbar und geschmackvoller macht. Die unterschiedlichen Methoden benötigen keinen großen Aufwand und je nach Variante ist der Salbei nach dem Einfrieren mehrere Wochen bis über ein Jahr haltbar. Diese Methoden sind:

  • einfrieren im Gefrierbeutel
  • eingerollt konservieren in Öl
  • tiefgefroren in Öl im Eiswürfelbehälter
  • als Butter

Hinweis: Bei all diesen Methoden werden die Blätter des Salbeis danach hocharomatisch und intensivieren sich beachtlich im Geschmack.

Gefrierbeutel

Die Variante über den Gefrierbeutel ist wie oben schon erwähnt nicht einfach mal schnell ausgeführt. Sie dürfen niemals den frischen Salvia direkt in die Gefrierbeutel geben und anschließend im Gefrierschrank lagern. Aufgrund der Feuchtigkeit in den Blättern würde diese zusammenkleben, was sich negativ auf die Dosierung auswirkt. Falls Sie nach einiger Zeit den Salbei aus der Gefriertruhe nutzen wollen, halten Sie anstatt einzelner Blätter einen Klumpen des Krauts in der Hand und müssen diesen schneiden oder abbrechen. Das ist nicht ideal. Diese Konservierung läuft wie folgt ab:

  • bereiten Sie ein Tablett oder einen Teller aus Metall vor, der in Ihre Gefriertruhe passt
  • platzieren Sie auf diesem den Salbei so, dass sich die einzelnen Blätter nicht berühren
  • decken Sie das Tablett nicht zu
  • platzieren Sie es für 90 bis 120 Minuten in den Gefrierschrank
  • danach können Sie die Blätter in einen Gefrierbeutel, alternativ einen Behälter zum Einfrieren, füllen
  • verschließen und wieder in den Gefrierschrank
  • nun können Sie bis zu einem halben Jahr das Kraut lagern und nutzen

Salbei gilt als Schweisshemmend

Einrollen in Öl

Bei der Konservierung mit Öl werden die einzelnen Blätter vorher auf spezielle Weise behandelt, um die Feuchtigkeit und somit das Aroma noch besser zu erhalten. Nach Anwendungen mit Öl hält der Salbei länger als ein Jahr, manchmal bis zwei Jahre. Gehen Sie dabei wie folgt vor:

  • bereiten Sie Wachspapier oder Klarsichtfolie vor
  • achten Sie darauf, eine Breite zu nutzen, die in Ihren Gefrierschrank passt
  • im Gegensatz zur Breite ist die Länge abhängig von der Menge des Salbeis, den Sie gefrieren
  • verteilen Sie die Salbeiblätter auf dem Papier oder der Folie
  • bestreichen Sie diese mit einem hochwertigem Olivenöl, alternativ können Sie dies auch ohne Öl
  • rollen Sie die Folie zusammen
  • bewahren Sie die Rolle im Gefrierschrank auf

Sie können nun einfach die Rolle aus der Tiefkühltruhe nehmen, diese aufrollen und die genaue Menge an Blättern entnehmen, die Sie zum Kochen benötigen. Diese Methode eignet sich nicht so gut für Salbeitee, außer Sie lassen das Öl weg.

Öl und Eiswürfelbehälter

Eine andere Variante ist die Konservierung des Salbei als Eiswürfel. Zerkleinern Sie hierfür einfach den frischen Salvia so klein wie möglich, am besten mit einem Wiegemesser, und füllen diesen zu 75 Prozent in die einzelnen Fächer des Eiswürfelbehälters. Füllen Sie anschließend Ihr favorisiertes Speiseöl dazu und decken Sie diese mit Folie ab. Nachdem die Würfel gefroren sind, werden diese in einen verschließbaren Tiefkühlbehälter umgefüllt und mit dem Konservierungsdatum beschriftet. Die Haltbarkeit beträgt etwa vier Wochen und bietet trotz der kurzen Haltbarkeitsdauer ein unvergleichliches Geschmackserlebnis.

Butter

Sie können auch selbst eine Butter herstellen, die sich bis zu drei Monaten im Kühlschrank und sechs Monaten in der Gefriertruhe hält. Hierfür nehmen Sie 500 Gramm Butter und 100 Gramm frische Salbeiblätter, zerkleinern diese und erhitzen diese für fünf bis zehn Minuten zusammen auf mittlerer Hitze. Danach abkühlen lassen, portionieren und in verschließbare Behälter füllen, die ebenfalls mit dem Konservierungsdatum beschriftet werden. Die Butter ist ein wahrer Genuss für Salbeigenießer.