Sandsteinmauer bauen - Titel

Eine Sandsteinmauer zu bauen ist verhältnismäßig einfach, solange dabei einige Punkte beachtet werden. Welches Werkzeug und sonstige Materialien außer Sandstein notwendig sind, verraten wir hier.

Auf den Punkt gebracht

  • Sandstein ist ein sehr langlebiges Material
  • Mauer benötigt gutes Fundament und muss verfugt werden
  • echter Blickfang im Garten

Sandstein

Von Sandstein wird gesprochen, wenn ein Stein mehr als 50 Prozent Sand in seiner Zusammensetzung aufweist. Abhängig von der Höhe des Gehalts, können die Steine mehr oder weniger stabil beziehungsweise porös sein. Die generelle Lebensdauer liegt jedoch bei allen Arten zwischen 100 und 150 Jahren.

Zudem bringt der Naturstein einige weitere Vorteile mit sich. Darunter beispielsweise:

  • atmungsaktiv
  • bepflanzbar
  • einfach zu bearbeiten
  • feuchtigkeitsspeichernd
  • in zahlreichen Farben erhältlich
  • Mauer kann leicht angelegt werden
  • preisgünstig

Wer sich dazu entscheidet eine Sandsteinmauer im Garten zu bauen, kann zudem kreativ werden. Möglich wäre beispielsweise eine wellenförmige Oberkante oder eine Bepflanzung.

Sandsteinmauer

Benötigte Materialien

Bei dem erforderlichen Material um eine Sandsteinmauer zu bauen, handelt es sich lediglich um die Bausubstanzen, die für das Fundament und die Mauer selbst benötigt werden. Notwendig sind:

  • Beton
  • Kies
  • Mörtel
  • Sand
  • Sandsteine
  • Schotter

Werkzeug

Auch in Bezug auf Werkzeug ist die Liste sehr übersichtlich. Benötigt werden:

  • Gummihammer
  • Maurerkelle
  • Messwerkzeug
  • Rüttelplatte
  • Schaufel oder Spaten
  • Schnur
  • Stäbe
  • Wasserwaage

Tipp: Eine Rüttelplatte kann in den meisten Baumärkten ausgeliehen werden. Der Kauf ist also nicht zwingend notwendig.

Fundament legen

Für eine Sandsteinmauer zu bauen, die lange erhalten bleibt, ist es erforderlich, eine entsprechende Basis zu schaffen. Ein festes Fundament ist dafür ideal.

  • Fundament abstecken: Der Verlauf der Mauer wird abgesteckt, indem an den jeweiligen Eckpunkten ein Stab in die gesteckt und zwischen diesen eine Schnur gespannt wird.
Fundament ausheben
  • Fundament ausheben: Nach dem Abstecken kann wahlweise mit einem Spaten oder einem Minibagger der Aushub erfolgen. Hat dieses die richtigen Maße, wird die Erde in der Grube verdichtet. Hierzu eignet sich beispielsweise eine Rüttelplatte, die in den meisten Baumärkten gemietet werden kann.
  • Füllen: Es werden jeweils eine Schicht Schotter, Kies und Sand eingefüllt. Die jeweiligen Materialien sind in gleichen Teilen beziehungsweise gleichen Mengen einzugeben. Nach jeder Schicht erfolgt ein erneutes Verdichten mit der Rüttelplatte.
  • Betonieren: Sind diese Schritte abgeschlossen, kann der angemischte Beton gegossen werden. Auch hierfür empfehlen wir, im Baumarkt einen Mischer auszuleihen. Im Anschluss wird der Beton mit einer Maurerkelle geglättet.
Fundament betonieren
  • Aushärten lassen: Bevor Sie die Sandsteinmauer bauen können, muss das Fundament komplett durchtrocknen. Dies kann unter Umständen mehrere Tage oder sogar mehr als eine Woche in Anspruch nehmen.

Tipp: Die Zeit zum Aushärten ist abhängig von dem aktuellen Wetter. Bei Regen sollten sie den Beton vorsichtshalber abdecken. Die dafür erforderliche Plane darf jedoch nicht direkt auf ihm aufliegen.

Sandsteinmauer bauen: Anleitung

Ebenso wie bei dem Material und den Werkzeugen sind die Schritte übersichtlich in der Anzahl und dem Schwierigkeitsgrad. Körperlich anstrengend ist der Aufbau dennoch. Es sollten daher mehrere Tage und Einsätze eingeplant werden. Das ist schon allein dadurch notwendig, dass der Beton des Fundaments zunächst aushärten muss.

Und so wird dabei vorgegangen:

  • Erste Reihe anlegen: Wenn der Sandstein nicht als Quader vorliegt, sondern als Natursteine mit unterschiedlichen Formen, sollte eine entsprechende Reihenfolge festgelegt werden. Das ermöglicht es, Fugen klein zu halten. Hierfür ist es sinnvoll, die Steine zunächst passend und wie gewünscht auszulegen und anschließend zu nummerieren. Wahlweise kann dafür mit Kreide eine Nummer darauf geschrieben werden oder es werden beschriftete Stücke Malerkrepp darauf geklebt.
erste Reihe Steine legen
  • Mörtel auftragen: Der Mörtel wird als Bindungsmittel sowohl auf die Unter- als auch die Oberseite der Steine eingesetzt. Sie müssen die einzelnen Elemente fest andrücken. Wenn nach einer Überprüfung durch die Wasserwaage eine unebene Linie besteht, lassen sich diese mit einem Gummihammer ausgleichen.
  • Fugen verschließen: Wenn alle Steine ausgerichtet sind, können Sie die Fugen mit Mörtel füllen.
  • Mauer aufbauen: Bei jeder weiteren Reihe wird gleichermaßen vorgegangen. Den Sandstein müssen Sie versetzt zur unteren Reihe auflegen.
fertige Sandsteinmauer

Tipp: Die Arbeit mit einem Helfer durchzuführen ist in jedem Fall sinnvoll. Nicht nur, weil die Mauer dann schneller aufgebaut ist. Auch die Belastung für den eigenen Körper ist dann geringer.

Häufig gestellte Fragen

Kann ich eine Sandsteinmauer im Garten auch streichen?

Ja, das ist durchaus möglich. Es muss allerdings eine atmungsaktive Farbe gewählt werden. Dispersionsfarben und Lacke sind nicht geeignet.

Muss ich rechtliche Vorschriften beachten?

Das gilt für jede Mauer. Regionale Unterschiede zwischen den Regeln und Gesetzen sind möglich. Daher sollte in jedem Fall im Vorfeld bei der jeweiligen Gemeinde nachgefragt werden, was zu beachten ist. In Gartenvereinen ist die Leitung zu befragen.

Wie lassen sich Sandsteinmauern reinigen?

Bei einem Bewuchs mit Moos ist eine manuelle Entfernung sinnvoll. Der Einsatz von Kärcher oder Sandstrahlgeräten könnte die Steine beschädigen.