Schattenblumen: 17 perfekte Blumen für schattige Plätze

Schattige Plätze im Garten, an denen nichts wachsen will, kennt sicher jeder Gartenbesitzer. Deshalb werden sie meist sehr stiefmütterlich behandelt. Aber auch schattige Lagen bieten erstaunlich viele gestalterische Möglichkeiten. Allerdings ist Schatten nicht gleich Schatten und es gibt feine Unterschiede. Während Vollschatten extrem sonnenarm ist, genießen Bereiche im Halb- oder Streuschatten bis zu fünf Stunden Sonne am Tag mit stetig wechselnden Licht- und Schattenspielen.

Schattenblumen

Niedrige

  • Günsel, Galgelkraut, Güldengünsel (Ajuga reptans)
  • Alpen-Silbermantel (Alchemilla alpina)
  • Zwergiger Frauenmantel (Alchemilla erythropoda)
  • Felsen-Frauenmantel (Alchemilla saxatilis)
  • Heimischer Bärenlauch, Bärlauch (Allium ursinum)
  • Strahlen-Anemone (blau) (Anemone blanda)
  • Buschwindröschen (Anemone nemorosa)
  • Zwerg-Akelei (Aquilegia flabellata var. kurilensis ‚Rosea‘)
  • Heimische Haselwurz (Asarum europaeum)
  • Kahle Zwerg-Spiere (Astilbe glaberrima var. saxatilis)

Mittelhohe

  • Ahornblatt (Aceriphyllum rossii)
  • Großblättriger Frauenmantel (Alchemilla mollis)
  • Großes Waldwindröschen (Anemone sylvestris)
  • Iberische Frühlings-Anemone (Anemone palmata)
  • Gefüllter Garten-Akelei (Aquilegia vulgaris ‚Plena‘)
  • Gemeine Waldakelei (Aquilegia vulgaris)
  • Geaderter Aronstab (Arum italicum)
  • Rotblühende Sterndolde (Astrantia carniolica ‚Rubra‘)
  • Große Sterndolde (Astrantia major ‚Lars‘)
Blühender Garten
Blühender Garten

Hohe und sehr hohe

  • Silberkerze (Actaea acerina)
  • Japan-Scheinanemone (Anemonopsis macrophylla)
  • Langspornige Beetakelei (Aquilegia Caerulea-Hybride)
  • Arends-Pracht-Spiere, (Astilbe Arendsii-Hybride ‚Fanal‘)
  • Koreanische Glockenblume (Campanula takeshimana)
  • Nesselblättrige Glockenblume (Campanula trachelium)
  • Pfirsichblättrige Glockenblume (Campanula persicifolia ‚Grandiflora‘)
  • Riesen-Schwingel (Festuca gigantea)
  • Knöterich (Persicaria virginiana ‚Painters Palette‘)
  • Wiesenraute (Thalictrum rochebrunianum)
  • Weiße Wald-Glockenblume (Campanula latifolia)
  • Kamtschatka-Wald-Geißbart (Aruncus dioicus var. kamtschaticus)
  • Akelei (Aquilegia formosa)

Weitere Blumen für schattige Plätze werden im Folgenden näher erläutert.

Klein bleibende Schattenblumen

Christrosen (Helleborus)

Wenn der Garten noch im Winterschlaf liegt, haben sie ihren großen Auftritt, die Christrosen auch bekannt als Schneerosen. Mitten im Winter öffnen sie je nach Sorte ihre schneeweißen, rötlichen oder schwarz-bläulichen Blüten. Sie werden nur 10 – 30 cm groß und fühlen sich an halbschattigen bis schattigen Plätzen, unter Laub abwerfenden Bäumen am wohlsten.

Christrose ist eine bühende, winterharte Schönheit
Christrose

Tipp: An Standorten, an denen sich die Christrose besonders wohl fühlt, kann sie ein Alter von über 30 Jahren erreichen.

Leberblümchen (Hepatica nobilis)

Relativ früh, von Februar/März bis April blüht das aparte, mit den Anemonen verwandte Leberblümchen. Am Abend und bei Regen schließen sich seine Blüten. Die Blütenhüllblätter werden jeden Tag etwas länger und wachsen bis zum Ende der Blütezeit nahezu auf das Doppelte ihrer ursprünglichen Größe an. Gegen Ende der Blütezeit werden die neuen Blätter gebildet. Die 5 – 10 cm kleinen Schattenblumen lieben halbschattige und schattige Plätze und eignen sich perfekt für Unter- und Zwischenpflanzungen.

Leberblümchen, Hepatica transsilvanica
Leberblümchen, Hepatica transsilvanica

Tipp: Leberblümchen sind im frischen Zustand in allen Teilen giftig, getrocknet sind sie ungiftig.

Fleißiges Lieschen (Impatiens)

In schattigen Lagen zeigt das Fleißige Lieschen, was in ihm steckt und überrascht mit überreicher Blütenfülle. Mit einer Blütezeit vom Mai bis zum Frost macht es seinem Namen alle Ehre, wobei die Blüte im Sommer immer mehr zunimmt. Die Blüten können einfach oder gefüllt, weiß, rosafarben, rot, orangefarben oder violett sein. Die Pflanzen erreichen Wuchshöhen zwischen 20 und 35 cm.

Fleißiges Lieschen, Impatiens walleriana
Fleißiges Lieschen, Impatiens walleriana

Weiße Elfenblume (Epimedium x youngianum Niveum)

Als Bodendecker oder Unterpflanzung von Bäumen und Sträuchern sind diese Blumen der Star unter den Schattenblumen. Mit ihren zarten Trieben, den herzförmigen Blättern und insbesondere den zu mehreren auf filigranen Blütenstielen sitzenden, strahlend weißen Blüten, bringt sie Farbe in dunkle Gartenecken. Sie war Staude des Jahres 2014. Blütezeit ist von April bis Mai und die Wuchshöhe liegt bei 15 – 25 cm. Empfehlenswert sind 9 Stück pro Quadratmeter.

Elfenblume, Epimedium
Elfenblume, Epimedium

Elfenblume ‚Orange Queen‘

Ein echter Hingucker in schattigen Lagen sind auch diese wintergrünen Elfenblumen mit ihren intensiv orangefarbenen Blüten, beispielsweise als kompakter Bodendecker. Auch sie blühen von April bis Mai. Ihre Wuchshöhe liegt zwischen 25 und 30 cm, somit wird sie geringfügig größer als die weiße Elfenblume. Diese Blumen sind generell sehr anspruchslos, was Standort und Pflege betrifft.

Tipp: Durch ihre Wüchsigkeit können diese Schattenblumen Konkurrenten im Beet leicht überwuchern.

Traubenlilie ‚Monroe White‘

Diese Traubenlilie ist eine der wenigen Lilien, die selbst im Schatten blüht. Neben der weitverbreiteten lilafarbenen Sorte ist ‚Monroe White‘ mit ihren reinweißen Blütentrauben eine echte Rarität und für schattige Plätze ein glanzvoller Lichtpunkt. Die weißen, einer Prachtscharte ähnelnden Blüten bilden einen auffallenden Kontrast zu dem immergrünen, grasartigen Laub. Die Wuchshöhe dieser Schattenblumen liegt zwischen 20 und 30 cm.

Lilientraube, Liriope muscari
Lilientraube, Liriope muscari

Mittelhohe Schattenblumen

Funkien/Herzlilien (Hosta)

  • Laub ist größte Zierde dieser Pflanzen
  • Blätter können herzförmig oder lanzettlich sein
  • Laub dunkelgrün, gelbgrün, cremeweiß oder stahlblau
  • sortenabhängig auch mehrfarbig oder weiß panaschiert
  • Blütezeit von Juni/Juli bis August/September
  • weiße bis lilafarbene Blütenstände
  • Blüten sitzen an nahezu kahlen Stängeln
  • Wuchshöhen der kleinsten Sorten bei 15 – 20 cm
  • Blütenstände der größten Sorten ragen bis zu 90 cm in die Höhe
Funkien, Hosta
Funkien, Hosta

Japanische Krötenlilie (Tricyrtis hirta)

Die aus Japan kommende Krötenlilie, auch Tigerstern genannt, ist ein sehr edel und filigran erscheinendes Schattengewächs, das äußerlich an eine Orchidee erinnert. Diese Blumen begeistern mit ihren herzförmigen Blättern. Vor allem aber mit ihren weißlichen bis hell-violetten und rötlich-lila gepunkteten Blüten sowie einer relativ langen Blütezeit. Die reicht von Juli/August bis in den Oktober hinein. Die Wuchshöhen liegen zwischen 30 und 50 cm.

Japanische Krötenlilie, Tricyrtis hirta
Japanische Krötenlilie, Tricyrtis hirta

Zwerg-Sterndolde ‚Ruby Wedding‘

Diese überreich blühende, 30 – 40 cm hohe Zwerg-Sterndolde gedeiht besonders gut an halbschattigen bzw. schattigeren Plätzen. Die Vorzüge dieser Pflanze liegen in ihrer relativ seltenen blutroten Färbung der Blüten. Nach der Hauptblüte folgt in der Regel eine zweite Blüte. Mit ihren langen Blütenstängeln macht sich diese Sterndolde auch sehr gut in einem Blumenstrauß.

Große Sterndolde, Astrantia major
Große Sterndolde, Astrantia major

Gefüllte Herbstanemone (Anemone japonica Hybride)

Diese reizvolle, reich blühende Herbstanemone bildet in Gruppen gepflanzt, von August bis Oktober, dichte Teppiche aus dunkelgrünen Blättern und einer Fülle an pinkfarbenen, gefüllten Blüten. Sie liebt halbschattige und schattige Plätze und erreicht Wuchshöhen von 70 – 90 cm. Zusammen mit Gräsern, Farnen und anderen Schattenblumen setzt sie außergewöhnliche Akzente.

Herbstanemone, Anemone japonica
Herbstanemone, Anemone japonica

Fuchsien (Fuchsia)

Das Spektakulärste an diesen Blumen sind ihre grazilen und überwiegend mehrfarbigen Glockenblüten, die sich je nach Sorte sowohl in Form als auch Färbung unterscheiden. Sie blühen unablässig den ganzen Sommer über bis in den Herbst hinein, wobei sie sich entsprechend ihrer Herkunft, in verregneten Sommern besonders wohl fühlt. Die Wuchshöhen variieren sortenabhängig zwischen 20 und 500 cm.

Fuchsie, Fuchsia
Fuchsie, Fuchsia

Tipp: Fuchsien vertragen in der Regel keinen Frost und müssen demzufolge in einem frostfreien Quartier überwintern.

Hohe und sehr hohe Schattenblumen

Fingerhut (Digitalis)

Der Fingerhut zählt zu den eher kurzlebigen Schattenblumen, da er nur zweijährig wächst. Am wohlsten fühlt er sich im Halbschatten oder Schatten. Im ersten Jahr bildet er eine wintergrüne, bodenständige Blattrosette mit ca. 20 cm langen gestielten Blättern. Im zweiten Jahr, von Juni bis August, entwickeln sich aus dieser Blattrosette bis zu 150 cm hohe weiße, gelbe, rosafarbene, rote oder violette Blütenstände.

Fingerhut, Digitalis
Fingerhut, Digitalis

Hinweis: Diese Pflanze ist in allen Teilen stark giftig.

Silberkerze Actaea (Cimicifuga)

  • wächst im lichten Schatten von Bäumen, Sträuchern oder Hecken
  • Blütezeit sortenabhängig von Juni bis in den Oktober
  • weiße, creme- oder rosafarbene, duftende Blütenkerzen
  • zur Blütezeit werden Wuchshöhen von 40 – 200 cm erreicht
  • Blätter grün oder rötlich, gefiedert und eiförmig bis länglich
  • gut kombinierbar mit anderen Arten der Silberkerze
  • ideale Pflanzpartner für Farne und Blattschmuckstauden
Silberkerze, Cimicifuga ramosa
Silberkerze, Cimicifuga ramosa

Weißer Berg-Eisenhut ‚Schneewittchen‘ (Aconitum napellus ‚Schneewittchen‘)

Der weiße Berg-Eisenhut, den man auch als Garteneisenhut kennt, ist eine sehr anmutige Staude, die sich gut für schattige Plätze eignet. Seine bis zu 150 cm hohen, lockeren, gelblich-weißen Blütentrauben kommen vor dunklen Hintergründen, an kühlen Standorten, besonders gut zur Geltung. Jede Blütentraube besteht aus vielen großen, helmförmigen Einzelblüten. Blütezeit ist im Hochsommer von Juli bis August. Die Blätter dieser Blumen sind dunkelgrün, geschlitzt und silbrig schimmernd. Der Eisenhut lässt sich gut mit Sterndolde, Geißbart oder Waldglockenblume kombinieren.

Weißer Berg-Eisenhut, Aconitum napellus
Weißer Berg-Eisenhut, Aconitum napellus

Hoher Wald-Geißbart (Aruncus dioicus)

Der hohe Wald-Geißbart ist eine imposante Staude sowohl für schattige als auch halbschattige Gartenbereiche. Das Auffallendste an dieser attraktiven Pflanze sind ihre großen, cremefarbenen, fedrigen Blütenrispen, die die Pflanze von Anfang Juni bis Ende Juli zieren. Ursprünglich eine Gartenpflanze und mittlerweile in vielen Gärten zu finden. Sie wächst breit ausladend und aufrecht, 150 – 180 cm hoch und bis zu 100 cm breit. Gute Pflanzpartner dieser Schattenblumen sind z.B. Eisenhut, Fingerhut, Prachtspiere und Farne.

Wald-Geißbart, Arunculus dioicus
Wald-Geißbart, Arunculus dioicus

Fleischbeere/Aufrechte Schleimbeere (Sarcococca confusa)

  • aufrechte Schleimbeere sehr schattenverträglich
  • blüht von Mitte/Ende Januar bis in den März hinein
  • kleine cremeweiße Blütenbüschel mit intensiven Duft
  • Wuchs buschig, aufrecht, gut verzweigt
  • nach ca. 10 Jahren erreicht sie eine Höhe von 150 cm und eine Breite von 200 cm
  • Blätter dunkelgrün glänzend, eiförmig-elliptisch
  • Fruchtschmuck, 5 mm große, glänzende schwarze Beeren
  • Beeren nicht zum Verzehr geeignet
Aufrechte Schleimbeere, Sarcococca confusa
Aufrechte Schleimbeere, Sarcococca confusa

Hohe Wiesenraute ‚Elin‘ (Thalictrum rochebruneanum ‚Elin‘)

Größte Zierde dieser filigranen, hoch wachsenden Prachtstaude sind ihre rispenartigen, fragilen, rosafarbenen bis zartvioletten Blütenstände. Die scheinen über dem silbrig-grünen, bläulich schimmernden Laub zu schweben. Die 5 – 10 cm großen Einzelblüten sitzen an bis zu 250 cm hohen verzweigten, lilafarbenen Blütenstielen. Blütezeit ist von Juli bis August.

Akeleiblättrige Wiesenraute, Thalictrum aquilegiifolium
Akeleiblättrige Wiesenraute, Thalictrum aquilegiifolium
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