Immergrüne schnellwachsende Hecken: 10 ideale Pflanzen

Thuja als Hecke

Hecken sind nicht nur natürlich, sondern bilden auch optisch einen sehr schönen Wind- und Sichtschutz. Schon in kurzer Zeit können sie dabei eine beachtliche Höhe erreichen. Im Vergleich zu einem Sichtschutz aus Holz sind Hecken außerdem recht preisgünstig und bei guter Pflege ebenso sehr langlebig. Die Wuchsstärke ist dabei je nach Art recht unterschiedlich. Daneben bieten sie nicht nur Schutz vor neugierigen Blicken, auch kleine Vögel finden hier einen geeigneten Nistplatz und ebenso Nahrung. Wir stellen 10 immergrüne und schnellwachsende Hecken vor.

Schnellwachsende Hecken

Schnellwachsende Hecken können innerhalb von zwei Jahren bereits einen dichten Sichtschutz bilden. Besonders gut zur Wirkung kommen dabei immergrüne Pflanzen, welche das ganze Jahr über ihre Belaubung behalten. Solche Hecken punkten beispielsweise durch

  • einen rasanten und dichten Wuchs
  • gute Schnittverträglichkeit und
  • verhältnismäßig anspruchslose Pflege

Jedoch bringen sie auch Nachteile mit sich

  • regelmäßiger Schnitt notwendig
  • je nach Art bis zu zweimal im Jahr

Nicht zuletzt muss die Frage der Entsorgung des Schnittgutes gelöst werden. Optimal wäre dabei eine Kompostierung im eigenen Garten und entsprechende Wiederverwertung.

Hinweis: Bei einer Heckenpflanzung sind stets Grenzabstände zum Nachbargrundstück einzuhalten. Diese sind dabei im Nachbarschaftsrecht des jeweiligen Bundeslandes geregelt. Auskunft erteilen dann die kommunalen Ordnungsämter.

Immergrüne schnellwachsende Heckenpflanzen

Das Wachstum von Pflanzen ist am jährlichen Zuwachs erkennbar. Schnellwachsende Heckenpflanzen weisen dabei mindestens 30 cm Zuwachs im Jahr auf. Demzufolge ist auch ein regelmäßiger Rückschnitt erforderlich. Denn ohne Schnittmaßnahmen erfolgt lediglich eine schwache Verzweigung und die Bildung einer blickdichten Krone entfällt. Es sollte daher ein

  • Pflanzschnitt und
  • regulärer Rückschnitt gleich ab Pflanzjahr erfolgen.

Jedoch kann in den ersten beiden Jahren nach der Pflanzung auf einen zweiten Formschnitt im Spätsommer verzichtet werden. Dieser ist erst erforderlich, wenn die Pflanzen ihre Wuchsstärke erreicht haben. Bei der Entscheidung für die Pflanzung einer immergrünen schnellwachsenden Hecke sollte stets darauf geachtet werden, dass auch nur winterharte Arten in Betracht kommen.

Leyland-Zypresse

Diese Zypressenart ist auch als Bastardzypresse bekannt. Sie ist sehr schnellwachsend und bildet deshalb innerhalb von zwei bis drei Jahren einen perfekten Sichtschutz. Daneben bieten solche Hecken aber auch kleinen Vögeln Unterschlupf. Das Gehölz ist zwar winterhart, jedoch sollten Jungpflanzen im Pflanzjahr einen Schutz vor starken Frösten erhalten.

  • bot.: Cupressocyparis leylandii
  • sehr dichter, kegelförmiger Wuchs
  • dichter Kronenaufbau
  • Flachwurzler
  • Wuchshöhe je nach Schnitt bis 500 cm
  • Wuchsbreite 150 bis 450 cm
  • Pflanzabstand 30 bis 40 cm
  • jährlicher Zuwachs 40 bis 100 cm
  • sehr robust und widerstandsfähig
  • guter Windschutz
  • pflegeleicht
  • regelmäßige Formschnitt im Herbst und März/April
  • liebt frischen, feuchten Boden
  • gedeiht in der Sonne, Halbschatten aber auch Schatten
  • Wasserbedarf mittel bis hoch

Leyland-Zypresse

Hinweis: Bei Arbeiten sollten Sie Handschuhe verwenden. Denn es kann zu allergischen Reizungen der Haut kommen.

Lebensbaum ‚Smaragd‘

Es gibt verschiedene Thuja-Arten. Diese ist wohl die schönste unter ihnen. Die Thuja ist außerdem sehr winterhart. Auch im Winter bleiben die weichen Nadeln dabei frischgrün und verströmen einen feinen Duft. Jedoch Vorsicht, alle Pflanzenteile sind giftig. Der Lebensbaum ist aber auch ein begehrter Rückzugsort für Vögel.

  • bot.: Thuja occidentalis „Smaragd“
  • aufrechter, dichter, kegelförmiger Wuchs
  • Wuchshöhe 200 bis 400 cm
  • Wuchsbreite 100 bis 170 cm
  • jährlicher Zuwachs 30 bis 50 cm
  • Pflanzabstand 50 cm, 1 bis 2 Pflanzen pro Meter
  • sehr pflegeleicht, winterhart und schnittverträglich
  • kann geschnitten werden, muss aber nicht
  • sonniger bis halbschattiger Standort
  • liebt durchlässigen, frischen und feuchten Gartenboden
  • Düngung im Frühjahr mit Koniferendünger oder Hornspäne
  • hoher Wasserbedarf
  • Mulchschicht hält Feuchtigkeit im Boden
  • im Winter regelmäßig gießen

Thuja Sorte 'Smaragd'

Tipp: Die Thuja ist empfänglich für Pilzkrankheiten. Ein kräftiger Rückschnitt hilft daher bei einem Befall.

Eibe

Die Eibe ist ein beliebtes Formgehölz und kann bei guter Pflege sehr alt werden. Bei der Pflanzung ist jedoch zu bedenken, dass alle Pflanzenteile giftig sind. Die Nadeln der winterharten Eibe sind weich, schwarz-grün gefärbt und glänzend. Im Herbst erscheinen dann dekorative rote Beeren. Diese immergrünen Hecken bilden einen perfekten, blickdichten Sichtschutz und eignen sich deshalb besonders gut zur Grundstücksbegrenzung.

  • bot.: Taxus baccata
  • buschiger, aufrechter, verzweigter Wuchs
  • Tiefwurzler
  • Wuchshöhe 200 bis 300 cm
  • Wuchsbreite 70 bis 800 cm
  • jährlicher Zuwachs 25 bis 30 cm
  • Pflanzabstand 30 bis 50 cm, 3 Pflanzen pro Meter
  • anspruchslos
  • sonniger, halbschattiger, schattiger Platz
  • auch für schwierige Standorte geeignet
  • trockene, sehr saure Böden meiden
  • Wasserbedarf gering bis mittel
  • Staunässe vermeiden
  • sehr schnittverträglich und formbar
  • regelmäßiger Schnitt im Herbst und März/April
  • Schutz vor Wintersonne und Ostwinden

Eibenhecke, Eibe, Taxus richtig pflegen

Serbische Fichte

Dieses vielfach genutzte Nadelgehölz hat dunkelgrüne, glänzende, 8 bis 10 cm lange stechende Nadeln mit weiß-gestreifter Unterseite. Die anfangs violetten und später rotbraunen Zapfen werden bis 5 cm groß. Der Stamm erstreckt sich dabei bis zur Spitze und die Äste sind sichelförmig nach oben gerichtet. Es handelt sich hierbei ebenfalls um eine gute immergrüne schnellwachsende Heckenpflanze.

  • bot.: Picea omorika
  • kompakter, dichter Wuchs
  • Flachwurzler
  • Wuchshöhe 150 bis 400 cm
  • Wuchsbreite 250 bis 400 cm
  • jährlicher Zuwachs 20 bis 40 cm
  • resistent gegen Krankheiten
  • äußerst pflegeleicht
  • sonniger Standort
  • bodentolerant
  • vorzugsweise durchlässige nicht verdichtete Böden
  • Rückschnitt im Herbst und März/ April

Kirschlorbeer

Die Lorbeerkirsche ist der Klassiker unter den immergrünen schnellwaschenden Heckenpflanzen. Sie ist ein wahres Schmuckstück mit ganzjährig glänzend, dunkelgrünen fast lederartigen Blättern. Im Mai erscheinen traubenförmig stehende, weiße Blüten. Daraus entwickeln sich zum Herbst hin rote Beeren. Vorsicht, Beeren und Blätter sind giftig.

  • bot.: Prunus laurocerasus
  • gut winterhart und sehr blickdicht
  • Herzwurzler
  • aufrechter, buschiger Wuchs
  • Wuchshöhe je nach Schnitt 300 bis 400 cm
  • Wuchsbreite 100 bis 200 cm
  • jährlicher Zuwachs 30 bis 50 cm
  • Pflanzabstand 30 bis 50 cm
  • geringe Pflege
  • sonniger bis halbschattiger Standort
  • liebt lockeren, nährstoffreichen, etwas lehmigen Boden
  • Wasserbedarf gering bis mittel
  • Staunässe vermeiden
  • Düngung Anfang Juni: Mist, Kompost, Hornspäne
  • ab August keine Düngung mehr
  • Rückschnitt im Frühjahr
  • Schutz vor Wintersonne

Kirschlorbeer-Arten wachsen unterschiedlich hoch

Glanzmispel ‚Red Robin‘

Hierbei handelt es sich um eine eher neuere Sorte. Das immergrüne Blattlaub ist glänzend, wobei der junge Austrieb anfangs rötlich leuchtend ist und sich dann kupfrig -grün verfärbt. Zwischen Mai und Juni erscheinen in Scheinrispen sitzende weiße Blüten. Die sich daraus entwickelnden roten Beeren sind ein äußerst dekorativer Winterschmuck. Die Glanzmispel ist bedingt winterhart. Ein Winterschutz ist empfehlenswert, besonders für Jungpflanzen im ersten Jahr.

  • bot.: Photinia fraseri „Red Robin“
  • lockerer, aufrechter bis breitbuschiger Wuchs
  • Flachwurzler
  • Wuchshöhe 200 bis 300 cm
  • Wuchsbreite 120 bis 200 cm
  • jährlicher Zuwachs 20 bis 30 cm
  • Pflanzabstand 30 bis 40 cm, 2 bis 3 Pflanzen pro Meter
  • sonniger bis halbschattiger, geschützter Standort
  • tiefgründiger, humoser, kalkfreier, gut durchlässiger, feuchter Boden
  • keine Staunässe
  • geringer Wasserbedarf
  • im Frühjahr Flüssigdüngung
  • Einsatz auch als Solitär- und Kübelpflanze

Glanzmispel Photinia fraseri ‚Red Robin‘ als Solitär oder auch als immergrüne Hecke

Tipp: Nach der Blüte mäßig zurückschneiden. Nicht alle Blütenstände entfernen, sonst erfolgt keine Bildung von Beeren.

Ovalblättriger Liguster

Diese Ligustersorte ist ein beliebtes Gehölz für eine immergrüne schnellwachsende Hecke. Bei Gärtnern ist Liguster sehr begehrt. Freiwachsend entwickelt sich die Hecke zu einem dichten Sichtschutz. Im Juni/Juli erscheinen weiße rispenartige Blüten. Daraus entwickeln sich dann kleine schwarze Beeren, die für Menschen und Haustiere giftig sind. Die gegenständigen, länglich- eiförmigen Blätter sind derb glänzend und mittelgrün gefärbt.

  • bot.: Ligustrum ovalifolium
  • strauchartiger, aufrechter, leicht überhängender Wuchs
  • Wuchshöhe 300 bis 500 cm
  • Wuchsbreite 150 bis 300 cm
  • jährlicher Zuwachs 20 bis 40 cm
  • sonniger bis halbschattiger Standort
  • keine Ansprüche an Boden
  • resistent gegen Pilzbefall
  • verträgt Trockenperioden
  • robust und winterhart
  • Rückschnitt im Herbst und März/April
  • bienenfreundlich

Goldliguster, Ligustrum ovalifolium

Feuerdorn

Das Gehölz ist hervorragend für immergrüne schnellwachsende Hecken geeignet. Das Rosengewächs bildet in kürzester Zeit einen dichten Sichtschutz und ist ein beliebter Aufenthaltsort für Vögel. Die Triebe sind mit Dornen und wechselständigen, eiförmigen, glänzend-dunkelgrünen Blättern besetzt. Weiße schalenförmige Blütenstände erscheinen von Mai bis Juni. Daraus entwickeln sich orangefarbene Kugelfrüchte.

  • bot.: Pyracantha
  • schmaler, aufrechter, teilweise sparriger Wuchs
  • Herzwurzler
  • Wuchshöhe 250 bis 350 cm
  • Wuchsbreite 200 bis 250 cm
  • drei Pflanzen pro Meter
  • jährliche Zuwachs 20 bis 50 cm
  • resistent gegen Schorf
  • sonniger bis halbschattiger Standort
  • gut durchlässiger, feuchter Boden
  • sollte schwach sauer bis alkalisch sein
  • keine Staunässe
  • regelmäßiger Rückschnitt nach der Blüte
  • im Frühjahr organische Düngung mit Kompost

Feuerdorn, Pyracantha als schnellwachsende Hecke

Stechpalme ‚Heckenfee‘

Die Stechpalme als Hecke entwickelt sich zu einem windfestem, dichten Sichtschutz. Die Pflanze strotzt dabei Temperaturen bis zu -25 °C. Der junge Austrieb ist kupferfarben, später sind die Blätter dann schmal elliptisch, dornig gezähnt und glänzend dunkelgrün mit hellerer Unterseite. Zwischen Mai und Juni erscheinen außerdem unscheinbare grün-weiße Blüten. Daraus entwickeln sich anschließend leuchtend rote Beeren. Sämtliche Pflanzenteile sind jedoch giftig.

  • bot.: Ilex meserveae „Heckenfee“
  • kompakter, aufrechter Wuchs
  • Herzwurzler
  • gut verzweigt mit dichtem gleichmäßigen Aufbau
  • Wuchshöhe 200 bis 300 cm
  • Wuchsbreite 60 bis 150 cm
  • Pflanzabstand 30 cm, 2 bis 3 Pflanzen pro Meter
  • jährliche Zuwachs 30 bis 40 cm
  • robuste, gesunde Sorte
  • verträgt Sonne, Halbschatten und Schatten
  • bevorzugt nährstoffreichen Gartenboden
  • gut geeignet zum Formschnitt
  • geringer Wasserbedarf

Stechpalme, Ilex als immergrüne Hecke

Tipp: Bei Arbeiten Handschuhe und Schutzkleidung tragen.

Wintergrüne Ölweide

Die Ölweide hat elliptische, lederartige, dunkelgrün glänzende Blätter mit braun-schwarzen Punkten und silberner Unterseite. An jedem Ast ist dabei ein Stachel vorhanden. In der Regel erscheinen zwischen Oktober und November dann kleine röhrige und weiße Blüten. Sie verströmen dabei einen angenehmen Duft. Daraus entwickeln sich anschließend rote Beeren. Bei Heckenpflanzungen muss jedoch aufgrund des Rückschnitts auf eine Beerenbildung verzichtet werden. Ölweiden sind sehr windfest. In sehr kalten Wintern ist jedoch ein Blattabwurf möglich.

  • bot.: Elaeagnus ebbingei
  • in milden Gebieten immergrün
  • straffer aufrechter Wuchs
  • ältere Pflanzen sehr breitbuschig
  • Flachwurzler
  • Wuchshöhe 250 bis 300 cm
  • Wuchsbreite 300 cm
  • 2 bis 3 Pflanzen pro Meter
  • jährlicher Zuwachs 20 bis 30 cm
  • hitze- und windresistent
  • sonniger, halbschattiger oder schattiger Standort
  • normaler Gartenboden
  • verträgt Nährstoffarmut
  • gut salzverträglich
  • Rückschnitt im Herbst und März/April
  • auch als Kübelpflanze geeignet

Tipp: Schnellwachsende immergrüne Hecken müssen auch im Winter regelmäßig gegossen werden. Die Tage müssen dann frostfrei sein. Am besten erfolgt die Wassergabe dabei am frühen Vormittag.