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schwarz-weiße kleine und große Vögel

Schwarz-weiße Vögel: 14 kleine und große

Die Vogelwelt ist recht vielfältig. Es gibt dort so manchen bunt gefärbten Vogel, der sofort auffällt. Daneben gibt es aber auch schlicht und einfach nur schwarz-weiße Vögel.

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Auf den Punkt gebracht

  • schwarze Vögel zwischen 12 cm klein und 110 cm groß
  • Trauerschnäpper kleinste Art
  • Kiebitz gilt als gefährdete Art
  • Austernfischer frisst keine Austern
  • Weißstorch als Glücksbote

Unauffällig schwarz-weiß

Unter den Vogelarten gibt es herrlich bunte „Paradiesvögel“. Sie fallen schon allein durch ihre Färbung weithin auf. Allerdings ist nicht jeder Vogel davon betroffen. So gibt es auch einfach nur schwarz-weiß gefärbte Tiere. Sie sind deshalb aber nicht weniger interessant. Einige Arten davon leben auf dem Land und andere wiederum im Wasser. Nachfolgend eine kleine Auflistung.

Kleine schwarz-weiße Vögel

Trauerschnäpper  (Ficedula hypoleuca)

Das Prachtkleid des kleinen Vogels ist schwarz bis bräunlich gefärbt mit weißer Unterseite und Kehle, sowie weißen Armschwingen. Der Schnabelansatz wird von einem weißen Fleck verziert.

Trauerschnäpper  (Ficedula hypoleuca)
  • Größe: 12 bis 13 cm
  • Vorkommen: Laub- und Mischwälder, Parks, Gärten
  • Nahrung: Spinnen, Insekten, auch Beeren
  • Stimme: zwitschernd, „tsi – writsu – writsu“ oder „wuti – wuti“, Warnruf: kurz, „pik“ oder „tett“
  • Zugverhalten: Langstreckenzieher, Überwinterung in der Sahara, hier zu beobachten Mai bis August
  • Besonderheit: gilt als gefährdet

Mehlschwalbe  (Delichon urbicum)

Im Licht schimmern die schwarzen Flügeloberflächen leicht bläulich. Dabei ist die Unterseite und der Bürzel weiß. Typisch ist der kurze breit gegabelte schwarze Schwanz.

Mehlschwalbe  (Delichon urbicum)
  • Größe: 13 bis 15 cm
  • Vorkommen: offenes Gelände, in Gewässernähe, Nestbau an hohen Gebäuden
  • Nahrung: Mücken, Fliegen, Blattläuse
  • Stimme.  schwatzend, „schrrip“ oder „brrit“, Warnruf: „tschierr“
  • Zugverhalten: Langstreckenzieher, Überwinterung in Afrika, hier zu beobachten April bis September

Hinweis: Ihre Brutstätte bauen sie als geschlossene Lehmnester an den Außenwänden von hohen Gebäuden. Ihre Nester bestehen dabei aus 1500 gesammelten Lehmkugeln.

Bachstelze  (Motacilla alba)

Die Bachstelze ist von schlanker Gestalt mit einer weißen bis gräulich gefärbten Oberfläche, einem weißen Bauch und weißem Gesichtsfeld. Der Kopf und die Brust sind schwarz. Der schwarze Schwanz wird von weißen Außenkanten gesäumt.

Bachstelze  (Motacilla alba)
  • Größe: 16 bis 19 cm
  • Vorkommen: offene Kulturlandschaften, Siedlungsgebiete, Viehweiden, Felder
  • Nahrung: Insekten, Larven, Spinnen, Schnecken, Würmer, Sämereien
  • Stimme: „zilipp“ und „tsli-witt“
  • Zugverhalten: Teilzieher, Überwinterung in Südwesteuropa und Nordafrika, hier zu beobachten März bis Oktober
  • Besonderheit: Nahrungssuche überwiegend am Boden, typisch trippelnde und schnelle Schritte

Rauchschwalbe  (Hirundo rustica)

Das Gefieder der Rauchschwalbe erscheint blauschwarz glänzend. Hingegen ist die Unterseite weiß und mit einem schwarzen Brustband versehen. Typisch ist das braun-rote Gesichtsfeld und der gegabelte Schwanz.

Rauchschwalbe  (Hirundo rustica)
  • Größe: 17 bis 19 cm
  • Vorkommen: ländliche Gegenden, Ställe und Scheunen
  • Nahrung: Mücken, Fliegen, Spinnen
  • Stimme: laut und zwitschernd, „witt – witt“
  • Zugverhalten: Langstreckenzieher, Überwinterung in Afrika, hier zu beobachten April bis Oktober
  • Besonderheit: Schlammnester in Ställen, Durchgängen, Höhleneingängen, schneller Flug, 20 Meter in der Sekunde

Hinweis: Dieser Vogel kann einen Wetterumschwung anzeigen. Denn wenn die Rauchschwalbe tief fliegt, naht Regenwetter.

Buntspecht  (Dendrocopos major)

Die Flügel dieses Vogels sind schwarz-weiß und der Bauch hell bis weiß gefärbt. Charakteristisch ist die tiefrote Unterschwanzdecke, sowie der dunkle meißelförmige Schnabel. Männliche Tiere sind an dem roten Scheitelfleck erkennbar.

Buntspecht  (Dendrocopos major)
  • Größe: 23 bis 26 cm
  • Vorkommen: Laub- und Nadelwälder, Feldgehölze, Gärten, Parks
  • Nahrung: holzbewohnende Insekten, deren Larven, Fichten- und Kiefernsamen, Eier, Jungvögel
  • Stimme: kurzes „kix“, häufiges typisches Trommeln
  • Zugverhalten: Standvogel, ganzjährig zu beobachten

Hinweis: Die Buntspechte klemmen in den so genannten Spechtschmieden die Zapfen in Spalten der Rinde und meißeln sie mit den Schnäbeln auf.

Mittelgroße schwarz-weiße Vögel

Kiebitz  (Vanellus vanellus)

Auch der taubengroße Regenpfeifer ist schwarz-weiß gefärbt. Im Licht schimmert das Gefieder leicht violett bis metallisch grün. Typisch für diesen Vogel sind die Federholle am Kopf und den abgerundeten Flügeln. Die Flügelspannweite beträgt 67 bis 72 cm.

Kiebitz  (Vanellus vanellus)
  • Größe: 28 bis 31 cm
  • Vorkommen: Äcker, Wiesen, Moore und Feuchtwiesen
  • Nahrung: Insekten, deren Larven, Regenwürmer, Samen, Getreidekörner, Früchte von Wiesenpflanzen
  • Stimme: „kie – wit“, „chä – chuit“ und „wit – wit – wit – wit“
  • Zugverhalten: Teil- und Kurzstreckenzieher, Überwinterung in Frankreich, Spanien, Großbritannien, in milden Wintern ein Teil in Deutschland bleibend
  • Besonderheit: an Brutstätten akrobatische Flugmanöver, ziehen große Schleifen mit anschließendem Sturzflug

Hinweis: Der Kiebitz ist Vogel des Jahres 1996. Durch eine intensiven Landwirtschaft ist der Vogel stark gefährdet.

Tordalk  (Alca torda)

Die Gefiederoberseite dieses Meeresvogels ist schwarz und die Unterseite weiß. Der dunkle hohe und an den Seiten abgeflachte Schnabel ist mit weißen Linien versehen. Ebenfalls verläuft vom Schnabel bis zu den Augen ein weißer schmaler Längsstreifen.

Tordalk  (Alca torda)
  • Größe: 38 bis 43 cm
  • Vorkommen: Meeresvogel, Brut in Höhlen oder auf Felsvorsprüngen
  • Nahrung: Weich- und Krebstiere, kleine Meeresfische
  • Stimme: meist stumm, am Brutplatz knurrendes „urrr“
  • Zugverhalten: Standvogel- oder Kurzstreckenzieher, Überwinterung Nordsee, Beobachtung nur während der Brut
  • Besonderheit: Hierzulande nur auf Helgoland brütend.

Zwergsäger  (Mergellus albellus)

Das Prachtkleid des kleinen, kompakten Vogels ist weiß mit abgesetzten schwarzen Partien. Der dunkle Schnabel ist mit kleinen Hornzähnen versehen.

Zwergsäger  (Mergellus albellus)
  • Größe 38 bis 44 cm
  • Vorkommen: im Norden, klare Seen, Fließgewässer
  • Nahrung: kleine Fische, Reptilien, Amphibien, kleine Krebstiere, Insekten, deren Larven
  • Stimme: hauptsächlich stumm, lediglich zur Brutzeit quakend „gurr`r`rr – tschick“
  • Zugverhalten: Kurzstreckenzieher, Überwinterung in Mitteleuropa, auch in Deutschland regelmäßige Wintergäste
  • Besonderheit: Höhlenbrüter

Trottellumme  (Uria aalge)

Dieser kleine pinguinartige Meeresvogel hat eine schwarze bis bräunliche Gefiederoberfläche. Ebenso ist der Kopf gefärbt. Hingegen ist die Unterseite weiß. Typisch ist der schmale und spitze Schnabel.

Trottellumme  (Uria aalge)
  • Größe: 38 bis 46 cm
  • Vorkommen: auf den Meeren, nur zur Brutzeit an Land, Brutstätten in Kolonien auf steilen Klippen wie Lummenfelsen in Helgoland
  • Nahrung: kleinere Schwarmfische, Weich- und Krebstiere
  • Stimme: „ha – aaahr“ am Brutplatz
  • Zugverhalten: Standvögel mitunter Kurzstreckenzieher

Hinweis: Elterntiere des schwarz-weißen Vogels können ihre Eier an der Schale erkennen. Diese weist charakteristische Flecken auf.

Austernfischer  (Haematopus ostralegus)

Der Kopf, Hals, Mantel und die Vorderbrust und Flügeloberseiten sind schwarz. Der restliche Körper ist weiß. Im Kontrast dazu haben die Augen, Augenringe, Beine und der Schnabel eine auffällige korallenrote Färbung.

Austernfischer  (Haematopus ostralegus)
  • Größe: 39 bis 44 cm
  • Vorkommen: offene Flächen an Küsten, Feuchtwiesen, auch im Binnenland
  • Nahrung: Ringelwürmer, Muschel- und Krebstiere, Larven
  • Stimme: sehr singfreudig, „kiewiep“
  • Zugverhalten: Standvogel mit Überwinterung im Wattenmeer, mitunter Langstreckenzieher mit Überwinterung an Küsten Afrikas und Westeuropas, meist ganzjährig zu beobachten
  • Besonderheit: abgeflachte, spitze Schnäbel zum Öffnen von Muscheln und Panzern der Strandkrabben

Elster  (Pica pica)

Der große Rabenvogel hat einen weißen Bauch, Flanken, Schultern und Handflügel. Der restliche Körper ist schwarz. Im Licht glänzt das Gefieder leicht grünlich bis metallisch blau.

Elster  (Pica pica)
  • Größe: 40 bis 51 cm, davon Schwanz 20 bis 30 cm
  • Vorkommen: offene Landschaften, Siedlungsgebiete, Parks, Gärten
  • Nahrung: kleinere Wirbeltiere, Regenwürmer, Vogeleier, Samen, Beeren und Früchte, Abfälle
  • Stimme: eher meckernd, „tscha – k“ oder „Tschaak – tscha“
  • Zugverhalten: Standvogel, ganzjährig zu beobachten
  • Besonderheit: sehr intelligent, kurzzeitiges Verstecken der Nahrung in Löchern im Boden, Nestbau in Bäumen mit Dach aus Zweigen

Hinweis: Oft wird diesem schwarz-weißen Vogel nachgesagt, dass er ein diebischer Langfinger ist und bevorzugt glänzende Gegenstände klaut. Allerdings konnte dies bisher nicht nachgewiesen werden. Sie sind einfach nur neugierig.

Große schwarz-weiße Vögel

Eistaucher  (Gavia immer)

Der Vogel hat ein schwarzes Federkleid mit einem weiß gestricheltem Halsring. Auf seinem Rücken ist eine weiße Würfelmusterung erkennbar. Die Flügelspannweite des Eistauchers beträgt 122 bis 148 cm.

Eistaucher  (Gavia immer)
  • Größe: 73 bis 88 cm
  • Vorkommen: hauptsächlich in Nordamerika, Island, an Binneneen in Taiga und Tundra, Atlantik, entlang Nordseeküste, auch vereinzelt am Starnberger See sichtbar
  • Nahrung: Frösche, Krebse, Fische, Schnecken, Insekten, Samen
  • Stimme: äußerst ruffreudig, „ho – wüwüwüwüwü“ und heulende Laute wie „wühwü – awühwü – awühwü – a
  • Zugverhalten: Kurz- und Mittelstreckenzieher, Überwinterung Nordsee und Atlantik, hier zu beobachten November bis März

Basstölpel  (Morus bassanus)

Der Kopf ist gelb gefärbt mit einem graublauem Schnabel. Das restliche Gefieder ist weiß mit schwarzen Flügelspitzen. Auffällig sind die großen schwarzen Schwimmfüße und hellblauen Augen. Die Flügelspannweite beträgt 170 bis 192 cm.

Basstölpel  (Morus bassanus)
  • Größe: 85 bis 97 cm
  • Vorkommen: Felseninseln, Steilküsten, Klippen, außerhalb Brutzeit auf offenemMeer
  • Nahrung: Fische und Fischabfälle
  • Stimme: krächzend „rab – rab – rab“ oder „arrah – arrah“ vor dem Flug „u – ah“
  • Zugverhalten: Kurzstrecken- und Mittelstreckenzieher, Überwinterung Atlantik bis Westafrika, teilweise auf Nordsee, hier zu beobachten April bis Juni
  • Besonderheit: hervorragende Flieger, Fischfang im Stoßtauchen, dabei Geschwindigkeiten bis 100 Stundenkilometer

Weißstorch  (Ciconia ciconia)

Das Gefieder ist überwiegend weiß gefärbt, lediglich die Schwungfedern und Teile der Flügeloberflächen sind schwarz. Typisch für den Weißstorch ist sein langer roter Schnabel und die roten Beine.

Weißstorch  (Ciconia ciconia)
  • Größe: 95 bis 110 cm
  • Vorkommen: offene Kulturlandschaften, an Fließgewässern, Feuchtwiesen, Wiesen und Weiden
  • Nahrung: Amphibien, Reptilien, Mäuse, Regenwürmer, Insekten
  • Stimme: meist stumm, hauptsächlich am Nest typisch hölzernes Klappern des Schnabels
  • Zugverhalten: Langstreckenzieher, Überwinterung in Afrika
  • Besonderheit: Nestbau mit Zweigen auf Schornsteinen, Masten, Dächern, Kirchtürmen, ruhiger Segelflug mit nach vorn gestreckten Hälsen

Hinweis: Dieser schwarz-weiße Vogel erhielt durch die klappernden Geräusche mit seinem Schnabel auch den Beinamen „Klapperstorch“. Er gilt als Glücksbote und bringt die Babys.

Häufig gestellte Fragen

Kann die Farbe eines Vogels zur Bestimmung helfen?

Ja, so können Vögel unterschieden werden. Dabei ist auf die Farbe des Kopfes, Bauches und Rückens zu achten. Hinweise können ebenfalls vorhandene Bänder, Musterungen oder Zeichnungen geben. Wichtig sind auch die Farbe der Augen und des Schnabels.

Kann ein Vogel anhand seiner Stimme erkannt werden?

Ja, auch das ist möglich. Der Gesang eines Vogels ist unverwechselbar. Allerdings variiert er von Art zu Art.

Was versteht man unter Kurz- oder Langstreckenziehern?

Darunter sind Zugvögel zu verstehen. Bei einem Langstreckenzieher liegen die Brutgebiete über 4.000 Kilometer von ihren Winterquartieren entfernt. Bei Kurzstreckenziehern beträgt die Entfernung zwischen Brut- und Überwinterungsgebieten rund 2.000 Kilometer. Hingegen verbleiben Standvögel das ganze Jahr in ihren Brutgebieten.


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