schwaze Stockflecken im Holz - Titel

Schwarze Stockflecken auf dem Holz sind nicht nur optisch störend, sondern stellen ebenso eine Gefahr für die Gesundheit dar. Hilfsmittel, Anleitung und Maßnahmen zum Vorbeugen finden Sie hier.

Auf den Punkt gebracht

  • Abschleifen ist oftmals erforderlich
  • Chlor, Essigessenz und Fungizid sind mögliche Hilfsmittel
  • Flecken entstehen durch Schimmel
  • Luftfeuchtigkeit spielt eine entscheidende Rolle
  • nachhaltige Vorbeugung ist einfacher als die Entfernung

Ursachen

Schwarze Stockflecken können sich sowohl drinnen als auch draußen auf Holzmöbeln zeigen. Im Außenbereich treten sie häufiger auf als drinnen, da hier mehr begünstigende Faktoren auftreten. Zu diesen zählen unter anderem:

  • Frost
  • Regen
  • Schnee
  • Sonne beziehungsweise UV-Strahlung

Das Material kann dadurch spröde werden und Feuchtigkeit beziehungsweise Flüssigkeit kann eindringen. Daher ist ein entsprechender Schutz erforderlich. Anderenfalls wirkt das hölzerne Material als idealer Nährboden für Schimmel. Genau dieser ist es, der schwarze Stockflecken entstehen lässt. Neben den bereits genannten Ursachen kommen auch andere begünstigende Faktoren infrage. Darunter beispielsweise Verschmutzungen wie:

  • Laub und Nadeln
  • Pollen und Blütenblätter
  • sonstiger Schmutz
  • Vogelkot

All diese Substanzen sorgen dafür, dass die Sporen des Schimmels tiefer in das Holz eindringen können und sich hier zunächst unbemerkt ausbreiten. Das führt zu Schädigungen, die erst durch Stockflecke sichtbar werden.

Stockflecken im Holz

Vorbeugung

Vorbeugen ist besser als Heilen, heißt es. Das gilt auch für Stockflecken auf dem Holzmöbel. Es gibt einige Maßnahmen, die ihre Entstehung verhindern können. Dazu zählen:

  • die richtige Holzart wählen: Weiche Holzarten wie Fichte und Kiefer sind anfälliger für Schimmel und daher nicht für den Außenbereich geeignet. Harthölzer wie Teak, Douglasie, Eiche und Lärche sind hingegen weniger empfindlich und weisen eine Resistenz gegen Schimmel auf. Gerade außen oder in feuchten Bereichen sollte daher die Auswahl überdacht erfolgen.
  • lüften: Eine entsprechende Belüftung und ausreichend Abstand zu Wänden und anderen Möbeln ist eine zwingende Voraussetzung für die Vermeidung von Stockflecken. Nur so kann die Holzoberfläche richtig abtrocknen. Ebenso wichtig ist das richtige Lüften. Daher gilt, dass es drinnen wärmer sein sollte als draußen. Anderenfalls kann warme feuchte Luft in den kühleren Raum eindringen und sich an den Oberflächen niederschlagen.
  • passende Schutzmittel anwenden: Lack, Lasur, Wachs und Öl kommen infrage, um das natürliche Material zu schützen. Diese Mittel müssen in regelmäßigen Abständen aufgetragen werden, um wirksam zu bleiben. Das gilt vor allem für den Außenbereich.
  • unterstellen oder abdecken: Je weniger Temperaturschwankungen und je weniger Niederschlag das Holz ausgesetzt ist, desto geringer ist die Gefahr für Schäden und Schimmel.

Utensilien & Mittel

Wenn bereits schwarze Stockflecken entstanden sind, müssen entsprechende Mittel zum Einsatz kommen. Geeignet zur Bekämpfung von Schimmel sind:

  • Chlorreiniger
  • Essigessenz
  • Fungizide

An Utensilien benötigen Sie:

  • Eimer
  • ein Schleifgerät und Sandpapier
  • Pinsel
  • Sprühflasche
  • Wasser
Wanderratten vertreiben - Essig

Schutzmaßnahmen & -mittel

Der Umgang mit einem entsprechenden Hilfsmittel und dem Schimmel selbst kann die Gesundheit in Gefahr bringen. Vor allem Augen, Atemwege und Schleimhäute reagieren empfindlich darauf. Mögliche Beschwerden sind:

  • gerötete, tränende Augen
  • gesteigerte Sekretproduktion
  • Husten
  • Kopfschmerzen
  • Übelkeit

Die richtigen Sicherheitsvorkehrungen sind daher entscheidend. Benötigt werden:

  • gute Belüftung
  • Handschuhe
  • Schutzbrille
  • Schutzmaske

Oberflächlicher Befall

Damit die schwarzen Stockflecken von dem natürlichen Material entfernt werden können, sind verschiedene Schritte erforderlich. Dabei handelt es sich um:

  • Möbel trocknen lassen: Das Holzmöbel muss vollständig durchgetrocknet sein, bevor es behandelt wird. Anderenfalls können sich die Schimmelpilze trotz aller Anstrengungen in kurzer Zeit wieder ausbreiten. Hierzu können beispielsweise Wärmestrahler eingesetzt werden.
  • Reinigungsmittel anwenden: Essigessenz, Chlor oder Fungizid sind bei kleinen und abgegrenzten Flecken oftmals ausreichend. Sie können mit einem Pinsel aufgetragen oder aufgesprüht werden. Wichtig ist, dass das Mittel gut einziehen kann und in jede Ritze gelangt.
  • Abwischen: Nach einer entsprechenden Einwirkzeit von etwa 30 bis 60 Minuten wird der Fleck nochmals besprüht und anschließend abgewischt. Verwenden Sie dafür am besten Zellstoff, den Sie im Hausmüll entsorgen können. Denn die aufgenommenen Sporen sind eventuell noch nicht vollständig abgetötet und könnten daher ein Gesundheitsrisiko darstellen.
Leichte Stockflecken im Holz

Hinweis: Falls die Flecken danach nicht verschwunden sind, muss die Anwendung wiederholt werden. Das kann mehrfach notwendig sein.

Tiefere Befälle behandeln

Wenn der Schimmel bereits in tiefere Schichten des Holzes eingedrungen ist, reicht ein einfaches Einweichen und Abwischen nicht mehr aus. Für die Entfernung ist dann etwas mehr erforderlich. Die folgende Anleitung zeigt, wie es funktioniert.

  • Möbel trocknen lassen: Das betroffene Möbelstück muss vollkommen trocken sein. Wiederum ist es dafür ratsam, beispielsweise einen Heizstrahler einzusetzen. Optimal ist ein Bautrockner.
  • Abschleifen: Manuell mit Sandpapier oder einem Schleifgerät werden die betroffenen Schichten abgetragen. Damit hierdurch keine Unebenheiten entstehen, sollte die Oberfläche immer wieder mit einer Wasserwaage überprüft werden. Zudem sollte selbstverständlich die ganze Fläche beim Schleifen einbezogen sein.
  • Mittel auftragen: Chlor, Essig oder Fungizid können zum Einsatz kommen. Das Holz kann damit getränkt werden.
  • Überschüssige Flüssigkeit entfernen: Nach der Einwirkzeit sollten Sie überschüssige Flüssigkeit abwischen. Am besten eignet sich dafür Zellstoff, da dieser saugfähig ist und einfach entsorgt werden kann.

Sollten sich erneut schwarze Stockflecken zeigen, müssen Sie die Anwendung wiederholen. Nur in sehr schweren Fällen ist es besser, das Holz zu entsorgen. Gerade im Innenbereich kann es ansonsten zu ernsthaften Folgen kommen.

starke Stockflecken im Holz

Tipp: Entsorgen Sie das Sandpapier im Anschluss. Denn in diesem befindet sich neben Staub auch Sporen des Schimmels. Bei einer erneuten Verwendung könnten diese verteilt werden.

Häufig gestellte Fragen

Schwarze Stockflecken verhindern: Reicht eine Plane aus?

Für das Abdecken von Außenmöbeln werden häufig Bezüge und Planen verwendet. Diese bilden zum einen Schutz gegen direkten Kontakt zu Niederschlägen und schützen vor UV-Strahlung. Zum anderen können sie aber auch bereits vorhandene Feuchtigkeit einschließen und damit Schimmel noch begünstigen. Besser ist daher eine Lagerung in einem trockenen und frostfreien Raum.

Müssen die Möbel vor der Lagerung gereinigt werden?

Ja, das ist in jedem Fall sinnvoll. Hierdurch werden Verschmutzungen und damit auch Sporen entfernt, was das Risiko für einen Befall mit Schimmel senkt.

Wie häufig muss der Holzschutz erneuert werden?

Darauf gibt es keine pauschale Antwort. Denn die Häufigkeit hängt von verschiedenen Faktoren ab. Darunter die Art des Mittels und die Einflüsse, denen das Möbelstück oder beispielsweise die Terrasse ausgesetzt sind. Lack hält daher in der Regel länger als Lasur, Öl oder Wachs. Für Holz im Innenbereich können diese jedoch vollkommen ausreichend sein und aufgrund ihrer Eigenschaften sogar zu einem angenehmen Raumklima beitragen. Achten Sie bei der Auswahl in jedem Fall auf die entsprechende Eignung und die Angaben des Herstellers.