Schwarze Vögel mit gelbem Schnabel - Titel

Viele Vögel beeindrucken mit schillerndem Gefieder in bunten Farben. Schwarze Vögel mit gelbem Schnabel sind selten. Die bekannteste Vertreterin dieser Spezies ist die Amsel, doch es gibt noch mehr!

Auf den Punkt gebracht

  • Farben der Vogelfedern entstehen im Zusammenspiel von Pigmenten, Strukturen und Licht
  • schwarze, rote und braune Farbtöne bilden sich durch Melanine, die der Vogel selbst produziert
  • andere Farben entwickeln sich durch Stoffe, die aus der Nahrung aufgenommen werden
  • schwarze Vögel im Volksglauben als Unglücksvögel verrufen
  • nur wenige schwarze Vögel mit gelbem Schnabel sind in Mitteleuropa heimisch

Schwarze Vögel

Vögel, die in Deutschland und Mitteleuropa heimisch sind, sind häufig grau oder braun. Beliebt sind bunte Arten, vor allem die mit Rotanteilen im Gefieder wie zum Beispiel Rotkehlchen und Gimpel. Doch auch die schwarzen Vögel haben ihren Reiz. Sie beeindrucken mit ihrer Eleganz. Lernen Sie die Merkmale schwarzer Vögel kennen.

Arten von A – L

Alpendohle (Pyrrhocorax graculus)

Alpendohle (Pyrrhocorax graculus), schwarzer Vogel mit gelbem Schnabel
  • Größe: 37 bis 41 Zentimeter
  • Männchen: schwarzes Gefieder, gelber, nach unten gebogener Schnabel, rote Beine
  • Weibchen: wie das Männchen, etwas kleiner
  • Gesang: zirrender Ruf
  • Nahrung: Insekten, Käfer, kleine Beeren
  • Lebensraum: Bergregionen, Alpen Merkmal: Standvogel, zieht im Winter häufig in niedriger gelegene Gebiete

Hinweis: Die Alpendohle ist leicht mit der Alpenkrähe zu verwechseln. Beide nutzen den gleichen Lebensraum. Im Unterschied zur Alpendohle hat die Alpenkrähe einen roten Schnabel.

Amsel (Turdus merula)

Amsel
Amsel
  • Größe: 25 bis 27 Zentimeter
  • Männchen: schwarzes Gefieder, gelber Schnabel
  • Weibchen: dunkelbraunes Gefieder, brauner Schnabel
  • Gesang: laut, melodisch
  • Nahrung: Käfer, Würmer, Beeren, Früchte
  • Lebensraum: Parks, Gärten, Wälder, überall in Deutschland
  • Merkmal: Standvogel, bekanntester schwarzer Vogel

Hinweis: Die Amsel wird auch als Schwarzdrossel bezeichnet.

Einfarbstar (Sturnus unicolor)

Einfarbstar (Sturnus unicolor)
Quelle: El Golli Mohamed, Étourneau unicolore (Spotless Starling) Sturnus unicolor (Tunis- Tunisia), bearbeitet von Plantopedia, CC BY-SA 4.0
  • Größe: 19 bis 22 Zentimeter
  • Männchen: komplett schwarzes Gefieder, gelber Schnabel
  • Weibchen: wie das Männchen, etwas kleiner
  • Gesang: pfeifend, laut
  • Nahrung: Insekten, Schnecken, Käfer, Obst
  • Lebensraum: Wälder, Gärten, Parks, Städte, im südlichen Mitteleuropa
  • Merkmal: Zugvogel

Arten von M – R

Mohrenlerche (Melanocorypha yeltoniensis)

Mohrenlerche (Melanocorypha yeltoniensis)
  • Größe: 19 bis 21 Zentimeter
  • Männchen: schwarzes Gefieder, blassgelber Schnabel, schwarzgraue Beine
  • Weibchen: graubraunes Gefieder Gesang: hell klingend
  • Nahrung: Insekten, Käfer, Samen, Pflanzenteile
  • Lebensraum: selten in Europa, nur in Russland heimisch
  • Merkmal: Zugvogel, Bestand stark bedroht

Mohrenralle (Amaurornis flavirostra)

Mohrenralle (Amaurornis flavirostra) schwazer Vogel mit gelbem Schnabel
  • Größe: 20 bis 23 Zentimeter
  • Männchen: schwarzes Gefieder, gelber Schnabel, rosafarbene Beine
  • Weibchen: wie das Männchen, etwas kleiner
  • Gesang: sehr leise
  • Nahrung: Muscheln, Spinnen, Insekten
  • Lebensraum: nur als Durchzügler in Europa anzutreffen
  • Merkmal: Zugvogel

Arten von S – Z

Samtente (Melanitta fusca)

Samtente (Melanitta fusca), schwarzer Vogel mit gelbem Schnabel
Quelle: Åsa Berndtsson, Melanitta fusca 2, bearbeitet von Plantopedia, CC BY 2.0
  • Größe: 51 bis 58 Zentimeter
  • Männchen: schwarzes Gefieder, gelber Schnabel, weißer Flügelspiegel, rote Beine
  • Weibchen: schwarzbraunes Gefieder, braune Kappe, grauer Schnabel
  • Gesang: sehr leise
  • Nahrung: Muscheln, Schnecken, Krebstiere
  • Lebensraum: im Winter an Nord- und Ostsee
  • Merkmal: Zugvogel, Bestand stark gefährdet

Star (Sturnus vulgaris)

Star
  • Größe: 19 bis 22 Zentimeter
  • Männchen: Gefieder im Prachtkleid mit schwarzer Grundfarbe und metallisch-grünem Glanz, im Schlichtkleid mit hellen Punkten, gelber Schnabel, rote Beine
  • Weibchen: wie das Männchen, etwas heller
  • Gesang: melodischer, metallischer Ruf
  • Nahrung: Insekten, Beeren, Obst
  • Lebensraum: Wälder, Gärten, Parks
  • Merkmal: Zugvogel

Schwarzspecht (Dryocopus martius)

Schwarzspecht
  • Größe: 40 bis 46 Zentimeter
  • Männchen: schwarzes Gefieder, hellgelber Schnabel, roter Scheitel
  • Weibchen: wie das Männchen, Scheitel nur im hinteren Teil rot gefärbt
  • Gesang: lachend
  • Nahrung: Insekten, Käfer, Larven
  • Lebensraum: in Buchen-, Misch- und Nadelwäldern Deutschlands
  • Merkmal: Standvogel, ganzjährig zu beobachten

Hinweis: schwarze Vögel galten im Volksglauben als Überbringer von Unglück und Tod. Vor allem Raben und Dohlen waren als Unglücksvögel gefürchtet.

Trauerente (Melanitta nigra)

Trauerente (Melanitta nigra)
  • Größe: 44 bis 54 Zentimeter
  • Männchen: schwarzes Gefieder, gelber Schnabel, oranger Fleck vor dem Schnabelhöcker Weibchen: dunkelbraunes Gefieder, braune Kappe, grauer Schnabel
  • Gesang: klangvoll gurrend
  • Nahrung: Muscheln, Schnecken
  • Lebensraum: im Winter an Nord- und Ostsee
  • Merkmal: Zugvogel

Häufig gestellte Fragen

Warum sind die Formen der Vogelschnäbel so unterschiedlich?

Die Größe und Form des Schnabels ist abhängig von der Nahrung. Entenvögel, die sich von Wasserpflanzen und kleinen Fischen ernähren, haben breite, flache Schnäbel. Raubvögel fallen durch kräftige, gebogene Schnäbel auf. Kleine Vögel wie Amseln und Stare, die von Insekten und Beeren leben, haben kleine Schnäbel.

Warum ändern einige Vogelarten die Schnabelfarbe im Laufe des Lebens?

Bei vielen Vogelarten unterscheiden sich die Schnäbel der Jungvögel von denen der erwachsenen Tiere. Jungvogelschnäbel sind weicher, die Hornschicht ist noch nicht so stabil wie im Alter. Mit der Änderung der Struktur ändert sich häufig auch die Farbe. Einige Arten wechseln die Schnabelfarbe während der Balz. Die Schnäbel männlicher Stare sind beispielsweise in der Balzzeit gelb, ansonsten grau gefärbt.

Wodurch kommt das schimmernde Federkleid schwarzer Vögel zustande?

Das Schillern der schwarzen Federn beruht auf der kristallähnlichen Struktur, die eine unterschiedliche Lichtbrechung hervorruft. Je nachdem, wie das Licht auf das Gefieder fällt, erscheint ein schwarzer Vogel blau, grün, rötlich oder sogar violett.