Shubunkin Goldfisch

Der Shubunkin hat sich in den letzten Jahren zu einem der beliebtesten Teichfische entwickelt. Kein Wunder: Das zur Goldfisch-Familie gehörende Tier beeindruckt nicht nur optisch und mit seiner Größe, sondern ist auch noch relativ leicht zu halten. Der Fisch stellt keine großen Ansprüche an seine Pflege und an sein Futter. Allerdings sollte sein Lebensraum passen. Und das bedeutet, dass der Teich, in dem er leben soll, bestimmte Voraussetzungen haben muss.

Shubunkin Goldfisch

Der Shubunkin ist eine spezielle Züchtung, die auf den gemeinen Goldfisch zurückgeht. Er ist in verschiedenen Farben zu finden, am häufigsten in weiß, gelb, orange, rot, blau und schwarz. Darüber hinaus punktet er optisch durch eine gefleckte Verteilung der Farben über den ganzen Körper hinweg, was auch die Flossen mit einschließt. Das breite Farbspektrum und die reizvolle Musterung erinnern im Zusammenspiel mit der stattlichen Größe von bis zu 30 Zentimetern an die beliebten Koi-Karpfen. Das mag mit ein Grund dafür sein, warum sich Shubunkins mittlerweile überaus großer Beliebtheit erfreuen. Allerdings sind sie weit weniger anspruchsvoll als Kois und erreichen in der Regel auch nie deren Größe. Dafür können Shubunkins immerhin ein stattliches Alter von 15 bis zu 20 Jahren erreichen. Wer sich einen ausgewachsenes Exemplar im Fachhandel kaufen möchte, muss dafür je nach Größe zwischen 25 und 35 Euro hinlegen – also deutlich weniger als für einen Koi.

Tipp: Ein Goldfisch dieser Art sollte entweder im Fachhandel oder bei einem vertrauenswürdigen Züchter erworben werden. Es empfiehlt sich dabei eher jüngere und kleinere Tiere zu kaufen.

Teich Grundlagen

Shubunkins können sowohl in einem Aquarium für Süßwasserfische als auch in einem Teich gehalten werden. Wer sich für die Teichhaltung entschließt sollte sich im Klaren darüber sein, dass die optimale Beschaffenheit des kleinen Gewässers die wichtigste Voraussetzung dafür ist, damit sich die faszinierenden Goldfische darin wohlfühlen, wachsen, gesund bleiben und möglichst lange leben. Stimmen die Haltungsbedingungen, wird sich der Shubunkin auch mit einer Artgenossin paaren und Nachwuchs zeugen. Worauf aber kommt es beim Teich an? Nun, die entscheidenden Faktoren sind die Größe, die Tiefe sowie die Wasserqualität. Folgende Eckwerte sollten dabei eingehalten werden:

  • Tiefe: 1 bis 1,5 m
  • die Tiefe darf nicht unter 70 cm fallen
  • wichtig sind allerdings seichte Stellen (15 cm) für die eventuelle Paarung und Eiablage
  • Wasserbedarf: Pro Fisch circa 1000 Liter (1 Kubikmeter)
  • Wasserqualität: pH-Wert 6,5-8,3, Gesamthärte maximal 10-12 dH
  • Wasser muss frei von Nitrit und Ammoniak sein
  • maximal 25 mg Nitrat pro Liter möglich

Es versteht sich von selbst, dass die Wasserqualität in regelmäßigen Abständen kontrolliert und bei Bedarf in Etappen gewechselt werden sollte. Der Einbau eines Teichfilters erspart einem viele Probleme im Zusammenhang mit der Wasserqualität, setzt aber voraus, dass der Teich technisch aufgerüstet wird. Ganz ähnlich verhält es sich mit einer Teichpumpe, die das Wasser unter anderem mit Sauerstoff anreichert. Von großer Bedeutung ist darüber hinaus die Wassertemperatur. Sie darf auf gar keinen Fall 25 °C übersteigen. In heißen Sommern muss deshalb gegebenenfalls für eine Abdeckung als Sonnenschutz gesorgt werden – zumindest temporär und mit einem Abstand von etwa 30 cm zur Wasseroberfläche.

Goldfische im Gartenteich

Tipp: Gerade bei großer Hitze sollten Sie die Wasserqualität und Wassertemperatur am besten täglich überprüfen. Entsprechende Hilfsmittel und Werkzeuge dafür sind im Fachhandel erhältlich.

Shubunkin Goldfisch halten

Bei der Anleitung zum Halten von Shubunkins muss an erster Stelle immer stehen, dass es immer mindestens zwei dieser Fische sein sollten, die im Teich leben. Noch besser ist es natürlich, wenn die Anzahl größer ist. As ideal haben sich fünf und mehr Tiere erwiesen. Shubunkins sind typische Schwarmfische, die sich alleine nicht wohlfühlen und in der Regel dann auch nicht überleben können. Die Anzahl der Tiere muss sich dabei an dem Fassungsvermögen des Teichs orientieren. Bei fünf Shubunkins ist immerhin ein Wasservolumen von mindestens 5000 Litern erforderlich. Die Art verträgt sich im Übrigen perfekt mit anderen Goldfischen, Kois und Goldorfen.

Futter

Da die Fische in einem herkömmlichen Gartenteich nicht ausreichend Futter finden werden, muss auf jeden Fall zugefüttert werden. Dabei sollten spezielle Futtermischungen für Shubunkins zum Einsatz kommen. Dabei gilt: Es wird nur so viel gefüttert, wie die Tiere innerhalb eines Zeitraums von maximal zehn Minuten nach der Futtergabe fressen. Bleibt nach dieser Zeit Futter übrig, reduzieren Sie die Menge bei der nächsten Fütterung einfach etwas. Eine Fütterung pro Tag reicht vollkommen aus. Außerdem sollten Sie einen Diättag in der Woche einplanen – also einen Tag, an dem Sie nicht füttern. Da die Tiere während der Wintermonate in eine Schockstarre verfallen, muss in dieser Zeit auch nicht gefüttert werden. Typischerweise wird von März bis Oktober Futter verabreicht. Mehr gibt es in Sachen Futter nicht zu beachten, auch eine spezielle Anleitung für die Fütterung ist nicht nötig.

Tipp: Wer auf Spezialfutter für Shubunkins verzichten möchte, kann auch auf herkömmliches Flocken- oder Granulatfutter zurückgreifen. Es sollte allerdings unbedingt leicht verdaulich sein.

Vermehrung

Stimmen die Teichbedingungen und die Wasserqualität, sind Shubunkins ausgesprochen paarungsfreudig, wie übrigens jede andere Goldfisch-Art auch. Allerdings sind die Tiere erst ab einem gewissen Alter überhaupt paarungsfähig. Bei Männchen beträgt das Mindestalter zwei Jahre, bei Weibchen drei Jahre. Die Paarung selbst erfolgt in der Regel an einer eher seichten Stelle des Teichs und lässt sich eher selten beobachten. Paarungszeit ist in den Monaten April und Mai. Hat das Weibchen Eier gelegt, klebt diese, der sogenannte Laich, entweder direkt an der Wasseroberfläche oder an Steinen bzw. Wasserpflanzen. Der Laich weißt eine weißlich-gelbe Farbe auf und ähnelt in gewisser Weise einer Raupe. Nach etwa einer Woche schlüpfen die ersten Jungfische. Diese müssen dann unbedingt abgefischt und in ein Aquarium verfrachtet werden, da sie ansonsten von anderen Fischen gefressen werden könnten. Dort sollten sie verbleiben bis sie ungefähr eine Größe von 4 cm erreicht haben. Erst dann können sie zurück in den Teich.

Überwinterung

Über den Winter hinweg verbleiben der Shubunkin Goldfisch und seine Artgenossen im Teich. Sie fallen dann in eine Winterstarre und kommen am Teichgrund zum Liegen. Damit dies allerdings auch wirklich klappt und die Tiere keinen Schaden nehmen, ist eine ausreichende Sauerstoffversorgung nötig. Anders ausgedrückt: Der Teich darf auf gar keinen Fall komplett zufrieren, weil das den Austausch von Sauerstoff und Faulgasen verhindern würde. Ist die Teichoberfläche dennoch einmal komplett zugefroren, tauen Sie diese am besten mit heißem Wasser vorsichtig wieder auf. Ein Tabu ist es hingegen, die Eisfläche aufzuschlagen, da die damit verbundenen Erschütterungen jeden Shubunkin Goldfisch aus seiner Starre reißen könnten und in der Folge das weitere Halten erschweren würde.

Shubunkin Goldfische im Teich

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