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Gewicht von Singvögeln

Singvögel: Gewicht von 15 heimischen Vogel-Arten

Weltweit gibt es rund 5000 singende Vogel-Arten, von denen auch viele in Deutschland heimisch sind. Wir haben die häufigsten hiesigen Singvögel nach ihrem Gewicht sortiert.

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Auf den Punkt gebracht

  • Singvögel haben meist ein geringes Gewicht
  • manche Exemplare wiegen jedoch auch über 100 Gramm
  • bekanntester heimische Singvögel sind Spatzen, Finken und Meisen
  • heimische Singvögel können ihre Laute verschiedenen Situationen anpassen
  • Gesang wird zum Balzen oder zur Revierverteidigung genutzt

Gewicht heimischer Singvögel

Heimische Vogelarten sind – wenig überraschend – oftmals nicht nur unterschiedlich groß, sondern auch unterschiedlich schwer. Dabei schwankt das Gewicht der Singvögel je nach Art zwischen 11 und über 200 Gramm. Aber auch innerhalb der Arten gibt es Unterschiede, so etwa zwischen Jungtieren und ausgewachsenen Exemplaren sowie zwischen Weibchen und Männchen.

Bis 20 Gramm

Blaumeise (Cyanistes caeruleus)

Blaumeise (Cyanistes caeruleus)

Die Blaumeise ist bekannt für ihren Reviergesang, der sehr hochfrequent ist. Die Laute ähneln einem wiederholten „zizi“.

  • Gewicht: 11 bis 12,1 g
  • Größe: 49 bis 51 cm
  • Aussehen: Kopf, Flügel und Schwanz mit bläulichen Federn, Rücken gelb-grau, Brust und Unterseite gelb, Gesicht weiß mit schwarzer Linie bei Augen

Girlitz (Serinus serinus)

Girlitz (Serinus serinus), Männchen
Girlitz, Männchen

Heimische Singvögel müssen nicht unbedingt eine melodische Stimme haben. Jene vom Girlitz wird oft als klirrend bis oft sogar sirrend beschrieben, was sich unangenehm anhören kann.

  • Gewicht: 11 bis 13 g
  • Größe: 10 bis 11 cm
  • Aussehen: Brust gelb, restlicher Körper gelb-schwarz mit vereinzelt helleren Stellen, Männchen deutlich gelber

Hausrotschwanz (Phoenicurus ochruros)

Hausrotschwanz (Phoenicurus ochruros)
Hausrotschwanz, Männchen

Der Rotschwanz hat einen dreiteiligen Reviergesang, der gegen Ende der Strophen lauter wird.

  • Gewicht: 14 bis 20 g
  • Größe: 14 bis 15 cm
  • Aussehen: rostorange Schwanzfedern, Körper schwarz bis schwarz-grau

Stieglitz (Carduelis carduelis)

Stieglitz (Carduelis carduelis)

Die gesungenen Laute vom Stieglitz erinnern sind vergleichbar mit „dudidelet“.

  • Gewicht: 14 bis 19 g
  • Größe: 12 bis 13 cm
  • Aussehen: Kopf markant in schwarz-rot-weiß, Flügel schwarz-gelb mit etwas weiß, Rücken und Unterseite bräunlich mit weißen Stellen

Rotkehlchen (Erithacus rubecula)

Rotkehlchen (Erithacus rubecula)

Die Singstimme vom Rotkehlchen wird dominiert von einem wiederholten „dib“, das gelegentlich durch ein längeres „trietsch“ unterbrochen wird.

  • Gewicht: 15 bis 18 g
  • Größe: 13 bis 14 cm
  • Aussehen: orange-rote Färbung von Kehle bis Brust, Unterseite weiß, Oberseite grau bis graubraun

20 bis 50 Gramm

Gartengrasmücke (Sylvia borin)

Gartengrasmücke (Sylvia borin)

Die Gartengrasmücke gehört zu den Vogel-Arten, die optisch nicht auffällig sind, jedoch einen sehr markanten Gesang haben. Sie können bis zu acht Sekunden anhaltend singen.

  • Gewicht: 16 bis 22 g
  • Größe: 13 bis 14 cm
  • Aussehen: Oberseite olivbraun-grau, Unterseite weißbraun, Schwanzfedern schmutzig weiß

Buchfink (Fringilla coelebs)

Buchfink (Fringilla coelebs)

Die Singstimme des Buchfinks ist variabel und ist dominiert von regionalen Dialekten. Häufig macht er sich durch ein lautes und wiederholtes „pink“ bemerkbar.

  • Gewicht: 18 bis 25g
  • Größe: 14 bis 18 cm
  • Aussehen: Unterseite bräunlich bis rosa-braun. Oberkopf, Nacken und Halsseiten graublau, Rücken kastanienbraun, Flügel und Schwanz schwarz-weiß

Bachstelze (Motacilla alba)

Bachstelze (Motacilla alba)

Die Bachstelze hat unterschiedliche Singstimmen. Die häufigste Variante ist ein hohes „zi-lipp“.

  • Gewicht: 14,5 bis 25 g
  • Größe: 18 bis 19 cm
  • Aussehen: Grundfarbe beige bis rötlichbraun, Bauch weiß, Brust und Flanken dunkler mit Längsstreifen

Feldspatz (Passer montanus)

Feldspatz (Passer montanus)

Typisch für den Feldsperling ist ein wiederholtes „tek tek tekt“ und auch ein helles „zwit“. Er lässt sich akustisch vom Haussperling gut unterscheiden, der sein Gesang rhythmischer ist.

  • Gewicht: 20 bis 24 g
  • Größe: 13 bis 14 cm
  • Aussehen: Oberkopf und Nacken braun, schwarzer Kehlfleck, Oberseite bräunlich mit dunklen Längsstreifen, Brust braungrau

Haussperling (Passer domesticus)

Haussperling (Passer domesticus)

Das Tschilpen ist der bekannteste Ruf des Spatzes. Er kann die Rufe in der Tonhöhe variieren.

  • Gewicht: 24 bis 40 g
  • Größe: 14 bis 16 cm
  • Aussehen: bräunliche Grundfarbe, Unterseite eher grau, Rücken mit braun-schwarzen Federn, Färbung bei Männchen markanter

Hinweis: Bei den Haussperlingen sind es ausschließlich die Männchen, die einen Gesang haben.

Feldlerche (Alauda arvensis)

Feldlerche (Alauda arvensis)

Die melodische Stimme der Lerche ist oft in lyrischen Texten erwähnt. Der Gesang ist abwechslungsreich und rhythmisch.

  • Gewicht: 30 bis 45 g
  • Größe: 32 bis 35 cm
  • Aussehen: Körper bräunlich, Schwanzfedern schwarz, Flügel mit blau-schwarz gestreiften Federn

Über 50 Gramm

Singdrossel (Turdus philomelos)

Singdrossel (Turdus philomelos)

Die Singdrossel hat einen mehrsilbigen Gesang. Dadurch ist die Singstimme sehr abwechslungsreich und kann sogar angenehm flötend sein.

  • Gewicht: 60 bis 70 g, zur Flugzeit durchschnittlich 90 g
  • Größe: 20 bis 22 cm
  • Aussehen: Oberkopf graubraun, Nacken und Halsseiten braun, Rücken olivbraun, Brust und Unterseite gelb-braun mit schwarzen Flecken

Amsel (Turdus merula)

Amsel (Turdus merula), Männchen
Amsel, Männchen

Die Amsel hat einen melodischen Gesang, der variierbar ist. Bei Erregung kann dies aber in „tix“- oder „duck“-Laute übergehen.

  • Gewicht: 100,3 bis 102,3 g, Weibchen während der Legezeit etwas schwerer, einjährige Vögel im Schnitt 3 g leichter, starke Gewichtsschwankungen bei Amseln während des Jahres
  • Größe: 24 bis 27 cm
  • Aussehen: Männchen einfarbig schwarz, Weibchen dunkelbraun bis grau, gelegentlich auch rötlich braun

Hinweis: Farbliche Abweichungen sind bei Amseln nicht selten. Ästlinge haben ein eher bräunliches Gefieder, während vor allem Männchen zu einem Albinismus mit weißen Färbungen neigen.

Eichelhäher (Garrulus glandarius)

Eichelhäher (Garrulus glandarius)

Der Eichelhäher macht sich üblicherweise durch ein lautes „dchää-dchää“ bemerkbar. Der anhaltende Gesang ist eher leiser und er kann sogar die Stimmen anderer Arten nachahmen.

  • Gewicht: 138 bis 180 g
  • Größe: 32 bis 35 cm
  • Aussehen: Körper bräunlich, Schwanzfedern schwarz, Flügel mit blau-schwarz gestreiften Federn

Elster (Pica pica)

Elster (Pica pica)

Die Elster macht sich durch ein anhaltendes Schnackern bemerkbar. Obwohl sie vielleicht nicht die melodischste Singstimme hat, gehört sich dennoch zu den Singvögeln und ist eine der größten Vertreterinnen.

  • Gewicht: 203 bis 233 g, männliche Singvögel im Schnitt schwerer als Weibchen
  • Größe: 44 bis 46 cm
  • Aussehen: Bauch und Seiten weiß, Kopf und Schwanz schwarz mit bläulichem Schimmer, Flügel schwarz-weiß

Häufig gestellte Fragen

Ändern Singvögel ihr Aussehen im Laufe des Jahres?

Ja, einige Arten, wie die Bachstelze, können sich optisch ändern. Sie haben während der Balzzeit eine auffälligere Tracht. Während der Balzzeit haben viele heimische Arten zusätzlich zu ihrer Singstimme auch spezielle Balzrufe.

Warum haben heimische Singvögel einen Gesang?

Der Gesang hat in der Regel zwei Funktionen. Einerseits verteidigen die Vögel damit ihre Reviere und andererseits dient er vor allem während der Balz dazu, um Weibchen anzulocken.

Warum imitieren manche Vogel-Arten die Gesänge anderer Arten?

Diese Frage ist bisher nicht vollständig geklärt. Einige Forscher nehmen an, dass vor allem kleinere Vogelarten damit ihr Revier verteidigen wollen, indem sie die Stimmen größerer Arten imitieren.

Autor
Mirko ist zwar studierter Anglist, beherrscht aber auch die Sprache der Pflanzen perfekt. Er wuchs quasi im Schrebergarten seiner Großeltern auf und verbringt den Großteil seiner Freizeit in der Natur, wenn er nicht gerade schreibt.

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