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Sonnenschirm-Arten für den Balkon | Vor- & Nachteile

Sonnenschirm-Arten für den Balkon | Vor- & Nachteile - Titelbild

Ein Sonnenschutz ist vor allem auf einem Südbalkon im Sommer erforderlich. Doch welche Sonnenschirm-Art sollte gewählt werden? Denn alle Möglichkeiten bieten verschiedene Merkmale und damit auch Vorzüge und Nachteile.

Auf den Punkt gebracht

  • anpassbare Modelle sind ideal
  • gegebenenfalls muss die Einwilligung des Vermieters eingeholt werden
  • Kosten fallen sehr unterschiedlich aus
  • Sicherheit gegen Wind muss gegeben sein
  • stabiler Stand und Halt sind erforderlich

Sonnenschirm-Arten

Der einfache Klassiker unter den Schattenspendern sind die Sonnenschirm-Arten. Auch hier gibt es jedoch erhebliche Unterschiede zwischen den verschiedenen Varianten. Zu den Vorteilen der Sonnenschirm-Arten gehören diese Merkmale:

  • geringe Anschaffungskosten
  • große Vielfalt
  • gut anpassbar
  • keine feste Installation notwendig
  • können umgestellt werden
Sonnenschirme

Allerdings zeigen sie sich auch recht anfällig bei starkem Wind und können regelrecht vom Balkon geweht werden. Das wiederum stellt eine Gefahr dar. Zudem lässt sich der Schirm nur schlecht reinigen.

Eins der entscheidensten Merkmale neben der Größe des Sonnenschirms ist seine Form. Erhältlich sind Modelle in den folgenden Schnitten:

  • halbrund
  • rund
  • oval
  • viereckig

Viereckige und runde Sonnenschirm-Arten sind weithin bekannt. Halbrunde Ausführungen kommen hingegen relativ selten vor. Der Vorteil an dieser Form ist, dass Schirm und Ständer direkt an die Balkontür gestellt werden kann. Sie bilden also eine direkt anschließende Überdachung und müssen nicht mitten im Weg platziert werden.

Sonnenschirm

Ein weiterer wichtiger Punkt bei der Auswahl ist die Art des Ständers. Dieser muss schwer und stabil sein, damit er das Gewicht der Stange und des Schirms tragen kann und auch bei einer größeren Belastung durch starken Wind standsicher ist. Meist sind die Ständer aus Kunststoff oder Metall gefertigt. Sie lassen sich zudem befüllen. Dazu eignen sich beispielsweise Sand oder Wasser.

Tipp: Es gibt Sonnenschirm-Arten, die bepflanzt werden können. Diese erzeugen eine besonders dekorative Optik.

Spezielle Sonnenschirme

Bei der klassischen Variante dieses Sonnenschutzes handelt es sich um sogenannte Mittelmastschirme. Das heißt, dass sich der Ständer zentral in der Mitte befindet und damit große Stabilität verleiht.

Das Gegenteil hiervon ist ein sogenannter Ampelschirm. Der Ständer befindet sich seitlich und der Schirm wird daran gehängt. Diese Variante wird daher auch als Freiarmschirm oder Galgenschirm bezeichnet. Aufgrund der unterschiedlichen Gewichtsverteilung muss der Ständer sehr schwer sein, um standsicher zu bleiben. Die Optik ist bei dieser Variante zwar ausgesprochen ansprechend, auf sehr windigen Balkonen sind sie jedoch die falsche Wahl. Sie haben den Vorteil, dass die stützende Stange an der Seite und damit nicht im Weg ist. Das heißt, ein Tisch und Stühle können problemlos darunter gestellt werden. Aus diesem Grund werden derartige Modelle gelegentlich auch Markt- oder Gastronomiesonnenschirm genannt.

Ampelschirm
Ampelschirm

Marktsonnenschirme und Gastronomiesonnenschirme können allerdings ebenso Mittelmastschirme sein. Passende Tische mit einer Aussparung in der Mitte machen es möglich, den Ständer unter den Tisch zu stellen und damit ebenfalls möglichst wenig Platz einzunehmen.

Gastronomiesonnenschirme
Gastronomiesonnenschirme

Hinter Großsonnenschirmen verbirgt sich, was der Name schon erahnen lässt: große Sonnenschirme. Bei sehr breiten und langen Balkonen bieten sich diese an. Sie sind allerdings auch teurer, schwerer und aufgrund der größeren Oberfläche anfälliger für Wind.

Großsonnenschirme
Großsonnenschirme

Alternativer Balkon-Sonnenschutz

Sonnenschirm-Arten und andere beschattende Maßnahmen für den Balkon sind im Sommer oftmals unerlässlich. Denn die Sonne heizt nicht nur den Außenbereich auf. Wenn sie auf Fenster oder Balkontür trifft, sorgt sie auch für unangenehm hohe Temperaturen innerhalb der Wohnung.

Sonnenschutz für den Balkon
Markise

Tipp: Reflektierende Folie an den Fenstern kann zusätzlich dabei helfen, die Temperatur in Haus oder Wohnung gleichmäßig zu halten. Sie bietet zudem tagsüber einen Sichtschutz und hält im Winter die Heizungswärme drinnen.

Markisen

Markisen bieten einen guten Schutz gegen die Sonne und sind in verschiedenen Varianten und zahlreichen Farben erhältlich. Zu den verschiedenen Ausführungen gehören:

  • Halbmarkisen
  • Kassettenmarkisen
  • Rollmarkisen
  • Vollmarkisen

Halbmarkisen eignen sich dann, wenn der Balkon bereits über eine Überdachung verfügt. Sie werden an der Front angebracht und spenden dadurch Schatten. Einer der Vorteile dadurch ist, dass das Gewicht relativ gering ausfällt. Zudem finden sich neben fest zu montierenden Ausführungen auch Klemm-Markisen.

Bei Kassettenmarkisen handelt es sich um eine Variante der Rollmarkisen. Die Markise wird in einen Kasten eingerollt, sodass sie geschützt ist und die Lebensdauer erhöht werden kann. In der Regel sind sie in der Anschaffung etwas teurer und benötigen eine feste Montage. Sie sind daher nicht überall erlaubt.

Halbmarkisen - Sonnenschirm-Art
Kassettenmarkisen

Rollmarkisen lassen sich, wie der Name bereits verrät, einrollen beziehungsweise zusammenziehen. Das kann manuell erfolgen oder aber automatisch gesteuert werden. Der Vorteil daran ist wiederum, dass sie bei Bedarf zusammenfahren. Dadurch lassen sie sich beispielsweise vor Winde, Regen und Schnee schützen.

Rollmarkise als Standsonnenschirm - Sonnenschirm-Arten
Rollmarkise als Standsonnenschirm; Quelle: Schmitz-Werke Online, Markilux planet, bearbeitet von Plantopedia, CC BY-SA 4.0

Vollmarkisen sind ebenso für die Terrasse wie für Balkone ohne Überdachung geeignet. Besonders praktisch sind Modelle, die ebenfalls zusammengezogen oder zusammengerollt werden können. Eine feste Montage ist jedoch meist eine Voraussetzung, sodass sie in Mietobjekten nicht immer eine Option darstellen. Zudem sind sie vergleichsweise teuer in der Anschaffung.

Sonnensegel

Hierbei handelt es sich um eine einfache Lage aus festem Stoff. Sie wird ausgehend von der Wand bis zum Balkongeländer gespannt. Gegebenenfalls sind dafür Bohrungen notwendig. Die Anbringung ist also nicht in jedem Fall erlaubt oder erfordert zumindest eine Genehmigung.

Sonnensegel bringen jedoch eine große Anzahl an Vorteilen mit sich. Darunter:

  • auch zum Zusammenziehen erhältlich
  • große Auswahl
  • leichtes Gewicht
  • unterschiedliche Formen und Größen
  • verschiedene Anbringungsmöglichkeiten
Sonnensegel
Quelle: Sirius Facilities GmbH, Dachterrasse im Sirius Business Park Stuttgart-Airport, bearbeitet von Plantopedia, CC BY-SA 3.0

Ein Nachteil fest angebrachter Segel ist, dass sie nicht zusammengezogen oder zusammengerollt werden können. Bei Wind und Regen kann das zum Problem werden. Zudem wird die Lebensdauer dadurch verkürzt.

Terrassenüberdachungen

Eine weitere Möglichkeit einen Sonnenschutz anzubringen ist es, eine feste Überdachung installieren zu lassen. In der Regel ist der Rahmen sehr stabil und kann von Fachpersonal angebracht werden. Das eigentliche Dach kann wahlweise fest oder flexibel sein.

Die Vorteile sind, dass:

  • automatisches Öffnen und Schließen möglich sein kann
  • diese Variante eine lange Lebensdauer aufweist
  • sich zahlreiche Varianten finden
Terrassenüberdachungen

Vergleichsweise hohe Preise und die notwendige fachmännische Montage sind jedoch potenzielle Nachteile.

Vorsicht: Wind

Ein potenzielles Problem bei einem Sonnenschutz auf dem Balkon ist, dass starke Winde beispielsweise einen Sonnenschirm aushebeln und herunter wehen können. Die dadurch entstehenden Gefahren sind bestenfalls Sachschäden, können jedoch auch zu Verletzungen führen.

Achten Sie daher immer darauf, den Schattenspender bei schlechtem Wetter einzufahren und zu sichern.

Häufig gestellte Fragen

Benötige ich eine Genehmigung des Vermieters?

Wenn Sie lediglich einen Sonnenschirm aufstellen, ist das nicht erforderlich. Handelt es sich hingegen um feste Installationen, für die Bohrungen notwendig sind, sollten Sie zwingend zuerst bei der Verwaltung oder dem Vermieter eine schriftliche Genehmigung einholen. Hierdurch vermeiden Sie spätere Konflikte und juristische Schwierigkeiten.

Kann der Sonnenschutz auch als Sichtschutz dienen?

Natürlich ist das möglich. Gerade bei sehr eng aneinander gebauten Balkonen oder im Dachgeschoss ohne Überdachung ist ungestörtes Sonnenbaden kaum umsetzbar. Ein seitlich angebrachter Sichtschutz beziehungsweise Sonnenschutz kann daher sinnvoll sein. Diese lassen sich in der Regel einfach spannen und benötigen daher keine feste Montage.

Muss der Sonnenschutz gereinigt werden?

UV-Strahlung, Staub, Abgase, Insekten und Pollen setzen dem Material mit der Zeit zu. Bei textilen und abnehmbaren Materialien ist oftmals eine Reinigung in der Waschmaschine möglich.

Michelle ist mit vielen Haus- und Hoftieren auf dem Bauerngut ihrer Eltern aufgewachsen. Nebenbei kümmert sich die Vegetarierin hingebungsvoll um ihre Kräuter- und Gemüsebeete. Sie notiert ihr erworbenes Wissen und teilt es gerne mit den Plantopedia-Lesern und Leserinnen.

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