Ist die Spinnenblume winterhart? | Cleome richtig überwintern

Spinnenblume mit weißen Blüten

Bei der Spinnenblume handelt es sich um eine beliebte Pflanze, die durch ihre filigranen Staubfäden sofort ins Auge fällt. In den deutschsprachigen Ländern werden die Cleomaceae meist als einjährige Pflanze gehalten. Im Folgejahr werden sie erneut ausgesät, um über den ganzen Sommer ihre Blüten zu präsentieren. Aufgrund dessen fragen sich viele Gärtner, ob die Spinnenblume überhaupt winterhart ist und falls nicht, welche Maßnahmen zum Überwintern notwendig sind.

Ist die Spinnenblume winterhart?

Ob die Arten der Gattung Cleome winterhart sind, lässt sich klar mit einem Nein beantworten. Die Zierpflanze ist sogar äußerst empfindlich auf zu niedrige Temperaturen, da sie nur eine sehr schlechte Toleranz gegenüber Kälte hat. Der Grund dafür ist das ursprüngliche Verbreitungsgebiet der Spinnenpflanze, denn diese stammt aus den folgenden Ländern in Südamerika:

  • Bolivien
  • Paraguay
  • Brasilien
  • Argentinien

Zwar kommt sie ebenfalls in den Vereinigten Staaten von Amerika, Mexiko und in der Karibik vor, doch erfreuen sich die Pflanzen hier ebenfalls an gleichbleibenden, warmen Temperaturen. Winter ist die Cleome spinosa überhaupt nicht gewohnt und muss aus diesem Grund überwintert werden. An sich ist die Art nämlich eine mehrjährig, ausdauernde Pflanze, die problemlos mehrere Saisons mit ihrer Blüte begeistern wird. Die folgende Liste gibt einen Überblick über die einzelnen Temperaturabschnitte, die Sie beim Halten einer Spinnenblume unbedingt im Auge behalten sollten:

  • ab 20°C: ideal
  • 15°C bis 20°C: schwächeres Wachstum
  • 10°C bis 15°C: Wachstum wird eingestellt
  • unter 10°C: Pflanze stirbt

Spinnenblume, Cleome spinosa

Typisch für Deutschland sind sommerliche Temperaturen zwischen 15°C bis 25°C und je nach Region und Wetterlage können diese stark schwanken. Wenn Sie zum Beispiel in Weinbaugebieten wohnen, müssen Sie sich nicht so viele Sorgen um Temperaturschwankungen im Sommer machen, die den Spinnenblumen zusetzen könnten.

Da sich die Winter in Deutschland deutlich unter dem Gefrierpunkt abspielen, können Sie die Pflanzen nicht im Freien halten. Selbst die Monate März bis Mitte Mai sind hier nicht zu empfehlen. Die fehlende Winterhärte der Cleomen sorgt dafür, dass diese selbst im Frühling sterben. Sie müssen aus diesem Grund die Eisheiligen Mitte Mai abwarten, bis das Ziergewächs in den Garten ziehen kann. Da das beliebte Ziergewächs nur einen Sommer durchhält, fragen sich viele, ob eine Überwinterung überhaupt möglich ist.

Hinweis: Wenn Sie nach Spinnenblumen im Handel suchen, wundern Sie sich nicht darüber, wenn Sie neben der botanischen Bezeichnung C. spinosa noch weitere sehen. Spinnenpflanzen verfügen aufgrund der langen Forschungsgeschichte ebenfalls über die Namensvarianten C. hassleriana, C. pungens, C. gigantea und Tarenaya hassleriana, obwohl es sich bei diesen um die gleiche Pflanze handelt.

Cleome überwintern

Es ist nicht möglich, Spinnenblumen zu überwintern, denn die Pflanzen sind nicht nur nicht winterhart, sie überleben das Überwintern im Haus ebenfalls nicht. Die Temperatur- und Lichtunterschiede über den Winter in Mitteleuropa sind zu stark für die Tropenpflanze. Aus diesem Grund müssen Sie über die kalte Jahreszeit auf das hübsche Gewächs verzichten. Selbst im Gewächshaus ist das nicht möglich. In kalten Regionen mit einem ausgeprägten Winter kann die Spinnenblume niemals genügend Kraft aufbauen, um über mehrere Jahre hinweg ihre Vitalität zu erhalten.

Alternative: Samen überwintern

Im Vergleich zur Pflanze an sich leiden die Samen nicht unter Kälte und können problemlos zum Ziehen neuer Exemplare genutzt werden. Hierfür müssen Sie nur im Herbst die ausgereiften Samenkapseln ernten und diese bis in den März aufbewahren. Diese werden dann wie gewohnt auf der Fensterbank in Anzuchterde gegeben und nach den Eisheiligen  in den Garten gepflanzt. Wenn Sie diesen Vorgang jedes Jahr aufs Neue wiederholen, müssen Sie sich keine neuen Spinnenblumen besorgen.

Spinnenblume mit violetten Blüten

Hinweis: Achten Sie unbedingt auf die Giftigkeit der Spinnenblume. Denn während die gesamte Pflanze toxisch ist, enthalten die Samen von den Senfölglykosiden die höchste Konzentration. Tragen Sie bei der Pflege, Ernte und der erneuten Aussaat im Frühjahr aus diesem Grund unbedingt Handschuhe, damit Sie am Ende nicht an Vergiftungserscheinungen leiden.

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