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Steinheber selber bauen | Tutorial DIY-Steinzieher

Einen Steinheber selbst zu bauen ist sinnvoll, wenn die benötigten Materialien bereits vorhanden sind und so Kosten für eine Neuanschaffung gespart werden können. Wir zeigen, wie es funktioniert.

Video-Tipp

Auf den Punkt gebracht

  • selbstgebaute Steinheber bei Sondergrößen oftmals die bessere Wahl
  • zum Bau ist entsprechende Erfahrung erforderlich
  • Sicherheit muss berücksichtigt werden
  • Modelle aus dem Handel als sinnvolle Alternativen
  • Brecheisen als Option in Betracht ziehen

Steinheber: Funktion

Steinheber, Plattenheber, Pflastersteinträger – das simple Werkzeug hat verschiedene Namen, jedoch eine beschränkte Funktion: Es soll dabei helfen, Steine anzuheben, zu tragen und zu verlegen.

Steinheber

Durch einen verlängerten Griff wird ständiges Bücken unnötig, was den Einsatz vermeintlich rückenschonender werden lässt. Das ist allerdings nur dann der Fall, wenn die richtige Technik beim Heben Anwendung findet.

Steinheber bauen: Vorteile

Einen Steinheber selbst zu bauen, bringt verschiedene Vorzüge mit sich. Bei diesen handelt es sich um:

  • genaue Anpassung an die Größe der Steine
  • individuelle Gestaltung des Griffes
  • Kostenersparnis
  • Verwendung auch bei Steinen in Sondergröße möglich
  • vorhandene Materialien nutzen

Handelsübliche Plattenheber lassen sind auf eine Spanne ausgelegt, die beispielsweise 20 bis 50 Zentimeter betragen kann. Zudem können Sie diese oftmals nur in Zentimeterschritten verstellen. Bei Platten in Sondergrößen kann das zum Problem werden, da ein sicherer Griff möglich ist. Gerade in diesen Fällen ist der Selbstbau oder auch die Anpassung eines fertigen Modells sinnvoll.

Steinheber bauen: Nachteile

Stein- und Plattenheber finden sich als fertige Modelle im Handel und sind gerade für kleine Steine bereits sehr günstig erhältlich.

Einen Pflastersteinträger selbst zu bauen ist daher nur dann sinnvoll, wenn sich kein passendes Modell für die Größe der Steine findet oder bereits entsprechende Materialien vorhanden sind und daher keine weiteren Kosten anfallen. Denn das DIY-Werkzeug bringt nicht nur Vorteile mit sich. Zu den Nachteilen gehören:

  • Aufwand für die Anfertigung
  • eventuell zusätzliche Kosten für Material oder notwendige Werkzeuge
  • Tragfähigkeit nur schwer berechenbar
  • gegebenenfalls unsicher bei der Anwendung
  • handwerkliches Geschick und Erfahrung erforderlich
  • in der Länge verstellbare Varianten sind schwierig herzustellen

Benötigte Materialien

Um einen Steinheber selbst zu bauen sind verschiedene Materialien und Werkzeuge erforderlich.
Sie benötigen:

  • Winkelprofile oder Installationsschienen
  • Haltebacken, Winkelverbinder oder Schwerlastwinkel
  • Schrauben und Muttern
  • Unterlegscheiben
  • 2 Griffe aus Latex oder Kunststoff
  • Schraubendreher
  • Zange oder Mutternschlüssel
  • Latex
  • Pinsel

Bei der Auswahl von Winkeln und Schienen ist zu beachten, dass diese gelocht sein müssen. Anderenfalls ist eine Verbindung durch Schrauben nicht möglich. Die Teile können zwar zusammengeschweißt werden, was die Stabilität in der Regel erhöht – jedoch auch deutlich mehr Aufwand bedeutet.

Ebenso verhält es sich, wenn für die Verbindungen Löcher in das Metall gebohrt werden müssen. Hierzu wird ebenfalls weiteres Werkzeug benötigt. Darunter eine Bohrmaschine, ein Schraubstock und ein für Metall geeigneter Bohraufsatz.

Bereits gelochte Ausführungen sind günstig und sparen Geld, Aufwand und Zeit ein.

Anleitung für den Selbstbau

Um einen Steinheber als DIY-Projekt herzustellen, sind nur wenige Handgriffe erforderlich. Das gilt zumindest dann, wenn es sich um ein einfaches Modell in Form einer Zange handelt. Für ein solches bieten wir hier die passende Anleitung.

  1. Die Winkelleisten oder Installationsschienen werden mittig durch eine Schraube, Mutter und eine zwischen die Leisten positionierte Unterlegscheibe aneinander fixiert wie die Schenkel einer Schere. Die Verbindung muss wackelfrei und stabil sein, die Schienen sollten sich jedoch weiterhin bewegen lassen.
  2. An den unteren Enden der Leisten wird jeweils ein Winkel so angebracht, dass die untere Kante unter einen Stein oder eine Gehwegplatte geschoben werden und zum Fixieren benutzt werden kann. Hierzu reicht das feste Anschrauben aus.
  3. Für besseren Grip können die Winkel innen mit Latex oder Silikon bestrichen werden. Das schont zum einen den Steinheber und zum anderen die Steine. Die Sicherheit wird ebenfalls erhöht.
  4. Damit Sie den DIY-Steinheber komfortabel benutzen können, sind Griffe notwendig. Diese lassen sich an den oberen Enden der Schienen anbringen. Für das Anheben und Absetzen der Steine oder Platten eignen sich einfache Überzüge, die aus Silikon, Kunststoff, Gummi oder festem Schaumstoff bestehen. Im Handel finden sich zudem fertige Werkzeug-Griffe, die angeschraubt und für höheren Komfort nachträglich beschichtet werden können. Als Alternative ist es auch hier wiederum möglich, Griffe aus Metall zu biegen und anzuschweißen. Der Aufwand dafür steht jedoch in keinerlei Verhältnis zu dem Nutzen.
Anleitung DIY Steinheber

Steinheber anpassen

Eine weitere Option zum sicheren und bequemeren Tragen von Steinen oder Gehwegplatten in Sondergrößen ist es, im Handel erhältliche Modelle auf den Bedarf anzupassen.

Das bringt gleich mehrere Vorteile mit sich. Zum einen entfällt der Aufwand für den Eigenbau. Gerade, wenn es schnell gehen muss oder die benötigten Teile nicht bereits vorhanden sind, ist die Anpassung ein entscheidender Vorteil und eine einfache Lösung. Diese kann durch das Aufziehen oder Aufbringen von Polstern an den Haltebacken gewährleistet werden.

Zum anderen ist bei dieser Variante die Belastbarkeit bekannt, was mehr Sicherheit bietet.

Alternativen zum Plattenheber

Ein Steinheber ist nicht immer erforderlich und kann durch andere Hilfsmittel oder Maßnahmen ersetzt werden. Zu diesen gehören:

  • Tragen mit Arbeitshandschuhen
  • Fahren der Platten mit einer Sackkarre
  • Aushebeln mit einem Brecheisen

Tipp: Auch mit einem Plattenheber lässt sich Bücken und eine Belastung der Beine, Arme und das Rückens nicht vollständig vermeiden. Daher ist es generell günstiger, die Arbeit mit Helfern durchzuführen oder durchführen zu lassen.

Häufig gestellte Fragen

Wann wird kein Steinheber benötigt?

Wenn es sich nur um eine geringe Anzahl an Steinen beziehungsweise Platten handelt, diese sehr klein sind oder keine Probleme beim Bücken und Anheben bestehen, ist das Hilfsmittel nicht zwingend erforderlich.

Welche Unterschiede bestehen bei Plattenhebern aus dem Handel?

Der hauptsächliche Unterschied ist die Auslegung auf die Größe der Steine oder Platten. Hinzu kommt die Art des Griffes und die Anpassung der Haltebacken. Daher eignet sich nicht jeder Plattenheber für jeden Stein.

Welche Nachteile haben Steinheber generell?

Weil jede Platte einzeln eingefasst werden muss, verlängert sich bei der Verwendung eines Steinhebers die Arbeitszeit. Gerade bei kleineren Steinen, die von einer Person getragen werden können, bedeutet der Verzicht auf das Hilfsmittel oftmals eine Zeitersparnis. Zudem ist es für das Einspannen gegebenenfalls notwendig sich zu Bücken. Das einseitige Tragen kann gegebenenfalls zu Schmerzen führen. Zudem ist beim Ablegen und Ausrichten oftmals nicht ausreichend Platz für die Haltebacken, wodurch die Steine von Hand ausgerichtet werden müssen.

Welche Vorzüge bringen Plattenheber mit sich?

Mit einem entsprechenden Griff wird es möglich, die Platten zu Zweit bequemer zu tragen. Zudem können sie hochkant angehoben werden, was blauen Flecken an den Beinen vorbeugt.


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