Storchenschnabel giftig - Titel

Bei dem Storchenschnabel handelt es sich um ein Gewächs, das sich großer Beliebtheit auf den heimischen Balkonen, Terrassen und Gärten erfreut. Denn hiervon gibt es viele reichhaltig blühende Arten. So stellt sich auch die Frage, ob der Storchenschnabel giftig ist.

Auf den Punkt gebracht

  • Storchenschnabel (Geranium) ist oftmals auch besser bekannt als Geranie
  • viele verschiedene Sorten und Arten
  • als Balkonblumen genauso beliebt wie im Gartenbeet
  • in der Regel nicht giftig
  • beinhaltet ätherische Öle, die Hautreizungen verursachen können

Ätherische Öle

In den Gewächsen der verschiedenen Arten der Geranien sind viele ätherische Öle enthalten, von denen auch der starke Geruch ausgeht, vor allem wenn die Blätter berührt werden. Dieser Geruch ist für viele Menschen allerdings sehr unangenehm, so dass die Pflanzen nur ungern angefasst werden:

  • Geraniol
  • Kaffeesäure
  • Kämpferol
  • Quercetin
  • Rutin
Biene an Storchenschnabel-Blüte

Tipp: Aufgrund der vielen ätherischen Öle findet der Storchenschnabel zum Beispiel bei Prellungen äußerlich und bei Zahnschmerzen eine Anwendung.

Gefährlich für Kinder & Haustiere?

Da der Storchenschnabel aller Arten in der Regel nicht giftig sind, gibt es auch keine Gefährdung für Kinder oder Haustiere in Bezug auf eine Vergiftung. Diese meiden die Pflanzen in der Regel wegen des unangenehmen Geruchs. Allerdings können aufgrund der ätherischen Öle bei sehr empfindlichen Menschen, unerheblich ob Erwachsene oder Kinder und Jugendliche gelegentlich Hautreizungen auftreten:

  • sogenannte Kontaktdermatitis
  • leichte allergische Reaktion
  • leichtes Jucken an betroffener Stelle
  • leichte Hautrötung
  • Creme gegen Insektenstiche hilft
  • enthält in der Regel Antihistaminika

Hinweis: Die Gewächse aus der Familie der Geranien werden gerade aufgrund ihrer Ungiftigkeit in vielen Schulen und Kindergärten als Bepflanzung geschätzt und sogar von den Landwirtschaftskammern des Landes hierzu als unproblematisch empfohlen.

Giftige Sorte

Es gibt eine giftige Sorte unter den Geraniengewächsen, hierbei handelt es sich um eine wildwachsende Pflanze, die in der Regel nicht in den heimischen Gärten und auf den Balkonen anzutreffen ist:

Wiesen-Strochenschnabel (Geranium pratense)
Wiesen-Storchenschnabel; Quelle: Baum im park, Wiesen-Storchschnabel.Naturschutzgebiet Teck.Deutschland.BadenWürttemberg.Landkreis Esslingen, bearbeitet von Plantopedia, CC BY-SA 4.0
  • Wiesen-Storchenschnabel
  • nur giftig für Feldhamster
  • Tiere meiden die Pflanze jedoch in der Regel
  • besitzt einen sehr intensiven Geruch
  • wird daher nur sehr ungern gefressen

Häufig gestellte Fragen

Ist es gefährlich, wenn meine Kinder die Geranien anfassen?

Nein, in der Regel passiert in einem solchen Fall nichts. Vor allem aber auch der intensive, und für viele Menschen unangenehme Geruch beim Berühren hindert die Kleinen daran, die Pflanze weiterhin anzufassen oder sogar die Blätter oder Blüten in den Mund zu nehmen.

Kann man die Geranien verzehren, zum Beispiel in einem Salat?

Bei den bekannten Geraniensorten, die im Garten oder Balkon kultiviert werden, handelt es sich um ungiftige und sogar in der Küche verwendbare Sorten, deren Blüten zum Beispiel einen Salat verzieren können. Zudem gibt es eine Sorte die insgesamt essbar ist. Hierbei handelt es sich um das Ruprechtskraut (Geranium robertianum L.) auch als Stinkender Storchenschnabel bekannt, das in den hiesigen Breitengraden heimisch ist und wild wächst. Die Blätter werden oft gesammelt und als Kraut in der Küche verwendet.

Dürfen meine Hasen oder Meerschweinchen Geranien fressen?

Das sollten Sie auf keinen Fall tun, denn nicht nur die wildwachsende Geraniensorte ist giftig für die Feldhamster, auch Ihre eigenen Nager können die Öle nicht vertragen, diese wirken wie Gift für die Nagetiere. Für Erwachsene, Kinder, Hunde und Katzen sind die Pflanzen bis auf die leichte allergische Reaktion, die auftreten könnte, völlig harmlos und ungiftig.