Ist die Strauchveronika winterhart? Infos zu Hebe-Sorten

Ist Strauchveronika winterhart

Die Strauchveronika ist eine interessante Gartenpflanze, welche viele Möglichkeiten bietet. Es gibt zum einen Sorten, die blau, lila, weiß oder rosa blühen und zum anderen einige Arten die keine oder unscheinbare Blüten tragen und sich als Grünpflanzen eignen. Sie glänzen besonders mit ihrem Blattschmuck. Eine immer wiederkehrende Frage ist, wie winterhart die einzelnen Sorten sind. Dieser Ratgeber gibt Aufschluss darüber, welche Arten Winterschutz benötigen und welche lieber im Haus überwintern.

Strauchveronika

Der Ursprung dieser Pflanze liegt in Neuseeland. Daher erscheint auch klar, dass die Wildform keinen Winterschutz benötigte. Die Hebe gehört zu den Wegerichgewächsen und ist ein immergrüner Strauch. Sie kann je nach Sorte zwischen 30 und 120 cm hoch werden. Die Blüten erscheinen in verschiedenen Farben von Mai bis Oktober. In unseren Gärten eignet sich die Strauchveronika wegen der fehlenden Winterhärte hauptsächlich als Balkon- oder Kübelpflanze.

Winterschutz

Keine Hebe ist wirklich winterhart in dem Sinn, dass sie mehrere Minusgrade vertragen würde und den ganzen Winter lang im Garten ungeschützt übersteht. Während einige Arten gar keine Kälte vertragen und sich demnach nur als Kübelpflanzen eignen, die im Winter eingeräumt werden sollten, gibt es auch einige Strauchveronikas, die mit Winterschutz im Garten überleben können. Um einen Neuaustrieb zu garantieren, sollte der Schutz der Pflanze jedoch sorgfältig erfolgen. Besonders wichtig ist es, dass die Wurzeln nicht erfrieren können. So lange diese intakt sind, kann auch eine Pflanze, die oberirdisch erfroren ist, neu austreiben. Es gilt, das kleinblättrige Strauchveronika Frost besser vertragen als die Sorten mit großen Blättern.

Strauchveronika, Hebe ist für Garten, Balkon und Terrasse geeignet

Maßnahmen für bedingt winterharte Veronika

Um die Widerstandskraft der Pflanzen zu erhöhen, sollte im Herbst nicht mehr gedüngt werden. Die Töpfe von Kübelpflanzen werden dann mit Vlies umwickelt, an einen geschützten Ort in Gebäudenähe gestellt und der Wurzelbereich mit Fichtenreisig bedeckt. Veronika, die direkt im Garten wachsen, benötigen einen besonders guten Schutz vor Frost. Schon bei der Standortwahl sollte dies bedacht werden und ein Platz gewählt werden, an dem nicht zu tiefer Frost auftritt. Der Wurzelbereich wird im Herbst etwas angehäufelt und anschließend großzügig mit abgeschnittenen Zweigen von Fichten oder Tannen bedeckt. Auch Laub kann vor Frost schützen.

Tipp: Die sicherste Methode, auch für Gartenpflanzen, ist dennoch, sie auszugraben, in große Töpfe zu pflanzen und im Haus zu überwintern.

Überwintern nicht winterharter Arten

Die Pflanzen werden im Spätherbst, jedoch unbedingt vor den ersten Nachtfrösten eingeräumt. Der Standort im Haus sollte hell, aber kühl sein. Dabei sollten die Temperaturen zwischen 5 °C und 10 °C liegen. Werden die Blätter nach einiger Zeit gelb, steht die Pflanze zu dunkel und sollte einen helleren Platz bekommen. Direkt in der Sonne muss die Strauchveronika jedoch nicht stehen, dies könnte sie zu sehr aufheizen. Im Winterquartier wird nur sparsam gegossen, ohne das die Pflanze austrocknet. Außerdem bedarf die Hebe einer regelmäßigen Kontrolle auf Schädlinge. Spinnmilben siedeln sich gern an überwinternden Gartengewächsen an, wenn diese zu trocken und ohne Frischluft stehen.

Nach dem überwintern

Wenn keine oder kaum noch Nachtfröste zu erwarten sind, können Sie damit beginnen, die Hebe wieder an den Standort im Freien zu gewöhnen. Tagsüber sollten Sie sie an einen schattigen, geschützten Ort stellen, bei drohenden Nachtfrösten jedoch wieder einräumen. Nach einigen Tagen oder Wochen können Sie die Pflanze wieder an ihren ursprünglichen Platz im Garten bringen. Ist die Veronika von Spinnmilben befallen, hilft es, die jeweiligen Triebe zu entfernen. Im Freien erledigt sich das Problem dann durch die erhöhte Luftfeuchtigkeit und Nützlinge schnell von allein.
Für im Beet überwinterte Arten gilt:

  • nach den letzten Nachtfrösten Winterschutz entfernen
  • möglichst früh Lichtzutritt und Bodenerwärmung fördern
  • erfrorene Triebe entfernen, um Krankheiten zu vermeiden

Sorten

Kleinbleibende Heben, die bedingt winterhart sind

Hebe addenda wird 20 bis 30 cm hoch, blüht pink oder rosa von August bis Oktober und eignet sich gut für Kübel. Die Strauchveronika „Green Globe“ ist besonders beliebt. Sie hat zwar keine Blüten, ist jedoch sehr gut schnittverträglich und lässt sich daher gut in Form schneiden. Sie wird bis zu 50 cm hoch. Für Beete oder Kübel ist auch die Sorte ochracea geeignet, die 40 cm hoch wird und blau oder purpur blüht. Blütezeit ist von Juli bis September.

Größere bedingt winterharte Strauchveronika

Bis zu 100 cm hoch wird die für den Balkon oder die Terrasse geeignete Sorte armstrongii. Sie blüht eher unscheinbar von Mai bis Juni und lässt sich gut in Kübel oder größere Töpfe pflanzen. Eine der größten Sorten ist salicifolia, welche bis zu 120 cm hoch wird. Sie besitzt lila oder weiße Blüten, eignet sich gut für die Bepflanzung von Kübeln oder Beeten und blüht von Juni bis August. Auch die Sorte speciosa wird bis zu 120 cm hoch. Sie blüht dabei von Juli bis September in blau oder purpur.

Großer Ehrenpreis, Veronica teucrium
Veronica teucrium ist ebenfalls eine winterharte Sorte

Nicht winterharte Sorten

Die Sorte andersonii blüht wunderschön violett, wird 60 cm hoch und besitzt große Blätter. Diese Strauchveronika blüht von August bis September. Die Blüten der Hebe pimeleoides var. Glaucocaerulia sind purpur farbig und erscheinen von Juli bis August. Die gut für den Balkon geeignete Pflanze wird dabei 30 cm hoch.

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