Strelitzien-Arten von A-Z | Paradiesvogelblume Sorten
Strelitzien werden wegen ihrer ungewöhnlichen Blütenform Paradiesvogelblumen genannt. Die Anzahl an Arten bzw. Zuchtsorten ist überschaubar. Wir stellen Ihnen hier die fünf bekannten Strelitzien-Arten vor.
Auf den Punkt gebracht
- Baum-Strelitzie kann bis zu 12 m hoch werden
- Berg-Strelitzie mit weiß-blauen einfachen Blütenständen
- Binsen-Strelitzie mit grasartigen Blättern
- Königs-Strelitzie mit den attraktivsten Blüten in leuchtendem Orange
- Weiße Strelitzie mit rein weißen Blüten und einem dunklen Hochblatt
Inhaltsverzeichnis
Baum-Strelitzie
Die Baum-Strelitzie (Strelitzia nicolai) ist der größte Vertreter der Paradiesvogelblumen. Bei der Kultur im Topf bleibt diese Strelitzien-Art zwar deutlich kleiner, kann aber durchaus ebenfalls mehrere Meter hoch werden.
- Wuchshöhe: bis zu 12 m
- Blütezeit: oft ganzjährig, Hauptblütezeit Mai bis Juli
- Blüte: mehrere Blütenstände übereinander, dunkles Hochblatt, weiße und blaue Blütenhüllen
- Blätter: ähnlich wie bei Bananen, bis zu 2 m lang und bis zu 60 cm breit
- Standort: sonnig bis vollsonnig
- Substrat: mäßig nährstoffreich, durchlässig
Berg-Strelitzie
Die Berg-Strelitzie (Strelitzia caudata) sieht auf den ersten Blick der Baum-Strelitzie sehr ähnlich. Durch ihren einfacheren Blütenstand gehört sie jedoch zu den Strelitzien-Arten, die meist deutlich größere Blüten entwickeln.
- Wuchshöhe: bis zu 6 m
- Blütezeit: ganzjährig
- Blüte: einfacher Blütenstand, dunkles Hochblatt, weiße und blaue Blütenhüllen
- Blätter: ähnlich wie bei Bananen, bis zu 2 m lang und bis zu 60 cm breit
- Standort: sonnig bis halbschattig
- Substrat: feucht, humos mit hohem Mineralanteil in Form von Gestein
Hinweis: Die Berg-Strelitzie gedeiht ursprünglich an felsigen Berghängen. Sie verträgt daher durchaus kargere Substrate, die allerdings durchlässig sein sollten.
Binsen-Strelitzie
Die Binsen-Strelitzie (Strelitzia juncea) ist im Sommer ideal für warme und trockene Standorte. Diese Strelitzien-Art kann problemlos längere Zeit mit nur wenig Wasser überstehen.
- Wuchshöhe: bis zu 2 m
- Blütezeit: Mai bis Oktober
- Blüte: dunkleres Hochblatt mit roten Rändern, feine orangefarbene Blütenhüllen, innere Blütenhüllen dunkelblau
- Blätter: gras- bzw. binsenartig
- Standort: sonnig bis halbschattig
- Substrat: trocken, mager
Königs-Strelitzie
Die Königs-Strelitzie (Strelitzia reginae) ist die wohl bekannteste der Strelitzien-Arten. Meist ist es auch sie, die als Paradiesvogel- oder Papageienblume bezeichnet wird, denn ihre Blüten sind äußerst auffällig. Sie sind bis zu 10 cm lang und öffnen sich immer nacheinander.
- Wuchshöhe: bis zu 2 m
- Blütezeit: Dezember bis Mai
- Blüte: dunkleres Hochblatt mit breitem roten Rand, gelbe bis orangefarbene Blütenhüllen, innere Blütenhüllen hell- bis dunkelblau
- Blätter: ähnlich wie bei Bananen, bis zu 50 cm lang, bis zu 26 cm breit
- Standort: sonnig bis halbschattig
- Substrat: feucht, humos, nährstoffreich
Die Königs-Strelitzie ist sehr blühfreudig. Damit sie üppig blüht, ist die richtige Düngung unverzichtbar. Während der Wachstumsphase wird alle vier bis fünf Wochen mit einem Flüssigdünger für Blühpflanzen gedüngt. Das Substrat während der Wachstumsphase sollte immer leicht feucht sein, damit der Dünger über die Wurzeln aufgenommen wird.
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Weiße Strelitzie
Die Weiße Strelitzie (Strelitzia alba) ist eine elegante Schönheit, dann neben dem Hochblatt bringt sie nur weiße Blütenhüllen hervor. Sie ist allerdings weniger blühfreudig als die anderen Strelitzien-Arten, weshalb ihre Blüte meist eine kleine Besonderheit ist.
- Wuchshöhe: bis zu 10 m
- Blütezeit: ganzjährig, Hauptblütezeit von Mai bis Juli
- Blüte: dunkleres Hochblatt, weiße Blütenhüllen
- Blätter: ähnlich wie bei Bananen, bis zu 2 m lang, bis zu 60 cm breit
- Standort: halbschattig
- Substrat: feucht, durchlässig humos, mäßig nährstoffreich
Gemeinsamkeiten von Strelitzien
Obwohl es viele Unterschiede bei den verschiedenen Exemplaren gibt, gibt es einige Eigenschaften, die alle Strelitzien-Arten besitzen. Dazu gehören unter anderem:
- fehlende Winterhärte
- ausdauernde, krautige Wuchsform
- kahnförmige Hochblätter
- aufrechte Blütenstände
- zwittrige Blüten
- Kapseln mit holzigen Früchten
- Vermehrung über Rhizome oder Samen
Tipp: Die Paradiesvogelblume lässt sich zwar über Samen vermehren, doch gelingt die Vermehrung besser über die Teilung der Rhizome. Idealer Zeitpunkt ist beim Umtopfen, wodurch die Mutterpflanzen wieder mehr Platz haben und kräftiger wachsen können.
Häufig gestellte Fragen
Alle Pflanzenteile aller Strelitzien-Arten sind leicht giftig. Am gefährlichsten sind die Blätter und die Samen. Diese sind von einem orangefarbenen fleischigen Samenmantel umgeben, wodurch sie auch für Kinder attraktiv sind.
Nach einigen Jahren kann es passieren, dass die Strelitzie blühfaul wird. Um die erneute Blüte anzuregen, sollten Sie die Pflanzen regelmäßig umtopfen. Halten Sie das Substrat immer leicht feucht, gießen Sie jedoch nicht übermäßig viel. Düngen Sie die Pflanzen alle vier bis sechs Wochen mit einem Flüssigdünger für Blühpflanzen. Während der Winterruhe wird nicht gedüngt und nur so wenig gegossen, dass das Substrat nicht vollständig austrocknet. Achten Sie vor allem auf eine kühle Umgebung, denn ein Temperaturimpuls im Frühjahr mit deutlich höheren Temperaturen begünstigt die Blütenbildung.
Vereinzelt gibt es im Handel Zuchtsorten von Strelitzien, die häufig noch auf einen schwächeren Wuchs oder kleinere Blüten hin gezüchtet wurden. Es ist jedoch oft nicht klar, ob es sich tatsächlich um eine Zwergform handelt, oder die Pflanze lediglich sehr jung ist.
Durch den Umstand, dass sich Strelitzien einfach über Rhizome vermehren lassen, können Sie innerhalb weniger Jahre Ihren Bestand an Paradiesvogelblumen erweitern. Bis ein Ableger das erste Mal blüht, können allerdings bis zu sieben Jahre vergehen.