Stromkabel verlegen - Titel

Stromkabel zu verlegen ist im Garten sowohl oberirdisch als auch unterirdisch möglich. Unser Ratgeber zeigt, wie es funktioniert und worauf Sie dabei achten müssen.

Auf den Punkt gebracht

  • Anschlüsse schützen
  • bei der Planung Gartenarbeiten berücksichtigen
  • Erdkabel verwenden
  • Isolierung bedenken
  • unterirdisch verlegte Stromkabel sind sicherer

Unterirdisch oder oberirdisch?

Die erste Frage, die Sie beantworten müssen, ist die Art der Verlegung. Soll das Kabel unter oder über der Erde verlegt werden? Beides bringt sowohl Vorzüge als auch Nachteile mit sich.
Wichtig ist dabei vor allem, für welchen Verwendungszweck die Stromversorgung benötigt wird. Benötigen Sie den Strom nur vorübergehend oder nur während der Gartensaison reicht eine oberirdische Leitung meist vollkommen aus. Für längere Einsätze oder feste Installationen, wie beispielsweise eine Pumpe, sollte die Verlegung hingegen besser unter der Erde erfolgen.

Stromkabel im Garten
Um Stolperfallen und Kabelsalat im Garten zu vermeiden, sollten Sie ein Stromkabel fest im Garten verlegen und installieren.

Unter der Erde

Bei dauerhaft notwendiger Stromversorgung empfiehlt es sich, das Stromkabel unterirdisch zu verlegen.

Vorteile:

  • besser geschützt
  • langlebiger und stabiler
  • optisch unauffällig
  • stellt keine Stolperfalle dar

Nachteile:

  • größerer Aufwand bei der Installation
  • höhere Kosten
  • Kabel lässt sich bei notwendigen Änderungen nicht einfach verlegen

Bei dem Anlegen der Stromversorgung im Garten gehen Sie wie folgt vor:

  • Planung: Erstellen Sie einen Lageplan für das Kabel auf dem der Verlauf genau festgehalten ist. Berechnen Sie dabei auch, welche Länge Sie benötigen.
  • Graben ausheben: Heben Sie einen mindestens 60 Zentimeter tiefen Graben aus, der etwa 20 Zentimeter breit ist.
  • Sand einfüllen: Füllen Sie Quarzsand ein, bis eine Höhe von etwa zehn Zentimetern erreicht ist. Glätten Sie diesen im Anschluss, um eine ebene Fläche zu erhalten.
  • Kabel schützen: Ziehen Sie nun das Kabel durch ein Kabelschutzrohr. Denn trotz der bereits vorhandenen Ummantelung beziehungsweise Isolierung ist ein zusätzlicher Schutz angeraten.
  • Stromkabel verlegen: Legen Sie den Schlauch in die vorbereitete Grube und drücken Sie ihn leicht fest. Achten Sie darauf, dass er sich möglichst mittig befindet.
  • Auffüllen: Füllen Sie nochmals etwa zehn Zentimeter Quarzsand in den Graben und klopfen Sie diesen fest. Danach können Sie den Graben vollständig mit Erde auffüllen und auch diese verfestigen.
Umgraben
Bei längeren Distanzen, bietet es sich an einen Mini-Bagger zu mieten, anstatt den Graben per Hand auszuheben.

Tipp: Für das Ausheben des Grabens können Sie einen Minibagger mieten. Der Graben wird dann zwar breiter als notwendig, gerade bei sehr langen Kabeln ist der Arbeitsaufwand jedoch deutlich geringer.

Über der Erde

Benötigen Sie die Stromversorgung nur für kurze Zeit oder haben Sie nicht die Möglichkeit, das Stromkabel so zu verlegen, dass es unter der Erde verläuft, ergeben sich daraus einige zu berücksichtigende Faktoren. Zu diesen gehören:

Vorteile:

  • flexibler in der Ausrichtung
  • geringer Aufwand
  • geringere Kosten
  • Schäden fallen schneller und leichter auf
  • weniger Arbeitszeit

Nachteile:

  • anfälliger für Schäden
  • kann eine Stolperfalle darstellen
  • optisch gegebenenfalls störend

Wenn Sie ein Stromkabel verlegen wollen, das oberirdisch liegt, stehen Ihnen dazu verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Optimal ist die Verwendung eines Spanndrahts als Führung und ein Kabelschutzschlauch oder Kabelschutzrohr als zusätzliche Sicherheit.

Anleitung:

  • Planung: Planen Sie den genauen Verlauf des Stromkabels. Berücksichtigen Sie dabei eventuelle Risiken, wie das Mähen des Rasens oder häufig frequentierte Bereiche. Am besten ist der Übergang vom Rasen zu Rasenkantensteinen oder direkt am Rand des Weges.
  • Spannen des Drahtes: Als Führung wird nun der Draht gespannt. Ideal sind hierfür jeweils zwei feste Punkte. Dazu dienen beispielsweise eine Hauswand, ein Mast, der Zaun oder eine Mauer.
  • Kabel schützen: Führen Sie nun das Stromkabel durch den Schutzschlauch oder ein Rohr.
  • Kabel verlegen: Verlegen Sie die vorbereitete Verbindung entlang des Drahtes.
  • Fixierung: Mit Kabelbindern oder Schellen verbinden Sie nun in Abständen von maximal einem Meter das Stromkabel mit dem Draht.
Stromkabel im Garten
Um Stolperfallen zu vermeiden, sollten Sie das Kabel am Boden fixieren.

Hinweis: Achten Sie unbedingt darauf, dass das Stromkabel beim Verlegen nicht unter Zug steht. Hierdurch kann es gegebenenfalls zu Schäden kommen.

Häufig gestellte Fragen

Wie viele Adern benötige ich bei dem Kabel?

Die Mindestanzahl sollte drei betragen. Wenn Sie mehrere Geräte anschließen möchten, sollten Sie eine Variante mit fünf Adern verwenden.

Wann muss ein Erdkabel verwendet werden?

Ein Erdkabel ist immer dann zu verlegen, wenn ein Stromkabel in oder auf der Erde liegt, Feuchtigkeit oder der Witterung ausgesetzt ist. Denn diese Variante ist dicker isoliert und darauf ausgelegt, derartigen Einflüssen standzuhalten.

Warum ist ein zusätzlicher Schutz notwendig?

Auch wenn Sie Erdkabel im Garten unterirdisch verlegen, müssen Sie einen zusätzlichen Schutz gegen Nagetiere und Wurzeln anbringen. Anderenfalls können sehr schnell Schäden an den Kabeln auftreten.