Nadelbaumdünger - Titel

Nadelbäume sind wie alle anderen Gehölze auf eine optimale Nährstoffversorgung angewiesen. Für die Gewächse finden sich verschiedene Tannendünger, die Ihnen in diesem Ratgeber vorgestellt werden.

Auf den Punkt gebracht

  • Nadelbäume benötigen im Vergleich zu Laubbäumen deutlich mehr Magnesium, Eisen und Stickstoff
  • geeignete Koniferendünger enthalten weniger Phosphor und Kalium
  • Magnesium und Eisen sorgen für die optimale Nährstoffversorgung der Nadeln
  • erkennbar sind gute Düngemittel für Koniferen an einer satten Nadelfarbe
  • Magnesiumdünger sind ein exzellenter Booster für die Bäume

Tannendünger: Notwendige Inhaltsstoffe

Wenn Sie Koniferen halten wollen, müssen Sie besonders viel Acht auf den verwendeten Dünger geben. Herkömmliche Dünger mit einer klassischen NPK-Zusammensetzung reichen für Tannen, Kiefern oder Lärchen häufig nicht aus, da sie auf eine andere Nährstoffzusammensetzung angewiesen sind. Ein Nährstoffmangel ist vor allem an den folgenden Symptomen zu erkennen:

  • braun verfärbte Nadeln
  • gelb verfärbte Nadeln
  • schwacher Wuchs
Strauch-Waldkiefer 'Watereri' (Pinus sylvestris)

In diesem Fall stehen den Nadelbäumen nicht die richtigen Nährstoffe zur Verfügung. Vor allem über den Sommer kann es zu einem Nährstoffmangel kommen, wenn Sie falsch düngen. Geeignet sind vor allem Düngemittel, die höhere Mengen an Stickstoff und das wichtige Magnesium zur Verfügung stellen. Magnesium unterstützt die Photosynthese und kommt seltener in den Böden vor, die von Nadelbäumen bevorzugt werden, zum Beispiel sandigem Erdreich. Deshalb sind Koniferendünger spezialisiert auf eine gute Versorgung mit Magnesium, während Phosphor und Kalium eher eine untergeordnete Rolle spielen. Weiterhin sollten sie noch die folgenden Nährstoffe enthalten, um die Vitalität der Pflanzen dauerhaft zu erhalten:

  • Eisen
  • Schwefel

Hinweis: Eine Startdüngung mit reifem Kompost ist empfehlenswert, wenn Sie entweder wurzelnackte Koniferen pflanzen oder für die Bäume schlechte Bodenverhältnisse herrschen. Sandige oder lehmige Böden erleichtern mit ein wenig Kompost das Anwachsen deutlich.

5 hochwertige Dünger

Nun stelle wir Ihnen 5 gut geeignete Dünger für ihre Nadelbäume vor.

Bittersalz

Hervorragend als Magnesiumdünger für Ihre Nadelbäume ist Bittersalz geeignet. Sie sollten Bittersalz nicht als Hauptdünger verwenden, sondern als unterstützendes Düngemittel, wenn Mangelerscheinungen zu erkennen sind. Bittersalz enthält nicht nur viel Magnesium, sondern hohe Mengen an Schwefel, der ebenfalls wichtig für die Pflanzen ist. Bei der Düngung sollten Sie die folgenden Punkte beachten:

Bittersalz als Langzeitdünger
Bittersalz als Langzeitdünger
  • Dosierung (Erhaltungsdüngung): 50 bis 60 g pro m²
  • Dosierung (Magnesiummangel): 90 bis 100 g pro m²
  • um den Baum verteilen
  • in die Erde einarbeiten
  • kräftig wässern

Tipp: Mischen Sie zehn Gramm Bittersalz mit einem Liter Wasser, um die Nadeln direkt mit Dünger zu versorgen. Füllen Sie die Mischung in eine Sprühflasche und besprühen Sie gründlich die Nadeln.

Fertig angemischter Tannendünger

Verzichten Sie auf den Einsatz normaler NPK-Dünger und nutzen Sie spezielle Mischungen für Koniferen, die flüssig oder als Granulat erhältlich sind. Sie sind der perfekte Dünger für die Pflanzen, da sie die bereits erwähnten Nährstoffe in einer optimierten Mischung hochwertig verarbeitet bieten. Besonders wichtig ist dabei die Qualität der Mischung. Nutzen Sie organisch-mineralische Dünger, da primär mineralische Varianten nicht so einen guten Effekt auf die Pflanzen haben. Mischungen mit Kompost sind zum Beispiel hervorragend für Nadelbäume geeignet. Bei der Auswahl sollten Sie die einzelnen Nährstoffmengen genauer unter die Lupe nehmen. Empfehlenswert sind Produkte mit den folgenden Werten:

  • Stickstoff: 8 bis 15 %
  • Magnesium: 5 %
  • Phosphor: 2 bis 3 %
  • Kalium: 5 bis 6 %
  • optional: Schwefel- und Eisenanteile

Tipp: Halten Sie sich bei der Düngung unbedingt an die Dosierangaben, die auf der Packung des Düngers stehen. Falls der Hersteller keine Auskunft über die Dosierung gibt, verabreichen Sie pro Quadratmeter 60 bis 120 Gramm.

Guano

Hochwertig in Qualität ist Guano, das ebenfalls als Zusatzdünger für Koniferen geeignet ist. Der Tannendünger bietet eine gute Mischung an Stickstoff und Magnesium, die für die Gesundheit der Pflanzen äußerst wichtig sind. In vielen Tannendüngern ist Guano bereits enthalten, da es die Wirkung des Produkts verbessert. Pro Quadratmeter benötigen Sie 40 bis 50 Prozent des Düngers.

Guano-Dünger
Guano-Dünger entsteht aus Exkrementen von Seevögeln wie Pinguinen oder Kormoranen; Quelle: Exkrementen von Seevögeln wie Pinguinen oder Kormoranen

Hornspäne

Hornspäne sind als Ergänzung zu Kompost oder Magnesiumdüngern empfehlenswert, da sie zusätzlichen Stickstoff in hoher Konzentration bieten. Arbeiten Sie einfach ein wenig von den Hornspänen in die Erde ein, um die Koniferen zu unterstützen. 60 bis 80 Gramm pro Quadratmeter reichen vollkommen als Nährstoffzugabe aus.

Kalimagnesia

Um die Frostverträglichkeit der Pflanzen zu steigern, was vor allem bei jungen Exemplaren empfehlenswert ist, sollten Sie im Herbst eine Portion Kalimagnesia einarbeiten. Kalimagnesia wirkt als Tannendünger vor dem Winter und versorgt die Nadelbäume noch einmal mit ausreichend Magnesium, Schwefel und Kalium. 40 bis 50 Gramm des Düngers werden pro Quadratmeter verwendet. Ebenfalls bekannt ist der Dünger unter der Bezeichnung Patentkali.

Tipp: Falls Sie kein Kalimagnesia finden, können Sie Ihre Koniferen ebenfalls kalken. Kalk wirkt sich positiv auf die Nährstoffversorgung der Gewächse aus, vor allem wenn es ihnen noch nicht zu schlecht geht.

Häufig gestellte Fragen

Was sollte vor dem Düngen beachtet werden?

Gerade bei Nadelbäumen ist es wichtig, den Boden bei Anzeichen auf einen Magnesium- oder Nährstoffmangel zu untersuchen. Eine Bodenprobe hilft Ihnen dabei zu ermitteln, ob es ein Problem gibt. Vor allem den pH-Wert sollten Sie überprüfen, da dieser ebenfalls der Grund für die Verfärbung der Nadeln sein kann. Ideal ist ein pH-Wert von 6,0 bis 8,0.

Wann werden Nadelbäume gedüngt?

Werden Granulate verwendet, müssen Sie meist nur einmal im Jahr düngen. Das ist möglich ab Ende Februar oder Anfang März, nachdem die Nadelbäume bereits einmal angegossen wurden. Magnesiumdünger wie Bittersalz können von Ende Februar bis Ende August je nach eingearbeitet werden, wenn eine Mangelerscheinung zu erkennen ist. Flüssigdünger werden über den gesamten Zeitraum nach Herstellerangaben angewandt.

Wie werden Kübelpflanzen am besten mit Tannendünger versorgt?

Während ein hochwertiger Koniferendünger im Freiland bevorzugt als Granulat angewandt wird, sollten Sie Exemplare im Kübel ausschließlich mit Flüssigdünger versorgen. Dieser wird über das Gießwasser verabreicht, da es sonst zur Bildung von Salzen und Verbrennungen auf dem Substrat kommt. Halten Sie sich bei der Dosierung an die Angaben des Herstellers, um eine Überdüngung zu vermeiden.