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Taubenkot richtig entfernen

Taubenkot richtig entfernen

Taubenkot richtig zu entfernen ist oftmals einfacher als gedacht – wenn die richtigen Mittel und Maßnahmen zum Einsatz kommen. Wie es funktioniert, zeigen wir hier Schritt für Schritt für verschiedene Untergründe.

Video-Tipp

Auf den Punkt gebracht

  • vorheriges Anfeuchten reduziert Gesundheitsrisiken
  • Essig und Desinfektionsmittel oftmals ausreichend
  • fachmännische Entfernung nur in wenigen Fällen erforderlich
  • Schutzmaßnahmen sinnvoll
  • vorbeugende Maßnahmen verringern Aufwand

Gefahren durch Taubenkot

Eine Taube kann pro Jahr bis zu 12 Kilogramm Feuchtkot absetzen und damit häufig frequentierte Bereiche extrem verschmutzen. Das ist nicht nur unangenehm, sondern birgt auch gesundheitliche Risiken.

Denn in dem Kot befinden sich:

  • Bakterien
  • Pilzsporen
  • Viren
Taubenkot
Taubenkot

Trocknen die Hinterlassenschaften und werden ebenfalls trocken entfernt, gelangen diese Mikroorganismen als aufgewirbelter Staub in die Luft. Mögliche Folgen sind:

  • Entzündungen
  • Infektionen
  • Reizungen der Haut und Schleimhäute

Hinweis: Vor allem das Einatmen des Staubs kann schwerwiegende Folgen nach sich ziehen. Aus diesem Grund muss gerade bei der Entfernung von Taubenkot in größeren Mengen oder bei bereits bestehenden Problemen im Bereich der Atemwege besondere Vorsicht walten.

Vom Balkon entfernen

Dächer, Balkone und Gehwege können zu regelrechten Tauben-Toiletten werden, wenn sie sich unter den Sitzplätzen der Tiere befinden. Das Entfernen des Taubenkots gestaltet sich allerdings überraschend einfach.

Flasche Essigessenz
Essig kann dabei helfen, die im Taubenkot enthaltenen Keime zu beseitigen.
  1. Wässern: Die betroffenen Bereiche werden mit heißem und im Idealfall kochendem Wasser begossen. Hierdurch wird der Kot aufgeweicht und bildet daher zum einen keinen Staub. Zum anderen lässt er sich im Anschluss einfacher entfernen.
  2. Einweichen: Abhängig von der Schichtdicke benötigt der Kot einige Zeit, um richtig aufzuweichen und sich somit einfacher entfernen zu lassen. Das kann wiederholtes Begießen mit heißem Wasser oder ein Abtragen einzelner Schichten erfordern.
  3. Entfernung: Mit einem Spatel aus Metall wird der Taubenkot entfernt. Für feinere Rückstände oder bei rauen, strukturierten Oberflächen kann als Alternative eine Metallbürste oder ein Hochdruckreiniger zum Einsatz kommen.
  4. Lösen und Spülen: Bereist lose Reste lassen sich mit Wasser wegspülen. Bei sehr großen Mengen empfiehlt es sich, diese aufzusammeln und gut verpackt über den Restmüll zu entsorgen.
  5. Nachreinigung: Kochend heißes Wasser tötet bereits einige Keime ab. Die Wirkung beschränkt sich allerdings auf die oberen Schichten. Für die wirksame Beseitigung der Keime kann eine Mischung aus Essig oder Essigessenz und Wasser oder Desinfektionsmittel verwendet werden.

Taubenkot im Dachboden

Eine Lücke im Dach oder ein offenes Fenster ist eine Einladung für Tauben. Siedeln sie sich auf dem Dachboden an, ist nicht nur mit Kot, sondern auch mit Nestern und Kadavern zu rechnen.

Taube füttert Junges im Nest
Taube füttert Junges im Nest

Umso länger die Tiere den Bereich nutzen, desto dicker wird die Schicht. Gerade unter Sitzplätzen können die Kotlagen mehrere Zentimeter hoch sein. War ein Haus seitweise unbewohnt und haben sich die Tauben unbemerkt Zugang verschafft, ist die Belastung mit Keimen und Sporen enorm hoch.

In diesen Fällen sollten Sie einen Fachmann hinzuziehen, um den Taubenkot mit den entsprechenden Schutzmaßnahmen zu entfernen. Hierzu gehören:

  • vorheriges und mehrfaches Besprühen mit Desinfektionsmittel
  • Abtragen der Lagen durch Spatel, Metallbesen oder Hochdruckreiniger
  • Grundreinigung des Bodens durch Absaugen und Desinfektion
  • gesicherte Entsorgung des Taubenkots

Handelt es sich hingegen nur um kleine Verunreinigungen, kann die Entfernung ähnlich wie auf Gehwegen oder dem Balkon erfolgen.

Tipp: Anstelle des Begießens mit heißem Wasser sollten die Stellen besprüht werden. Das verhindert das Aufwirbeln von Staub und schont den Boden.

Verschmutzungen am Auto

Nicht nur Tauben, sondern auch andere Vögel können Kleckse auf dem Auto hinterlassen. Das gilt vor allem dann, wenn sich der Parkplatz unter Bäumen oder Stromleitungen befindet.

Auto voller Vogelkot
Auto voller Vogelkot

Ist der Lack bereits beschädigt, kann der Kot eine erhebliche korrosive Wirkung auf das darunterliegende Metall haben. Eine umgehende Entfernung ist daher entscheidend.

  • nassen Lappen auf betroffene Stelle legen/drücken
  • so lange bis sich Verunreinigung löst
  • dann abwischen
  • keine speziellen Reinigungsmittel erforderlich

Tipp: Wird direkt Zellstoff, wie beispielsweise Küchenpapier, verwendet, entfällt die anschließende Reinigung und Desinfizierung des Lappens.

Dieses Vorgehen empfiehlt sich nicht nur bei Autos oder Fahrrädern. Auch auf Balkonbrüstungen, Geländern und sonstigen Elementen aus Metall oder Glas lässt sich Taubenkot durch Lappen und Wasser entfernen. Der Zusatz von Essig oder Essigessenz im Wasser beschleunigt das Lösen und tötet gesundheitsschädliche Substanzen ab.

Häufig gestellte Fragen 

Wann ist die fachmännische Entfernung von Taubenkot sinnvoll?

Ist die verunreinigte Fläche sehr groß und handelt es sich um dicke Schichten von Taubenkot, ist eine professionelle Reinigung die bessere Wahl. Denn auch mit dem richtigen Vorgehen ist die Keimbelastung in der Luft sehr hoch und die Entfernung gestaltet sich aufwendig.

Welche Schutzmaßnahmen müssen ergriffen werden? 

Das Tragen von Handschuhen ist in jedem Fall empfehlenswert, obwohl Taubenkot nicht gefährlicher ist als die Hinterlassenschaften von anderen Vögeln und Tieren. Beim Einsatz eines Hochdruckreinigers sollten zusätzlich Augen, Mund und Nase geschützt werden. Das gilt auch dann, wenn mit dem Aufwirbeln von Staub zu rechnen ist.

Wie lässt sich Taubenkot vorbeugen?

Verunreinigungen durch Vogelkot lassen sich in einigen Bereichen vermeiden, wenn kein Zugang gegeben ist und Sitzplätze unattraktiv gestaltet werden. Mittel der Wahl sind dafür häufig Spikes und Netze.

Autor
Mirko ist zwar studierter Anglist, beherrscht aber auch die Sprache der Pflanzen perfekt. Er wuchs quasi im Schrebergarten seiner Großeltern auf und verbringt den Großteil seiner Freizeit in der Natur, wenn er nicht gerade schreibt.

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