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Taybeere im Garten anbauen | Pflege der Tayberry

Taybeere - Titel

Beeren sind gesund, erfrischend und lecker. Neben den Himbeeren und Brombeeren steht nun mit der Taybeere eine köstliche Mischung aus beiden bereit. Wir haben Tipps zu Anbau und Pflege zusammengestellt.

Auf den Punkt gebracht

  • die Taybeere (Rubus fructicosus x idaeus) ist eine Kreuzung aus Himbeere und Brombeere
  • Früchte sind größer als Himbeeren und lassen sich leicht vom Zapfen lösen
  • Geschmack süß-säuerlich
  • verspricht im Garten gute Ernteerfolge
  • widerstandsfähig gegen Krankheiten und Schädlinge

Beschreibung

Die Kreuzung zwischen Himbeeren und Brombeeren stellt ein beliebtes Versuchsfeld der Pflanzenzüchter dar. Entstanden sind aus dieser Mischung bisher:

  • Taybeere
  • Loganbeere
  • Boysenbeere

Im Wuchs ähneln Taybeeren den Brombeeren. Sie bilden lange Ruten. Die ersten Sorten wiesen deutliche Stacheln auf. Neue Züchtungen mit fast stachellosen Ruten sind nun im Handel erhältlich. Die Früchte sehen aus wie Himbeeren. Sie haben eine leuchtend rote Farbe. Die Beeren werden bis zu vier Zentimeter lang und laufen nach unten konisch zu. Im Mai entwickeln sich weiße Blüten. Erntezeit ist zwischen Juni und Juli. Die roten Beeren sind saurer als Brombeeren und Himbeeren. Sie überzeugen mit einem hohen Gehalt an Vitamin C. für Menschen mit Fruktoseunverträglichkeiten ist die Tayberry ein Gewinn. Die Früchte weisen einen geringeren Anteil an Fruktose auf als andere Beerenarten.

Hinweis: Tayberrys werden geerntet, wenn sie vollreif sind. Sie lassen sich dann leicht vom Zapfen lösen, der am Strauch verbleibt.

Standort

Der optimale Standort zum Anbauen der Tayberrys ist:

  • warm
  • sonnig bis halbschattig
  • windgeschützt
Taybeere (Rubus fructicosus x idaeus)

Tayberrys bevorzugen lockeres, nährstoffreiches Substrat. Unter guten Bedingungen wachsen sie sehr schnell und bilden lange Ranken. Sie benötigen eine Rankhilfe. In kurzer Zeit begrünen Sie mit einer Pflanze eine Pergola oder verschönern Haus- und Garagenwände.

Hinweis: Der Entstehungsort am Fluss Tay in Schottland gab der Taybeere ihren Namen.

Anbau

Wer eine Taybeere in den Garten pflanzen möchte, wählt einen Termin im Frühjahr oder im Herbst. Lockern Sie den Boden tiefgründig auf. Mischen Sie Kompost unter die Erde, sodass der hohe Nährstoffbedarf der Pflanze gesichert werden kann. Beachten Sie beim Pflanzen der Taybeerensträucher einen Abstand von mindestens zwei Metern. Heben Sie das Pflanzloch so aus, dass der Setzling etwas tiefer als im Topf eingesetzt werden kann. Vor allem bei festen, dichten Böden empfehlen wir eine Drainageschicht aus Kies oder Tonscherben, sodass das Wasser zu jeder Zeit ungehindert abfließen kann. Installieren Sie bereits beim Anbauen eine Rankhilfe. Taybeeren sind Selbstbefruchter. Wenn Ihnen der Platz fehlt, können Sie auch eine einzelne Pflanze setzen.

Pflege

Befestigen Sie die Ruten gleich nach der Pflanzung an dem Rankgerüst, sodass sie ausreichend Platz zur Entfaltung haben. Damit die Ernte der Beeren trotz Stacheln gut gelingt, wird eine fächerförmige Verteilung der Ranken empfohlen. Gießen Sie die Tayberry regelmäßig. Eine Mulchschicht aus Rasenschnitt verhindert schnelles Austrocknen.

Tayberry (Rubus fructicosus x idaeus)

Düngung

Bei der Pflanzung erhält der Beerenstrauch eine Startdüngung mit frischem Kompost, der direkt ins Pflanzloch gegeben wird. Düngen Sie ältere Pflanzen regelmäßig im Frühjahr. Das Düngen fördert die Blütenbildung und erhöht die Chance auf eine erfolgreiche Beerenernte.

Überwintern

Die Taybeere gilt als ausgesprochen kälteresistent. Vor allem in kühlen Regionen raten wir jedoch, den Wurzelballen mit einer Schicht Reisig abzudecken.

Schneiden

Taybeerensträucher werden im Frühjahr sowie im Spätsommer nach der Ernte geschnitten. Im Frühjahr erhält die Pflanze einen Erziehungsschnitt. Dabei werden alle schwachen Triebe entfernt, nur die kräftigen Bodentriebe bleiben bestehen. Pro Pflanze werden fünf bis sieben Bodentriebe erhalten. Dieser radikale Schnitt sichert den Ernteerfolg. Ähnlich wie bei Brombeeren und Himbeeren bilden sich die saftigen Beeren an den einjährigen Trieben. Entfernen Sie im Spätsommer nach der Ernte die abgeernteten sowie alle trockenen und dünnen Ruten. Schneiden Sie diese bodennah ab.

Taybeere

Vermehren

Das Vermehren der Taybeeren ist einfach:

  • Binden Sie eine kräftige Rute nach unten.
  • Befestigen Sie diese mit einem Draht im Boden, sodass sie Wurzeln bilden kann.
  • Nach wenigen Wochen ist der Trieb bewurzelt und fest angewachsen. Trennen Sie diesen mit einem scharfen Messer von der Pflanze.
  • Pflanzen Sie den Ableger an einen warmen, geschützten Ort.

Krankheiten

Die Taybeere gilt als sehr robust und widerstandsfähig gegen Krankheiten und Schädlinge.

Häufig gestellte Fragen

Warum werden die leckeren Taybeeren nicht im Supermarkt angeboten?

Die Früchte sind empfindlich und nach dem Pflücken nicht lange haltbar. Das ist der Grund dafür, dass Sie die frischen Früchte nicht im Handel kaufen können. Immer öfter sind köstliche Taybeeren-Marmeladen und -Gelees auf Wochenmärkten zu finden.

Wie werden Taybeeren verarbeitet?

Frische Beeren sind sehr aromatisch, aber auch recht sauer. Daher werden die roten Kraftpakete selten direkt vom Strauch genascht. Sie eignen sich ausgezeichnet zur Zubereitung von Süßspeisen, Fruchtaufstrichen, Gelees und Säften. Tayberrys lassen sich hervorragend einfrieren. Auf diese Weise behalten Sie ihr einzigartiges Aroma.

Welche Sorten sind für Anfänger geeignet?

Der Favorit unter den Taybeeren ist die ‚Buckingham Taybeere‘. Die Sorte überzeugt durch dornenlose Ruten und einen hohen Ertrag.

Können Taybeeren auch im Kübel kultiviert werden?

Die kleine Sorte ‚Medana‘ eignet sich für die Kübelkultur. Wer keinen Garten hat, kann die Pflanze auf dem Balkon anbauen und köstliche Früchte ernten. Zwischen Mai und Juni bezaubert die Sorte zusätzlich mit einer Blütenpracht in strahlendem Weiß.

Maria liebt die exotische Pflanzenwelt. Neben ihrem Zitronenbaum "John Lemon" findet man bei ihr Zuhause unter anderem auch ein Avocado-Bäumchen und eine Ananas-Pflanze.

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