Terrassenplatten verfugen - Titel

Eine Terrasse soll nicht nur gut aussehen, sondern auch lange halten. Was müssen Selbermacher beachten, die ihre Terrassenplatten verfugen wollen? Welche Fugenmaterialien gibt es? Welche Fugenmasse passt zu welchem Zweck?

Auf den Punkt gebracht

  • Verfugen von Terrassenplatten verhindert das Verrutschen – Fugenmasse verringert
  • Unkrautbildung zwischen den Platten und schützt vor Insektenbefall
    Stabilität und Elastizität erforderlich
  • Fugensand, Fugenmörtel und Fugensplitt stehen für loses und festes Verfugen zur Wahl

Lose oder fest?

Wer Terrassenplatten verfugen möchte, kann zwischen losen und festen Verbindungen wählen.

Loses Verfugen

Terrassenplatten mit schmalen Zwischenräumen können lose verfugt werden. Als Fugenmaterialien werden angeboten:

  • Fugensand
  • Gesteinsmehl
  • Fugensplitt

Die Vorteile liegen auf der Hand. Das lose Fugenmaterial gleicht Spannungen gut aus. Vor allem im Winter bei tiefen Temperaturen schützt die Elastizität die Terrassenplatten vor Schäden. Loses Fugenmaterial wird allerdings bei Regen schnell ausgewaschen. Es muss regelmäßig aufgefüllt werden.

Rasen mit richtiger Sand-Art sanden

Hinweis: Als Richtlinie gilt: Umso breiter die Zwischenräume sind, umso gröber sollte das Fugenmaterial gewählt werden.

Festes Verfugen

Für festes Verfugen der Terrassenplatten steht elastischer Fugenmörtel in verschiedenen Qualitäten zur Auswahl. Die Produkte sind in jedem Baumarkt bereits fertig gemischt erhältlich.
Festes Fugenmaterial isoliert besser als loses und schützt auf diese Weise vor Kälteschäden. Der Wasserablauf ist bei modernen Materialien garantiert. Moderne feste Fugenprodukte vereinen Elastizität und Stabilität. Früher übliche starre Verbindungen von Terrassen- oder Gehwegplatten durch Beton werden heute nicht mehr umgesetzt. Sie verhinderten die Ausdehnung und führten zu Rissen.

Fugensand, Fugensplit, Gesteinsmehl

Vor allem für schmale Zwischenräume ist feiner Fugensand mit einer Körnung von 0,1 bis 0,5 Millimeter die erste Wahl. Die Fugentiefe sollte mindestens vier Zentimeter betragen, um den Platten die notwendige Festigkeit zu geben. Gesteinsmehl besteht aus gemahlenem Gestein, zum Beispiel Granit. Es lässt sich ebenso wie Fugensand perfekt einbringen und hilft, den Unkrautwuchs einzudämmen. Die Durchlässigkeit wird durch den Sand nicht beeinträchtigt, sodass der Wasserabfluss gesichert ist.

Hinweis: Mischen Sie Fugensand mit feinem Splitt, um die Festigkeit der lose verfugten Platten zu erhöhen.

Anleitung zum losen Verfugen

Material:

  • Fugensand, Gesteinsmehl oder Fugensplit
  • Rüttler
  • Besen

Anleitung:

  1. Fegen Sie die Terrassenplatten gründlich.
  2. Verteilen Sie das Fugenmaterial auf den Platten.
  3. Fegen Sie das Fugenprodukt sorgfältig in die Zwischenräume ein. Wiederholen Sie den Vorgang, bis alle Fugen gefüllt sind.
  4. Säubern Sie die Terrassenplatten mit einem weichen Besen.
  5. Festigen Sie den Bodenbelag mit einem Rüttler.
  6. Füllen Sie erneut Fugenmaterial auf.
Fugensand, Unkraut vorbeugen

Tipp: Achten Sie darauf, dass sich die Fugenmasse nicht mit organischen Stoffen mischt. Diese würden die Grundlage für die Ansiedlung von Unkraut bilden.

Fugenmörtel

Fugenmörtel eignet sich zum Verfugen größerer Fugenbreiten zwischen Terrassenplatten. Die selbsthärtenden Materialien bleiben elastisch. Sie sind in verschiedenen Qualitäten erhältlich. Fugenmörtelprodukte werden fertig gemischt im Fachmarkt angeboten. Alternativ können Sie Sand mit einem Bindemittel und Wasser anrühren. Professionelle Fugenmörtel erfordern keine Zugabe von Wasser. So können Verschmutzungen auf den Platten ausgeschlossen werden. Die Fugen sind stabil und bleiben dennoch wasserdurchlässig.

Anleitung zum festen Verfugen ohne Wasserzugabe

Material:

  • Fugenmörtelmischung für trockene Verarbeitung
  • Rüttler
  • Besen

Anleitung:

  1. Fegen Sie die verlegten Terrassenplatten gründlich.
  2. Mischen Sie die Fugenmasse einmal gut durch.
  3. Verteilen Sie die Fugenmasse auf den Platten.
  4. Fegen Sie die Masse gründlich in alle Fugen, bis sie gut gefüllt sind.
  5. Säubern Sie die Platten.
  6. Verfestigen Sie die Fläche mit einem Rüttler.
  7. Füllen Sie die Zwischenräume erneut mit Fugenmörtel auf.

Anleitung zum festen Verfugen mit Wasserzugabe

Material:

  • Fugenmörtelmischung Wasser
  • Gartenschlauch
  • Gummilippe
  • Maurerkelle
  • Besen
mit Fugenmörtel Terrassenplatten verfugen

Anleitung:

  1. Säubern Sie die Terrassenplatten und die Zwischenräume gründlich.
  2. Besprühen Sie die Platten und Fugen mit Wasser.
  3. Verteilen Sie den gebrauchsfertigen Fugenmörtel auf dem Bodenbelag.
  4. Befeuchten Sie den Fugenmörtel mit einem Wasserstrahl.
  5. Bringen Sie die gleichmäßige Masse mit einem Gummischieber in die Fugen ein.
  6. Besprühen Sie die Fläche nach dem Einarbeiten der Fugenmasse leicht mit Wasser.
  7. Säubern Sie die Platten von überschüssigem Material mit einem weichen Besen.
  8. Fegen Sie die Fläche nach 45 Minuten erneut ab.
  9. Reinigen Sie das Werkzeug.
  10. Schützen Sie die Terrasse mit einer Folie vor Verschmutzungen. Sie sollte eine Woche lang nicht betreten werden.

Häufig gestellte Fragen

Was ist Fugenfestiger?

In Baumärkten werden Fugenfestiger für Terrassen und Gehwege angeboten. Dabei handelt es sich um Flüssigkeiten, die auf die mit Fugensand gefüllten Fugen aufgebracht werden. Sie erhöhen die Fugenfestigkeit, schützen vor Auswaschung und verhindern den Unkrautwuchs.

Können Terrassenplatten fugenlos verlegt werden?

Besonders hochwertige Keramikfliesen werden oft fugenlos verlegt. Diese Technik ist ausschließlich für maßhaltig gearbeitete Platten nutzbar. Sie erfordert ausgeprägtes Fachwissen. Risse und Beschädigungen der Kanten sind nicht auszuschließen.

Wie werden Terrassenplatten vor Verschmutzungen mit der Fugenmasse geschützt?

Beim losen Verfugen mit Sand oder Splitt sind keine dauerhaften Verschmutzungen der Platten zu befürchten. Wenn Sie mit Fugenmörtel die Terrassenplatten verfugen, sind Verunreinigungen nicht vollständig auszuschließen. Wir empfehlen, eine Testfläche anzulegen, um die restlose Entfernbarkeit der Rückstände zu prüfen.