Wie hoch wird eine Thuja-Hecke? Wachstum eines Lebensbaumes

Thuja-Hecke Wachstum

Thujen sind auch landläufig unter der Bezeichnung Lebensbäume bekannt. Sie stammen ursprünglich aus Nordamerika und dem östlichen Asien und sind der Familie der Zypressengewächse zugehörig. Hierzulande sind verschiedene Arten und Sorten in Kultur. Hauptsächlich bietet der Fachhandel den „Abendländischen Lebensbaum“ (Thuja occidentalis) und den „Riesen-Lebensbaum“ (Thuja plicata) an. Aufgrund ihres schnellen Wachstums ist die Thuja besonders gut für eine Heckenpflanzung geeignet und beliebt. In kürzester Zeit entsteht ein blickdichter, immergrüner Sichtschutz im Garten.

Wachstum der Thuja-Hecke

Die Thuja ist aufgrund ihres doch schnellen Wachstums als Heckenpflanze sehr beliebt. In bereits kurzer Zeit entsteht ein dichter Sichtschutz in Form eines lebenden Zaunes. Er schützt nicht nur die Privatsphäre vor neugierigen Blicken, sondern bietet auch Vögeln eine Nistmöglichkeit. Das immergrüne, kiefernartige Gehölz hat daneben noch andere Vorteile zu bieten, beispielsweise:

  • ein robustes Wachstum auch auf ungünstigen Standorten
  • recht anspruchslos, gedeiht überall wo genügend Feuchtigkeit vorhanden ist
  • gute blickdichte Verzweigung aufgrund schuppenförmiger Blätter
  • frosthart und windfest
  • gute Schnittverträglichkeit
  • sehr wuchsfreudig
  • erreichen beträchtliche Höhen, freiwachsend bis 20 Meter
  • jährlicher Zuwachs je nach Sorte zwischen 20 und 45 Zentimeter
  • nicht sehr pflegeintensiv
  • preisgünstig

Hinweis: Dieses Gehölz ist eine giftige Pflanze. Schon durch Berührung kann es zu Hautirritationen kommen. Eine besondere Gefährdung besteht für Kleinkinder und Haustiere, wenn sie Pflanzenteile verschlucken.

Thuja-Hecke ist sehr wuchsfreudig

Heckenhöhe

Normalerweise findet hauptsächlich die „Thuja occidentalis“ Verwendung für Hecken. Sehr beliebt ist hier die schnellwachsende Sorte „Brabant“ mit ihrem breiten und buschigen Wuchs. Auf einem günstigen Standort kann eine solche Hecke eine Höhe von mindestens drei Metern und höher erreichen. Diese bietet einen ausgezeichneten Sicht- und Lärmschutz.

Wie hoch eine Thuja-Hecke wird, kann natürlich auch durch Pflegemaßnahmen, sprich durch einen regelmäßigen jährlichen Rückschnitt, individuell gestaltet werden. Dieser regt immer wieder aufs Neue eine gesunde Entwicklung der Pflanzen an. Je nach Bedarf kann er zweimal im Jahr erfolgen

  • im Frühjahr (März bis April) und
  • im Herbst (August bis September)

Zwischendurch ist bei einem schnellen Wuchs auch die Stutzung der Spitzen im Mai noch möglich. Es sollte dabei auch beachtet werden, dass die Wuchsfreudigkeit der Lebensbäume mit dem Alter stetig zunimmt.

Tipp: Für eine gute Entwicklung und gesundes Wachstum der Thuja sollten pro laufenden Meter Hecke zwei bis drei Pflanzen gesetzt werden. Bei einer Höhe von 175 cm reichen ein bis zwei Thujen vollkommen aus.

Standort

Ebenfalls hat der Standort einen entscheidenden Einfluss auf die Entwicklung und auch auf die Höhe der Thujen. Der Aufwand für die Pflege ist dabei nahezu gering. Hier reicht lediglich das Mulchen aus, um die Feuchtigkeit im Boden zu halten. Weiterhin sollten ausreichende Wassergaben bei länger anhaltender Trockenheit gewährleistet sein. Die kieferartigen Gewächse lieben

  • einen sonnigen bis halbschattigen Standort
  • einen nicht zu trockenen Boden
  • feuchte, durchlässige und, leicht saure Böden bevorzugt
  • wachsen in der Natur auch in sumpfigen Gegenden

Auf einem schattigen Platz stagniert das Wachstum der Thuja. Der Wuchs ist nicht sehr hoch und dicht. Als Hecke gepflanzt, lässt der Sichtschutz zu wünschen übrig. Ebenfalls ist ein verhältnismäßig trockener Platz zu vermeiden, Thujen reagieren dort schnell mit braunen Nadeln.

Tipp: Da die Lebensbäume zu den ganzjährig immergrünen Gehölzen gehören, verdunsten sie im Winter viel Feuchtigkeit über ihre Blätter. Daher ist es notwendig auch an frostfreien Tagen zu gießen. Bereits im Herbst sollte auf eine ausgiebige Wassergabe geachtet werden.

Thuja-Arten

Hauptsächlich sind in Mitteleuropa drei verschiedene Arten, davon aber viele Sorten im Fachhandel erhältlich. Diese unterscheiden sich in der Regel in ihrem Wuchs und damit verbunden in ihrer Höhe. Je nach Sorte kann die Krone entweder schmal und kegelig sein. Diese Thujen können eine Höhe bis zu 15 Metern erreichen. Auf der anderen Seite kann die Form der Krone einer Kugel oder Säule gleichen. Diese Gehölze werden maximal bis zu vier Meter hoch.

Abendländische Lebensbäume (Thuja occidentalis)

Sie werden auch als „Gewöhnliche Thuja“ gehandelt. Ursprünglich stammen sie aus Kanada und Nordamerika und findet hauptsächlich Verwendung als Heckenpflanze. Ein Hingucker kann auch eine Einzelpflanzung sein. Charakteristisch ist

  • ein zurückhaltender Wuchs
  • bestens für Sichtschutz geeignet
  • erreichbare Höhe 20 bis 30 m
  • Alter bis 180 Jahre
  • Jährliche Zuwachs 35 bis 50 cm je nach Sorte
  • meist kegelförmige Wuchsform
  • abgerundete Spitze
  • Aufwärts gerichtete Zweige
  • Bekannte Vertreter sind: „Brabant“, „Smaragd“, „Columna“ und „Yellow Ribbon“.
Abendländischer Lebensbaum, Thuja occidentalis 'Smaragd'
Abendländischer Lebensbaum, Thuja occidentalis ‚Smaragd‘

Riesen-Lebensbaum (Thuja plicata)

Dieses Gehölz kommt aus dem Westen Nordamerikas und ist unter dem Trivialnamen „Rot-Zeder“ bekannt. Dort erreicht das Wachstum der Thuja eine Höhe bis zu 70 Metern. Aufgrund des leichten und dauerhaften Holzes mit rotbraunem Kern ist dieser Baum für die Forstwirtschaft interessant. Am besten eignet er sich dabei für eine Solitärpflanzung. Die Vorteile dieser Thuja-Art sind:

  • sehr schnellwüchsig
  • Wuchshöhe hierzulande 10 bis 15 m
  • Wuchsbreite 300 bis 500 cm
  • jährliche Zuwachs bis zu 80 cm je nach Standort und Sorte
  • sehr robust und winterhart bis mehr als -3 °C
  • Wuchsform pyramidal
  • Stämme von oben bis unten verzweigt
  • Laub angenehm fruchtig duftend
  • stadtklimafest
  • Beliebte Sorten sind: „Martin“, „4ever Goldy“, „Excelsa“, „Atrovierens“.

Riesen-Lebensbaum, Thuja plicata

Morgenländischer Lebensbaum (Platycladus orientalis)

Die Heimat liegt in Ostasien in Höhenlagen von 300 bis 3300 Metern. Dort erreichen sie Höhen bis zu 20 Meter mit einem Durchmesser des Stammes bis zu einem Meter und einem Alter bis zu 1000 Jahren. Der Morgenländische Lebensbaum ist zwar im Handel erhältlich, aber in Mitteleuropa nicht sehr weit verbreitet. Entscheidende Merkmale sind:

  • hierzulande Wuchshöhe bis 10 m
  • nicht ganz winterhart
  • robust und wuchsfreudig
  • Krone anfangs kegelförmig bis oval, im Alter rundlich und unregelmäßig
  • Im Handel angebotene Sorten sind: „Franky Boy“ und „Aurea Nana“ (Zwerg-Goldthuja).

Morgenländischer Lebensbaum, Platycladus orientalis

Hinweis: Bei der Anpflanzung von Hecken mit einer Wuchshöhe über zwei Meter ist stets ein gesetzlicher Mindestabstand zum Nachbargrundstück von einem Meter einzuhalten.

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