Ungiftige Zimmerpflanzen für Katzen – 20 schöne ungiftige Pflanzen

Katzenhaltung mit Rhipsalis-Kakteen

Manche Katze knabbert gern an unseren Zimmerpflanzen. Dies entspricht einem natürlichen Verhalten und führt dazu, dass die Katze unverdauliche Reste hervorwürgen kann. Grünpflanzen haben also für Katzen eine reinigende Funktion. Leider können unsere Hauskatzen nicht unterscheiden, welche Pflanze für sie giftig bzw. ungiftig ist. Dieser Instinkt ist ihnen im Laufe der Domestizierung verloren gegangen. So wird angeknabbert, was der Katze gerade gefällt. Denn, wenn die Katze die eine Pflanze zum Fressen gern hat, heißt das nicht, dass nach einiger Zeit eine andere Pflanze zum Favoriten wird.

Pflanzensorten

Katzen oder Zimmerpflanzen?

Viele Katzenbesitzer sehen diese Frage als unausweichliche Zwickmühle, da Sie Sorge haben, dass sich Ihre Katze mit einer Zimmerpflanze vergiften kann. Letzteres ist richtig, aber in die Zwickmühle müssen Katzenbesitzer nicht kommen. Denn es gibt viele schöne Zimmerpflanzen, die für Katzen ungiftig sind, und Herz und Auge des Pflanzenfreundes erfreuen. Pflanzen, die für Katzen ungiftig sind, lassen sich in verschiedene Gruppen einteilen. Die nachstehenden Gruppen entsprechen nicht in allen Fällen, der botanischen Zuordnung. Die Auswahl soll mehr eine Hilfe für den Kauf bzw. die Haltung von Zimmerpflanzen sein.

  • alle Korbmaranten (Calathea)
  • verschiedene Palmen
  • verschiedene Farne
  • verschiedene Dickblätter
  • blühende Zimmerpflanzen (Zimmerhibiskus, Usambaraveilchen)
  • Zimmertanne

Zyperngras (Katzengras)

Wird Ihnen eine Zimmerpflanze als Geschenk angeboten, fragen Sie nach dem genauen Namen und erkundigen Sie sich, ob die Pflanze für ihre Katze ungiftig ist. Auch wenn Sie eine Zimmerpflanze kaufen wollen, fragen Sie speziell nach der Giftigkeit für Katzen nach. Denn manche Pflanzen sind für den Menschen ungiftig, können jedoch bei Katzen Vergiftungen auslösen.

Katzengras als Zimmerpflanze
Katzengras

Tipp: Bei manchen Zimmerpflanzen sind nur Teile der Pflanze, zum Beispiel nur die Blüten oder die Samen für Katzen giftig. So gibt es beim Kaffeebaum keine Hinweise auf Gift in Blättern oder Ästen. Jedoch wird den Samen eine leicht giftige Wirkung zugeschrieben.

Korbmarante

Korbmaranten (Calathea) gehören zur Familie der Pfeilwurzelgewächse (Marantaceae). Die Gattung mit etwa 300 Arten fasziniert mit ihren zweifarbigen Blättern. Bei manchen Arten der Pflanzen ist die Oberseite der Blätter auch noch zusätzlich strukturiert. Für Katzenfreunde sind Korbmaranten die idealen Zimmerpflanzen, da sämtliche Arten für Mensch und Tier ungiftig sind. Allerdings stellen Korbmaranten an den Standort und die Pflege einige Ansprüche. Die Calathea bevorzugt einen halbhellen Standort. Da sie keine direkte Sonneneinstrahlung verträgt, sollte sie v.a. vor der Mittagssonne geschützt werden. Da sie tropischen bzw. subtropischen Regionen stammt, braucht sie zudem eine hohe Luftfeuchtigkeit (70 bis 80 Prozent). Außerdem mag sie keine kalten Füße.

Korbmarante, Calathea zebrina als Pflanze für Haustiere
Korbmarante, Calathea zebrina

Tipp: Manche Arten der Calathea gedeihen auch an einem schattigen Standort.

Palmen

Palmen sind wahrscheinlich jene Zimmerpflanzen, die am meisten Exotik in unsere Wohnzimmer bringen. Botanisch gesehen, bilden Palmen die Familie der Arecaceae (Palmengewächse). Ihr gehören etwa 2.600 Arten an. Für den Pflanzen- und Katzenfreund eignen sich als Zimmerpflanze die Folgenden.

  • Kokospalme (Cocos nucifera)
  • Kentia-Palme (Howea)
  • Dattelpalme (Phoenix)

Kokospalme

Da die Kokospalme in den Tropen zu Hause ist, ist ihre Haltung als Zimmerpflanze nicht ganz so einfach, denn ihr muss das tropische Klima auch im Wohnzimmer geboten werden. Weitaus pflegeleichter sind die beiden Sorten der Kentia-Palme. Sie gilt als langlebige, robuste Zimmerpalme, die einen hellen bis halbschattigen Standort braucht. Phoenixpalmen sind zwar ungiftig für Katzen, eignen sich aber nicht sehr als Zimmerpalmen. Werden sie als reine Zimmerpflanzen gehalten, ist ihr Palmenleben meinst nur von kurzer Dauer.

Kokospalme ist ungiftig für Katzen
Kokospalme

Tipp: Die Kokospalme hat sehr scharfkantige Blätter. Frisst die Katze reichlich von der Palme, kann dies ihre Magenschleimhaut schädigen.

Bergpalme

Die Bergpalme wird ebenfalls als ungiftig für Katzen eingestuft, da bisher keine Vergiftungen bekannt sind. Allerdings laden die luftigen Wedel der Bergpalme, die Katze geradezu zum Spielen und Anknabbern ein. Und das verträgt die Palme nicht.

Vorsicht sollte der Katzenfreund vor „Palmen“ walten lassen, die botanisch nicht zur Familie der Arecaceae angehören, dazu zählen Zimmerpflanzen wie die Yucca-Palme, die Madagaskarpalme und Palmfarne. Denn diese sind für Katzen giftig. Undenklich für Katzen ist dagegen die Schusterpalme (Aspidistra) aus der Familie der Spargelgewächse (Asparagaceae).

Bergpalme wird als ungiftig für Katzen eingestuft
Bergpalme

Farne

Für Katzen ungiftig sind, botanisch gesehen, Sorten aus der Klasse der Echten Farne. Farne sind weltweit verbreitet und stellen, je nach Sorte, unterschiedliche Ansprüche an die Pflege. Für den Katzenhaushalt sind folgende Farne geeignet.

  • Frauenhaarfarn (Adiantum)
  • Streifenfarn (Asplenium)
  • Geweihfarn (Platycerium)
  • Schildfarn (Polystichum falcatum)
  • Schwertfarn (Nephrolepis exaltata)
  • Saumfarn (Pteridaceae)

Der Schwertfarn gehört zu den dekorativsten Zimmerpflanzen. Er bevorzugt ein helles, halbschattiges Plätzchen. Sonst stellt er an die Pflege keine hohen Ansprüche. Ebenfalls sehr pflegeleicht sind Streifen- oder Schildfarne. Der Frauenhaarfarn hingegen ist eine Diva mit zahlreichen Sonderwünschen an Standort und Pflege. Der Geweihfarn braucht eine spezielle Pflege. Er ist jedoch auch für Anfänger geeignet. Der Saumfarn wird bei der Pflege als mittelschwer eingestuft.

Tipp: Viele Farne brauchen einen hellen oder halbschattigen Standort. Zudem Verlangen sie nach einer hohen Luftfeuchtigkeit.

Dickblätter

Der bekannteste Vertreter der Gattung Dickblatt (Crassula) ist der Geldbaum (Crassula ovata), der für Katzen nicht gefährlich ist. Deswegen passt der pflegeleichte Glücksbringer bestens in einen Haushalt mit Katzen. Allerdings sind nicht alle Arten des Dickblatts unbedenklich für Katzen, manche Sorten werden als giftig eingestuft. Crassula ovata bevorzugt ein helles Plätzchen. Einen lichtarmen Standort verträgt der Pfennigbaum nicht. Unempfindlich ist der Geldbaum gegenüber Trockenheit.

Geldbaum passt gut in einen Haushalt mit Katzen
Geldbaum

Zimmerpflanzen

Blühende Zimmerpflanzen

Blühende Zimmerpflanzen sind wunderbare Hingucker in der Pflanzenecke. Mit ihren leuchtenden Blüten strahlen sie uns an und verbreiten sofort gute Laune. Im Haushalt können folgende blühende Zimmerpflanzen ohne Vergiftungsgefahr für die Katze gehalten werden.

  • Losbaum
  • Pantoffelblume
  • Schiefteller
  • Schönmalve
  • Schamblume
  • Tapirblume
  • Usambaraveilchen
  • Zimmerhibiskus

Losbaum

Beim Losbaum (Clerodendrum tomsoniae) schauen aus weißen, glockenförmigen Kelchen tiefrote Blüten hervor. Sie sind ein wunderbarer Kontrast zu den dunkelgrünen Blättern der Pflanzen. Die Ranken des Strauchs können sehr lang werden und sollten an einem Spalier hochgezogen werden. Die für Katzen ungiftige Pflanze braucht einen hellen Standort, muss aber im Sommer vor direkter, kräftiger Sonneneinstrahlung geschützt werden.

Losbaum ist für Katzen ungiftig
Losbaum

Pantoffelblume

Pantoffelblumen (Calceolaria) sind einjährige Pflanzen, deren Hybrid-Züchtungen sich auch als Zimmerpflanzen kultivieren lassen. Auch wenn ihre Lebensdauer kurz ist, bringen sie doch hübsche Farbtupfer in die Pflanzenecke. Die pflegeleichte Pantoffelblume braucht ein helles bis sonniges, luftiges Plätzchen. Direkte Zugluft mag sie jedoch nicht.

Pantoffelblume lässt sich auch als Zimmerpflanze halten
Pantoffelblume

Schamblumen

Verschiedene Sorten der Schamblumen (Aeschynanthus) werden wegen ihrer außergewöhnlichen Blüten bei uns oft als Zier- und Zimmerpflanzen kultiviert. Zwar sind sie in der Pflege nicht ganz einfach, aber dafür sind für Katzen ungiftig. So braucht die Schamblume eine hohe Luftfeuchtigkeit und muss vor praller Sonne geschützt werden.

Schamblume ist für Katzen nicht giftig
Schamblume

Schiefteller

Schiefteller, botanisch Achimenes, haben kleine tellerförmige Blüten. Weder die zahlreichen Blüten noch die Blätter sind gefährlich für Katzen. Von den rund 25 Sorten werden einige Hybridzüchtungen auch als Zimmerpflanzen angeboten. Kultiviert wird der Zimmer-Schiefteller am besten an einem Ost- oder Westfenster, da er keine direkte Mittagssonne verträgt. Auch schadet Zugluft der Pflanze. Schiefteller brauchen es ganzjährig warm. Während der Winterruhe braucht die Pflanze wenig Licht, deshalb gedeiht sie auch an Standorten, die für viele Zimmerpflanzen zu dunkel sind.

Schiefteller, Achimenes erecta ist als Pflanze mit Tierhaushalt geeignet
Schiefteller, Achimenes erecta

Schönmalve

Der Zimmerahorn oder Schönmalve (Abutilon) ist ein pflegeleichter, immergrüner Strauch, der mit seinen glockenförmigen Blüten ein Blickfang in jeder Pflanzenecke ist. Das oft bunte Laub der China-Laterne ist wie die gesamte Pflanze für Katzen ungiftig. Schönmalven bevorzugen einen hellen, sonnigen Standort. Die pralle Mittagssonne vertragen die Zimmerpflanzen jedoch nicht.

Schönmalve ist für Haustiere geeignet
Schönmalve

Tapirblume

Mit ihren orangen bzw. lachsfarbenen Blütenähren reiht sich die Tapirblume (Crossandra) in die Liste der für Katzen ungiftigen Zimmerpflanzen ein. Sie wächst als strauchartiger Busch mit glänzenden Blättern und stellt keine besonderen Ansprüche an die Pflege. Um prächtig zu gedeihen, braucht Crossandra einen hellen Standort.

Tapirblume passt in einen Tierhaushalt
Tapirblume

Usambaraveilchen

Kultur-Usambaraveilchen (Saintpaula ionatha-Hybride) sind der Klassiker unter den blühenden Zimmerpflanzen. Allerdings reagiert das Veilchen bei Pflegefehlern sehr empfindlich. Wählen Sie für den Standort einen hellen Standort ohne direkte Sonneneinstrahlung. Achten Sie weiter auf eine höhere Luftfeuchtigkeit.

Usambaraveilchen ist für Haustiere passend
Usambaraveilchen

Zimmerhibiskus

Der Zimmerhibiskus (Hibiscus rosa-sinensis), der wegen seiner schönen Blüten bei uns eine beliebte Zimmerpflanze ist, gehört zu den pflegeleichten Pflanzen, stellt jedoch Ansprüche an den Standort. So verträgt er keine pralle Mittagssonne. Der ideale Standort für Zimmerhibisken ist ein Plätzchen mit Morgen- oder Abendsonne.

Zimmerhibiskus ist ideal für Haustiere
Zimmerhibiskus

Zimmertanne

Die Zimmertanne, auch Norfolktanne oder Affenbaum genannt, ist die einzige Sorte der Gattung Araucaria (Araukarien), die als Zimmerpflanze kultiviert werden kann. Sie hat dichte, wedelartige Zweige und ist für Katzen ungiftig. Ihre Pflegebedürfnisse werden als leicht bis mittelschwer eingestuft. Zimmertannen vertragen keinen vollsonnigen Standort. Sie bevorzugen helle bis halbschattige Standorte.

Zimmertanne ist ungiftig für Haustiere
Zimmertanne

Zyperngras

Unbehandelte Arten des Zyperngrases (cyperus involucratus) werden im Zoofachhandel oft als Katzengras angeboten, weil sie für Katzen ungiftig sind. Allerdings kann Zyperngras, je nach Sorte, äußerst scharfe Kanten haben. Manche Ränder sind auch mit Widerhaken versehen. Beides kann die Katze beim Fressen verletzen. Deshalb sollten Sie beim Kauf von Katzengras auf die Beschaffenheit der Halme achten. Damit Zypergras neue Triebe entwickelt, braucht es einen Standort mit direkter Sonneneinstrahlung, der auch leicht zugänglich für die Katze ist.

Zyperngras ist bedingt für Haustiere geeignet
Zyperngras

Katzen und Pflanzen

Warum manche Katzen tatsächlich Gefallen an Zimmerpflanzen finden, ist nicht ganz eindeutig geklärt. Es gibt jedoch verschiedene Erklärungsversuche.

  • Magenreinigung
  • Langeweile
  • Spieltrieb und Neugier (besonders bei jungen Katzen)

Damit sich Ihre Katze (vielleicht) von Zimmerpflanzen fernhält, bieten Sie ihr Alternativen an, wie zum Beispiel einen Kratzbaum mit Versteckmöglichkeiten oder Spielzeug gegen Langeweile. Auch können Sie versuchen, die Katze über erzieherische Maßnahmen von Zimmerpflanzen fernzuhalten. Katzenfreunde wissen jedoch, dass dies eine schier unmögliche Aufgabe ist.

Tipp: Sollte sich Ihre Katze bisher nicht für Zimmerpflanzen interessieren, behalten Sie trotzdem Katze und Pflanzen (Knabberspuren) im Auge. Denn die Katze kann auch nach Jahren ihr Verhalten ändern.

Gefahren

Gefahren von ungiftigen Pflanzen

Auch wenn die Zimmerpflanze keine Vergiftung bei Katzen auslöst, stellen manche Pflanzen eine Gefahr für Katzen dar.

So besteht eine Verletzungsgefahr bei Pflanzen mit:

  • scharfen bzw. kantigen Blatträndern
  • Stacheln oder Dornen

Düngemittel

Dünger ist für die Pflanzen gut, aber nicht unbedingt für die Katze. Grundsätzlich sollte in Katzenhaushalten nicht mit festem Dünger (Granulat) oder Stäbchen gearbeitet werden. Sie können von der Katze als lustiges Spielzeug verstanden werden. Bei der Verwendung von Flüssigdünger ist zu beachten, dass Katzen das Gießwasser mit dem Flüssigdünger nicht trinken.

  • Katzen von Gießkannen mit Flüssigdünger fernhalten
  • Gießwasser in Untersetzern 30 Minuten nach dem Gießen entfernen

Hinweis: Da jede Katze unterschiedlich auf die Aufnahme von Pflanzen reagiert, können wir eine absolute Garantie, dass die genannten Pflanzen keine Krankheitssymptome auslösen, nicht gewährleisten. Die Angaben beziehen sich auf erwachsene, gesunde Katzen. Bei alten oder kranken Katzen können auch diese für Katzen ungiftigen Pflanzen Auswirkungen auf die Gesundheit haben.

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