Ungiftige Zimmerpflanzen für Katzen – 15 grüne + blühende Pflanzen

Ungiftige Zimmerpflanzen für Katzen

Wenn eine Samtpfote zum Haushalt gehört, dann muss vor allem auch auf das richtige Grün in den Wohnräumen geachtet werden. Denn viele Pflanzen sind für die neugierigen Stubentiger, die gerne an den Blättern knabbern, in gewisser Weise giftig. Doch kein Besitzer einer Katze muss nun ganz auf das dekorative Grün im eigenen Zuhause verzichten, denn es gibt durchaus auch ungiftige Pflanzen, die ohne Sorge in der Wohnung aufgestellt werden dürfen.

Pflanzen

Auch wenn eine Pflanze nicht giftig ist, so kann diese für einen Katzenhaushalt trotzdem ungeeignet sein. Denn auch auf die Beschaffenheit einer Pflanze kommt es an, ist sie scharfkantig, besitzt spitze Blätter oder Dornen und Stacheln, dann sind hier Verletzungen oft vorprogrammiert. Zudem sollten auch die ungiftigen Pflanzen, die in einem Katzenhaushalt stehen, nicht mit biochemischen Substanzen versorgt werden, da sie für die Samtpfoten ansonsten doch giftig werden könnten. Denn die Pflanzen nehmen die Substanzen auf und speichern diese in den Blättern, an denen die Katze knabbern könnte. Doch auch solche Pflanzen müssen nicht entsorgt werden, es kann auf folgende Weise verfahren werden.

  • unerreichbar für Katze stellen
  • entweder in einen geschlossenen Raum
  • oder so hoch, dass Katze nicht hingelangen kann
  • auf einem einzelnen Brett hoch oben an der Wand
  • in einen geschlossenen Wintergarten
Katze im Gras
Katze im Gras

Geeignete Pflanzen

Ansonsten gibt es eine Liste mit ungiftigen Pflanzen, die in den Wohnräumen bedenkenlos kultiviert werden können, auch wenn ein Stubentiger zum Haushalt gehört.

Pflanzen mit B

Blaues Lieschen

Nur für die Sommermonate eignet sich das Blaue Lieschen, das absolut ungiftig ist. Leider ist es einjährig und es gelingt in der Regel nicht, die Pflanze über den Winter zu bringen. Dennoch kann sie durch Stecklingsentnahme vor dem Winter für das nächste Jahr wieder gelagert werden. Bei der blühenden Pflanze handelt es sich um eine Balkonblume, doch da Katzen auch hier oft unterwegs sind, müssen die Balkonpflanzen ebenfalls absolut ungiftig sein. Die Pflege sollte wie folgt aussehen.

  • Standort sonnig bis halbschattig
  • blüht von Mai bis September
  • mäßig gießen
  • benötigt wenige Nährstoffe

In der Blütezeit von Mai bis September zeigt das Blaue Lieschen kleine, blau-violette oder auch weiße Blüten, die sich wie ein Teppich über die Pflanze ziehen.

Blaues Lieschen, Exacum affine
Blaues Lieschen, Exacum affine

Pflanzen mit D

Dickblatt oder Geldbaum

Die Pflanzen, die zu den Dickblättern, Crassulaceae gehören, gehören zu den Sukkulenten und sind die perfekten Zimmerpflanzen. Vor allem haben die verschiedenen Sorten auch sehr interessante Namen. Die Dickblätter sind oft nur als recht klein bekannt, können aber durchaus eine stattliche Höhe von bis zu eineinhalb Meter erreichen. Der richtige Standort muss geboten werden, er sollte sehr hell und sonnig sein. Die dicken Blätter speichern die Feuchtigkeit und die Pflanze muss daher nur mäßig gegossen und gedüngt werden. Die Blütezeit der verschiedenen Sorten reicht vom Herbst bis in den Sommer. So sind hier die folgenden, ungiftigen Exemplare zu nennen.

  • Gollum, erinnert an ein Bündel Alienfinger
  • Blue Bird, besitzt leicht rote Ränder
  • Ripple Jade
  • Hulk
Geldbaum
Geldbaum

Pflanzen G bis J

Grünlilie

Eine dekorative und gute Alternative zu Katzengras ist die Grünlilie. Die Halme sind weich und die Pflanze ist ungiftig. So kann die Katze hieran bedenkenlos knabbern. Zudem ist die Pflanze in drei verschiedenen Varianten erhältlich. So gibt es die grüne Sorte, die grün-weiße Sorte mit geraden, glatten Blättern sowie in grün-weiß mit gewellten Blättern. Die Pflege von Chlorophytum comosum ist zudem noch denkbar einfach und wird wie folgt gestaltet.

  • halbschattiger bis schattiger Standort
  • kann daher auch in einer Zimmerecke einen Platz finden
  • durchlässiges Substrat
  • Staunässe vermeiden
  • regelmäßig düngen
  • mit Biodünger

Vorsicht ist bei dieser Pflanze jedoch geboten, wenn sie in einem Raucherhaushalt aufgestellt werden soll. Denn kommt sie mit Rauch in Verbindung, filtert sie die Schadstoffe, was für Katzen dann doch wieder giftig werden kann. Daher sollte sie nur in einem rauchfreien Raum, zum Beispiel dem Schlafzimmer aufgestellt werden, wenn die Katze Zugang hat.

Grünlilie
Grünlilie

Hibiskus

Die Pflanzen aus der Hibiskus-Familie sind für Wohnräume ebenso geeignet, wie im Sommer an einem Platz auf dem Balkon oder Terrasse. Steht sie auch im Winter hell und warm, dann blüht sie bereits im späten Winter. Die Farben der Blüten variieren von Weiß über Rosa bis hin zu Orange oder verschiedenen Lila-Tönen. Der Hibiskus kann so kultiviert werden, dass er klein gehalten wird, wird ihm jedoch ein großes Gefäß geboten, dann kann er über mehrere Meter wachsen, der Standort in einem Wintergarten wäre in einem solchen Fall ideal. Die Pflege des dekorativen Hibiskus ist sehr einfach.

  • heller, sonniger Standort
  • mäßig gießen
  • wenig düngen
  • Staunässe vermeiden
Hibiskus
Hibiskus

Jasmin

Es wird dem Jasmin nachgesagt, nicht sehr pflegeleicht zu sein. Dies ist jedoch bei dem Sommerjasmin Solanum anders. Die Kübelpflanze entwickelt ihre anmutigen weißen Blüten mit dem gelben Punkt in der Mitte schon bei wenig Pflegeaufwand. Ist der Standort warm und geschützt, dann wächst sie üppig. Dazu benötigt sie nicht die volle Sonne, sondern ist auch an einem halbschattigen Standort gut aufgehoben. Damit der Jasmin reichhaltig auf der Fensterbank blüht, sollte ihm die folgende Pflege geboten werden.

  • auch im Winter warmer Standort
  • dann werden die Blätter nicht abgeworfen
  • regelmäßig gießen
  • idealerweise über die Unterschale
  • regelmäßig düngen
Bauernjasmin
Bauernjasmin

Pflanzen mit K

Katzengras

Der Klassiker unter den Katzenfreunden ist natürlich das Katzengras, das eigentlich in keinem Haushalt mit Katze fehlen darf. Denn nicht nur als dekorative Pflanze ist dies geeignet, es ist vor allem auch eines der wichtigsten Nahrungsergänzungsmittel für Hauskatzen, die keine Möglichkeit haben, als Freigänger Grashalme zu fressen. So sollte in jedem Katzenhaushalt auch mindestens eine Pflanze Katzengras zur Verfügung stehen. Mit einer Samenmischung aus dem gut sortierten Gartenfachhandel kann das Gras selbst ausgesät werden. Die Pflege ist einfach und sieht folgendermaßen aus.

  • nicht düngen
  • sonst kann die Katze giftige Stoffe aufnehmen
  • regelmäßig gießen
  • immer neu aussäen
  • so steht jederzeit Gras für die Katze zur Verfügung

Wird dem Stubentiger kein Katzengras in der Wohnung zur Verfügung gestellt und handelt es sich bei der Katze nicht um einen Freigänger, dann muss der Besitzer mit vielen angeknabberten Blättern an anderen Pflanzen rechnen.

Katzengras
Katzengras

Kamelie

Im Winter zeigt die Kamelie ihre attraktiven Blüten. Auch wenn sie in der Pflege als schwierig bekannt ist, so stimmt dies nicht. Denn wird ihr die richtige Pflege zuteil, zeigt sie jeden Winter erneut ihre großen roten, rosafarbenen oder weißen Blüten. Hierfür benötigt sie für die Bildung allerdings kältere Temperaturen, daher ist sie einem unbeheizten Wintergarten, einem hellen Treppenhaus oder einen Schlafzimmer gut aufgehoben. Auch ein Standort auf einer geschützten Terrasse oder einem Balkon ist ideal für die anmutige Pflanze. Die Pflege sollte hier wie folgt aussehen.

  • zum Düngen Rhododendrondünger nutzen
  • nur wenig düngen
  • mäßig gießen
  • Staunässe vermeiden
  • Zugluft vermeiden
Kamelie
Kamelie

Kokospalme

Schlank und hochwachsend zeigt sich die anmutige Kokospalme, die vor allem viel Licht benötigt, um zu gedeihen. Daher ist für die Pflanze ein Platz neben einem Fenster mit genügend Licht- und Sonneneinfall ideal. Neben einer Heizung sollte sie jedoch nicht stehen, da es hier im Winter zu warm werden könnte. So sind die folgenden Bedingungen für Cocos nucifera ideal, um gut wachsen zu können.

  • wächst direkt aus der Nuss
  • nicht auf die Nuss gießen
  • sonst könnte diese schimmeln
  • Temperatur zwischen 16° bis 18° Celsius ideal
  • daher auch gut für ein Schlafzimmer oder Treppenhaus geeignet
  • mit Biodünger regelmäßig düngen

Der Handel bietet verschiedene Dünger an, die aus biologischen Stoffen bestehen und somit nicht chemisch hergestellt wurden. Natürlich ist Kompost immer noch eines der besten Düngemittel, für Zimmerpflanzen in der Regel aufgrund des Geruchs nicht so geeignet. Doch hierfür sind im Handel gepresste Pellets zum Beispiel mit Rinderdung erhältlich.

Kokospalme
Kokospalme

Kentia Palme

Die Kentia Palme ist auch unter dem Namen Howea bekannt und verleiht jedem Zimmer die besondere grüne Note. Da sie jedoch ähnlich der giftigen Bergpalme aussieht, können diese beiden Pflanzen leicht verwechselt werden. Daher sollte beim Kauf vor allem gut auf die Beschilderung geachtet werden. Die Kentia Palme bietet viele lange, grüne Blätter und benötigt hierfür nicht einmal einen sehr hellen Standort. Die pflegeleichte Pflanze wünscht sich die folgenden Bedingungen.

  • hell bis schattig ist alles erlaubt
  • daher auch für Zimmerecken gut geeignet
  • benötigt viel Wasser
  • nicht trocken werden lassen
  • regelmäßig mit Biodünger düngen
  • in Form von gepressten Rinderdung
Kentia Palme
Kentia Palme

Korbmarante

Die Korbmarante hat den Vorteil, dass sie als kleines Gewächs auf der Fensterbank kultiviert werden kann, wird ihr jedoch genügend Platz für die Wurzeln und ihren ausschweifenden Wuchs geboten, dann kann sie auch bis zu zwei Meter hoch werden und jede Zimmerecke verschönern. Denn die Pflanze ist vor allem auch ein absolutes Farbenwunder, die Blätter, die sich nachts schließen sind auf der Oberseite sattgrün und auf der Unterseite auberginenfarben. Die Pflege der anmutigen Pflanze ist einfach.

  • heller Standort
  • Substrat nährstoffreich und durchlässig
  • eignet sich auch in Hydrokultur
  • regelmäßig düngen
  • immer feucht halten
  • Staunässe vermeiden

Zimmerpflanzen mit großen Blättern sollten regelmäßig abgestaubt werden, das dient nicht nur dem Aussehen, sondern auch der Aufnahme bestimmter Stoffe aus der Luft.

Korbmarante, Calathea zebrina
Korbmarante, Calathea zebrina

Korkenzieherbinse

Die robuste Korkenzieherbinse benötigt dennoch ein wenig Pflege, um gut zu gedeihen. Die Pflanze ist aufgrund ihrer verschnörkelten Triebe auch unter dem Namen Liebesglocken bekannt. Die Pflanze zieht nasse Böden vor, da es sich hierbei ursprünglich um eine Sumpfpflanze handelt. Das Gute, sie leidet nie unter Wurzelfäule. Hier heißt die Devise wirklich, viel hilft viel, denn die Korkenzieherbinse sollte auf keinen Fall austrocknen. Ansonsten ist zu ihrer Pflege noch das Folgende zu sagen.

  • nassen, hellen Standort
  • eignet sich auch gut an einem Zimmerbrunnen
  • wenig düngen

Bei dieser Pflanze handelt es sich um eine Grünpflanze, die sehr hoch werden kann, wenn ihr der entsprechende Standort, zum Beispiel auch in einem Wintergarten geboten wird.

Korkenzieherbinse
Korkenzieherbinse

Pflanzen mit R

Rose von Jericho

Ein Gewächs, das wirklich alles verzeiht, ist die Rose von Jericho. Erde benötigt die phantastische Pflanze nicht, sie wird einfach in eine Schale Wasser gelegt, wenn sie sich öffnen soll. Ist das Wasser verbraucht, dann schließt sie sich wieder. Die schnörkelige Form ist dekorativ und bietet ein wundervolles Schauspiel auf einer Fensterbank. Ihre Eigenschaft hat sie mitbekommen, weil es sich hier um eine Wüstenpflanze handelt, die lange ohne Wasser auskommen muss.

Rose von Jericho
Rose von Jericho

Rosettendickblatt

Ebenfalls zu den Sukkulenten gehört das Rosettendickblatt, das mit seiner anmutigen rosettenartigen Form besticht. Denn die wie Blüten geformten Blätter, bilden sich direkt vom Stamm. Doch das Rosettendickblatt erwartet ein wenig mehr Zuspruch und Pflege und ist daher nicht ganz pflegeleicht, vor allem weil es im Winter an einen kühleren Ort, wie einem unbeheizten Wintergarten, einem hellen Treppenhaus oder auf eine Schlafzimmer-Fensterbank umziehen sollte. Zum Ende des Winters bilden sich dann vielblütige, gelbe Blütenstände. Die Pflege sieht wie folgt aus.

  • im Sommer hell und gerne heiß
  • Sonneneinstrahlung wird absolut vertragen
  • verträgt längere Trockenheit
  • speichert Wasser in den dicken Blättern
  • regelmäßig düngen
Rosettendickblatt, Aeonium arboreum
Rosettendickblatt, Aeonium arboreum

Pflanzen mit S

Schwertfarn

In der Regel gelten die Farne als giftig, doch es gibt eine Ausnahme, denn der Schwertfan ist harmlos, aber auch sehr anspruchsvoll in der Pflege. Denn Nephrolebis exlata benötigt vor allem die richtige Mischung an Wassergaben, um richtig zu gedeihen. So sollte er nie zu trocken aber auch nicht zu nass stehen. In einer Hydrokultur kultiviert kann er sich die benötigte Wassermenge selbst ziehen. Bei der Pflege der anspruchsvollen Pflanze sollte weiter wie folgt vorgegangen werden.

  • auf Pflegefehler reagiert er mit braunen Spitzen oder Blättern
  • dann Wassermenge reduzieren oder erhöhen
  • Wurzeln in Augenschein nehmen
  • ist die Erde trocken mehr gießen
  • steht der Farn zu nass, dem Gefäß entnehmen
  • trockene, frische Erde nutzen
  • alle drei Jahre umtopfen
  • kann dann durch Trennung vermehrt werden
  • regelmäßig düngen

Der Schwertfan mag es hell bis sonnig, zu starke Sonneneinstrahlung durch ein Fenster kann allerdings einen Sonnenbrand verursachen, der sich an den Blätter zeigt, die verbrannt und hell aussehen.

Schwertfarn
Schwertfarn

Schattenröhre

Viele verschiedene Sorten gibt es von der anmutigen Schattenröhre, die zu den Gesneriengewächsen gehört. Die Blätter sind je nach Sorte bronzefarben oder auch grün mit dunklen und hellen Adern. Über den ganzen Sommer zeigt die Pflanze ihre kleinen roten Blüten. Diese bilden sich jedoch nur, wenn der Schattenröhre auch die gewünschte Aufmerksamkeit geschenkt wird. Die Pflanzen können als Ampelpflanze oder als Bodendecker in großen Kübeln kultiviert werden. Die Pflege sollte wie folgt aussehen.

  • Standort halbschattig
  • nicht dunkel, dann wächst sie nicht
  • das ganze Jahr warm stellen
  • Temperaturen nicht unter 16° Celsius
  • wünscht Luftfeuchtigkeit
  • kann durch einen Luftbefeuchter erzeugt werden
  • keine Zugluft
  • gleichmäßig feucht und regelmäßig düngen
Schattenröhre
Schattenröhre, Episcia cupreata