Gehe zur Startseite » Nutzgarten » Obstgarten » Steinobst » Avocado » Unreife Avocado nachreifen lassen: so gelingt es
Unreife Avocados nachreifen lassen

Unreife Avocado nachreifen lassen: so gelingt es

Reife Avocados sind weich und schmecken aromatisch. Im Handel sind jedoch oft nur harte Früchte zu finden, die noch nicht reif sind. Wir verraten Ihnen, wie Sie unreife Avocado nachreifen lassen können.

Video-Tipp

Auf den Punkt gebracht

  • im Handel oft nur unreife Avocados erhältlich
  • mit einfachen Tricks nachreifen lassen
  • Avocado neben Apfel, Banane oder Tomaten legen
  • in Zeitungspapier einwickeln
  • bei Zimmertemperatur lagern

Avocado

Avocados wachsen an Bäumen, die zur Familie der Lorbeergewächse (Lauraceae) gehören. Die ursprüngliche Heimat von Persea americana sind die Regenwälder Mexikos und Zentralamerikas. Heute gibt es über 400 Kultursorten. Der größte Produzent ist Mexiko. Da Avocados nicht am Baum ausreifen, sind Ölgehalt und Größe der Früchte die entscheidende Erntekriterien.

Unreife Avocado in Hand

Weich werden sie erst, nachdem sie gepflückt worden sind oder im harten Zustand zu Boden fallen. Da die Avocado ihre Vollreife nach dem Ernten erreicht, gehört sie zu den sogenannten klimakterischen (nachreifenden) Früchten.

Nachreifen lassen

Für das Nachreifen der Avocado ist das Phytohormon Ethen (Ethylen) verantwortlich. Der Botenstoff wird von klimakterischen Früchten selbst produziert, um den Reifeprozess einzuleiten. Gleichzeitig wird Ethylengas abgegeben und von benachbarten Früchten aufgenommen, was deren Nachreife beschleunigt.

Natürliches Nachreifen

Damit unreife Avocados nachreifen, müssen Sie bei Zimmertemperatur gelagert werden. Bei kalten Temperaturen wie zum Beispiel im Kühlschrank reifen sie nicht nach. Bis die Früchte reif sind, sollten Sie ungefähr sechs Tage einplanen.

Hinweis: Zum natürlichen Nachreifen der Avocado eignet sich beispielsweise das Vorratsregal. Die Frucht muss nicht dunkel gelagert werden, jedoch sollten Sie übermäßigen Lichteinfall vermeiden.

Nachreifen durch Lagernachbarn

Avocado neben Bananen

Da die Ethylenabgabe das Nachreifen beeinflusst, sollten Sie unreife Avocados neben Früchten lagern, die für eine hohe Abgabe des Phytohormons bekannt sind. Dazu gehören:

  • Apfel
  • Banane
  • Tomate

Da sich diese Früchte auch gegenseitig in puncto nachreifen beeinflussen, sollten Sie nur eine dieser drei Fruchtsorten neben die Avocado legen. Haben Sie mehrere Avocadofrüchte, empfiehlt es sich, die „Beschleuniger“ zwischen die unreifen Avocados zu platzieren. Die Wartezeit bei dieser Methode verkürzt sich um etwa ein bis zwei Tage.

Zeitungspapier

Zeitungspapier selbst hat keinen Einfluss auf das Nachreifen der Avocado. Sie können den Reifeprozess jedoch vorantreiben:

  • Avocado in Zeitungspapier luftdicht einwickeln
  • Ethylengas darf nicht entweichen
  • bei Zimmertemperatur lagern
  • ggfs. Apfel, Banane oder Tomate als Beschleuniger zur Avocado geben
  • Dauer des Nachreifens: zwei bis vier Tage
Avocado in Gefrierbeutel nachreifen lassen

Tipp: Eine Alternative zu Zeitungspapier ist ein verschließbarer Gefrierbeutel oder eine luftdicht verschlossene Papiertüte.

Häufig gestellte Fragen

Wie erkenne ich unreife Avocados?

Unreife Avocados sind hart und haben je nach Sorte eine glänzende grüne oder dunkelgrüne Schale. Da reife Früchte äußerst druckempfindlich sind, werden hierzulande überwiegend unreife Avocadofrüchte angeboten, da sie leichter zu transportieren sind.

Kann ich unreife Avocado auch im warmen Backofen nachreifen lassen?

Ein warmer Backofen – die Temperaturangaben reichen von 90 bis 200 Grad – ist kein idealer Ort zum Nachreifen von unreifen Avocados. Die Wärme macht die Früchte nicht weich, sondern führt dazu, dass Schale und Fruchtfleisch braun werden.

Kann ich eine Avocado in der Mikrowelle nachreifen lassen?

Die Mikrowelle ist nicht geeignet, um Avocados nachreifen zu lassen. Die Früchte sollen zwar weich werden, was jedoch auf Kosten des Geschmacks geht.

Kann man unreife Avocados essen?

Vom Verzehr unreifer Avocados wird abgeraten. Zum einen schmecken sie bitter, zum anderen können sie Bauchschmerzen, Übelkeit und/oder Erbrechen verursachen.

Autor
Mirko ist zwar studierter Anglist, beherrscht aber auch die Sprache der Pflanzen perfekt. Er wuchs quasi im Schrebergarten seiner Großeltern auf und verbringt den Großteil seiner Freizeit in der Natur, wenn er nicht gerade schreibt.

Scroll Up