verkahlte Rosen - Titel

Verkahlte Rosen sind kein schöner Anblick. Die Zahl der Blüten nimmt stetig ab, während die Triebe länger und schwächer werden. Um die Pflanzen zu retten, ist ein radikaler Rückschnitt notwendig.

Auf den Punkt gebracht

  • Zeitpunkt für den Rosenschnitt ist ein frostfreier, trockener Tag Mitte Februar mit ausgedehnter Wolkendecke
  • das verwendete Werkzeug sollte desinfiziert und scharf sein
  • der Rückschnitt wird abhängig von der entsprechenden Rosenklasse ausgeführt

Zeitpunkt

Verkahlte Rosen benötigen einen intensiven Rückschnitt, damit sie wieder im Garten erstrahlen können. Wichtig dafür ist der richtige Zeitpunkt für den Rosenschnitt, der viel zur Vitalität der Pflanzen beiträgt. Schneiden Sie beispielsweise im Herbst, sind die geschwächten Pflanzen unnötig der harschen Winterkälte ausgesetzt, was sie nicht immer überleben. Zur gleichen Zeit müssen Sie den Zeitpunkt abhängig vom § 39 (Allgemeiner Schutz wildlebender Tiere und Pflanzen) des Bundesnaturschutzgesetzes (BNatSchG) beachten. Im fünften Abschnitt wird vorgegeben, dass Gehölze wie Rosa nur über den folgenden Zeitraum radikal zurückgeschnitten werden dürfen: 30. September bis 1. März. Abhängig von diesen Vorschriften hat sich der folgende Schnittzeitpunkt für verkahlte Rosen etabliert:

verkahlte Rosen zurückschneiden
  • Mitte bis Ende Februar
  • frostfrei
  • keine Sonneneinstrahlung
  • trocken

Hinweis: Sie können sich in Bezug auf den Zeitpunkt ebenfalls an der Blüte der Forsythie (Forsythia intermedia) orientieren. Diese zeigt an, ab wann der radikale Rückschnitt für verkahlte Rosen empfehlenswert ist.

Utensilien

Einer der wichtigsten Punkte beim Rosenschnitt sind die ausgewählten Utensilien. Verkahlte Rosen sollte nur mit geeigneten Werkzeugen geschnitten werden, um die Entstehung von Wunden zu verhindern. Die folgende Liste geht auf diese inklusive der weiteren Schnittutensilien ein:

  • Bypass-Schere
  • Astschere oder Baumsäge (idealerweise mit Japanzahnung)
  • lange Arbeits- oder Gartenhandschuhe (stachelfest)
  • Leiter (bei Kletterrosen)
  • feste Kleidung
  • Schutzbrille

Nutzen Sie unbedingt qualitativ hochwertige Werkzeuge. Dadurch können Sie problemlos größere Rosen schneiden, ohne dass die Schere oder Säge versagt. Sind Ihre Rosen verkahlt, müssen Sie damit rechnen, dass sie zahlreiche, robuste Stacheln ausbilden. Diese können zu einer Vielzahl von Verletzungen führen, wenn Sie keine geeignete Schutzkleidung tragen. Je nach Form der Rose müssen Sie sogar in den Strauch greifen, was niemals ohne Handschuhe, einem langärmligen Oberteil und die Schutzbrille geschehen sollte.

Tipp: Desinfizieren und schärfen Sie das Werkzeug unbedingt vor dem Gebrauch, damit keine Bakterien, Viren oder Pilze in die Wundstellen gelangen können.

Rosen schneiden mit Schere
Das Schneiden der Rosen gehört mit zu den schwierigsten Aufgaben und erfordert Feingefühl.

Verkahlte Rosen zurückschneiden

Verkahlt und ohne üppige Blütenpracht präsentieren sich zahlreichen Rosenarten, die einen radikalen Verjüngungsschnitt benötigen. Im Vergleich zu den anderen Rosenklassen bietet sich die in diesem Abschnitt vorgestellte Anleitung für mehrere an. Dazu gehören:

  • Edel-Rosen
  • Strauchrosen
  • Kleinstrauchrosen
  • Beet-Rosen
  • Wildrosen

Sie alle werden auf die gleiche Art geschnitten:

  • von außen nach innen arbeiten
  • niemals grüne Triebe entfernen
  • verkahltes Holz ist braun und trocken
  • verkahlte Triebe und Zweige entfernen
  • Säge oder Schere abhängig von Astdicke einsetzen
  • Schnitt direkt über der Veredelungsstelle

Während Sie die verkahlten Äste und Zweige komplett entfernen, schneiden Sie die übrigen auf eine Länge von 25 bis 40 Zentimetern zurück. Schneiden Sie immer im geringen Abstand über einer Knospe oder einem Auge, das nach außen zeigt. Auf diese Weise lässt sich die gesamte Rose radikal trimmen. Zudem sorgen Sie dafür, dass Sie keinen frischen Austrieb entfernen. Nur mit diesem können die Rosa ihre ursprüngliche Form annehmen, bevor sie verkahlt sind. Ebenso dürfen Sie nicht direkt in die Veredelungsstelle schneiden, da dies die Gewächse dauerhaft schädigen kann. Vergessen Sie am Ende nicht, auffällige Wildtriebe zu entfernen, die unterhalb der Strauchbasis aus dem Boden wachsen. Sie tragen keine Blüten und verbrauchen Energiereserven der Pflanze.

Rückschnitt verkahlter Rosen

Bodendecker zurückschneiden

Verkahlte Rosen sind selbst bei den kompakten Bodendecker-Arten keine Seltenheit. Der radikale Schnitt ist für die Zwerge am schnellsten erledigt und lässt sich problemlos ausführen. Schneiden Sie von außen nach innen alle Zweige und Triebe ab, die Sie an der Pflanze erkennen können. Sie werden abhängig von ihrer Größe um die Hälfte gekürzt, wofür sich die Bypass-Schere hervorragend eignet. Sie müssen bei den Bodendeckern nicht genau vorgehen.

Hinweis: Auf die gleiche Weise schneiden Sie verkahlte Zwergrosen zurück. Die Sorten treiben danach deutlich dichter aus, was den Look und die Blütenfülle in der kommenden Saison positiv beeinflusst.

Kletterrosen zurückschneiden

Sind Ihre Kletterrosen verkahlt, haben Sie ein ganzes Stück Arbeit vor sich. Allein die Masse an Schnittgut, die zum Beispiel Rambler-Rosen über die Jahre bilden, verlangen umfangreiche Schnittmaßnahmen. Gerade bei den Arten innerhalb dieser Klasse sollten Sie die Schutzkleidung nicht vergessen, da sie sehr dicht wachsen und einzelne Triebe nicht immer problemlos erreicht werden. Ebenfalls sollten Sie Ihre Leiter nicht vergessen, um an die schwierigen Stellen der Kletterrose zu gelangen. Die folgende Anleitung stellt Ihnen den Rückschnitt vor:

  • Äste und Triebe von Rankhilfe lösen
  • begutachten
  • verkahltes Holz entfernen
  • Schnitthöhe: 10 bis 50 cm über Boden
Rückschnitt verkahlter Rosen

Auch hier sollten Sie die jungen Triebe stehen lassen. Sie ermöglichen einen schnellen Austrieb der Rose. Wundern Sie sich nicht. Kletterrosen bilden erst im zweiten Jahr nach dem Schnitt eine Blüte. Sie müssen sich also noch etwas gedulden.

Häufig gestellte Fragen

Wie sollte das Schnittgut entsorgt werden?

Verkahlt eine Rose, kann sie Träger von Viren, Bakterien und Pilzen sein. Selbst Schädlinge kommen nicht selten vor. Aus diesem Grund sollten Sie das Schnitt niemals auf dem Kompost entsorgen, da sich die Gefahr auf den Befall anderer Pflanzen in Ihrem Garten erhöht. Idealerweise wird es über den Restmüll entsorgt oder als Grünschnitt an den Wertstoffhof abgegeben. Bis zu einer bestimmten Menge ist die Abgabe der Reste kostenlos.

Wofür bietet sich der radikale Schnitt neben der Verjüngung an?

Die Rosen können nach dem Schnitt problemlos in Form gebracht werden. Da sie nicht mehr verkahlt sind, lassen sie sich nach der gewünschten Form erziehen. Die neuen Triebe können deutlich einfacher in Form gebracht werden als die verkahlten Zweige. Besonders effektiv wirkt die Formgebung von Kletterrosen nach radikalen Rückschnitten.

Müssen alle Rosenarten nach dem Radikalschnitt jährlich geschnitten werden?

Nein, es gibt einige Arten, die keinen jährlichen Schnitt benötigen und nur zur Kontrolle ein wenig ausgelichtet werden sollten. Zu diesen zählen ausschließlich die heimischen Wildrosen, zum Beispiel die Kartoffel-Rose (Rosa rugosa), Essig-Rose (Rosa gallica) oder Hundsrose (Rosa canina). Aufgrund ihrer robusten Art verkahlen sie nicht so schnell, wodurch Sie nicht so häufig zur Schere greifen müssen.