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Verlegemuster Pflaster: Typische Pflastermuster Titel

Verlegemuster Pflaster: Typische Pflastermuster

Das Pflastern von Gehweg, Terrasse oder Auffahrt geht mit vielen Fragen einher. Darunter auch die Auswahl des Musters. Welche Verlegemuster von Pflaster möglich sind und worin sie sich unterscheiden, zeigt die folgende Übersicht.

Video-Tipp

Auf den Punkt gebracht

  • zahlreiche Muster von einfach bis hin zu aufwendig möglich
  • Muster spielt eine Rolle bei der Belastbarkeit
  • Anordnung der Steine bereits bei Bedarfsberechnung berücksichtigen
  • Steinzuschnitt kann erforderlich sein
  • richtiges Vorgehen durchgängig

Verlegemuster richtig durchführen

Für ein akkurat angelegtes Verlegemuster von Pflaster ist es entscheidend, einige Punkte zu berücksichtigen. Dazu gehören unter anderem:

  • Belastbarkeit des Verlegemusters beachten
  • erste Reihe durchgehend vermessen
  • passende Hilfsmittel benutzen
  • regelmäßige Kontrollen durchführen
  • umfassende Planung und Anfertigen einer Skizze
Bauarbeiter pflastert Weg

Tipp: Vor allem das Vermessen und Kontrollieren wird häufig vernachlässigt. Hierdurch schleichen sich Fehler ein, die optisch stören, die Festigkeit negativ beeinflussen können und bei der Korrektur erheblichen Aufwand bereiten. Besser ist es daher vor allem, wenn mehr als eine Person gleichzeitig arbeitet, die Reihen stetig zu überprüfen. Abweichungen fallen dadurch frühzeitig auf.

Block- und Parkettverband  

Der Blockverband oder Parkettverband beim Pflastern als Verlegemuster lässt sich mit allen rechteckigen, länglichen Steinen erzielen. Die Steine werden dabei in Blöcken von ein bis drei Elementen aneinandergefügt. Der nächste Block wird im 90-Grad-Winkel dazu ausgerichtet.

  • einfach beim Verlegen und damit für Anfänger geeignet
  • große Bandbreite an verschiedenen Möglichkeiten
  • gut für mehrfarbige Zusammenstellungen geeignet
  • ideal für Terrassen und Gehwege
  • mittlere Festigkeit
  • nur bei geraden Verläufen möglich

Kreuzfugenverband

Bei diesem Pflastermuster werden die quadratischen oder rechteckigen Steine exakt parallel zueinander ausgerichtet. Hierdurch bilden die Fugen zwischen ihnen jeweils Kreuze. Das ergibt ein sehr klares, ruhiges und elegantes Bild.

  • akkurates Messen und Ausrichten erforderlich
  • geringe Festigkeit und Belastbarkeit
  • gut für Gehwege geeignet
  • kann mit allen gleich- und regelmäßigen Steinformen erzielt werden
  • simples Muster und für Anfänger geeignet

Fischgrätenverband

Fischgrätenverband Pflaster

Bei dem Fischgrätenverband werden rechteckige, längliche Pflastersteine in einem 45-Grad-Winkel zu dem Rand ausgerichtet. Bei der zweiten Reihe werden die Überstände als Anlegeflächen verwendet. Hierdurch ergibt sich die „Fischgräte“, die besonders aufwendig wirkt und zahlreiche Vorteile mit sich bringt.

  • gut für mehrfarbige Muster geeignet
  • ideal für Steigungen beziehungsweise Gefälle
  • hohe Festigkeit, daher für Auffahrten geeignet
  • kann in Biegungen zum Einsatz kommen
  • abhängig von Steinmaßen aufwendig bei der Verlegung

Diagonalverband

Diagonalverband Pflastersteine

Der Diagonalverband ist eine Kombination aus dem Fischgrätenverband und dem Reihenverband. Die Steine werden diagonal zum Rand ausgerichtet, verlaufen jedoch nicht wie eine Fischgräte. Die Abstände zwischen den Reihenlängen können sich unterscheiden, was große kreative Freiheit erlaubt.

  • hohe Festigkeit
  • für Auffahrten geeignet
  • mit rechteckigen Steinen möglich
  • bei ausreichend Planung einfaches Verlegen
  • bietet sich bei Steigungen an

Läuferverband und Reihenverband

Läuferverband und Reihenverband Pflaster

Eines der einfachsten Verlegemuster von Pflaster ist der sogenannte Läuferverband. Es handelt sich um das am weitesten verbreitete und eines der klassischsten Muster. Die Steine werden dabei in geraden Linien und reihenweise versetzt ausgelegt.

  • einfaches Verfolgen des Musters
  • ruhige Wirkung
  • geeignet für Muster mit verschiedenen Steinfarben
  • Belastbarkeit ausreichend für Auffahrten
  • für vielseitige Bereiche geeignet
  • genaues Messen erforderlich

Hinweis: Der Reihenverband wird nochmals unterschieden in den schleppenden Verband und den mittigen Laufverband. Bei der mittigen Variante sind die Steine genau um eine halbe Länge versetzt. Bei der schleppenden Ausführung um ein Drittel bis zu einem Viertel.

Ellenbogenverband

Ellenbogenverband Pflaster

Bei dem Ellenbogenverband werden die Steine im 90-Grad-Winkel zueinander ausgerichtet. Sie ergeben dadurch die Form eines Ls oder eines Ellenbogens.

  • gute Festigkeit, daher auch für Auffahrten geeignet
  • dekorative und ausgefallene Optik
  • Abwandlungen durch verschiedene Farben möglich
  • vergleichsweise aufwendig in der Verlegung
  • nur für gerade Wegverläufe und Flächen geeignet

Mittelsteinverband

Mittelsteinverband Pflaster

Bei dem Mittelsteinverband wird ein zentraler und in der Regel quadratischer Mittelstein gelegt und von weiteren rechteckigen, dreieckigen oder L-förmigen Steinen umschlossen. Das Resultat ist eine ausgefallene, edle und aufwendige Optik. 

  • ideal für Terrassen und Gehwege
  • mehrfarbige Muster möglich
  • aufwendig beim Verlegen
  • nur für gerade Verläufe geeignet
  • setzt sich optisch deutlich ab

Tipp: Der Mittelstein ist vor allem für Gehwege und Terrassen eine gute Wahl, die von unten durch eingesetzt Spots beleuchtet werden sollen. Dabei lassen sich die Mittelsteine am Rand durch Lampen ersetzen.

Segmentbögenverband

Segmentbögenverband Pflaster

Im Segmentbögenverband werden quadratische Steine so verlegt, dass sie größer werdende Bögen bilden. Diese können ineinander übergehen, einen Kreis bilden oder dem schwungvollen und gebogenen Verlauf eines Weges folgen. Bekannt ist das Pflastermuster von alten Plätzen und aus historischen Gassen.

  • vergleichsweise einfach zu legen
  • erzeugt eine nostalgische, romantische Optik
  • optimal für verschiedenfarbige Muster
  • je nach erfolgtem Versatz gute Festigkeit gegeben
  • ideal für beleuchtete Wege und Flächen

Schuppenbögenverband

Schuppenbögenverband Pflaster

Eine Weiterentwicklung des Segmentbogenverbands sind die Schuppenbögen. Bei diesen werden Kreissegmente gelegt, die gemeinsam das Muster von Fischschuppen ergeben. Wiederum kommen quadratische Steine zum Einsatz.

  • rustikale Optik
  • sehr aufwendig in der Verlegung
  • gut belastbar
  • vielseitig abwandelbar

Häufig gestellte Fragen

Was ist der passende Untergrund für Pflastersteine?

Bei einer sehr geringen Belastung kann Sand oder Bruchsand allein bereits ausreichen. Bei stärkerer Benutzung, beispielsweise bei Auffahrten, empfiehlt sich ein schichtweise aufgebautes Pflasterbett aus Kies und Sand.

Müssen Endsteine bei ausgefallenen Mustern immer zugeschnitten werden?

Nein, im Handel finden sich ebenso halbe Steine sowie drei- oder fünfeckige Varianten, die den Abschluss bilden können. Wichtig ist dabei, dass diese in Größe, Material und Farbe passen. Wer besonders kreativ werden möchte, sollte daher eine entsprechende Steinserie auswählen oder muss die einzelnen Elemente zuschneiden.

Wann ist eine fachkundige, professionelle Verlegung sinnvoll?

Sehr aufwendige Muster können bereits bei der Berechnung des Bedarfs für Laien eine Herausforderung darstellen. Kommen hierzu Steigungen beziehungsweise Gefälle und eine geschwungene Wegführung, ist das Verlegung anspruchsvoll und langwierig. In diesen Fällen ist es ratsam, das Verlegen professionell durchführen zu lassen. Das beugt Fehlern vor und verkürzt die Dauer für das Pflastern erheblich.

Welche Hilfsmittel werden beim Pflastern benötigt?

Fehler während des Legens von Mustern beim Pflastern zu vermeiden, ist einfacher, wenn zur Orientierung eine Skizze bereitliegt. Zudem wird es leichter, das jeweilige Muster nachzuahmen, wenn die erste Reihe fertig ist. Ab diesem Zeitpunkt ist es oftmals sinnvoll, zu zweit zu arbeiten.


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