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Wann sollte man Kartoffeln anhäufeln?

Wollen Sie Kartoffeln im eigenen Garten anbauen, müssen Sie auch beachten, das Sie diese anhäufeln sollten. Wann der richtige Zeitpunkt dazu ist und warum Sie die Knollen überhaupt mit Erde zusätzlich bedecken, lesen Sie hier.

Video-Tipp

Auf den Punkt gebracht

  • Anhäufeln von Kartoffeln aus verschiedenen Gründen empfehlenswert
  • z.B. wenig Unkrautbildung, Wärme- und Lichtschutz
  • Zeitpunkt des Anhäufelns abhängig vom Pflanzdatum
  • Beginn: wenn oberflächliche Pflanzen aus dem Boden wachsen
  • bis zu den Triebspitzen anhäufeln

Idealer Zeitpunkt

Wann Sie die Kartoffeln anhäufeln sollten, ist immer vom Wachstumsstatus der oberirdischen Pflanzen abhängig. Halten Sie sich an die folgenden Vorgaben, kann die spätere Ernte ertragreicher ausfallen:

  • Kartoffelkraut sollte etwa 10 bis 15 Zentimeter hoch sein
  • in der Regel etwa drei Wochen nach dem Einsetzen der Knollen zum ersten Mal anhäufeln
  • Vorgang nach etwa drei Wochen wiederholen
  • zwischenzeitlich auf freiliegende Knollen achten
  • diese immer sofort bedecken
Kartoffelpflanze angehäufelt auf einem Feld

Hinweis: Einen bestimmten Zeitpunkt im Jahr zum Anhäufeln gibt es folglich nicht. Wann Sie die Kartoffeln ins Beet gebracht haben, entscheidet darüber, wann Sie anschließend mit dem Anhäufeln beginnen sollten.

Gründe für das Anhäufeln

Es gibt verschiedene Gründe, warum Sie Kartoffeln anhäufeln sollten. Denn hierbei handelt es sich um einen Schutz, damit die Knollen reif werden und genießbar bleiben:

  • verhindert Unkrautbildung zwischen den Pflanzen
  • Wärme fördert den Ertrag
  • Erde hält Sonnenlicht ab
  • mit Erde bedeckte Sprossen bilden zusätzliche Tochterknollen
  • Boden wird aufgelockert
  • es können sich mehr Knollen bilden
  • neue Knollen bleiben unterirdisch

Hinweis: Um genügend Erde zum Anhäufeln zu haben, sollten Sie die Kartoffeln nicht zu eng setzen. Planen Sie etwa mit einem Mindestabstand von 50 Zentimetern zwischen den Reihen.

Kartoffelsorten beachten

Beim Anhäufeln gibt es zwischen Früh- und Spätkartoffeln keine Unterschiede. Da Sie erstere allerdings früher ins Beet setzen, müssen Sie diese folglich auch früher anhäufeln, insbesondere aus Gründen des Kälteschutzes.

Frisch angehäufelte Kartoffeln
  • Frühkartoffeln immer anhäufeln
  • später im Jahr einsetzte Kartoffeln erhalten genügend Wärme
  • Anhäufeln meist nicht mehr notwendig
  • darauf achten, dass keine Knollen aus dem Beet schauen

Tipp: Es wichtig, dass Sie das Kartoffelbeet nach dem Anhäufeln weiter beobachten und sofort nachhäufeln, wenn dies an einigen Stellen notwendig geworden ist, etwa falls sich dort Knollen zeigen.

Häufig gestellte Fragen

Gibt es eine Alternative zum anhäufeln?

Ja, Sie können direkt nach der Pflanzung die einzelnen Kartoffelreihen mit schwarzer Folie bedecken. Für das oberflächliche Kartoffelkraut müssen Sie jeweils Schlitze einschneiden, damit dieses hierdurch wachsen kann. Da der Boden sich unter der Folie schnell erwärmt, werden so auch das Grünwerden der Kartoffelknollen sowie Unkrautwuchs verhindert.

Kann ich die Kartoffeln statt anzuhäufeln auch mulchen?

Auch das ist eine Möglichkeit, um das Anhäufeln zu umgehen. Zudem werden hierdurch auch Nährstoffe freigesetzt, die die Pflanzen nutzen können. Für die Mulchschicht können Sie Stroh, Laub oder Gras nutzen. Diese Schicht wird sofort nach dem Einsetzen der Knollen in die Erde ausgelegt und sollte mindestens 20 Zentimeter hoch sein. Da sich das Material mit der Zeit setzt und zersetzt, muss eventuell über den Sommer eine neue Schicht aufgelegt werden.

Muss ich im Topf gezogene Kartoffeln auch anhäufeln?

Auch bei Kartoffeln, die in einem Gefäß oder einem speziellen Sack auf Balkon oder Terrasse angebaut werden, können die Knollen unter Umständen oben aus der Erde wachsen. Um dies zu verhindern, werden die Pflanzen, wenn die Triebspitzen etwa 10 Zentimeter hoch sind, mit weiterer Erde aufgeschichtet, so dass am Ende nur die Blattspitzen zu sehen sind. Gleiches gilt auch für Hochbeete.


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