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Wann sind Karotten schlecht? I Schimmel & Co

Wann sind Karotten schlecht

Karotten sind kalorienarm und sehr gesund. Richtig gelagert sind frische Möhren lange haltbar, bei schlechter Lagerung allerdings schnell verderblich. Lesen Sie hier, wann Karotten schlecht sind.

Video-Tipp

Auf den Punkt gebracht

  • stark schimmelige Möhren entsorgen
  • weiche Möhren noch genießbar
  • kühl und dunkel lagern
  • im Kühlschrank 7 bis 10 Tage haltbar
  • auch Einfrieren möglich

Schlechte Karotten erkennen

Am Aussehen, der Beschaffenheit und am Geschmack ist der Zustand von Möhren erkennbar. Frische Karotten sind fest und knackig. Sie haben eine unversehrte Oberfläche, süßen Geschmack und orange bis rote Färbung. An älteren Exemplaren, die auch noch falsch gelagert wurden, wird der Verfall dann schnell sichtbar.

Schlechte Karotte
Möhren in diesem Zustand sollten Sie eher entsorgen.

Erste Anzeichen für das Verderben des Wurzelgemüses können sein

  • schrumpelige und aufgeplatzte, löchrige Oberfläche
  • gummiartige Textur
  • schwarz-braune Flecken
  • weich und biegsam
  • mit schleimigem Film überzogen
  • wässrige, matschige Konsistenz
  • unangenehm fauliger Geruch
  • seifig-bitterer Geschmack
  • graue Farbe
  • schimmelige Enden

Je nach Zustand der Karotten ist noch eine Zubereitung möglich. Im Zweifelsfall sollten Sie sie jedoch entsorgen.

Hinweis: Möhren sind sehr gesund. Sie enthalten einen hohen Anteil der Vitamine B, C, E und K.

Schimmel auf Karotten

Schimmelige Möhren
Karotten mit solch großen Schimmelsporen gehören nur noch in den Müll!

Schimmelpilze sind für die Gesundheit schädlich. Der Pilz überzieht die Möhre dabei mit kleinen Hyphen (Zellfäden) innen und außen. Im Innern der Karotten sind diese Zellfäden nicht zu erkennen. Schimmelpilze lieben ein feucht-warmes Klima. Meist treten sie bei einer falschen Lagerung auf. Das ganze Ausmaß der Schimmelbildung wird erst sichtbar, wenn die Möhre mit einem gräulichen, haarigen Belag überzogen ist. Verschimmelte Karotten dürfen nicht mehr zum Verzehr kommen. Sie sollten schnellstens entsorgt werden, da sonst eine leichte Übertragung der Schimmelsporen auf andere Lebensmittel erfolgt.

Hinweis: Wurden schimmelige Möhren länger im Kühlschrank gelagert, muss dieser außerdem anschließend gründlich gereinigt werden.

Dunkle Flecken

Dunkle Flecken an Karotte
Diese Möhren können unter Umständen noch verzehrt werden.

Dunkle Stellen an Karotten weisen darauf hin, dass das Gemüse nicht mehr sehr frisch ist. Sind die Flecken nicht sehr groß, können sie großzügig herausgeschnitten und der Rest der Möhre verwendet werden. Ist die Bildung der Flecken jedoch schon weit vorangeschritten und die Konsistenz der Karotte schon leicht matschig, ist sie ungenießbar. Sie sollte umgehend in den Biomüll.

Weich und schrumpelig

Solche Karotten sind noch essbar. Allerdings haben sie an Aroma verloren. Sie können aber ganz leicht wieder schön fest und knackig werden. Dabei wird wie folgt vorgegangen

  • Kunststoffbehälter mit kaltem Wasser füllen
  • Möhren reinlegen
  • mit Deckel verschließen
  • für 1 bis 2 Tage in Kühlschrank stellen
  • für ausreichend Platz sorgen
  • werden im Wasserbad praller und voluminöser

Die Karotten können nach dieser Behandlung ganz normal zubereitet werden.

Karotten im Gemüsebeet

Hinweis: Lagersorten sollten im Garten so lange wie möglich in der Erde bleiben. Erst dann erreichen sie ein gutes Aroma.

Möhren richtig lagern

Normalerweise sind Karotten lange haltbar. Durch eine richtige Lagerung kann die Haltbarkeit noch verlängert werden. Es dabei verschiedene Möglichkeiten

  • bei 18°C Raumtemperatur: Haltbarkeit 3 bis 5 Tage
  • bei 7°C im Kühlschrank: Haltbarkeit 2 bis 6 Wochen
  • bei -18°C im Gefrierfach: Haltbarkeit 10 bis 12 Monate
  • im Wasserbad im Kühlschrank: Haltbarkeit 1 bis 1,5 Monate

Tipp: Im Winter kann auch eine Lagerung im Keller in einer mit Sand gefüllten Holzkiste erfolgen.

Lagern Sie die Möhren im Gemüsefach des Kühlschranks, ist es ratsam, sie in ein feuchtes Tuch zu wickeln, um sie so vor Austrocknung zu schützen. Um die Haltbarkeit der Karotten zu verlängern, muss vor der Lagerung noch weiteres beachtet werden

  • erst unmittelbar vor Verzehr waschen
  • lediglich Erde vorsichtig abbürsten
  • nicht neben reifendem Obst wie Äpfeln, Tomaten, Birnen lagern
  • verderben durch abgesonderte Reifegase schneller
  • gekaufte Möhren aus Plastiktüte nehmen
  • Grünes entfernen
Karotten in Händen halten und kontrollieren

Hinweis: Kontrollieren Sie die eingelagerten Karotten regelmäßig auf Schimmel und Fleckenbildung.

Häufig gestellte Fragen

Was ist beim Einfrieren von Karotten zu beachten?

Karotten können roh oder auch blanchiert eingefroren werden. Erfolgt ein Blanchieren, dann bleibt die Konsistenz und Farbe nach dem Auftauen erhalten. Die Möhren werden geschält in Stücke oder Scheiben geschnitten und anschließend 2 bis 3 Minuten im kochenden Wasser blanchiert. Das Abkühlen erfolgt dann für 2 bis 3 Minuten in Eiswasser. In einem Sieb sollten sie dann abtrocknen. Proportioniert und luftdicht verpackt, kommen sie in die Gefriertruhe.

Können sich in älteren Möhren Giftstoffe ansammeln?

Nein, solange die Karotten nicht von Schimmel durchzogen sind. Beim Verzehr von älteren, noch einwandfreien Karotten treten keine Übelkeit, Erbrechen oder sonstige gesundheitliche Beeinträchtigungen auf.

Besteht die Möglichkeit, Karotten auch im Garten zu lagern?

Möhren können im Winter auch wie anderes Wurzel- und Knollengemüse im Garten in einer Erdmiete eingelagert werden. Verwendung finden dazu Behälter wie Töpfe oder Fässer. Diese werden vorher mit Löchern versehen, damit die Luft zirkulieren kann. Auf den Gefäßboden wird eine Drainageschicht aus Blähton gegeben und anschließend die Möhren abwechselnd mit eine Schicht Sand eingelegt. Gefäß verschließen, anschließend in ein 60 cm tiefes Loch geben und mit Steinen beschweren. Mit Laub/Stroh abdecken.

Welche gesundheitlichen Folgen drohen beim Verzehr schlechter Karotten?

Der Verzehr von verdorbenen Möhren kann verschiedene Symptome wie Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Bauchkrämpfe, Schwindel und Fieber verursachen. Auch eine Dehydrierung ist möglich. Weiterhin können die durch Schimmelpilze produzierten Mykotoxine zur Störung der Darmflora, Schwächung des Immunsystems und Erbgutschädigung führen. Daneben sind diese Giftstoffe krebserregend.

Autor
Mirko ist zwar studierter Anglist, beherrscht aber auch die Sprache der Pflanzen perfekt. Er wuchs quasi im Schrebergarten seiner Großeltern auf und verbringt den Großteil seiner Freizeit in der Natur, wenn er nicht gerade schreibt.
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