Was fressen Eichhörnchen - Titel

Die lustigen Kobolde sind dafür bekannt, dass sie sich über den Herbst hinweg viele Vorratslager für den Winter mit Nahrung anlegen. Nachfolgend mehr dazu, was genau Eichhörnchen im Sommer sowie Winter fressen.

Auf den Punkt gebracht

  • Eichhörnchen sind Allesfresser
  • Nüsse stehen hoch im Kurs
  • auch Beeren und Bucheckern sehr beliebt
  • zusätzliche Winterfütterung sinnvoll

Winterruhe statt Winterschlaf

Eichhörnchen (Sciurus) halten keinen Winterschlaf in dem Sinne, sondern eher eine Winterruhe. Sie sind dann nicht so aktiv wie im Sommer, allerdings müssen Eichhörnchen auch jetzt regelmäßig fressen. Aus diesem Grund sind sie einige Stunden am Tag unterwegs, um Futter zu suchen. Allerdings brauchen sie jetzt weniger Nahrung, da sie während der Wintermonate ihren Energiestoffwechsel drastisch herunterfahren. In weiser Voraussicht legen die Kletterkünstler bereits im Herbst verschiedene Verstecke mit Futter an. Meist befinden diese sich in Baumstammnähe oder hinter abstehenden Rindenstücken am Baum. An den genauen Ort, wo sich die Verstecke befinden, können die Tiere sich kaum erinnern. Daher werden immer mehrere Verstecke angelegt. Mit Hilfe ihres Geruchsinns werden einige wiedergefunden.

Hinweis: In der Regel werden nicht alle vergrabenen Nüsse und Samen wieder aufgespürt. Letztere beginnen im Frühjahr zu keimen und es entstehen neue Bäume. Eichkatzen spielen daher beim Waldaufbau eine wichtige Rolle.

Eichhörnchen

Kleine Allesfresser

Die Nahrung der Eichhörnchen ist stets vom vorhandenen Angebot in dem jeweiligen Revier abhängig. Daneben kann diese auch in den einzelnen Jahreszeiten recht unterschiedlich sein. Die Futteraufnahme ist dabei abhängig von der Größe der Tiere und ebenfalls von der Jahreszeit. Im Sommer frisst ein Hörnchen bis zu 80 Gramm pro Tag und im Gegensatz dazu im Winter nur knapp die Hälfte, 35 Gramm täglich. Die Nahrungspalette ist weit gefächert. Sie besteht aus:

  • Hasel- und Walnüssen
  • Zirbelnüssen
  • Fichtensamen
  • Kiefernzapfen
  • Bucheckern und Eicheln
  • Ahornsamen
  • Sonnenblumenkernen
  • Beeren wildwachsender Pflanzen und Obst
  • Pilzen und Pflanzengallen (Gewebewucherungen)
  • Triebe, Blätter und Knospen junger Zweige
  • Baumrinde

Sollte das Angebot an dieser Nahrung nicht so groß sein, suchen die Eichhörnchen auch nach tierischem Futter wie:

  • Würmer und Larven
  • verschiedene Insekten
  • Schnecken

Schnell kann es dann auch passieren, besonders wenn bereits Jungtiere vorhanden sind, dass die sonst so putzigen Hörnchen zum Nesträuber werden. Ihnen fallen dann Jungvögel und Eier zum Opfer.

Hinweis: Im Sommer sammeln die fleißigen Eichkatzen bis zu 10.000 Nüsse, die sie dann in verhältnismäßig flachen Erdmulden für den Winter vergraben.

Ist Winterfütterung notwendig?

Gerade während der Wintermonate, wenn der Boden gefroren ist oder eine hohe Schneedecke diesen bedeckt, ist es den Eichhörnchen kaum möglich an ihre versteckte Nahrung zu gelangen. In diesem Fall ist eine zusätzliche Winterfütterung angebracht. Gleiches gilt allerdings auch während der heißen Jahreszeit, wenn aufgrund der Witterung kaum Nahrung wächst. Eichhörnchen fressen dann besonders gern:

  • Möhrenstückchen
  • reife Gurken und Brokkoli
  • Maronen
  • Hasel- und Walnüsse
  • Sonnenblumen- und Kürbiskerne
  • getrockneter Mais
  • Zwieback, ungesüßt
  • Rosinen
  • Apfel- und Birnenstücke
  • getrocknete Bananenscheiben
  • Weintrauben in geringen Mengen
  • Baumsamen (Fichte, Tanne, Kiefer)

Besondere Leckerbissen sind während der warmen Jahreszeit auch kleine Stücke einer Wassermelone. Weiterhin ist zu beachten, dass für Jungtiere die Schale der Nüsse geknackt werden muss. Bei älteren Tieren ist dies nicht notwendig, lediglich nur während einer Fütterung in den Sommermonaten, sonst würden sie die Nüsse vergraben. Baumsamen kann im Zapfen gereicht werden. Weiterhin sollte den Tieren unabhängig von der Jahreszeit stets frisches Wasser angeboten werden.

Eichhörnchen frisst Kerne
Um Eichhörnchen während der Winterruhe zu unterstützen, können Sie Kerne auslegen.

Hinweis: Zu beobachten ist, dass der Bestand der Eichkatzen in den Jahren, wo viel Samen bei Fichte, Buche und Co vorhanden ist, gewaltig ansteigt und in mageren Jahren hingegen abnimmt.

Futterstelle einrichten

Bei der Einrichtung einer Futterstelle im Garten sollte einiges beachtet werden:

  • gut geeignet spezielle Futterstationen für Eichkatzen
  • außerhalb Erreichbarkeit von Katzen anbringen
  • am besten mehrere Futterstellen schaffen
  • Anbringen in mindestens zwei Meter Höhe
  • regelmäßige Säuberung
  • Zeitungspapier auf Boden der Station auslegen
  • keine Futtermittel direkt auf Erdboden streuen

Tipp: Niemals dürfen Brot oder sonstige Essensreste verfüttert werden. Diese können gefährlich für die Klettermeister werden.

Häufig gestellte Fragen

Warum sollten Eichkatzen keine Erdnüsse und Mandeln zum Fressen bekommen?

Erdnüsse wachsen generell nicht hierzulande. Sie sind daher kein natürliches Futterangebot, welches die Tiere in der freien Natur finden. Darüber hinaus können sie leicht schimmeln. Auch von Mandeln sollte zum Füttern Abstand genommen werden. Diese enthalten Blausäure und können für die Eichkatzen gefährlich sein.

Kann auch Vogelfutter an Eichkatzen verfüttert werden?

Schaden tut es den Tieren nicht. Besonders lieben die kleinen Flitzer die im Vogelfutter enthaltenen Sonnenblumenkerne. Diese sind gute Energielieferanten. Es ist auch nicht notwendig die Nagetiere vom Vogelhaus zu vertreiben. Vögel und Eichkatzen finden hier für sie wertvolles Futter und beide Tierarten kommen miteinander aus.

Wie kann erkannt werden, ob eine Eichkatze Hilfe braucht?

Falls sich das Tier leicht fangen lässt, kann es krank, verletzt oder hungrig sein. Vorsicht, ausgewachsene Eichkatzen können kratzen und beißen. Mitunter kann es auch sein, dass ein Hörnchen dem Menschen hinterherläuft. Meist handelt es sich dabei um ein Jungtier, welches allein nicht zurechtkommt.