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Was fressen Grashüpfer?

Was fressen Grashüpfer? | Nahrung von A-Z

Grashüpfer unterscheiden sich nicht nur in ihrem Äußeren, sondern auch in ihren Nahrungsgewohnheiten. So stehen bei manchen Arten neben pflanzlichen Bestandteilen auch tierische Komponenten auf dem Speiseplan. Das fressen Grashüpfer.

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Auf den Punkt gebracht

  • Grashüpfer bevorzugen begrünte Gebiete zur Tarnung und dem Schutz vor Feinden
  • fressen mittlerweile omnivor, d. h. sowohl pflanzlich als auch tierisch
  • Süßgräser und kleine Insekten besonders beliebt
  • veränderte Ernährungsweise resultiert aus veränderten Lebensbedingungen

Aussehen und Lebensweise

Grashüpfer (Gomphocerinae) sind zumeist eher durch ihr auffälliges Zirpen bekannt. Sie sind überwiegend hellgrün bis bräunlich gefärbt, denn Färbung gewährt ihnen eine natürliche Tarnung. In nahezu allen begrünten Gebieten besitzen sie somit einen Schutz vor Fressfeinden. Weitere Merkmale sind:

  • 15 bis 22 Millimeter groß
  • dünne Fühlerpaare
  • kurze Vorderbeine sowie lange und starke Hinterbeine
  • Männchen in der Regel kleiner als Weibchen

Vorwiegend ist das Insekt in Wiesen und Sträuchern vorzufinden. Diese dienen ihm als Rückzugsort und gleichzeitig als Nahrung zum Fressen. Um sich gut fortbewegen zu können, werden Gewächse mit einer Höhe zwischen 30 und 80 Zentimetern bevorzugt. Die Familie der Grashüpfer umfasst rund 26.000 verschiedene Unterarten. Nicht alle davon sind jedoch in Deutschland oder Europa vertreten.

Gemeiner Grashüpfer (Chorthippus parallelus)
Der Gemeine Grashüpfer (Chorthippus parallelus) gehört zu den am häufigsten in Mitteleuropa vorkommenden Grashüpfer-Arten.

Hinweis: Das Zirpen der Heuschrecken dient primär der Suche nach einem Partnertier. Darüber hinaus werden die Laute aber auch zur Verteidigung des eigenen Reviers und zur Warnung vor Fressfeinden eingesetzt.

So fressen Grashüpfer

Ursprünglich war der Grashüpfer eine rein pflanzenfressende Art. Durch verschiedene äußere Einflüsse entwickelten sich die Gattungen jedoch fortlaufend zu Omnivoren (Allesfressern) weiter. Das Fressverhalten ist hierbei sowohl von pflanzlichen als auch tierischen Anteilen geprägt.

Die Hauptursache für den omnivoren Lebensstil von Heuschrecken liegt im Rückgang der natürlichen Lebensräume. Durch die Rodung von Wäldern und Wiesenflächen schwindet der Lebensmittelpunkt der Grashüpfer. Die durch intensive Landwirtschaft geprägten Gebiete bieten dem Insekt also keine adäquaten Rückzugs- und Nahrungsbeschaffungsmöglichkeiten mehr.

Grashüpfer frisst Blatt
Hierzulande sind fast ausschließlich nur noch allesfressende Gattungen zu finden.

Zudem wird das Verhalten durch verschiedene zusätzliche Faktoren beeinflusst:

  • Anwesenheit von Fressfeinden
  • Mobilität
  • Populationsgröße
  • Verfügbarkeit von Nähr- und Mineralstoffen

Hinweis: Trotz der Anpassung des Nahrungsverhaltens sind die Heuschrecken in ihrer Population stark bedroht.  Bereits seit 2019 stehen alle heimischen Arten daher auf der roten Liste gefährdeter Lebewesen.

Pflanzliche Nahrung

Die pflanzliche Kost stellt bei den meisten Arten die Basis der täglichen Ernährung dar. Besonders gerne fressen Grashüpfer dabei die nachfolgenden Pflanzenarten:

  • Beerenpflanzen: Brombeere, Himbeere, Erdbeeren
  • Früchte: Apfel, Birne
  • Kräuter: Bärlauch, Dill, Koriander, Kresse, Petersilie
  • Löwenzahn
  • Riedgräser (Unterart der Sauergräser): Seggen, Zypergras
  • Süßgräser: Bambus, Federgras, Pfeifengras, Schilf, Schwingel
Grashüpfer frisst Süßgras

In Bezug auf die pflanzlichen Nahrungsquellen liegt der Fokus von Heupferden auf Süßgräsern. Neben den vorgenannten Arten zählen auch viele Nutzpflanzen wie Weizen, Mai, Hirse und Hafer zu diesen. Bei Auftritten von größeren Schwärmen besteht daher die Gefahr eines vollständigen Abfressens der Pflanzen.

Tipp: Um eine ungewollte Plage zu verhindern, empfiehlt es sich, natürliche Fressfeinde im eigenen Garten anzusiedeln. Neben Vögeln gehören auch Wespen, Mäuse, Marder und Ratten zu den natürlichen Gegnern.

Tierische Nahrung

Für eine ausgewogene Nährstoffversorgung greifen viele Gattungen mittlerweile auch auf tierische Nahrungsmittel zurück. Einige bekannte Quellen der hiesigen Arten sind:

Grashüpfer frisst von toter Kakerlake

Einzelne Sorten fressen auch vom Aas größerer Tiere. Neben bereits verstorbenen Tieren ernährt sich die Heuschrecke vornehmlich von kranken oder verletzten Lebewesen.

Häufig gestellte Fragen

Können Grashüpfer auch als Schädlingsbekämpfer eingesetzt werden?

Obwohl das Heupferd eine Vielzahl an Schädlingen frisst, eignet es sich nicht als Schädlingsbekämpfer. Neben Blattläusen und Miniermotten zählen auch viele Nützlinge wie Raupen und Würmer zu den bevorzugten Nahrungsmitteln. Die Ansiedlung eines großen Schwarmes würde daher auch mit einer verminderten Population der gewollten Insekten einhergehen.

Sollten Heuschrecken zusätzliche Nahrungsquellen angeboten werden?

In der Regel bieten natürlich gehaltene Gärten und Parks ein ausreichendes Nahrungsangebot. Neben verschiedenen Pflanzenarten findet der Grashüpfer hier auch eine ganze Reihe verschiedener Insektenarten.

Wie können Heupferde darüber hinaus unterstützt werden?

Neben der Bereitstellung ausreichender Versteck- und Nahrungsmöglichkeiten empfiehlt sich auch der Einsatz einer Insektentränke. Diese dient nicht nur den Heupferden, sondern auch vielen anderen Insekten als Wasserquelle.

Autor
Mirko ist zwar studierter Anglist, beherrscht aber auch die Sprache der Pflanzen perfekt. Er wuchs quasi im Schrebergarten seiner Großeltern auf und verbringt den Großteil seiner Freizeit in der Natur, wenn er nicht gerade schreibt.

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