Rasenaktivator - Titel

Der Rasen schwächelt und wächst nicht mehr wie erhofft, schnell wird dann zu einem mineralischen Dünger gegriffen. Aber ist das immer sinnvoll und bringt es das gewünschte Ergebnis? Informationen zum alternativen Rasenaktivator finden sie hier.

Auf den Punkt gebracht

  • Rasenaktivator als Bodenhilfsstoff einsetzen
  • Rasenflächen sind starkzehrende Monokulturen
  • Hilfsstoff richtig anwenden, dann wird Rasenwachstum gefördert
  • Aktivator bringt Hilfe bei Bodenermüdung
  • wirkt bereits nach wenigen Tagen nach der Ausbringung

Rasenaktivator als Bodenhilfsstoff

Ein schöner grüner Rasen ist das Aushängeschild eines jeden Gartens. Die Rasenfläche wird dabei übers Jahr hinweg ganz schön strapaziert. Ganz nebenbei handelt es sich bei Rasen um starkzehrende Pflanzen. Nicht immer ist dabei eine Düngergabe die richtige Entscheidung. Mit der Zeit leidet der Boden unter der Grünfläche und kann sie nicht mehr vollständig versorgen. In diesen Fällen ist der Einsatz eines Rasenaktivators sinnvoll. Dabei handelt es sich nicht um einen Dünger, sondern um einen Bodenhilfsstoff. Er ist mit Gesteinsmehl angereichert und enthält nebenbei noch andere Inhaltsstoffe, die dem ausgelaugten Boden zugutekommen. Bei einer richtigen und mehrmaligen Anwendung bringt ein Rasenaktivator viele Vorteile wie:

Rasen Engerlinge
  • Schaffung von strukturstabilem Humus im Boden
  • Wiederbelebung des Bodenlebens durch Anzucht neuer Mikroorganismen
  • generell Erhöhung der Bodenqualität
  • Optimierung des Wasser- und Wärmehaushalts im Boden
  • Garantie für ausreichende Luftzufuhr
  • Verbesserung des pH-Werts gerade bei sauren Böden
  • Schaffung der Voraussetzung für gesundes Wurzelwachstum
  • damit verbunden Erhöhung der Vitalität der Rasenpflanzen
  • Begünstigung einer erhöhten Nährstoffausnutzung des Rasens

Der Rasenaktivator können Sie bei bestehender Rasenfläche, aber auch vor einer Neuanlage ausbringen. Die Wirkung erfolgt bereits nach wenigen Tagen.

Hinweis: Allerdings kann der Boden nur dauerhaft Humus bilden, wenn er auch regelmäßig eine Zufuhr bekommt. Der Gehalt im Rasenaktivator ist zu gering, daher ist es sinnvoll zusätzliche Düngungen mit Kompost oder zerkleinertem Rasenschnitt zu tätigen.

Unterschiedliche Inhaltsstoffe

Der Bodenhilfsstoff enthält unterschiedliche Inhaltsstoffe, die auch eine unterschiedliche Wirkung auf den Boden nach sich ziehen. Es sind enthalten:

  • Organische Substanzen: Kohlenstoffanteile als Energiequelle für Bodenlebewesen
  • Haupt- und Spurennährstoffe: u.a. Gesteinsmehle, Nahrung für Boden und Pflanzen gleichzeitig
  • Kalk: zur Erhöhung des pH-Werts, dadurch gleichzeitige Vermehrung der Bodenbakterien
  • Tonminerale: wie Betonit zur Förderung des Ton-Humus-Komplexes und Erhöhung der Wasserspeicherung

Diese genannten Inhaltstoffe müssen nicht alle in einem Rasenaktivator enthalten sein. Die Zusammensetzung ist von Hersteller zu Hersteller mitunter recht unterschiedlich. Jedoch sollte dabei von Billigprodukten Abstand genommen werden, da hier sehr oft ein hoher Anteil an Sand beigemischt wird.

Rasen kalken

Wann Aktivator einsetzen?

In trockenen und humusarmen Böden, gerade unter Rasenflächen, zieht sich das Bodenleben immer tiefer in die Erde zurück, bis schließlich die Bodenorganismen absterben. Die Rasenfläche ist dann nicht mehr sehr vital und gesund. Erste Hinweise können sein:

  • schnellere Austrocknung im Sommer
  • dadurch häufigeres Wässern notwendig
  • harter, verdichteter Boden
  • vermehrt lichte Stellen im Rasen
  • auf verdichtetem Boden kaum Wachstum mehr
  • generell gehemmtes Rasenwachstum
  • vermehrtes Pilzwachstum und Moosbildung
  • zunehmende Ausbreitung von Wildkräutern
  • verfilzte Grasnarbe

Sehr häufig ist eine verfilzte Grasnarbe auf zu wenig im Boden lebenden Mikroorganismen zurückzuführen. Die noch vorhandenen Bodenlebewesen schaffen es nicht das gesamte abgestorbene Material in den Boden zu befördern und dort zu zersetzen. Nicht nur der Rasen hat dann eine Düngung nötig, sondern auch der Boden. Hier kommt dann der Rasenaktivator zum Einsatz.

Tipp: Auch bei jedem Mähen werden dem Boden Nährstoffe entzogen, Es kann keine Neubildung von Humus erfolgen. Abhilfe kann der Einsatz von Mulchmähern schaffen. Häckseln Sie das Schnittgut klein, so gelangt es besser in den Boden und wird dort abgebaut.

Richtig anwenden

Den Aktivator gibt es als Granulat und ebenso in flüssiger Form, wobei die Granulate am beliebtesten sind. Diese sind der Flüssigform auch vorzuziehen, da hier mehr Inhaltsstoffe enthalten sind. Eine Ausbringung des Rasenaktivators kann vom Frühjahr bis zum Herbst, also von März bis Oktober erfolgen. Die optimalste Wirkung erzielen Sie jedoch im Frühjahr. Sie sollten dabei einige Hinweise beachten, also Aktivator richtig anwenden wie folgt:

Rasenaktivator mittels Streuwagen ausbringen
  • Rasenfläche frisch mähen
  • gut vertikutieren
  • Rasen muss trocken sein
  • leichte Dosierung möglich
  • Ausbringung mittels Düngerstreuer oder Universalstreuer
  • auch per Hand möglich
  • Dosierung auf Verpackung beachten
  • für bestehende Flächen 100 g/m²
  • für Neuanlagen 100 bis 150 g/m²
  • anschließend gut wässern
  • dadurch Spülung Aktivator zwischen Halme
  • schließlich Einschwemmung in den Boden
  • dort Beginn der Umsetzungsprozesse
  • mindestens eine Woche nicht mähen

Hinweis: Nach der Ausbringung Hände und alle berührten Hautstellen waschen. Bei Dosierung keinen Staub einatmen. Gegebenenfalls eine Atemschutzmaske tragen.

Häufig gestellte Fragen

Kann bei Rasenaktivator eine Überdosierung erfolgen?

Es handelt sich dabei um natürliche Inhaltsstoffe, die die Bildung von Mikroorganismen im Boden anregen und somit die Bodenqualität verbessern sollen. Es kann normal kein Schaden entstehen. Einfach den Aktivator richtig anwenden, entsprechend der Dosierungsempfehlungen der Hersteller.

Muss neben dem Einsatz noch gedüngt werden?

Bei dem Aktivator handelt es sich nicht um einen Dünger für den Rasen. Natürlich sollte die Düngung des Rasens vom Frühjahr bis zum Herbst, zwei- bis dreimal, wie gewohnt erfolgen. Allerdings sollte dabei nicht überdosiert werden, denn dadurch wird der Humusabbau im Boden beschleunigt, was wiederum schlecht für die Bodenqualität ist.

Wie sollte der Aktivator richtig gelagert werden?

Das Behältnis muss verschlossen und trocken aufbewahrt werden. Gleichzeitig muss er vor dem Zugriff von Kindern und Haustieren geschützt werden. Die Temperatur kann zwischen + 6°C und + 35 °C liegen. Eine zu feuchte, kalte und zu warme Lagerung kann sich negativ auf die Produkteigenschaft auswirken und gleichzeitig kann die Umsetzung der Nährstoffe herabgesetzt werden.