„O Tannenbaum, o Tannenbaum wie grün sind deine Blätter.“ Damit es auch so bleibt und der Weihnachtsbaum zum Christfest seinen glänzenden Auftritt hat, gibt es einiges zu beachten. Schließlich soll er zum Fest glänzend erstrahlen und so manches Kinderherz erfreuen. Darüber hinaus wäre es auch schön, wenn er auch den Jahreswechsel noch in seinem schönen grünen Nadelkleid unbeschadet übersteht. Nachfolgend einige Tipps, damit der Weihnachtsbaum frisch bleibt und die Nadeln behält.

Weihnachtsbaum frisch halten

Heiligabend ist schon in Sicht. Höchste Zeit also den Tannenbaum aufzustellen und anzuputzen. Damit er auch noch Tage nach dem Fest in vollem Glanz erstrahlt, gibt es einige Tipps, die den Weihnachtsbaum frisch halten.

Beim Kauf beachten

Es fängt schon beim Kauf des Weihnachtsbaumes an, dass dieser dann in der guten Stube mit all seinen Kugeln und Kerzen schön anzuschauen ist. Normalerweise werden die Tannenbäume zum Fest bereits Ende November geschlagen. Meist kommen sie noch nicht einmal aus dem heimischen Forst, sondern hauptsächlich aus Dänemark. Diese sind zwar preisgünstig, aber dafür sind sie auch eher trocken und verlieren schnell an Nadeln.
Daher ist es wichtig beim Kauf die Augen offen zu halten und darauf zu achten, dass der Baum auch recht frisch ist. Sonst ist es leicht möglich, dass am Heiligen Abend eine böse Überraschung wartet. Der Tannenbaum sollte vor dem Kauf genauestens geprüft werden. Neben einem gleichmäßigem Wuchs, sollte der Baum auch einen geraden Stamm vorweisen. Weiterhin ist ein relativ frischer Baum erkennbar an

  • glänzenden Nadeln
  • keinen Verletzungen an den Zweigen
  • keine Schleifspuren
  • weißen Schnittstellen am Stamm

Falls der Stamm bereits eine braun- gräuliche Färbung an der Schnittstelle aufweist, liegt er beim Händler mit Sicherheit schon eine längere Zeit. Weiterhin sollte mit der geschlossenen Hand gegen Nadelrichtung an einem Zweig gestreift werden. Verliert der Baum dabei Nadeln, ist er bereits trocken. Mit Sicherheit wird er das Fest nicht wirklich durch seine Schönheit bereichern.

Weihnachtsbäume

Eine Alternative zum Kaufen eines Weihnachtsbaums ist das selber schlagen. In manchen waldreichen Regionen besteht die Möglichkeit den Tannenbaum für das Weihnachtsfest selbst zu schlagen. Dann ist auf alle Fälle garantiert, dass er frisch ist. Außerdem kann es für die ganze Familie ein besonderes Erlebnis werden. Heimische Bäume können durchaus bei einer entsprechenden Pflege bis Anfang Februar zu Mariä Lichtmess ihr schönes Aussehen behalten.

Baumart entscheidend

Natürlich spielt auch die Baumart eine Rolle, wie lange ein Weihnachtsbaum in der Wohnung frisch gehalten werden kann. Hierzulande sind Nordmanntannen sehr beliebt. Nicht nur weil die Nadeln nicht stechen und glänzend grün sind, sondern weil sich die Tanne in der beheizten Stube auch lange hält. Gleiches gilt ebenfalls für Edeltannen. Beide Baumarten behalten bei guter Pflege ihr Aussehen bis weit in den Januar hinein. Allerdings können sie nicht mit dem angenehmen Duft einer Blaufichte aufwarten.

Im Vergleich dazu beginnen Blaufichten oder ganz normale Rotfichten bereits nach zwei bis drei Wochen, ihre Nadeln zu verlieren. Im Vormarsch sind auch Schwarzkiefern als Weihnachtsbaum. Diese haben sogar in beheizten Räumen kein Problem mit etwas höheren Temperaturen und verlieren die Nadeln nicht so schnell. Allerdings besteht ein Nachteil, die Zweige sind recht schwach und bei Belastung können sie schnell brechen.

Lagerung

Nach erfolgtem Kauf sollte der Tannenbaum aber nicht so einfach sich selbst überlassen werden, bis sein Auftritt an Weihnachten erfolgt. Wichtig ist auf alle Fälle, dass der Tannenbaum nicht gleich nach dem Kauf in die warme Stube gestellt wird. Dadurch würde die Haltbarkeit wesentlich herab gesetzt. Um die Bäume frisch zu halten, sollten folgende Tipps zur Lagerung bis zum Fest beachtet werden:

  • kühler, windgeschützter Platz
  • Balkon oder Keller
  • am Stamm eine 2 bis 3 cm dicke Scheibe abschneiden
  • dadurch bessere Wasseraufnahme möglich
  • Baum in Eimer voll Wasser stellen
  • Netz sollte am Baum verbleiben
  • dadurch geringere Verdunstung von Wasser

Sollte keine Möglichkeit bestehen, dass der Baum draußen oder im Keller zwischengelagert werden kann, sollten die Zweige regelmäßig mit Wasser besprüht werden. So kann dem Baum verdunstetes Wasser wieder zugeführt werden.

Hinweis: Die Haltbarkeit des Weihnachtsbaumes ist stets von der Raumtemperatur abhängig. Je niedriger die Temperatur ist, desto länger bleibt der Weihnachtsbaum frisch.

Das Fest naht

Bevor der Baum nun zum Weihnachtsfest ins Haus kommt, sollte auf alle Fälle ein „Temperaturschock“ verhindert werden. Mit anderen Worten, der Tannenbaum sollte nicht sofort in die geheizte Stube gestellt werden. Es ist empfehlenswert ihn eine Nacht vorher im Treppenhaus oder der Diele an die neuen Temperaturen zu gewöhnen. Dann sollte auch das Transportnetz entfernt werden. Anschließend können die Äste problemlos in ihre natürliche Position gebogen werden. Um Verletzungen am Baum vorzubeugen, wird das Netz von unten nach oben von der Tanne entfernt.

Damit der Weihnachtsbaum auch über die Feiertage und darüber hinaus seine Schönheit behält, ist ein Baumständer mit Wassertank eine gute Lösung. Hier kann regelmäßig Leitungswasser einfach nachgefüllt werden. Der Wasserbedarf der Bäume kann ganz unterschiedlich sein. Ausschlaggebend ist hierbei die Größe des Weihnachtsbaums. So können die Bäume innerhalb von 24 bis 48 Stunden bis zu drei Liter Wasser verbrauchen. Weitere Maßnahmen, um den Weihnachtsbaum in der beheizten Stube frisch zu halten, können sein

  • Platz nicht direkt an Heizung oder Ofen wählen
  • nachts Heizung runterdrehen
  • regelmäßige Lüftung der Räume
  • Erhöhung der Luftfeuchtigkeit
  • dazu Zweige mit Wasser besprühen
  • bei Fußbodenheizung, Hocker oder kleine Tisch verwenden

Durch diese Maßnahmen kann die Wasserverdunstung des Baumes herab gesetzt und die Austrocknung des Blattwerkes verhindert werden.

Weihnachtsbaum frisch halten

Hinweis: Mitunter wird auch die Zugabe von einem Esslöffel Zucker, Frischhaltemittel oder Glycerin in das Wasser empfohlen, um einem schnellen Nadelfall vorzubeugen. Zum einen muss hierbei Vorsicht walten, wenn Haustiere im Haushalt leben. Für diese kann ein solch Cocktail zum Verhängnis werden. Auf der anderen Seite bringt der Zusatz von Zucker oder Frischhaltemittel auf keinen Fall den erwünschten Effekt. Im Gegenteil kann ein Zusatz von Glycerin lediglich dazu führen, dass der Baum bzw. das Laub sich bräunlich bis rot verfärbt. Weiterhin kann es zur Bildung von Schimmelpilzen kommen.

Alternative „Topfbaum“

Alternativ zum geschlagenen Weihnachtsbaum kann eine Tanne im Topf auch zu Weihnachten erfreuen. Diese ist in der Regel immer kleiner als die klassische Weihnachtstanne. Vorteilhaft ist dabei, dass kein Ständer benötigt wird. Aber auch diese Weihnachtsbäume sollten nicht direkt ins das geheizte Wohnzimmer gestellt werden, sondern vorher sollten sie einige Tage im Freien verbringen. Kurz vor den Feiertagen können sie dann ins Haus umziehen. Auch hier einige Tipps:

  • Erde stets feucht halten
  • keine Staunässe
  • Verbleib im Haus lediglich drei bis vier Tage

Bei einer längeren Haltung im Zimmer kann sich schnell das Blattwerk braun verfärben und es kommt zum Nadelverlust. Solche Weihnachtsbäume können nach dem Fest an frostfreien Tagen, wenn der Boden nicht gefroren ist, in den Garten verpflanzt werden. Mit viel Glück wachsen sie dort auch gut an. Probleme kann es allerdings bei Nordmanntannen geben. Durch ihre lange Pfahlwurzel kann es beim Auspflanzen zu Beschädigungen der Wurzeln kommen.

Hinweis: Wer nicht genug Platz für ein ganzes Bäumchen hat oder schlicht und einfach keinen Tannenbaum möchte, muss trotzdem nicht ohne die Weihnachtsdekoration aus Tannengrün auskommen. Hier erfahren Sie, wie Sie einen Weihnachtskranz ganz einfach selbst binden können.