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Diesen Geruch hassen Hunde

Welchen Geruch hassen Hunde? I Diese 10 helfen

Hunde haben einen exzellenten Geruchssinn und setzen selbst die unterschiedlichsten Duftmarken. Diese ziehen wiederum andere Hunde an. Es gibt aber auch verschiedene Düfte, bei denen die Vierbeiner Reißaus nehmen. Diesen Geruch hassen Hunde.

Video-Tipp

Auf den Punkt gebracht

  • Hunde sehr geruchsempfindlich
  • Kräuter mit hohem ätherischem Ölgehalt zum Vertreiben geeignet
  • auch verschiedene Gewürze und Zitrusfrüchte nicht beliebt
  • Hausmittel wie Essig oder Kaffeesatz nutzen
  • Vorsicht: verschiedene Mittel auch schädlich für Hunde

Geruchssinn wichtig

Für Hunde ist der Geruchssinn besonders wichtig, um die Welt um sich herum zu erkunden. Durch das Setzen ihrer Duftmarken, markieren sie zum einen ihr Revier und stärken zum anderen gleichzeitig die Zusammengehörigkeit untereinander. Das kann sich durch das Urinieren an stets der gleichen Stelle äußern. Für Grundstücksbesitzer wird dies mit der Zeit recht ärgerlich. Da Hunde allerdings einige Gerüche verabscheuen, können diese zum Vertreiben genutzt werden. Aber Vorsicht, die Tiere dürfen dabei keinen Schaden nehmen. Zu solchen Gerüchen gehören unter anderem:

Verschiedene Kräuter

Gerade Kräuter mit einem hohen ätherischen Ölgehalt sind für den Menschen im Duft sehr angenehm. Hunde „riechen“ das allerdings etwas anders. Sie nehmen die Gerüche der Pflanzen für sehr unangenehm wahr und nehmen dann auch schnell Reißaus. Zu solchen Duftkräutern gehören

  • Lavendel (Lavandula angustifolia)
  • Pfefferminze (Mentha x piperita)
  • Basilikum (Ocimum basilicum)
  • Beifuß (Artemisia vulgaris)
  • Weinraute (Ruta graveolens)
Pfefferminze und Basilikum
Kräuter wie Pfefferminze (links) und Basilikum haben auf Hunde eine abschreckende Wirkung.

Die Anwendung der Düfte kann dabei unterschiedlich erfolgen:

  • mehrere Kräuter nebeneinander Pflanzen
  • Einsatz konzentrierter ätherischer Öle (noch intensiver)
  • entlang Grundstücksgrenze oder Gartenzaun ausbringen
  • Öl auf Boden oder Holz träufeln

Hinweis: Zum Einsatz können auch das Öl des Teebaums, der Süßkirsche oder Ylang-Ylang-Öl kommen.

Zitrusfrüchte

Besonders hassen die Vierbeiner die Gerüche der unterschiedlichsten Zitrusfrüchte wie

  • Orange (Citrus sinensis)
  • Zitrone (Citrus limon)
  • Limette (Citrus aurantifolia)
  • Mandarine (Citrus reticulata) oder
  • Grapefruit (Citrus pradisi)
Zitrone schneiden

Die Anwendung ist recht einfach

  • Schalen mit Messer oder im Mixer zerkleinern
  • an betreffenden Stellen ausbringen

Allerdings ist dabei zu beachten, dass die Gerüche die Schleimhäute der Tiere reizen. Bei einem intensiven Kontakt kann es dabei zu dauerhaften Schädigungen der Mundschleimhäute und Atemwege sowie zu Magen-Darm-Problemen kommen. Setzen Sie Zitrusdüfte dementsprechend nur mit Bedacht ein.

Gewürze

Gewürze sind in der Küche unentbehrlich. Für Hunde jedoch sind die Gerüche äußerst unangenehm und sie versuchen diesen auszuweichen. Besonders wirkungsvoll sind

  • Pfeffer
  • Paprika
  • Chili
  • Nelke
  • Zimt
Drei Ceylon-Zimtstangen auf Tisch
Zimtstangen verströmen einen Geruch, den Hunde nicht mögen.

Das Ausbringen erfolgt dabei pulverisiert an betroffenen Stellen. Allerdings ist der Einsatz nicht ganz ohne und sollte nur in Betracht kommen, wenn andere Mittel versagen. Kommen die Tiere direkt mit den Gewürzen in Kontakt, kann für sie unter Umständen sogar lebensbedrohlich werden. Neben Reizungen und Entzündungen der Nasenschleimhaut, Niesanfällen oder Nasenausfluss können auch Schmerzen bis hin zu Vergiftungen auftreten. Zimt hat eine außerdem eine krebserregende Wirkung.

Essig

Der Allrounder in Küche und Haushalt, kann auch hier Abhilfe schaffen, denn die Hunde hassen den Geruch. Es können dabei Reizungen der Schleimhäute auftreten, aber die Tiere nehmen in den meisten Fällen keinen Schaden davon. Wenden Sie Essig dennoch nur vorsichtig an. Das kann auf unterschiedlichen Wegen erfolgen:

  • unverdünnter Einsatz von Essig oder Essigessenz (sehr effektiv) oder
  • verdünnt fünf Teile Wasser: ein Teil Essig
  • Auslegen von getränkten Baumwolltüchern oder Wattebäuschen
  • Geruch verfliegt schnell, daher täglich neu ausbringen

Hinweis: Essig säuert den Boden an und ist ein natürlicher Unkrautvernichter. Daher nicht auf Nutz- und Zierpflanzen oder direkt auf Boden sprühen.

Backpulver

Backpulver auf Löffel

Backpulver selbst vertreibt die Hunde nicht, neutralisiert jedoch deren Düfte und schwächt Uringerüche ab. Es sollte daher immer zusammen mit einem abschreckenden Mittel ausgebracht werden:

  • trocken ausbringen oder
  • Lösung aus 4 l Wasser und 180 g Backpulver herstellen

Ammoniak

Wie Menschen hassen auch Hunde diesen Geruch. Die chemische Verbindung aus Stickstoff und Wasserstoff kann zur Reizung der Mundschleimhäute und Niesanfälle führen. Der Geruch ist zwar abschreckend, aber auch sehr gefährlich für Hunde. Enthalten ist Ammoniak unter anderem in Düngemitteln.

Mottenkugeln/Mottenstrips

Der Geruch ist für Hunde außerordentlich widerlich. Er geht auf das enthaltene Naphthalin oder Paradichlorbenzol zurück. Diese Mittel sind gesundheitsschädigend, umweltgefährdend und für Hunde hoch giftig.

  • Kugeln zu Pulver mahlen
  • alle paar Wochen erneut ausbringen

Hinweis: Auch Knoblauch- oder Zwiebelpulver kann Hunde vergrämen. Allerdings sind diese Mittel für die Tiere giftig.

Kaffeesatz

Kaffeesatz auf Teller

Der Geruch von Koffein hat auf Hunde ebenfalls eine abschreckende Wirkung. Die Anwendung ist recht einfach:

  • Kaffeesatz trocknen
  • optimal Kaffeesatz von Filterkaffee oder Espresso
  • sehr intensiver Geruch bei dicker Ausbringung
  • mindestens einmal wöchentlich wiederholen

Tipp: Da Kaffeesatz ähnlich wie Essig den Säuregehalt im Boden absenkt, sollten Sie ihn nie direkt auf die Erde geben, sondern auf einem Teller oder einem ähnlichen Gefäß ausbringen.

Verpiss-Dich-Pflanze

Gute Dienste beim Vertreiben von Hunden und auch Katzen kann auch die Verpiss-Dich-Pflanze (Plectranthus caninus) leisten. Für Menschen ist die 40 cm hohe Pflanze mit ihren fleischig, grün-weißen und behaarten Blättern geruchlos. Hunde empfinden jedoch einen unangenehmen Geruch:

  • verströmt Menthol-Aroma
  • Geruch bis zu 2 m Abstand wahrnehmbar
  • nicht giftig
  • auch nicht winterhart
  • mehrere Pflanzen setzen
  • Pflanzabstand 100 cm
Verpiss-dich-Pflanze (Plectranthus ornatus)
So unscheinbar die Verpiss-Dich-Pflanze auf uns Menschen wirkt, so abschreckend ist ihre Wirkung auf Katzen und Hunde.

Pferdedünger

Auch frisch ausgebrachter Pferdemist kann Hunde fernhalten. Der Geruch ist für sie abstoßend, obwohl gekaufter Pferdedünger für Menschen geruchlos ist. Beim Einsatz können nicht nur Hunde vertrieben werden, sondern der Pferdemist ist auch gleichzeitig ein guter Dünger.

Hinweis: Auch diverse Gerüche von Parfümen, Rasierwässern etc. sind für Hunde unangenehm. Lediglich Düfte auf holzig-ledriger Basis sind anziehend, da sie diese mit etwas Positiven aus ihrem Umfeld in Verbindung bringen. 

Häufig gestellte Fragen

Warum sind Hunde in der Lage, Düfte intensiver wahrzunehmen?

Die Hundenase verfügt über mehr als 250 Millionen Riechsinneszellen. Im Vergleich dazu hat der Mensch nur 20 bis 30 Millionen dieser Zellen. Dadurch können Hunde kilometerweit entfernte Gerüche erschnüffeln wie Beutetiere, auch Lawinenopfer, Drogen oder Sprengstoff. Sie sind auch in der Lage Krankheiten wie Krebs, Diabetes, Epilepsie oder kommende Asthmaanfälle mit ihrer Nase zu erkennen.

Wie äußert sich der Kontakt mit für sich gehassten Gerüchen?

Wenn der Vierbeiner Kontakt mit solchen Gerüchen hatte, ist es an seinem Verhalten deutlich sichtbar. Anzeichen dafür können sein: das Hochziehen der Lefzen, Augen zu kneifen, schniefen und schnauben, Auftreten von Niesanfälle, das Reiben der Schnauze an Gegenständen, Boden oder den Pfoten, auftretender Nasenausfluss. Auch das Rollen des Tieres auf dem Boden kann ein Hinweis sein.

In welcher Entfernung können Hunde Dinge erschnüffeln?

Der Geruchssinn des Hundes ist in dieser Hinsicht sehr beeindruckend. So kann er in der Luft bis zu 10 Kilometer weit Gerüche erkennen. Dabei ist die Intensität jedoch unter anderem abhängig von der Windrichtung und der Witterung. Im normalen Erdreich kann er bis zu einer Tiefe von drei Metern Gerüche erkenne und unter einer Schneedecke sogar bis zu acht Meter tief.

Autor
Mirko ist zwar studierter Anglist, beherrscht aber auch die Sprache der Pflanzen perfekt. Er wuchs quasi im Schrebergarten seiner Großeltern auf und verbringt den Großteil seiner Freizeit in der Natur, wenn er nicht gerade schreibt.

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