Wespenstich beim Hund

Ein Wespenstich fügt dem Hund in der Regel nur einen geringfügigen Schmerz zu, in Kombination mit leichten Irritationen in der Haut. Allerdings kann der Stich im empfindlichen Maul gefährlich werden, während dieser in der Pfote deutlich harmloser abläuft ist. In manchen Fällen kommt es zu allergischen Reaktionen des Tieres, vor allem, wenn die Wespe mehrmals zusticht. In diesem Fall sollte mit dem Hund unbedingt der Tierarzt aufgesucht werden.

Wespenstich bei Hunden

Hunde sind von Natur aus sehr neugierig und jagen gerne allen möglichen Dingen hinterher, die sich bewegen. Dieser natürliche Jagdinstinkt macht auch vor den Insekten nicht halt, jedoch können sich einige von diesen wehren. Dazu zählen die Wespen, die sich schnell provoziert fühlen und dann den Angreifer als Abwehr attackieren. Es kann auch passieren, dass der Hund auf eine Wespe tritt, die auf dem Boden herum krabbelt. In diesem Fall sticht diese ebenfalls sofort zu, um sich zu wehren. Im Gegensatz zu Bienen, haben Wespenstachel keinen Widerhaken, sodass diese normalerweise nicht in der Haut stecken bleiben.

  • Wespenstich kann durchaus schmerzhaft sein
  • Durch den Stachel injiziert das Insekt kleine Mengen an Gift in die Haut
  • Empfindliche Körperregionen, wie Maul und Hals, sind stärker betroffen
  • Auch die Pfoten leiden darunter
  • Es bildet sich eine überschaubare Wunde
  • Langanhaltende Schmerzen entstehen vor allem durch das Gift
  • Wespen können sogar mehrmals zustechen
  • Es kann beim Tier zu allergischen Reaktionen kommen
  • In Extremfällen unbedingt den Tierarzt aufsuchen

junge Hunde im Grünen

Symptome & Reaktionen

Bei nur einem Wespenstich ist normalerweise nicht mit ernsthaften Symptomen zu rechnen. Ein harmloser Stich wird den Hund nur für kurze Zeit stören, dieser heilt in der Regel von alleine ab. Wenn es allerdings zu einer Vielzahl von Stichen gekommen ist, dann ist Vorsicht geboten. Dasselbe trifft auch zu, wenn das Haustier allergisch auf das Gift der Wespe reagiert. Wenn der Stachel noch in der Wunde zu sehen ist, dann muss dieser zeitnah entfernt werden, um weitere Entzündungen zu verhindern. Jedoch sollte beim Herausziehen keine Pinzette verwendet werden, denn dadurch wird das Gift aus dem Stachel tiefer in die Wunde gepresst.

  • Hund nach dem Stich für einige Zeit beobachten
  • Anzeichen für Wespenstiche sind allgemeine Schwäche
  • Oft treten auch Atembeschwerden auf
  • Bei Allergien bildet sich große Schwellung, rundum die betroffene Stelle
  • Besonders auf Schwellungen an Kopf, Maul, Nacken und Hals achten
  • Schwellungen sollten nicht länger als einige Tage andauern
  • Stachel mit Fingernagel aus der Wunde entfernen
  • Alternativ Ecke einer dünner Pappe einsetzen
  • Bei heftigen Reaktionen auf den Stich, direkt zum Tierarzt

Linderung

Die meisten Hunde erschrecken sich mehr über den Wespenstich, als dass diese große Schmerzen danach haben. Allerdings kommt es in manchen Fällen zu verstärkten Reaktionen, vor allem, wenn Dreck in die Wunde gelangt ist und sich diese dadurch entzündet. Wespen sind besonders während der warmen Monate aktiv und halten sich dann oft ebenerdig auf, speziell wenn sich das Nest unterhalb der Erdoberfläche befindet. Da ein Wespenstich oft bei einem Spaziergang unterwegs passiert, lässt sich diese Wunde nicht immer umgehend säubern. Um weitere Schmerzen zu lindern, bieten sich beim nach Hause kommen vor allem natürliche Hausmittel dagegen an.

  • Mischung aus Wasser und Backpulver verringert die Schmerzen
  • Linderung verschaffen auch Eiswürfel
  • Diese in Geschirrtuch einwickeln, erst dann auf die Wunde legen
  • Kühlung verschafft auch fließendes Wasser
  • Hund im nahen Bach oder Fluss baden
  • Dadurch werden Schwellungen reduziert und Schmerzen eingedämmt
  • Gift besteht aus Eiweiß, wird durch Hitze unwirksam gemacht
  • Hitze nur auf Pfote, nicht im Maul anwenden
  • Nicht zu heiß vorgehen, um Verbrennungen zu vermeiden
  • Vorher in Armbeuge antesten

Wespe an einem Ast

Stich im Maul

Wenn sich der Wespenstich im Bereich des Mauls befindet, dann kann dieser für den betroffenen Hund gefährlich werden. Wenn es zu größeren Schwellungen kommt, können diese zu einer lebensbedrohlichen Atemnot beim Tier führen. Allergische Reaktionen und deren Symptome treten normalerweise kurz nach dem Wespenstich auf und können in ihrer Form sehr unterschiedlich sein. Manche der Schocksymptome führen sogar dazu, dass die Hunde nicht mehr gehen können. Im Extremfall fallen diese ganz um. In der Regel bleibt eine Allergie gegen Wespen das ganze Hundeleben lang bestehen. In diesem Fall ist bei wiederholten Stichen schneller Handlungsbedarf gegeben. Tierärzte verschreiben Medikamente für den Notfall, die immer mitzuführen sind.

  • Schwerwiegende Symptome treten bereits nach Sekunden bis Minuten auf
  • Andauerndes Zittern und übermäßiges Hecheln sind ernstzunehmende Hinweise
  • Auf anschwellende Atemwege achten
  • Erbrechen und Durchfall weisen auf allergische Reaktionen hin
  • Es kann zu Kreislauf- und Atemproblemen kommen
  • Bei schwerwiegenden Problemen sofort Tierarzt aufsuchen
  • Medikamente mit Cortison verschaffen schnelle Abhilfe

Stich in der Pfote

Im Vergleich zum Wespenstich im Maul, ist der Stich in die Pfote weit weniger gefährlich. Allerdings kann sich diese schnell entzünden, da die Pfote mit viel Dreck in Berührung kommt. In Kombination mit dem Gift aus dem Wespenstachel, führt der Stich im Anschluss oft zu größeren Schwellungen, sodass die betroffenen Hunde mit der Pfote nicht mehr richtig auftreten können.

  • Gift vorsichtig aus der Einstichstelle herausdrücken
  • Pfote direkt nach dem Stich desinfizieren
  • Bei Spaziergängen hilft Spitzwegerich als Desinfektionsmittel
  • Blätter des Heilkrautes mit viel Spucke zerkauen
  • Danach den Brei auf die Wunde geben
  • Durch Kälteanwendungen Schwellung reduzieren

Hundepfote

Vorbeugen

Damit sich der Hund erst gar keinen Wespenstich zuzieht, sollte auf bestimmte Faktoren geachtet werden. Vor allem in den warmen Sommermonaten tummeln sich die Insekten an gewissen Orten herum, die auch die Haustiere magisch anziehen. Jedoch lässt sich oft verhindern, dass das Tier gestochen wird. Hilfreich ist ebenfalls ein gezieltes Training, damit die Hunde nicht nach Insekten jagen oder mit diesen spielen wollen.

  • Auf verstärkt auftretende Wespenvölker achten
  • Hunde dann nicht unbeaufsichtigt draußen lassen
  • Vorsicht bei der Fütterung, sowohl drinnen als auch im Garten
  • Wespen suchen gerne Futternäpfe auf
  • Vorsicht bei Fallobst unter Bäumen, dieses umgehend entfernen

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