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Gewicht von einem Kubikmeter Erde in Kilogramm - Schaufel in Gartenerde

Wie viel ist ein Kubikmeter (m³) Erde in kg?

Das Gewicht von einem Kubikmeter Erde kann wichtig sein, wenn neues Substrat in großem Ausmaß benötigt wird oder aber abtransportiert werden soll. Wir haben die wichtigsten Angaben zusammengetragen.

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Auf den Punkt gebracht

  • Erde ist nicht gleich Erde
  • unterschiedliche Zusammensetzung sorgt für unterschiedliches Gewicht
  • Dichte und Feuchtigkeit ausschlaggebend
  • Mutterboden „schwerste“ Erdart
  • Blumenerde verhältnismäßig leicht

Gewicht von Erde

Wie viel ein Kubikmeter Erde tatsächlich wiegt, ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Bei diesen handelt es sich um:

  • Dichte
  • Feuchtigkeitsgehalt
  • Fremdkörper, wie Steine oder Wurzeln
  • Gehalt an Lehm oder Ton
  • generelle Zusammensetzung
Hände voller Mutterboden
Mutterboden ist die „schwerste“ Erde.

Aus diesem Grund hat beispielsweise Mutterboden ein anderes Gewicht als Gartenerde. Substrate mit einem höheren Lehmanteil sind schwerer als Varianten mit einem hohen Anteil an Kokosfasern.

Hinweis: Weitere Beigaben zur Erde können ihr Gewicht ebenfalls beeinflussen. Zum Beispiel lockern Sand oder Perlit das Substrat zwar auf, können im nassen Zustand jedoch deutlich schwerer werden. 

Dichte von Erde

Ein ausschlaggebender Punkt für das Gewicht von Erde ist ihre Dichte. Diese wird von den bereits genannten Faktoren, wie der Zusammensetzung, aber auch von weiteren Einflüssen bestimmt.

Dabei handelt es sich um den Gebrauch und das Alter. Ein hoher Grad an Belastung kann zur Verdichtung führen. Ein Kubikmeter Erde, der sich unter einem Gehweg oder auf der Wiese befand, ist daher in der Regel dichter und somit schwerer als lockere Pflanzenerde auf dem Beet.

Gewicht verschiedener Erd-Arten

Topf voller Blumenerde
Blumenerde ist im Normalfall relativ leicht.
ErdtypEigenschaftenGewicht eines Kubikmeters in Kilogramm
Mutterboden– vergleichsweise schwer
– hohe Dichte
– hohe Stabilität
1.300 bis 1.500
Gartenerde– lockerer und leichter als Mutterboden
– wichtige Speicherfunktion für Wasser und Nährstoffe
– bietet Wurzeln Halt
800 bis 900
Pflanzenerde– hoher Humusanteil
– reichhaltiger und schwerer als Gartenerde
– enthält wenig Düngestoffe
ca. 1.000
Rasenerde– ideal für Anpflanzung und Nutzung von Rasenzwischen 920 und 1.030 (je nach Qualität und Verdichtung)
Blumenerde– lockere Beschaffenheit
– geringe Dichte
– für Pflanzen, die durchlässigen Boden benötigen, geeignet
– nur als Oberboden verwenden
– nicht zu stark belasten
400 bis 500

Hinweis: Die hier angegebenen Werte gelten nur für einen Kubikmeter trockener Erde. Bei feuchtem Substrat muss immer noch der jeweilige Feuchtigkeitsgehalt dazu addiert werden.

Häufig gestellte Fragen

Wie stark ist die Reduktion durch Verdichtung?

Wenn eine Baugrube aufgefüllt werden muss oder der Boden aus anderen Gründen stärker belastet wird, muss bereits anfangs mit einer Verdichtung von etwa zehn bis zwölf Prozent gerechnet werden. Es ist in diesem Fall daher wichtig, mehr einzukalkulieren.

Wofür wird welche Erde benötigt?

Die unterschiedlichen Substrate werden entweder an den Orten verwendet, an denen Blumen oder andere Pflanzen gesetzt werden sollen, oder übereinandergeschichtet.

Weswegen ist das Gewicht der Erde wichtig?

Vor allem bei einem Neuaufbau eines Gartens, oder, wenn eine Grube gefüllt werden muss, entscheidet zum Teil das Gewicht über den Transportweg. Dann sollte es zumindest in einem gut abgeschätzten Rahmen bekannt sein.

Autor
Mirko ist zwar studierter Anglist, beherrscht aber auch die Sprache der Pflanzen perfekt. Er wuchs quasi im Schrebergarten seiner Großeltern auf und verbringt den Großteil seiner Freizeit in der Natur, wenn er nicht gerade schreibt.

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