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Zecken töten und entsorgen: 5 sichere Methoden

Zecken töten

Da Zecken verschiedene Krankheiten übertragen können, müssen die Blutsauger vom Körper entfernt werden. Danach reicht es aber nicht aus, die Spinnentiere einfach zu entsorgen, sondern man muss sie vorher töten.

Auf den Punkt gebracht

  • Kontakt mit der Zecke, ihren Eiern und Sekreten unbedingt vermeiden (Krankheitsübertragung)
  • Zecken niemals lebendig entsorgen
  • lauern auch im eigenen Garten
  • vorbeugende Maßnahme: für Zecken unattraktive Gartengestaltung

Zecken

Zecken (Ixodida) bilden eine Ordnung in der Klasse der Spinnentiere (Arachnida). Weltweit sind ungefähr 1.000 Zeckenarten bekannt. Die meisten Arten, etwa 80 Prozent, werden der Familie der Schildzecken (Ixodidae) zugeordnet. Dazu gehört u. a. der Gemeine Holzbock (Ixodes ricinus), der neben Wild- und Haustieren auch den Menschen als Wirt bevorzugt.

Zecke saugt Blut beim Menschen
Obwohl „Zeckenbiss“ weit häufiger verwendet wird, ist doch „Zeckenstich“ der korrekte Ausdruck.

Im Haus töten

Zecken können durchaus im Haus getötet werden, da die verschiedenen Methoden zwar für die Spinnentiere tödlich, aber für den Menschen ungefährlich sind.

Mechanische Methoden

Ist die Zecke erfolgreich mit einer Pinzette oder einer Zeckenzange entfernt worden, bietet es sich aufgrund der Größe der Spinnentiere an, diese zwischen den Fingern oder Fingernägeln zu zerdrücken. Dies sollten Sie auf keinen Fall tun, da beim Zerquetschen Krankheitserreger freigesetzt werden. Ebenso wenig sollte der Schuhabsatz zum Einsatz kommen, da dieser oft nicht ausreicht, um den harten Schild der Gliederfüßer zu zerstören.

Klebestreifen

Der Einsatz eines Klebestreifens ist eine wirksame Methode, um die Zecke zu töten:

Zecken töten
  • Zecke mit dem Klebeband einfangen
  • komplett damit fixieren
  • im Hausmüll entsorgen

Papier

Für diese effektive Tötungsmethode brauchen Sie Papier und ein Schraubglas oder einen anderen harten Gegenstand. Gehen Sie wie folgt vor:

  • Zecke mit der Pinzette oder der Zeckenzange auf das Papier legen
  • einmal zusammenfalten („zuklappen“)
  • mit Deckel oder Boden des Schraubglases fest über das Papier fahren (knackendes Geräusch)
  • zerquetschten Holzbock zusammen mit der Unterlage im Hausmüll entsorgen

Hinweis: Achten Sie darauf, dass Sie mit den Zeckensekreten nicht in Kontakt kommen. Sollte dies passieren, sollten Sie die Hände sofort waschen und anschließend desinfizieren.

Verbrennen

Beim Verbrennen haben Sie die Garantie, dass die Zecke nicht überlebt. Allerdings sollten Sie darauf achten, dass sie dem Feuer nicht entkommen kann. Daher wird empfohlen, den Holzbock direkt in die Flamme eines Feuerzeuges zu halten.

Gemeiner Holzbock

Alternativ können Sie das Tier auch auf eine feuerfeste Unterlage legen und schließlich anzünden. Ein äußerst brachialer Tipp ist, die Zecke vorab mit Feuerzeugbenzin zu überschütten. In diesem Fall sollten Sie entsprechende Brandschutzvorkehrungen treffen.

Mit Flüssigkeiten

Neben dem Töten mit mechanischen Mitteln können Sie die Zecken auch ertränken.

Wasser

Die naheliegendste Flüssigkeit, um die Gliederfüßer zu ertränken, ist Wasser. Allerdings ist das kühle Nass nur bedingt zum Töten der Spinnentiere geeignet, da sie im Wasser bis zu drei Wochen überleben können, überstehen sie auch das Hinunterspülen in der Toilette und können unter Umständen sogar wieder herauskrabbeln.

Ebenso wenig ist es ratsam, die Spinnentiere in der Waschmaschine zu waschen, denn sie überdauern ohne Probleme einen Waschgang mit 40 Grad inklusive Schleudern. Manche Exemplare sollen auch Temperaturen von 60 bis 90 Grad im Trockner oder der Waschmine überstehen.

Die einzig wirksame Anwendung ist, die Zecke in kochendes Wasser zu werfen, denn in diesem stirbt sie nach ungefähr fünf Minuten. Aus hygienischen Gründen sollten Sie dafür jedoch keine Töpfe nehmen, die Sie zum Kochen von Speisen verwenden.

Alkohol

Damit reiner Alkohol nach einigen Minuten die Zecke tötet, sollte er mindestens 40 Prozent haben. Wird die Flüssigkeit in ein Schraubglas gegeben, können Sie dieses verschließen und den Holzbock aufbewahren. So kann im Krankheitsfall das Tier untersucht werden, um den Erreger zu bestimmen.

Tipp: Eine Alternative zu Alkohol sind Chlorreiniger, Desinfektionsmittel oder Sagrotan.

Zecken im Garten

Obwohl die Spinnentiere weder flugfähig sind noch weite Strecken zu Fuß zurücklegen, können Sie zu ungebetenen Gästen im Garten werden. Denn die Parasiten lassen sich von ihren Wirtstieren über große Entfernungen tragen. Als „Reisemöglichkeit“ dienen den Gliederfüßern beispielsweise:

Igel
  • Vögel
  • Igel
  • Füchse
  • Mäuse

Nicht zu vergessen ist das eigene Haustier, wenn es nicht regelmäßig auf die Spinnentiere kontrolliert wird. Da viele Tiere dem Garten nützen und auch schwer vom Eindringen abzuhalten sind, sollten Sie Maßnahmen ergreifen, die dem Holzbock das Leben erschweren:

  • Barrieren aus Kies oder Holzschnitzeln anlegen
  • Laubhaufen für Nützlinge in entlegeneren Ecken anlegen
  • Gestrüpp regelmäßig entfernen
  • Rasen kurz halten
  • dichte Bodendecker nicht in unmittelbarer Nähe zu oft benutzten Gartenwegen pflanzen
  • überwuchernde Sträucher regelmäßig zurückschneiden (mehr Sonnenlicht schaffen)

Tipp: Finden Sie ein Zeckennest im Garten, können sie dem Nachwuchs mit kochendem Wasser den gar ausmachen.

Häufig gestellte Fragen

Kann ich eine Zecke köpfen?

Ja, Sie können sie mit einem scharfen Messer enthaupten. Allerdings müssen Sie die Stelle zwischen Kopf und Halsschild genau treffen. Zudem sollten Sie zum eigenen Schutz Handschuhe tragen.

Wie sicher ist das Durchstechen des Zeckenkörpers mit einer Nadel?

Können Sie den Körper tatsächlich durchstechen, wird dies zum Tod der Zecke führen. Problematisch dabei ist jedoch, dass Sie dem Tier dabei sehr nahekommen müssen, was möglichst verhindert werden soll.

Kann ich Zecken in der Mikrowelle grillen?

Da die Mikrowelle auch für Speisen, Getränke und Lebensmittel verwendet wird, sollten Sie aus hygienischen Gründen auf diese Methode verzichten.


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