Zeckennest erkennen - Titel

Das kleine Spinnentier, die Zecke (Ixodida), hat während der Sommermonate ihre Hauptsaison. Der kleine Blutsauger überträgt Krankheiten wie Borreliose und FSME. Auch in Gärten ist sie anzutreffen und ebenso ihr Nest.

Auf den Punkt gebracht

  • Besondere Merkmale: Zeckennest an dunklen, feuchten Ort zu finden und
  • Nest bestehend aus mehreren tausend Eiern
  • Daraus Entwicklung von Larven
  • Können bereits im Larvenstadium Krankheiten übertragen

Zeckennest unter Laubstreu

Zur Fortpflanzung braucht eine weibliche Zecke eine ausgiebige Blutmahlzeit. Diese wird benötigt, um Eier zu produzieren. Nach der Paarung legt dann das weibliche Tier ihre Eier an einem dunklen Ort am Boden ab. Die Eiablage erfolgt innerhalb von 16 bis 20 Tagen. Anschließend stirbt sie. Ein solch Gelege kann aus 3.000 bis zu 20.000 Eiern bestehen. Die Anzahl ist abhängig von der Zeckenart. Hierzulande kommt am häufigsten der Gemeine Holzbock (Ixodes ricinus) vor. Typische Merkmale für ein Zeckennest sind:

Zeckeneier
  • tausende bräunlich bis leicht schwarze, kleine Eier
  • überzogen mit einer Schutzschicht
  • verhindert die Austrocknung der Eier
  • dunkle, feuchtere Orte bevorzugt
  • meist unter Laubstreu
  • hier benötigte hohe Luftfeuchtigkeit vorhanden

Hinweis: 99 Prozent ihres Lebens verbringen Zecken mit der Suche nach einem geeigneten Wirt.

Zeckennest

Larvenschlupf im Nest

Bis zur adulten Zecke sind drei Entwicklungsstadien notwendig. Das erste Stadium beginnt mit dem Schlüpfen der Larven aus den Eiern nach 16 bis 30 Tagen. Diese sind:

  • 0,5 cm lang
  • rötlichbraun bis leicht schwarz
  • haben sechs Beine
Zeckenlarven

Bereits Larven können Krankheiten wie Lyme-Borreliose übertragen. Sie ernähren sich vom Blut kleiner Säugetiere wie:

  • Hamster
  • Mäuse und
  • Ratten

Wenn sie vollgesaugt sind lassen sie sich zu Boden fallen, häuten und entwickeln sich zur geschlechtslosen Nymphe mit acht Beinen und einer Größe von 1,5 mm. Sie leben frei am Boden, im Unterholz, Wiesen und Sträuchern und saugen das Blut von größeren Säugetieren wie Hund, Katze, Reh oder Fuchs. Damit hat dann die Entwicklung zum adulten 3,5 bis 4,5 mm großen Blutsauger mit acht Beinen begonnen.

Zeckenlarven

Hinweis: Es können schnell einmal bei der Entwicklung von der Larve bis zum adulten Tier zwei bis drei oder auch noch mehrere Jahre vergehen. Es ist immer abhängig vom Auffinden eines geeigneten Wirts für eine Blutmahlzeit. Für Zecken aber kein Problem, sie können lange Zeit hungern.

Häufig gestellte Fragen


Wie kann sich vor Zecken geschützt werden?

Am besten werden im Sommer hohes Gras und Unterholz gemieden. Bei einem Ausflug in die Natur sollte stets geschlossene, lange Kleidung, also lange Hose und langärmliges Hemd getragen werden. Sinnvoll ist es ebenfalls, die Hosenbeine in die Socken zu stecken. Bei Bedarf kann auch die Haut und Kleidung zusätzlich mit einem Antizeckenspray besprüht werden. Die Wirkung hält einige Stunden an. Bei der Gartenarbeit sollten immer Handschuhe getragen werden.

Wie kann der Garten weitestgehend zeckenfrei werden?

Schon regelmäßiges Mähen des Rasens kann vor einem Zeckenbefall schützen, denn kurzen Rasen mögen sie nicht. Daneben sollten auch überwuchernde Sträucher und Büsche geschnitten und Wildwuchs vermieden werden. So gelangt mehr Sonne in den Garten. Weiterhin ist auf unnötige Laub- und Gestrüppansammlungen zu verzichten. Sollten diese Unterschlupf für Kleintiere bilden, dann aber bitte nicht direkt neben der Sitzecke. Sinnvoll sind auch Barrieren aus Kies und Holzschnitzel zwischen einem Beet und einer Rasenfläche.

Können Zeckennester und Zecken natürlich bekämpft werden?

Hier kann sich der Duft von Zitrusfrüchten zunutze gemacht werden. Die kleinen Blutsauger mögen ihn nicht. Dazu werden einfach entweder zwei Orangen, Limetten, Grapefruit oder Zitronen in einem halben Liter Wasser eine Stunde gekocht. Anschließend muss die Flüssigkeit abgeseiht werden und abkühlen. Der fertige Sud kann dann mit einer Sprühflasche in Nester und an sonstige Orte, wo sich Zecken aufhalten gesprüht werden, ebenso auf Haut und Fell von Hund und Katze.