Welcher Vogel singt wann? | 17 Vögel im Portrait - Titelbild

In den Frühlings- und Sommermonaten ist schon vor dem Sonnenaufgang eifriges Vogelgezwitscher zu vernehmen. Munter lassen die verschiedenen Arten ihren typischen Vogelgesang ertönen und folgen dabei ganz genauen Zeiten. Wann welcher Singvögel ertönt, lesen Sie hier.

Auf den Punkt gebracht

  • nur Singvögel singen
  • meist Männchen, um paarungswillige Weibchen anzulocken
  • häufig in den frühen Morgenstunden
  • Sonnenaufgang als Referenzzeit
  • jede Vogelart zu einer bestimmten Zeit und in bestimmter Reihenfolge

Frühmorgendlicher Vogelgesang

Während der Brutzeit, die bei den meisten Vögeln zwischen März und Juli erfolgt, erklingt bereits vor dem ersten Sonnenstrahl munteres Vogelgezwitscher. Sonnenaufgang und Dämmerung dienen den eifrigen Gesellen dabei als Referenzzeitpunkt, weshalb während der Sommermonate so mancher Singvogel bereits um drei Uhr morgens zu hören ist – je früher die Sonne aufgeht, desto zeitiger werden die Tiere aktiv. Was so manchen menschlichen Schläfer in seiner Nachtruhe stört, folgt allerdings einem ausgeklügelten Zeitplan. Die verschiedenen Arten singen nämlich nicht nach Lust und Laune, sondern zu ganz bestimmten Zeitpunkten. Im Grunde könnten Sie, dem Vogelgesang folgend, Ihre Uhr danach stellen – so pünktlich auf die Minute genau sind Singvögel.

Vogelgesang

Tipp: Wenn Sie die verschiedenen Arten anhand ihres Gesangs unterscheiden wollen, können Sie sich tatsächlich den Wecker stellen und genau hinhören. Unsere Vogeluhr zeigt Ihnen, wann welcher Singvogel zu hören ist.

Vogeluhr: bis 60 Minuten vor Sonnenaufgang

Gartenrotschwanz (Phoenicurus phoenicurus)

Am frühesten beginnt der Gartenrotschwanz seinen Gesang. Der schlanke, auffällig gefärbte Vogel startet mit seinem Vogelgesang bereits 80 Minuten vor Sonnenaufgang und ist zwischen April und Juli zu hören.

  • Körperlänge: 14 Zentimeter
  • Flügelspannweite: 21 bis 25 Zentimeter
  • Färbung Männchen: auffällig, rote Brust und roter Schwanz mit dunklem Zentrum, schwarze Kehle, weiße Stirn
  • Färbung Weibchen: unauffälliger und heller als das Männchen, Brust und Bauch orange getönt
  • Gesang: beginnt mit einem hohen und zwei tiefen Tönen („di-dada“), anschließend schwatzende Laute
  • Nahrung: Insekten, Raupen, Spinnen, Beeren
Gartenrotschwanz (Phoenicurus phoenicurus)

Hinweis: Die Brutbestände des Gartenrotschwanzes sind in ganz Europa sehr stark zurückgegangen, vor allem wegen des Verlusts von Altholzbeständen mit vielen Höhlen. Mit einem im Garten aufgehängten Nistkasten helfen Sie der Art.

Hausrotschwanz (Phoenicurus ochruros)

Der etwas häufigere Hausrotschwanz beginnt ca. 70 Minuten vor Sonnenaufgang lautstark zu singen. Diese Art ist zwischen März und Juli zu hören.

  • Körperlänge: 14 bis 15 Zentimeter
  • Flügelspannweite: 23 bis 27 Zentimeter
  • Färbung Männchen: grauschwarz mit weißem Flügelfeld, rostroter Schwanz
  • Färbung Weibchen: graubraun, rostroter Schwanz
  • Gesang: helle, klappernde, knirschende, pfeifende sowie fauchende Töne, sehr laut
  • Nahrung: Insekten, Insektenlarven, Spinnen, Beeren
Hausrotschwanz (Phoenicurus ochruros)

Hinweis: Ursprünglich kam der Hausrotschwanz lediglich im steinigen Bergland vor, ist heute jedoch in menschlichen Siedlungen verbreitet. Anstelle von Felsspalten nutzt er zum Nestbau verschiedene Öffnungen und Nischen an Gebäuden.

Rauchschwalbe (Hirundo rustica)

Zwischen April und Juli ist 60 Minuten vor Sonnenaufgang die Rauchschwalbe mit ihrem Vogelgesang zu hören.

  • Körperlänge: 17 bis 19 Zentimeter
  • Flügelspannweite: 32 bis 34 Zentimeter
  • Färbung: glänzend blauschwarz mit weißer Unterseite, gegabelter Schwanz, Kehle und Stirn rostrot
  • Gesang: ruft im Flug oft „witt-witt“; zwitschernder, mit Thriller endender Gesang
  • Vorkommen: brütet gern in offenstehenden Gebäuden (z. B. Ställen), deshalb vor allem in Dörfern zu finden
  • Nahrung: fliegende Insekten, vor allem Mücken und Fliegen
Rauchschwalbe (Hirundo rustica)

Vogeluhr: bis 50 Minuten vor Sonnenaufgang

Singdrossel (Turdus philomelos)

Die nächste im frühmorgendlichen Reigen ist die Singdrossel, die ihren schönen Vogelgesang 55 Minuten vor Sonnenaufgang ertönen lässt. Sie können dem hübschen Vogel zwischen Februar und Juli lauschen.

  • Körperlänge: 23 Zentimeter
  • Flügelspannweite: 33 bis 36 Zentimeter
  • Färbung: Oberseite einfarbig braun, helle Unterseite mit dunkleren Flecken, gelblichbraune Unterflügel
  • Gesang: scharfes „zipp“, lauter Gesang aus kurzen, mehrfach wiederholten Strophen
  • Vorkommen: in Wäldern, Parks und baumbestandenen Gärten, bevorzugt Nadelgehölze
  • Nahrung: Regenwürmer, Schnecken, Insekten, Beeren, Samen
Singdrossel (Turdus philomelos)

Hinweis: Die Lieblingsnahrung der lebhaften, schlauen Vögel sind Gehäuseschnecken, deren Haus auf einem Stein aufgeknackt werden. Oftmals sind solche aufgeknackten Schneckengehäuse an bestimmten Plätzen (so genannten „Drosselschmieden“) zu finden.

Rotkehlchen (Erithacus rubecula)

50 Minuten vor Sonnenaufgang lässt das kleine Rotkehlchen seinen perlenden Gesang ertönen, wobei es häufig leicht erhöht auf einem Ast sitzt. Sein Vogelgezwitscher ist meist zwischen Februar und Juli zu hören, kann aber auch im Herbst und Winter erklingen.

  • Körperlänge: 14 Zentimeter
  • Flügelspannweite: 20 bis 22 Zentimeter
  • Färbung: Oberseite und Schwanz einfarbig braun, Brust und Kehle orangerot mit bläulicher Umrahmung
  • Gesang: in der Tonhöhe abfallender Gesang, scharfes „tick“ in schneller Reihe
  • Nahrung: Insekten, Spinnen, (Regen-)Würmer, Schnecken, Beeren und andere weiche Früchte
Rotkehlchen (Erithacus rubecula)

Hinweis: Im Gegensatz zu vielen anderen Singvogelarten singen bei den Rotkehlchen nicht nur die Männchen, sondern auch die Weibchen.

Vogeluhr: bis 45 Minuten vor Sonnenaufgang

Amsel (Turdus merula)

Die Amsel, ursprünglich ein Waldvogel, ist aus Städten und Dörfern nicht mehr wegzudenken. Die hübsche, schwarze Drosselart schimpft laut bei Gefahr (etwa, wenn sich eine Katze anschleicht) und bringt ihren melodischen, flötenden Gesang ab 45 Minuten vor Sonnenaufgang bis in die sommerlichen Abendstunden hinein dar. Der morgendliche Vogelgesang ist zwischen Februar und Juli zu hören.

  • Körperlänge: 24 bis 25 Zentimeter
  • Flügelspannweite: 34 bis 39 Zentimeter
  • Färbung Männchen: schwarz mit gelbem Schnabel
  • Färbung Weibchen: dunkelbraun mit dunklem Schnabel
  • Gesang: melodisch und abwechslungsreich, flötend und trillernd
  • Nahrung: Regenwürmer, Insekten, Schnecken, Beeren sowie Früchte
Vogelgesang: Amsel (Turdus merula)


Goldammer (Emberiza citrinella)

Zeitgleich mit der Amsel startet auch die kleine Goldammer zwitschernd in den Tag. Zwischen Februar und Juni ist der aus mehreren kurzen Tönen und einem langgezogenem Schlusston bestehende Gesang zu hören. Dieser lässt sich mit etwas Fantasie als „ich-ich-ich-hab-dich-lieb“ umschreiben und ertönt auch an lauen Sommerabenden.

  • Körperlänge: 16 bis 17 Zentimeter
  • Flügelspannweite: 23 bis 29 Zentimeter
  • Färbung Männchen: Oberseite braunschwarz gestreift, Brustband und Hinterrücken rotbraun, goldgelber Kopf
  • Färbung Weibchen: stark gestreifte Unterseite, gelbe Kopfstreifung
  • Nahrung: Samen und Körner, während der Brut auch Insekten und Spinnen
Goldammer (Emberiza citrinella)


Mönchsgrasmücke (Sylvia atricapilla)

Gemeinsam mit Amsel und Goldammer ist morgens der melodische Vogelgesang der Mönchsgrasmücke zu hören, der zwischen März und Juli erklingt.

  • Körperlänge: 13 Zentimeter
  • Flügelspannweite: 20 bis 23 Zentimeter
  • Färbung Männchen: graue Unterseite, schwarze Kappe
  • Färbung Weibchen: graue Unterseite, rotbraune Kappe
  • Gesang: beginnt schwatzend, wird dann immer lauter und endet flötend; häufig hartes, kurzes „täk“
  • Nahrung: Insekten, Spinnen, Beeren
Vogelgesang: Mönchsgrasmücke (Sylvia atricapilla)

Vogeluhr: bis 35 Minuten vor Sonnenaufgang

Zaunkönig (Troglodytes troglodytes)

40 Minuten vor Sonnenaufgang lässt schließlich der kleine Zaunkönig seinen lauten, schmetternden Vogelgesang ertönen. Trotz seiner geringen Größe gehört der Gesang des Zaunkönig-Männchens zu den auffälligsten und mit bis zu 90 Dezibel zu den lautesten der heimischen Vogelwelt.

  • Körperlänge: 9 bis 10 Zentimeter
  • Flügelspannweite: 13 bis 17 Zentimeter
  • Färbung: braun mit dunkelbrauner Oberseite und hellbrauner Unterseite, kurzer, typischerweise hochgestellter Schwanz
  • Gesang: weit hörbarer, schmetternder Gesang mit trillernden und leiernden Passagen; ruft hart „zrrrrt“
  • Nahrung: Insekten und Spinnen, im Winter auch Sämereien
Zaunkönig (Troglodytes troglodytes)

Hinweis: Der Zaunkönig ist nahezu ganzjährig zu hören, da er mit seinem Gesang nicht nur balzt oder das Brutterritorium abgrenzt, sondern im Winter auch sein Nahrungsrevier.

Zilpzalp (Phylloscopus collybita)

Ab 35 Minuten vor Sonnenaufgang beginnt der Zilpzalp dann sein Konzert, welches im Frühling und Sommer fast überall zu hören ist. Sein Name entspricht seinem Gesang, welcher sich mit „zilp-zalp-zilp-zalp“ beschreiben lässt.

  • Körperlänge: 10 bis 11 Zentimeter
  • Flügelspannweite: 15 bis 21 Zentimeter
  • Färbung: Oberseite grünlich grau bis olivbraun, helle Unterseite, heller Überaugenstreif, schwarze Beine
  • Gesang: unverkennbar monoton „zilp-zalp-zilp-zalp“
  • Nahrung: Insekten, Insektenlarven und -puppen, Spinnen, Asseln sowie Beeren und Sämereien
Vogelgesang: Zilpzalp (Phylloscopus collybita)


Blaumeise (Cyanistes caeruleus)

Zur selben Zeit wie der Zilpzalp beginnt auch die Blaumeise zu singen. Der hübsche, unverkennbar gefärbte Vogel lässt sich das ganze Jahr hindurch beobachten.

  • Körperlänge: 12 Zentimeter
  • Flügelspannweite: 18 bis 20 Zentimeter
  • Färbung: gelbe Unterseite, Flügel, Schwanz und Kappe blau, Rücken grün, weißes Gesicht
  • Gesang: lange, hohe Thriller; zeternde Rufe („zerrrrr“)
  • Nahrung: Insekten, Larven, Spinnen sowie Sämereien
 Blaumeise (Cyanistes caeruleus)

Hinweis: Im Winter fressen die Standvögel gerne Sonnenblumenkerne, Nüsse sowie Äpfel und Beeren. Blaumeisen sind häufig an Futterhäuschen zu beobachten.

Vogeluhr: bis 20 Minuten vor Sonnenaufgang

Kohlmeise (Parus major)

Etwas später als die Blaumeise, nämlich 30 Minuten vor Sonnenaufgang, ertönt das Vogelgezwitscher der ähnlichen Kohlmeise. Ihr variabler Gesang ist zudem oft bereits ab Januar zu hören.

  • Körperlänge: 14 Zentimeter
  • Flügelspannweite: 23 bis 25 Zentimeter
  • Färbung: gelbe Unterseite, schwarzer Bauchstreif, schwarzer Kopf mit weißer Wange
  • Gesang: viele verschiedene, teils laute, teils schnurrende Rufe, oft „zi-zi-bäh-zi-zi-bäh“ Nahrung: Insekten, Larven, Raupen, Spinnen im Sommer, Sämereien im Winter
Vogelgesang: Kohlmeise (Parus major)


Fitis (Phylloscopus trochilus)

Der dem Zilpzalp äußerlich sehr ähnliche Fitis ist ein echter Langstreckenzieher, der bereits auf dem Weg in seine skandinavische Heimat seinen stimmgewaltigen Vogelgesang ertönen lässt. Der Fitisgesang ist zwischen April und Juni ab 22 Minuten vor Sonnenaufgang zu hören.

  • Körperlänge: 11 Zentimeter
  • Flügelspannweite: 17 bis 22 Zentimeter
  • Färbung: grünlich-graue Oberseite, heller Augenstreif, bräunliche Beine
  • Gesang: in Tonhöhe fallender, melancholischer Gesang mit Überschlag am Ende, häufig aufsteigend „hü-iht“
  • Nahrung: Insekten und Spinnen, gelegentlich Beeren und andere Früchte
Fitis (Phylloscopus trochilus)


Stieglitz (Carduelis carduelis)

Der auffällige Stieglitz singt ab 20 Minuten vor Sonnenaufgang seine Lieder. Der hübsche Vogel ist von Februar bis Juni zu hören.

  • Körperlänge: 12 Zentimeter
  • Flügelspannweite: 21 bis 25 Zentimeter
  • Färbung: unverkennbare rote Gesichtsmaske, hellbrauner Rücken, breite gelbe Flügelbinden
  • Gesang: namensgebender, dreisilbiger Ruf („sti-ge-litt“), leise zwitschernd
  • Nahrung: hauptsächlich Sämereien
Vogelgesang: Stieglitz (Carduelis carduelis)

Hinweis: Die Art ist auch als „Distelfink“ bekannt, da die Vögel häufig an Distelblüten zu beobachten sind.

Vogeluhr: bis 10 Minuten vor Sonnenaufgang

Grünfink (Carduelis chloris)

Der oft kanarienvogelähnliche Gesang des Grünfinks ertönt ab 15 Minuten vor Sonnenaufgang und ist von Januar bis Juli zu hören.

  • Körperlänge: 15 Zentimeter
  • Flügelspannweite: 25 bis 27 Zentimeter
  • Färbung Männchen: Unterseite gelblich-grün, moosgrüner Rücken, gelbe Flügelfedern
  • Färbung Weibchen: gräulich-grün, weniger gelbe Flügelfedern
  • Gesang: abgehackter Gesang aus zwitschernden und trillernden Elementen mit langem Schlusston
  • Nahrung: Sämereien, Früchte und Knospen
Vogelgesang: Grünfink (Carduelis chloris)


Star (Sturnus vulgaris)

Ebenfalls 15 Minuten vor Sonnenaufgang beginnen die Stare ihren lauten Vogelgesang, bei dem sie häufig andere Vogelstimmen imitieren. Die Vögel sind von Januar bis September zu hören.

  • Körperlänge: 22 Zentimeter
  • Flügelspannweite: 37 bis 42 Zentimeter
  • Färbung: metallisch glänzendes Schwarz, gelber Schnabel
  • Gesang: kratziges Pfeifen und Quietschen, heiseres „ärr“
  • Nahrung: Käfer, Insekten und Insektenlarven, Kirschen und Beeren
Vogelgesang: Star (Sturnus vulgaris)


Buchfink (Fringilla coelebs)

Zum Singen setzt sich das Männchen gern auf einen freistehenden Ast, präsentiert dann seine rosa Brust und lässt ab 10 Minuten vor Sonnenaufgang seinen lauten, unverwechselbaren Gesang ertönen. Als Merksatz ist die Umschreibung „ich-ich-ich-bin-dein-Bräutigam“ hilfreich.

  • Körperlänge: 14 Zentimeter
  • Flügelspannweite: 25 bis 28 Zentimeter
  • Färbung: Unterseite bräunlich-rosa, Rücken dunkler, Kappe und Nacken blaugrau, zwei deutliche weiße Flügelbinden
  • Gesang: laut schmetternder, abfallender Gesang mit Überschlag am Schluss
  • Nahrung: Bucheckern, Beeren und Sämereien, Insekten, Spinnen
Vogelgesang: Buchfink (Fringilla coelebs)

Hinweis: Mit grob geschätzt etwa 200 Millionen Brutpaaren ist der Buchfink die mit Abstand häufigste Vogelart in Europa.

Häufig gestellte Fragen

Welche Vögel singen nachts?

Der einzige tatsächlich nachtaktive Singvogel ist die Nachtigall (Luscinia megarhynchos), die ihren lauten Gesang dann meist um Mitternacht herum ertönen lässt. Die unscheinbar braun gefärbten, mit einer Länge von rund 16 Zentimeter recht kleinen Vögel bewohnen gut getarnt dichtes Gebüsch. Ansonsten sind nachts vor allem Eulenvögel zu hören, die allerdings nicht singen oder zwitschern wie Singvögel. Weiterer Vogelgesang ist hauptsächlich in den frühen Morgenstunden, kurz vor oder kurz nach dem Sonnenaufgang, zu hören.

Warum singen Vögel überhaupt?

In erster Linie dient das emsige Vogelgezwitscher der Balz, weshalb der Vogelgesang vor allem während der Paarungs- und Brutsaison vom zeitigen Frühjahr bis in den Sommer hinein zu hören ist. Es singen hauptsächlich die Männchen, die mit ihrem schönen Gesang paarungswillige Weibchen auf sich aufmerksam machen wollen. Des Weiteren dient das Gezwitscher bei vielen Arten aber auch der Kommunikation, etwa, wenn sich Spatzen untereinander „unterhalten“ oder sich die Tiere gegenseitig vor nahenden Fressfeinden warnen wollen.

Können alle Vögel singen?

Im Wortsinn „singen“ tatsächlich nicht alle Vögel, sondern lediglich die unter dem Begriff Singvögel klassifizierten Arten. Dabei handelt es sich um eine Unterordnung der Sperlingsvögel (Passeriformes), von denen es weltweit etwa 5000 verschiedene Arten gibt. Von den ca. 250 heimischen Arten sind die meisten in ihrem Bestand stark zurückgegangen oder sogar bedroht. Alle anderen Vogelarten singen und zwitschern zwar nicht, geben aber dennoch Laute von sich. Diese dienen jedoch nicht vornehmlich der Balz, sondern der Kommunikation untereinander.