Zinkwanne bepflanzen: 10 Blumen und Kräuter | Ideen zur Drainage

Zinkwanne bepflanzen

Zinkwannen erfreuen sich im Garten einer großen Beliebtheit, denn sie eignen sich perfekt als Gefäß zum Bepflanzen mit bunten Blumen und Kräutern. So können Sie sich auf kleinstem Raum ein abwechslungsreiches Beet gestalten, das von Frühjahr bis in den Herbst blüht. Neben der Auswahl geeigneter Arten ist die Drainage wichtig, damit die Gewächse nicht im Wasser versinken.

Zinkwanne bepflanzen

Jede Pflanze kann in eine Wanne gesetzt werden, wenn Sie die unterschiedlichen Ansprüche der Arten berücksichtigen. Wählen Sie die Gewächse entsprechend ihrer Lebensräume aus. Wenn Sie eine natürliche Bepflanzung gestalten möchten, können Sie sich an der Pflanzenwelt in Wäldern, an Wegrändern oder auf Wiesen orientieren.

Zinkwannen kommen besonders gut zur Geltung, wenn Sie unterschiedlich hohe Pflanzen mit roten, gelben und blauen Blüten zusammensetzen. Die Gefäße eignen sich nicht nur für Flachwurzler. Tief wurzelnde Arten finden in hohen Wannen genügend Platz zum Wachsen. Kombinieren Sie Arten mit unterschiedlichen Wurzelsystemen, um den Platz optimal auszunutzen.

Checkliste zur Wannenbepflanzung:

  • Kategorie wählen: Frühblüher, Sommerblumen, Waldpflanzen, Kräuter
  • Lichtanforderungen überprüfen: Schatten, Halbschatten oder Sonne
  • Bodenansprüche beachten: nährstoffreich oder mager
  • Wasserbedarf berücksichtigen: trocken, frisch oder feucht

Tipp: Naturnah begrünte Wannen sind ein wertvoller Beitrag zum Naturschutz im eigenen Garten und pflegeleicht dazu. Bepflanzen Sie das Gefäß mit heimischen Blumen und beobachten Sie einfach, wie sich das Arrangement jedes Jahr weiter entwickelt.

Drainage

Der Wasserabzug ist von großer Bedeutung, denn die meisten Pflanzen vertragen keine Staunässe. Wenn Sie die Zinkwanne ganzjährig im Freien stehen lassen, sammelt sich schnell Regenwasser am Boden an. Bohren Sie Löcher in den Boden der Wanne, sodass das Regenwasser ablaufen kann:

  • Metallbohrer für fingerdicke Löcher nutzen
  • mit einem dicken Nagel kleinere Löcher hämmern
  • alternativ Zinkwanne mit Abfluss verwenden

Damit die Löcher nicht verstopfen, sollten Sie vor dem Bepflanzen Tonscherben auf dem Boden verteilen. Alternativ eignen sich Scherben von Keramiktellern oder Blähton. Wenn Sie keinen geeigneten Bohrer zur Verfügung haben, können Sie den Wannengrund mit größeren Steinen oder einer Schicht Kies bedecken. Dadurch entsteht eine erdfreie Zone, in der sich Wasser zeitweise ansammeln kann und bei Sonneneinstrahlung von unten in das Substrat zieht. Diese Methode ist nur dann empfehlenswert, wenn die Zinkwanne nicht direkt unter freiem Himmel steht.

Rustikales Frühlingsbeet

Zwiebelpflanzen sind beliebt bei der Gestaltung von Wannenbeeten. Die Knollen werden im Herbst gesetzt. Mit dem entsprechenden Winterschutz verbringen die Gefäße den Winter im Freien. Wenn die Temperaturen im Frühling steigen, treiben die Rhizome aus. Sie können nahezu alle früh blühenden Zwiebelpflanzen zusammen in eine Wanne setzen, da die meisten Arten ähnliche Ansprüche haben. Sie gedeihen auf frischen bis feuchten Böden in halbschattiger Lage und mögen einen mäßig nährstoffreichen Untergrund. Besonders schön wirkt das Arrangement, wenn Sie verschiedene Farben und Formen kombinieren:

  • Niedrige Tulpe (Tulipa humilis) mit zartrosa Blüten und gelbem Zentrum
  • Gelbe Narzisse (Narcissus pseudonarcissus) als hoch wachsender Blickfang
  • Kleines Schneeglöckchen (Galanthus nivalis) mit gefüllten Blüten
  • Winterling (Eranthis hyemalis) mit besonders harmonischer Wuchsform
  • Buschwindröschen (Anemone nemorosa) als zarter Bodendecker

Tulpe, Tulipa

Tipp: Damit der Boden im Frühblüherbeet nicht zu nackt aussieht, können Sie das Substrat mit einer dicken Moosschicht bedecken.

Wanne mit Waldcharakter

Die Krautschicht der Wälder ist geprägt durch Pflanzen, die frische bis feuchte Bedingungen bevorzugen und halbschattige Lichtverhältnisse benötigen. Ein nährstoffreiches Substrat gewährleistet ihnen optimale Wachstumsbedingungen. Viele Arten sind nicht nur hübsch anzusehen, sondern können auch in der Küche verwendet werden.

Duftveilchen

Das Duftveilchen (Viola odorata) überzeugt mit intensiv lilafarbenen Blüten, die zwischen März und April erscheinen. Sie verströmen einen süßen Duft, der Wildbienen, Schmetterlinge und Hummeln anlockt. Wegen des himbeerartigen Geschmacks werden die Blüten gern für Desserts verwendet. Duftveilchen bevorzugen einen lichten bis halbschattigen Platz. Sie fühlen sich unter höheren Stauden besonders wohl. Viola odorata wächst unter sommergrünen Sträuchern, weswegen die Art besonders gut unter Obstgehölzen gedeiht. Achten Sie beim Bepflanzen darauf, dass die größeren Pflanzen nicht zu dicht stehen.

Duftveilchen, Viola odorata

Gewöhnlicher Gilbweiderich

Mit seinen auffallend gelben Blüten, die zwischen Juni und August strahlen, ist der Gilbweiderich (Lysimachia vulgaris) eine perfekte Ergänzung im Mini-Waldbeet. In der Natur wächst die Pflanze an lichten Stellen in Wäldern, aber auch auf feuchten Wiesen, in sumpfigen Gehölzen und an Bachufern. Es genügt, wenn Sie eine Pflanze in den Hintergrund der Zinkwanne setzen. Lysimachia vulgaris entwickelt unterirdische Ausläufer und breitet sich auf diese Weise rasch aus. Die Art kann sich selbst bestäuben und vermehrt sich über Samen. Als ausdauernde Art schmückt der Gilbweiderich das Pflanzenarrangement für viele Jahre.

Gilbweiderich, Lysimachia vulgaris blüht von Juni bis August

Klebriger Salbei

Diese Salbeipflanze gehört zu den Pfahlwurzlern, die sich zum Bepflanzen von Mitte und Hintergrund der Zinkwanne eignen. Die klebrigen Blüten verströmen einen süßen Duft und dienen als Nektarquelle für Hummeln und Wildbienen. Salvia glutinosa ist eine typische Art in feuchten Auwäldern oder Schluchten. Sie wächst am Waldrand und hat auch mit schattigen Bedingungen keine Probleme. Dadurch unterscheidet sich diese Art von ihren Verwandten:

  • Salvia officinalis benötigt steiniges und trockenes Substrat
  • Salvia pratensis liebt sonnige Lagen und trockene, nährstoffreiche Böden
  • halbtrockene Bedingungen und sonnige Standorte bevorzugt Salvia nemorosa
  • Salvia sclarea wächst auf mageren Böden in der Sonne

Klebriger Salbei, Salvia glutinosa

Knoblauchsrauke

Diese Halbschattenpflanze mag stickstoffreiche Untergründe, deswegen steht die Knoblauchsrauke (Alliaria petiolata) häufig neben Brennnesseln. Sie wächst natürlich unter Hecken und Gebüschen oder an Wegrainen und Mauern. Auf frischen Lehmböden fühlt sich die krautige Pflanze besonders wohl. Die weißen Blüten sind eine wichtige Nahrungsquelle für verschiedene Falterarten. Daher eignet sich der Kreuzblütler ideal zur Gestaltung eines Schmetterlingsbeets.

Knoblauchsrauke, Alliaria petiolata

Vogelmiere

Das Nelkengewächs ist ein typisches Kraut auf nährstoffreichen Untergründen. Daher verbreitet sich die Vogelmiere (Stellaria media) bevorzugt auf Ackerböden mit frischen Verhältnissen. Sie wird häufig als Unkraut bezeichnet, doch gerade in der Wanne erweist sich Stellaria media als nützlich. Die Pflanze entwickelt einen dichten Teppich und bedeckt mit ihren kriechenden Ausläufern das Substrat. Sie dient während heißer Sommermonate als Verdunstungsschutz. Im Winter wirken die vertrockneten Triebe und Blätter als natürliche Isolation gegen die Kälte.

Vogelmiere

Tipp: Wenn die Pflanze zu stark wuchert, schneiden Sie die Triebe kräftig zurück. Sie sind eine erfrischende Zutat für Salate mit einem maisartigen Aroma.

Zinkwanne mit bunten Sommer-Blumen

Blumen von blütenreichen Wiesen bevorzugen sonnige Verhältnisse. Sie wachsen auf mageren bis mäßig nährstoffreichen Böden, die trockene oder frische Bedingungen bieten. Durch ihre üppige Blütenvielfalt sorgen Blumen für gute Laune. Gleichzeitig dienen sie als wichtiger Nahrungslieferant. Sie produzieren Pollen und Nektar, sodass sich die bepflanzte Zinkwanne während des Sommers zum Magnet für Schmetterlinge, Wildbienen und Hummeln entwickelt.

Blut-Storchschnabel

Zwischen Mai und September verwandelt dieser Storchschnabel (Geranium sanguineum) den Garten in ein leuchtendes Blütenmeer. Wegen des weit kriechenden Wurzelsystems eignet sich die Art zum Bepflanzen von großen Gefäßen. Damit der Blut-Storchschnabel gedeiht, muss der Boden locker, nährstoffarm und trocken sein. Die Art kommt in lichten Wäldern vor. Die Toleranz unterschiedlicher Lichtverhältnisse macht die Pflanze daher zum perfekten Gewächs für die Zinkwanne. Sie müssen sich nicht festlegen und können auch Pflanzen mit unterschiedlichen Lichtansprüchen mischen. Orientieren Sie sich dabei an den natürlichen Pflanzengesellschaften, in denen der Blut-Storchschnabel wächst. Die charakteristischen Arten dieser Lebensgemeinschaften haben ähnliche Standortansprüche:

  • Bunte Schwertlilie gedeiht bei Sonne und Halbschatten
  • Großes Windröschen bevorzugt lichte Verhältnisse
  • Berg-Aster liebt sonnige Standorte

Blut-Storchschnabel, Geranium sanguineum

Echte Kugelblume

Beim Anblick dieser blauen Schönheit denkt keiner daran, dass die Kugelblume (Globularia bisnagarica) mit dem Spitzwegerich verwandt ist. Das Wegerichgewächs besiedelt halbtrockene bis trockene Wiesen und Gebüsche. Es eignet sich perfekt für die Gestaltung einer naturnahen Kulisse in der Zinkwanne. In sonnigen Lagen kommt das Gewächs dabei besonders gut zur Geltung. Die Echte Kugelblume harmoniert mit niedrig wachsenden Blumen, die gelbe Kronblätter entwickeln.

Echte Kugelblume, Globularia bisnagarica

Großes Löwenmaul

In der Natur wächst diese Art in Felsspalten. Sie hat sich an trockene und nährstoffarme Untergründe angepasst und wächst in sonnigen Lagen prächtig. Die Blüten erinnern an kleine Mäulchen. Sie produzieren süßen Nektar und locken Hummeln und Wildbienen an. Auch wenn die Pflanze häufig einjährig kultiviert wird, eignet sie sich zum Bepflanzen von Zinkwannen. Wenn Sie das Gefäß sich selbst überlassen, wird sich das Große Löwenmaul (Antirrhinum majus) aussäen und jedes Jahr neu wachsen. Vorausgesetzt, sie wird nicht durch konkurrenzstarke Pflanzen verdrängt.

Großes Löwenmaul, Antirrhinum majus

Moschus-Malve

Die auffallend großen Blüten der Moschus-Malve (Malva moschata) kommen in der Wanne besonders gut zwischen niedrigen Pflanzen zur Geltung. Nährstoffreiche Böden prägen den natürlichen Lebensraum. Die Pflanze mag besonders stickstoffreiche Böden, die mäßig frisch sind. Sie ist der ideale Sommerblüher für Pflanzenarrangements mit Wiesencharakter. Je mehr Sonne die krautige Pflanze abbekommt, desto üppiger blüht sie.

Moschus-Malve, Malva moschata

Orangerotes Habichtskraut

Hobbygärtner schätzen die wilde Schönheit wegen ihrer prachtvollen Blüten, die dem Beet eine kontrastreiche Färbung verleihen. Die Staude, mit dem botanischen Namen Hieracium aurantiacum, eignet sich hervorragend als Bodendecker zum Bepflanzen für größere Zinkwannen, in denen zwei bis drei sonnenhungrige Arten wachsen. Setzen Sie jedoch nicht zu viele Arten neben das Habichtskraut, damit keine Konkurrenz entsteht. Ein nährstoffarmes Substrat bietet den Korbblütlern optimale Wachstumsbedingungen. Kraut und Blüten können dabei auch geerntet werden. Sie schmecken wie bittere Schokolade.

Orangerotes Habichtskraut, Hieracium aurantiacum

Kräutervielfalt

Zum Bepflanzen der Zinkwanne eignen sich sowohl heimische Kräuter als auch mediterrane Gewächse. Viele Gewürzpflanzen bevorzugen einen trockenen Boden, weswegen Sie für eine gute Drainage sorgen müssen. Sie können die Wanne in ein reines Kräuterbeet verwandeln, oder die Kräuter in Mischkulturen anpflanzen. So schaffen Sie sich ein kleines Beet, das dann zu verschiedenen Jahreszeiten abgeerntet werden kann. Wählen Sie Pflanzen, die zueinander passen:

  • Basilikum macht sich gut neben Tomaten, Rosmarin und Paprika
  • Oregano passt zu Gewürz-Salbei, Bohnenkraut und Thymian
  • Petersilie wächst zwischen Erdbeeren und Zwiebeln
  • Lavendel harmoniert mit Thymian und Salbei

Kräuterschüssel

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