Ideale Erde für den Zitronenbaum - Titel

Wer einen Zitronenbaum kultivieren möchte, muss unter anderem die Erde richtig auswählen. Doch welches Substrat ist ideal und wie muss die Zusammensetzung aussehen? Unser Ratgeber zeigt es.

Auf den Punkt gebracht

  • Drainage ist notwendig
  • Durchlässigkeit ist entscheidend
  • Mischung kann selbst hergestellt werden
  • Nährstoffe müssen abgestimmt sein
  • Substrate können auch fertig gekauft werden

Durchlässigkeit

Ein wichtiger Faktor bei der Erde für den Zitronenbaum ist die Durchlässigkeit des Substrats. Denn Staunässe verträgt das mediterrane Gewächs nicht. Wichtig sind daher die folgenden Punkte:

  • lockere Beschaffenheit
  • mäßige Wasserspeicherung
  • sicherer Abfluss des Wassers

Wasserspeicher und Drainage

Auch wenn der Zitronenbaum keine Staunässe verträgt, benötigt er dennoch eine möglichst konstante Feuchtigkeit in der Erde. Günstig sind hierfür beispielsweise:

  • Blähton
  • humose Gartenerde
  • Kokosfasern
  • Sand
  • Tonscherben
Blähtonkügelchen für Hydrokultur
Neuartige Pflanzsubstrate bestehen aus Blähtonkügelchen, die lange haltbar sind und in ihren Poren Feuchtigkeit speichern.

Diese speichern das Wasser und geben es verzögert ab, sodass zwar keine Flüssigkeit gestaut wird aber diese dennoch vorhanden ist.
Auch wenn das Substrat korrekt zusammengestellt wurde, sollte dennoch eine Drainage am Boden des Pflanzgefäßes eingebracht werden. Diese verhindert Staunässe ebenfalls und reduziert damit das Risiko für faulende Wurzeln und schimmelnde Zitruserde.
Die Drainageschicht kann aus den folgenden Materialien bestehen:

  • grober Kies
  • Kieselsteine
  • Keramik- oder Tonscherben
  • Sand

Tipp: Ein weiterer Vorteil der Drainage ist, dass die Erde nicht aus dem Pflanzgefäß austritt. Zudem wird der Ablauf zwar verlangsamt aber sichergestellt.

Zusammensetzung

Für den Zitronenbaum muss die Mischung der Erde eine bestimmte Zusammensetzung aufweisen. Dabei handelt es sich um:

  • humoses Substrat
  • reifer Kompost
  • Torf

Diese Substanzen werden jeweils zu gleichen Teilen gründlich miteinander vermischt. Die Wurzeln können sich dann gut ausbreiten und selbst mit Wasser sowie Nährstoffen versorgen.

Zitronenbaum mag keine Staunässe

Die einfache Lösung

Die einfachste Lösung und vor allem dann ideal, wenn kein Garten und kein Kompost zur Verfügung stehen, ist fertige Spezialerde. Diese spezielle Erde für Zitronenbäume kann mittlerweile in nahezu jedem Baumarkt und Gartencenter erworben werden.

Hinweis: Zitruserde eignet sich auch für Orangen und Kumquat oder Mandarinen. Eine Drainage ist dennoch erforderlich.

pH-Wert

Ebenso wie Zitronen sauer sind, sollte auch die Erde für ihren Zitronenbaum beschaffen sein. Ein pH-Wert von 5,5 bis 6,5 ist ideal.
Gedeiht das Gewächs trotz ansonsten stimmiger Bedingungen nicht, kann ein entsprechender Test durchgeführt werden, um den Wert zu bestimmen. Die Beigabe von Zitronenschalen hilft beim Ansäuern. Mineralische Beigaben sind hingegen basisch.

Häufig gestellte Fragen

Wie häufig muss der Zitronenbaum umgetopft werden?

Eine grobe Orientierung ist es, die Zitruserde aller zwei bis drei Jahre vollständig zu wechseln. Wachsen die Wurzeln bereits aus den Ablauflöchern des Topfs oder fällt eine Verzögerung des Wachstums auf, kann das Umtopfen auch häufiger erfolgen.

Warum ist das Umtopfen wichtig?

Bei der Kultivierung im Kübel steht dem Zitronenbaum nur eine geringe Menge des Substrats zur Verfügung. Das bedeutet, dass Nährstoffe selbst mit begleitender Düngung vergleichsweise schnell heraus gespült werden und ohnehin nur geringe Mengen vorhanden sind. Es wird dann von verbrauchter Erde gesprochen. Ein entsprechender Wechsel ist daher erforderlich.

Spielt das Substrat eine Rolle bei dem Ertrag?

Ja, die Beschaffenheit des Substrats spielt eine entscheidende Rolle für den Ertrag. Nährstoffe, Feuchtigkeit und Durchlässigkeit sind wichtige Faktoren, ebenso wie der pH-Wert.