Zitronenbaum mit schwarzen Flecken an den Blättern – Ursachen behandeln

Zitronenbaum im Garten

Die Kultivierung von einem Zitronenbaum ist nicht kompliziert. Verschiedene Faktoren müssen allerdings berücksichtigt werden, um die Gewächse aus der Familie der Rautengewächse optimal zu pflegen. Mit Zitruspflanzen lassen sich Terrassen und Wintergärten in mediterrane Oasen verwandeln. Eine Vielzahl von passionierten Gärtnern hat ihre Leidenschaft für die exotischen Gewächse entdeckt. Um so ärgerlicher, wenn man trotz mühevoller Pflegemaßnahmen auffällige Merkmale, wie beispielsweise braune Verfärbungen und schwarze Flecken auf den Blättern, entdeckt.

Schwarze Verfärbungen

Der Verursacher der schwarzen Verfärbungen

Ein schwarzer Belag auf den Blättern des Zitronenbaums ist nicht auf einen Pflegefehler bzw. einem falschen Standort zurückzuführen. Rußpilze sind für die auffälligen, dunklen Verfärbungen verantwortlich. Und der Pilzerreger kommt nicht allein. Belag und Flecken sind eine unliebsame Begleiterscheinung von Läusen und Milben. Die zuckerhaltigen Ausscheidungen dieser Insekten, der Honigtau, ist eine ideale Grundlage für den Krankheitserreger. Unter Gärtnern ist der Pilz auch unter den Namen Sternrußtau, Schwärzepilz und Schwarzfleckenkrankheit bekannt. Zimmer- und Gartenpflanzen sind gleichermaßen von der Krankheit betroffen.

Charakteristisch für den Pilzerreger sind die sternenförmigen Flecken, welche das Laub der Gewächse überziehen. Innerhalb kurzer Zeit breitet sich der Rußpilz großflächig auf den betroffenen Blättern aus. Es kommt zu einer Beeinträchtigung der Fotosynthese-Leistung der Zitronenbäumchen.

Die Pflanze ist nicht mehr in der Lage, den lebenswichtigen Stoffwechsel ungehindert durchzuführen. Unbehandelt kann die Krankheit im fortgeschrittenen Stadium zum Tod der befallenen Pflanzen führen und sich massiv im Garten bzw. Zimmer auf andere Gewächse ausbreiten. Im Gegensatz zu anderen Pilzerregern befällt Rußtau nur das äußere Pflanzengewebe.

Zitronenbaum mit gelben Zitronenfrüchten

Die Symptome des Schwärzepilzes selbst lassen sich leicht beseitigen. Beispielsweise durch das Entfernen der betroffenen Pflanzenteile oder durch ein spezielles Fungizid aus dem Fachhandel. Die Bekämpfung sollte sich nicht allein auf den Rußpilz beschränken, sondern im unmittelbaren Zusammenhang mit der Beseitigung der Schädlinge stehen. Solange der Erreger einen idealen Nährboden auf den Pflanzen findet, werden die schwarzen Verfärbungen auf den Blättern nicht verschwinden und immer wieder auftreten. Um die richtigen Maßnahmen gegen die Schwarzfleckenkrankheit und den unliebsamen Untermietern einzuleiten, sollten Sie zuerst die Art der Schädlinge bestimmen.

Schädlinge bekämpfen

Blattläuse

Blattläuse vom Zitrusbaum beseitigen

Mit weltweit über 3000 verschiedenen Arten gehören Aphidoidea zu den weltweit bekanntesten Schädlings-Arten. Die Farbvielfalt der kleinen Krabbler variiert, nicht jedoch die Art ihrer Nahrungsaufnahme. Mit den kleinen Mundwerkzeugen durchdringen die Insekten die ledrige Oberfläche der Zitronenbaum-Blätter. Auf diese Art und Weise entziehen die gefräßigen Zeitgenossen der Pflanze den Lebenssaft.

Folgende Anzeichen sind typische Anzeichen für Blattläuse:

  • klebrige Pflanzenteile
  • braune Verfärbungen auf dem Laub
  • Blätter verwelken

Zitronenbaum mit seinen immergrünen Blättern

Die klebrige Ausscheidung der Insekten am Zitronenbaum ist fast immer der erste Hinweis, welchen der Gärtner bei einem Befall mit Blattläusen bemerkt. In vielen Fällen sitzen die Verursacher auf Triebachsen und auf der Blattunterseite der Zitronenbäumchen. Diese simplen „Hausmittel“ haben sich zur Bekämpfung von Blattläusen bewährt.

  • die Blattunterseite mit einem Lappen abwischen
  • mit einer Brühe aus Brennnesseln bzw. Ackerschachtelhalm gießen
  • verdünnten Brennnessel-Sud auf die befallenen Stellen sprühen
  • Pheromonfallen ausbringen

Tierische Fressfeinde, wie beispielsweise Florfliegenlarven und Marienkäfer, helfen auf ihre Art bei der Beseitigung der Plagegeister. Eine naturnahe Umgebung mit zahlreichen Versteckmöglichkeiten wird von den kleinen Helfern dankbar angenommen. Für ein schnelleres Ergebnis können Eier und adulte Insekten direkt im Fachhandel gekauft werden. Dies ist speziell für Pflanzen im Freiland empfehlenswert. Blattläuse kommen selten allein. Bei einer starken Ameisenpopulation sollten diese Insekten ebenfalls bekämpft werden.

Woll- und Schildläuse

Woll- und Schildläuse loswerden

Braune Punkte auf den Zitronenbäumchen Blättern kann ein Hinweis auf Schildläuse sein. Unter dem harten Panzer der weiblichen Exemplare schlummert die nächste Generation der schadhaften Insekten in Form von Eiern und Larven. Insektizide wirken bei Schildläusen nicht, die Tiere entwickeln in kurzer Zeit eine vererbbare Resistenz gegen die aggressiven Mittel. Trotz dieser Tatsache steht man einem Befall von Schildläusen nicht machtlos gegenüber.

  • Blätter und Insekten mit Spiritus abwischen
  • stark befallene Pflanzenteile entfernen
  • regelmäßig den Zitrusbaum mit Brennnessel-Sud besprühen

Ein häufig gemachter Fehler: Die Schalen der Schildläuse mit dem Fingernagel bzw. der Messerspitze wegzukratzen. Bei dieser Maßnahme verteilen sich die Eier der Insekten großflächig über die Pflanze, was die Beseitigung der Tiere erschwert.

Wollläuse sind artverwandte der Schildläuse. Zu ihrem Schutz überziehen sich diese Insekten mit einer mehlig aussehenden Wachsschicht. Die Schädlinge lassen sich mit der Hand problemlos von den Trieben und Blättern absammeln. Läuse reagieren empfindlich auf eine hohe Luftfeuchtigkeit. Während der Bekämpfung der Schädlinge ist es ratsam, die gesamte Pflanze an einen warmen Standort umzusiedeln und mehrmals täglich mit einem Wasserzerstäuber abzuspritzen.

Zitronenbaum kann von Schädlingen befallen werden

Spinnmilben

Blattläuse und Co sind nicht die einzigen Schädlinge, deren Hinterlassenschaft Rußtau fördert. Die kleinen Krabbler befallen bevorzugt Zitrusbäume im Winterquartier. Silbrig schimmernde Netze und eine klebrige Pflanzenoberfläche sind typische Anzeichen für Spinnmilben.

  • die unmittelbare Nähe zu aktiven Heizquellen meiden
  • Zitrusbaum nicht komplett austrocknen lassen
  • Luftfeuchtigkeit erhöhen

Einen kleinen Zitronenbaum kann man mit einem Trick von den Insekten befreien. Dafür werden folgende Materialien benötigt.

  • Holzstäbe
  • Wasserzerstäuber
  • durchsichtige Folie

Mit den Stäben und der Folie wird ein kleines Gewächshaus rings um die Pflanze herum errichtet. Das Wasser kann unter dieser Konstruktion nicht verdunsten und schlägt sich als Tau auf den Blättern und Trieben ab. Zitrusgewächse erleiden bei dieser Methode keinen Schaden. Ganz im Gegensatz zu den Spinnmilben.

Die Population der Schädlinge wird geschwächt und lässt sich mithilfe von Pheromonfallen und dem Abwischen der Triebe komplett beseitigen. Das Abspritzen mit einem starken Wasserstrahl in der Badewanne bzw. Dusche hat sich ebenfalls bewährt. Bei Bedarf sollte die Maßnahme beim Zitronenbaum wiederholt werden.

Vorbeugende Maßnahmen

Mit der richtigen Technik und Geduld lassen sich Rußpilze und Schädlinge vom Zitronenbaum entfernen. Es besteht jedoch die Möglichkeit, das Risiko eines Befalls im Vorfeld zu minimieren. Gesunde Zitronenbäume werden selten von Krankheiten und schadhaften Insekten heimgesucht.

Zitronenbaum mit gelber Frucht

  • richtig gießen und düngen
  • einen hellen Standort wählen
  • Luftfeuchtigkeit durch aufgestellte Wasserbehältnisse dauerhaft erhöhen
  • im Winterquartier die Nähe von Heizungen meiden
  • Blätter und Triebe regelmäßig kontrollieren

Speziell der letzte Punkt kann effektiv dazu beitragen, auffällige Veränderungen an der Pflanze rechtzeitig wahrzunehmen und darauf zu reagieren. So vermeiden Sie, dass sich der Schwärzepilz ungehindert auf den mediterranen Zitrusgewächsen ausbreiten kann.

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