Gehe zur Startseite » Nutzgarten » Gemüsegarten » Fruchtgemüse » Zucchini » Zucchini düngen: die 5 besten Dünger
Zucchini düngen

Zucchini düngen: die 5 besten Dünger

Zucchini ist ein sehr beliebtes Sommergemüse und sollte in keinem Garten fehlen. Der Anbau ist recht einfach, wichtig für eine reiche Ernte ist allerdings eine ausreichende Düngung. So düngen Sie Zucchini richtig.

Video-Tipp

Auf den Punkt gebracht

  • Zucchinis sind Starkzehrer
  • brauchen hauptsächlich Stickstoff, Phosphor und Kalium
  • Verwendung von umweltfreundlichen organischen Düngemitteln empfohlen
  • Hornspäne hervorragender Langzeitdünger
  • Brennnesseljauche guter Nährstofflieferant

Benötigt viele Nährstoffe

Die Zucchini (Cucurbita pepo ssp. pepo convar. giromontiina) gehört zu den Starkzehrern. Sie benötigt neben ausreichend Wasser auch entsprechende Nährstoffe, um viele große Früchte zu bilden. Auf nährstoffarmen Böden ist daher mit schlechtem Wuchs der Pflanze und wenigen oder gar keinen Früchten zu rechnen. Nach dem Pflanzen benötigt die Zucchini viel Stickstoff für ein gutes Wachstum und eine ausreichende Blattbildung. Während der Blühphase und Fruchtbildung gilt es, auf eine angemessene Versorgung der Pflanze mit Phosphor und Kalium zu achten.

Zucchini-Früchte
Nur mit der optimalen Nährstoffversorgung bilden Zucchinipflanzen reichlich Früchte aus.

Ein bewusster Hobbygärtner wird die Gabe von Nährstoffen über umweltfreundliche, organische Düngemittel absichern. Eine Überdüngung ist hier kaum möglich. Welche Mittel zum Düngen von Zucchini Verwendung finden, erfahren Sie im Folgenden.

Kompost

Hierbei handelt es sich um einen sehr humus- und nährstoffreichen natürlichen Dünger. Er enthält hauptsächlich hohe Mengen an Magnesium (Mg), Phosphor (P), Calcium (Ca) und Kalium (K). Kompost versorgt nicht nur die Zucchinipflanzen mit diesen benötigten Nährstoffen, sondern verbessert langfristig auch die Bodenstruktur. Die Erde wird dabei mit Humus angereichert.

Kompost sieben
Sieben Sie Kompost vor dem Einsatz stets gut durch!

Beim Ausbringen sollten Sie Folgendes beachten:

  • nur reifen Kompost in Form von feinkrümeliger Humuserde verwenden
  • Ausbringung das ganze Jahr über möglich
  • Initialdüngung im Frühjahr
  • dann bis zum Herbst nachdüngen
  • Kompost in obere Erdschicht flach einharken
  • sechs Liter Kompost pro Quadratmeter einsetzen
  • Nachdüngung bis zum Herbst alle zwei bis drei Wochen

Hinweis: In regelmäßigen Abständen sollte eine Bodenanalyse erfolgen, um den Nährwertgehalt des Bodens zu ermitteln.

Pferde- und Kuhdung

Dieser Stalldung ist ein sehr begehrter Langzeitdünger, da er alle wichtigen Nährstoffe wie Stickstoff, Magnesium, Kalium, Calcium und Phosphor enthält, die die Zucchini zum Wachsen braucht. Durch den hohen Anteil an organischer Masse ist der Dung ein wertvoller Humuslieferant und trägt zur Verbesserung der Bodenstruktur bei.

Frischer Kuhmist auf Weide
Verwendung im Gemüsebeet darf nur abgelagerter, nie frischer Stalldung finden.

Er sollte mindestens 6 bis 12 Monate gelagert oder kompostiert sein. Frischer Kuh- oder Pferdemist würde die feinen Wurzeln verbrennen. Durch die entstehende Wärme bei der Verrottung wird das Wachstum der Pflanzen gefördert. So düngen Sie Zucchini damit richtig:

  • nur Mist gesunder Tiere verwenden
  • Einsatz im Frühjahr, drei Wochen vor Einbringung der Pflanzen
  • Nährstoffe stehen so gleich zur Verfügung
  • zwei bis drei Liter pro Quadratmeter einsetzen
  • flach in Boden einarbeiten
  • so bekommt er Luft und kann verrotten
  • an trockenen Tagen ausbringen
  • Boden muss locker und krümelig sein
  • alle zwei bis drei Jahre anwenden

Hinweis: Im Handel werden alternativ auch getrocknete Pellets aus Rinder- und Pferdedung angeboten.

Hornspäne/Hornmehl

Dieser organische Dünger besteht aus gehäckselten Hufen und Hörnern von Schlachttieren. Der Langzeitdünger ist ein reiner Stickstoffdünger. Durch die Bodenorganismen werden die Bestandteile zersetzt und für die Pflanzen aufbereitet und nach und nach abgegeben. Die Wirkung des Düngers hängt von der Feinheit seiner Bestandteile ab. Fein gemahlen wirkt der Horndünger also schneller:

Hornspäne als organischer Dünger
Hornspäne brauchen etwas länger, um ihre Wirkung zu entfalten.
  • vor der Pflanzung in Boden einbringen
  • 50 Gramm pro Quadratmeter
  • Wiederholungsdüngung nach sechs Wochen
  • dazu 50 g auf Boden streuen
  • anschließend gleichmäßig leicht in Boden einarbeiten

Brennnesseljauche

Zwischen Juni und August benötigt die Zucchini die meisten Nährstoffe. Zur Düngung bietet sich hier Flüssigdünger wie Brennnesseljauche an. In dieser Brühe sind viele Mineralien wie Calcium, Kalium, Stickstoff und Magnesium enthalten. Besonders Kalium ist für die Fruchtbildung wichtig.

Frisch angesetzte Brennnesseljauche
Richtig gelagert hält Brennnesseljauche mehrere Woche, oft sogar Monate.

Die Herstellung ist recht einfach:

  • 1 kg frische oder 200 g getrocknete Brennnesseln klein schneiden
  • in 10 l Wasser einweichen und abdecken, bevorzugt Regenwasser nutzen
  • zur Geruchsbindung eine Handvoll Steinmehl zugeben
  • 8 bis 10 Tage an sonnigen Platz stellen, täglich umrühren
  • Gärprozess abgeschlossen, wenn kein Schaum mehr vorhanden
  • Brühe abseihen
  • im Verhältnis 1:10 mit Wasser verdünnen
  • Pflanzen alle 10 bis 14 Tage gießen

Hinweis: Den Flüssigdünger keinesfalls bei voller Sonne, sondern am besten abends, ausbringen.

Kaffeesatz

Viele Pflanzenfreunde schwören bereits auf Kaffeesatz als Düngemittel und tatsächlich sind darin auch viele für die Zucchini wichtigen Nährstoffe enthalten wie Kalium, Stickstoff und Phosphor. Daneben wird der pH-Wert des Bodens durch die leicht saure Wirkung des Kaffees gesenkt. Trocknen Sie den Kaffeesatz vor dem Einsatz, da er sonst leicht schimmelt. So entstandene Schimmelpilze schädigen die Pflanzen.

Kaffeesatz in Gießwasser geben
Kaffeesatz können Sie auch mit dem Gießwasser verabreichen.

Bei der Anwendung ist außerdem Folgendes zu beachten:

  • Düngung nach Einsatz von Blüten- und Fruchtbildung
  • Kaffeesatz rund um die Pflanze leicht einarbeiten
  • alternativ Zugabe von zwei Löffeln Kaffeesatz zum Gießwasser
  • nach zwei Monaten nachdüngen

Tipp: Eine Mulchschicht aus Rasenschnitt vermischt mit Kaffeesatz kann die Zucchini zusätzlich mit Nährstoffen versorgen. Daneben wird eine schnelle Austrocknung des Bodens verhindert.

Häufig gestellte Fragen

Kann auch Blaukorn zum Düngen der Zucchini verwendet werden?

Ja, die Möglichkeit besteht. Blaukorn ist leicht löslich und wird so von den Zucchini direkt aufgenommen. Jedoch ist die Wirkung des mineralischen Düngers nur von kurzer Dauer. Es müsste dann oft nachgedüngt werden. Dabei kann der Boden schnell überdüngt und so die Pflanzenwurzeln geschädigt werden. Weiterhin gelangen ausgewaschene Nitrate ins Grundwasser und schaden so der Umwelt.

Wie oft ist das Wässern der Zucchinipflanzen notwendig?

Zur Ausbildung der Früchte braucht die Zucchini hohe Wassermengen. Steht die Pflanze zu trocken, welkt sie und bildet kaum Blüten aus. Die Wassergaben sind jedoch von der Witterung abhängig. Normal reichen eindringliche Wassergaben ein- bis zweimal wöchentlich aus. Lediglich an heißen Tagen muss täglich gewässert werden. Gegossen wird dabei morgens direkt auf den Boden. Das Wasser muss eine Temperatur über 10 Grad haben.

Welche Anforderungen stellt eine Zucchini an Standort und Boden?

Zucchinis lieben einen warmen, windgeschützten, sonnigen bis halbschattigen Platz. Der Boden muss humus- und nährstoffreich, gut durchlässig, tiefgründig und locker sein. Da das Sommergemüse schnell wächst benötigt es im Beet eine Fläche von ungefähr einem Quadratmeter. Der Pflanzabstand zwischen den einzelnen Pflanzen sollte 80 x 80 cm betragen.

Autor
Mirko ist zwar studierter Anglist, beherrscht aber auch die Sprache der Pflanzen perfekt. Er wuchs quasi im Schrebergarten seiner Großeltern auf und verbringt den Großteil seiner Freizeit in der Natur, wenn er nicht gerade schreibt.

Scroll Up