Brunfelsie, Brunfelsia uniflora – Pflege-Anleitung

Brunfelsie, Brunfelsia uniflora
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Blütenfarbe
violett, weiss, blau
Standort
Halbschatten, Absonnig, Sonnig
Blütezeit
Januar, Februar, März, April, Mai, Juni
Wuchsform
aufrecht
Höhe
bis zu 300 Zentimeter hoch
Bodenart
sandig
Bodenfeuchte
mäßig feucht
pH-Wert
schwach sauer
Kalkverträglichkeit
Kalkintolerant
Humus
humusreich
Giftig
Ja
Pflanzenfamilien
Nachtschattengewächse, Solanaceae
Pflanzenarten
Frühblüher, Winterblüher, Zimmerpflanzen
Gartenstil
Wintergarten, Wohngarten

Die Pflanzenwelt der Tropen hat viel zu bieten. Neben Orchideen berauschen die Duftblumen der Brunifelsie mit ihrem Aroma und den ansprechenden Farbwelten. Neben Brunfelsia americana und Brunfelsia lactea ist Brunfelsia uniflora, auch bekannt als Manaka, ein wahrer Blickfang über den Winter. Wenn erst einmal die blauen Blüten in all ihrer Pracht erblühen, ist der triste Winter wie vergangen. Dafür muss nur die Pflege der giftigen Tropfenpflanze stimmen.

Steckbrief

  • botanischer Name: Brunfelsia uniflora
  • Gattung: Brunfelsia (Brunfelsia)
  • Sektion: Franciscea (Franciscea)
  • gehört in die Pflanzenfamilie der Nachtschattengewächse (Solanaceae)
  • Trivialnamen: Manaka
  • duftender, stark verzweigender Strauch, immergrün
  • Wuchshöhe: 20 – 300 cm, in Deutschland meist 50 cm
  • Blätter: lanzettlich, gestielte hell- bis dunkelgrüne Blätter mit einer Länge bis zu 8 cm
  • Blüte: stieltellerförmig mit vier Blättern in den Farbgebungen in blau-violett und weiß
  • Blütezeit: Januar bis Mitte Juni
  • Herkunft: Ostbrasilien, zu Teilen in Venezuela und Bolivien, Guyana, Peru
  • Duftpflanze, erinnert an Lotus
  • nicht winterhart
  • nicht kalktolerant
  • giftig für Kleinkinder und Haustiere

Standort

Die Brunfelsie ist ein wahrer Sonnenanbeter und bevorzugt einen hellen Standort. Dieser sollte folgend gegliedert sein:

  • sonnig bis halbschattig
  • keine direkte Mittagssonne
  • konstante Temperatur von 20°C – 22°C (Frühling bis Oktober)
  • sonnig bis halbschattig
  • konstante Temperatur von 8°C – 15°C (Anfang Oktober bis Anfang Dezember)
  • konstante Temperatur um 16°C (Dezember bis Ende Januar)
  • keine Zugluft
  • keine Temperaturschwankungen

Brunfelsie ist giftig

Hinweis: Die Temperaturänderung ist notwendig, damit die Brunfelsie entspannt ihre Blüten bilden kann, die bei einem zu warmen Standort nicht genügend Feuchtigkeit abbekommen würden.

Boden

Was den Boden angeht, ist die Brunfelsie nicht so anspruchsvoll und verlangt nur qualitativ hochwertige Einheitserde, die sehr nährstoffreich ist. Solange sie humusreich ist, fühlt sich das Tropengewächs pudelwohl. Er sollte leicht säuerlich sein und mit Sand angereichert werden, um die Drainage zu verbessern.

Pflege

Bei der Pflege der Brunfelsia uniflora kommt es wie bei den Verwandten, der Brunfelsia lactea und der Brunfelsia americana, auf das richtige Verhältnis von Licht, Temperatur, Wässern und Düngen an. Brunfelsien können schnell übergossen und unterdüngt werden, daher sollten Sie auf diese Punkte besonders viel Wert legen.

Gießen

Beim Gießen müssen Sie besonders auf die Bedürfnisse der Pflanze achten, da sie aus dem Regenwald stammt. Das heißt aber nicht, dass sie unter Wasser gesetzt werden sollte.

Gießen Sie wie folgt:

  • nutzen Sie abgestandenes oder weiches Wasser
  • sorgen Sie für eine gleichmäßig feuchte Erde
  • checken Sie dafür täglich mit der Fingerprobe die Erde
  • falls etwas angetrocknet, nachgießen
  • im Winter weniger gießen

Hinweis: Wenn Sie nicht oft genug gießen, verliert die Brunfelsie ihre Knospen, bei zu viel Wasser kommt es zu einer Wurzelfäule. Manaka sind ein wenig anspruchsvoll was das Wässern angeht und daher müssen Sie sich unbedingt nach der „Diva“ richten.

Düngen

Das Düngen des Strauchs geschieht vom Frühjahr bis in den Spätsommer alle zwei Wochen. Dafür eignet sich normaler Flüssigdünger, der entweder direkt in das Substrat gegeben oder über das Gießwasser verabreicht wird. Im Winter sollten Sie ebenfalls Düngezugaben vornehmen, diese aber nur schwach dosiert, um die Brunfelsie nicht zu überdüngen.

Schneiden

Der Schnitt der Brunfelsien geschieht direkt nach der Blüte. Er dient dazu, den Strauch kompakt zu halten und das Austreiben neuer Zweige anzuregen, wenn das Gewächs aus der Form geraten ist. Nutzen Sie hierfür eine saubere Schere und schneiden Sie die Triebe so ab, dass die Form wieder gleichmäßig ist.

Umtopfen

Aufgrund der starken Verwurzelung müssen Sie Manakas alle ein bis zwei Jahre umtopfen. Das erkennen Sie vor allem daran, dass der Wuchs geschwächt ist und wenn Sie sich die Erde anschauen und die Wurzelenden schon an den Topf stoßen. Das Umtopfen geschieht folgendermaßen:

  • wählen Sie einen leicht größeren Blumentopf
  • bereiten Sie frisches Substrat vor und füllen Sie etwas in den Topf
  • vorsichtig die Brunfelsia aus dem alten Topf lösen
  • Wurzelballen auswaschen und mit scharfer Schere vertrocknete, dunkle Wurzeln abschneiden
  • Pflanze einsetzen
  • restliches Substrat einfüllen

Brunfelsie ist ein Nachtschattengewächs Überwintern

Beim Überwintern der Brunfelsia uniflora sollten Sie folgendermaßen vorgehen:

  • achten Sie auf eine konstante, eher niedrige Zimmertemperatur
  • Luftfeuchtigkeit sollte zwischen 55 und 65 Prozent betragen, nutzen Sie hierfür entweder einen Luftbefeuchter oder eine Sprühflasche
  • Standort sollte weiterhin hell sein
  • frische Luft, keine Zugluft, sollte immer mal wieder verfügbar sein

Vermehren

Neue Exemplare können Sie über Stecklinge in einem Minigewächshaus vermehren. Dazu schneiden Sie bereits verholzte Triebe (wichtig) ab und platzieren diese in Töpfe, die mit Anzuchterde gefüllt sind. Nun müssen diese bei 24°C bis 28°C für mehrere Wochen im gleichmäßig feuchten Substrat wurzeln. Brunfelsien haben sich hierbei als äußerst schwierig erwiesen und nicht immer präsentiert sich eine neue Brunfelsie nach dem Einpflanzen des Stecklings.

Vorsicht giftig!

Alle Pflanzenteile der Brunfelsie sind giftig und werden aufgrund des Dufts gerne von Kleinkindern und Katzen probiert. Platzieren Sie das Gewächs an einem Ort, der nicht von Ihrem Haustier oder Kind erreicht werden kann.

Schädlinge und Krankheiten

Aufgrund eines falschen Winterquartiers kann es zu einem Befall durch Spinnmilben kommen. Das erkennen Sie an den Spinnweben der Milben, die sich an der geschwächten Pflanze finden lassen und zahlreichen winzigen Punkten auf den Blättern. Gehen Sie bei der Behandlung wie folgt vor:

  • verbessern Sie das Raumklima, da zu trockene Heizungsluft den Spinnmilben die beste Lebensgrundlage ermöglicht
  • isolieren Sie betroffene Pflanzen
  • spülen Sie diese unter der Dusche ab, mitsamt dem Wurzelballen
  • packen Sie die Pflanze für zwei Wochen in einen durchsichtigen Plastikbeutel
  • die Spinnmilben sterben aufgrund der darin entstehenden Luftfeuchtigkeit ab

Wenn die Blätter der Brunfelsie leicht aufgehellt sind, bekommt sie zu viel direkte Sonne ab und sollte umgestellt werden.

Hinweis: Brunfelsia unifloria ist äußerst standorttreu und sollte daher nur im absoluten Notfall umgesetzt werden, sonst kann sie einen Ausfall der Blüte erleiden.

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