Strauchveronika, Hebe, Veronica Pflanze – Sorten und Pflege-Anleitung

Strauchveronika, Hebe, Veronica Pflanze
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Blütenfarbe
rosa, violett, weiss
Standort
Halbschatten, Sonnig
Blütezeit
August, September, Oktober
Wuchsform
aufrecht, buschig, mehrjährig
Höhe
bis zu 200 Zentimeter hoch
Bodenart
sandig, kiesig
Bodenfeuchte
mäßig feucht, frisch
pH-Wert
schwach sauer
Kalkverträglichkeit
Kalktolerant
Humus
humusreich
Giftig
Nein
Pflanzenfamilien
Wegerichgewächse, Plantaginaceae
Pflanzenarten
Immergrüne Sträucher, Kübelpflanzen, Ziersträucher
Gartenstil
Bauerngarten, Wohngarten, Ziergarten

Saftige, farbenfrohe Blätter und eine Vielzahl traubige Blüten – das sind die Erkennungsmerkmale der Strauchveronika, die sich in unseren Gärten, Terrassen und Balkonen wachsender Beliebtheit erfreut. Die immergrüne Pflanze bietet wegen ihrer Artenvielfalt zahlreiche Möglichkeiten für die Gartengestaltung und begeistert mit den geringen Ansprüchen bei der Pflege. Leider hat die Kultivierung der schönen Pflanze auch einen kleinen Haken, denn sie ist nur bedingt winterhart.

Steckbrief

  • botanischer Name: Hebe
  • Gattung: Ehrenpreis (Veronica)
  • gehört in die Pflanzenfamilie der Wegerichgewächse (Plantaginaceae)
  • Trivialnamen: Veronica, Strauchveronika, Neuseeländische Strauch-Veronika
  • immergrüner Strauch
  • Wuchshöhe: 15 cm bis 2 m (je nach Art)
  • Blätter: je nach Sorte sehr unterschiedlich
  • Blüte: achselständige Blütentrauben in Weiß, Violett oder Rosarot
  • Blütezeit: einige Sorten früh, andere bis in den Herbst
  • Herkunft: Neuseeland (einige Arten in Australien und Südamerika)
  • Standort: hell und kühl
  • bedingt winterhart
  • etwas kalktolerant
  • nicht giftig

Standort

Die Strauchveronika stellt ein paar grundlegende Ansprüche an ihren Standort. So möchte sie beispielsweise zwar sehr hell stehen, verträgt die direkte Sonne – vor allem in der Mittagszeit – nicht so gut. Auch große Hitze, starke Temperaturschwankungen und Fröste sind Bedingungen, die auf Dauer zum Absterben der hübschen Blühpflanze führen. Wer die Veronica mehrjährig in seinem Garten oder dem Balkon kultivieren möchte, sollte ihr einen geschützten, kühlen Standort bieten.

  • Lichtbedarf: hell bis halbschattig
  • keine direkte Mittagssonne
  • Hebe speciosa verträgt auch sonnige Standorte
  • geschützt vor Wind und Starkregen
  • nicht zu warm (maximal 20 Grad)

Strauchveronika, Hebe mit achselständigen Blütentrauben

Boden

Während die Veronica Gebiete mit kühlen Sommern und milden Wintern bevorzugt und deshalb einige Ansprüche an ihren Standort stellt, ist sie bei den Bodenverhältnissen weniger wählerisch. Sie passt sich gut an eine Vielzahl von Bodentypen an, wächst aber am besten in lockerem, gut drainiertem Erdreich.

  • locker
  • gut durchlässig für Luft und Wasser
  • mäßig nährstoffreich
  • pH-Wert: 5,8 bis 6,5
  • wenig kalktolerant

Vorgezogene Pflanzen kaufen

Die Vielseitigkeit der Heben ermöglicht es dem Gärtner, den Strauch auf unterschiedlichste Art und Weise in den Garten einzubinden. Niedrige Formen eignen sich hervorragend zur Randbepflanzung von Beeten oder Steingärten, höhere Formen sind ideale Solitärpflanzen.  Achten Sie bei der Auswahl darauf, dass Sie die passende Sorte für den gewünschten Standort kaufen.

Großblättrige Spezies sind nahezu ausschließlich für die Kübelkultur geeignet, da sie keine Fröste vertragen. Auch wenn das Etikett etwas anderes verspricht: Heben sind im Allgemeinen nur bedingt winterhart (bis maximal -5 Grad). Zu den größeren Arten der Strauchveronika gehören beispielsweise die Hebe andersonii mit Wuchshöhen bis zu einem Meter, noch höher wird die Hebe speciosa, die stattliche zwei Meter Wuchshöhe erreicht.

Pflanzen

Die Strauchveronika sollte nur in winterwarmen Regionen (Weinbaugebiete) ins Freiland gepflanzt werden. Wohnen Sie in einer kälteren Gegend, pflanzen Sie den Strauch lieber in einen Kübel oder ein anderes Pflanzgefäß. Wird der Gartenboden mit  etwas Kompost angereichert, fördert dies ein gesundes Wachstum. Sehr schwere Böden benötigen zusätzlich etwas Sand oder Kies, um den Boden durchlässiger für Wasser zu machen, denn Staunässe verträgt die sonst so robuste Pflanze nicht.

  • Zeitpunkt: in den wärmeren Monaten zwischen Mitte Mai und Anfang September
  • Pflanzloch: doppelte Ballengröße
  • Einpflanztiefe: wie zuvor
  • Pflanzabstand: halbe Wuchshöhe
  • in den ersten Monaten häufig gießen

Kübelkultur

Da die meisten Arten der Heben bei uns nicht ausreichend winterhart sind, werden sie üblicherweise in Pflanzkübel oder Töpfe gepflanzt. Hierbei ist auf ein gut durchlässiges Substrat mit dem richtigen pH-Wert zu achten. Die Pflanzen gedeihen in handelsüblicher Komposterde mit Sandanteil gut. Achten Sie beim Kauf des Substrates darauf, dass der angegebene pH-Wert zwischen 5,8 und 6,5 liegt. Sehr saure Erden oder stark kalkhaltige Böden eignen sich weniger für die Kultivierung. Bei der Pflanzung sollte gleich von Anfang an eine dicke Drainageschicht in den Topf eingefüllt werden, um Staunässe zu vermeiden.

Pflege

Sobald die Veronica sich an ihrem Standort etabliert hat, benötigt sie nicht viel Pflege. Lediglich ein ausgewogenes Gießverhalten ist für ein gesundes Wachstum notwendig.

Strauchveronika, Hebe ist ein immergrüner Strauch

Gießen

Die Strauchveronika verträgt zwar keine anhaltende Trockenheit, stärker noch macht ihr aber Staunässe zu schaffen. Der Boden sollte deshalb gleichmäßig feucht gehalten werden. Vor einem erneuten Gießen lässt man die obere Schicht Substrat leicht antrocknen. Der Wurzelballen von Kübelpflanzen wird so lange gewässert, bis das Wasser aus den Abzugslöchern herausläuft. Überschüssiges Wasser muss nach etwa 10 Minuten aus dem Untersetzer entfernt werden.

Düngen

Bei Freilandpflanzen ist ein Düngen in der Regel im ersten Jahr nicht notwendig, insofern die Strauchveronika in einen nährstoffreichen, humosen Gartenboden gepflanzt wurde. Ab dem zweiten Jahr reicht es aus, sie im Frühjahr mit etwas Kompost oder einer Handvoll Hornspänen zu versorgen, die leicht in die Erde eingearbeitet werden sollten. Kübelpflanzen freuen sich im Frühjahr über einen Langzeitdünger für Kübel- oder Blühpflanzen. Dieser kann sowohl als Granulat oder auch in Stäbchenform verabreicht werden. Zu hohe Düngermengen fördern das Wachstum der Pflanze. Sie wird dann zwar sehr groß, dafür bildet sie kaum Blüten.

  • nur verhalten düngen
  • Zeitpunkt: entweder im Spätherbst oder zeitigen Frühjahr
  • Freilandpflanzen mit Kompost düngen
  • alternativ Hornspäne oder Hornmehl verwenden
  • Kübelpflanzen vorzugsweise mit Langzeitdünger versorgen

Umtopfen

Wie bei allen Pflanzen, die in Töpfen kultiviert werden, ist auch bei der Veronica ein gelegentliches Umtopfen notwendig. Das ist immer dann der Fall, wenn das Pflanzgefäß vollständig durchwurzelt ist, der Topf im Verhältnis zur Pflanze zu klein wird oder das Substrat bereits sehr alt ist.

  • in jungen Jahren ist häufige Kontrolle notwendig
  • bei etablierten Pflanzen reicht ein Umtopfen alle zwei bis drei Jahre
  • Zeitpunkt: Frühjahr
  • niemals während der Blüte umtopfen
  • alte Erde aus den Wurzeln schütteln
  • Wurzelgeflecht am Topfrand mit den Händen aufreißen oder aufschneiden
  • Wurzeln auflockern
  • der neue Topf sollte nur wenig größer sein
  • abgestorbene Wurzeln entfernen

Nach dem Umtopfen sollte die Pflanze für zwei bis drei Wochen etwas schattiger aufgestellt werden. Eine gesunde Pflanze erholt sich schnell von der Strapaze und wird bald weiterwachsen.

Schneiden

Prinzipiell muss die Hebe gar nicht geschnitten werden, denn sie wächst recht langsam und kommt auch sehr gut ohne Rückschnitte aus. Allerdings neigt die immergrüne Pflanze dazu, mit der Zeit von innen heraus zu verkahlen. Damit sie auch nach Jahren noch schön buschig und kompakt wächst, empfiehlt es sich, die Pflanze jeweils im Frühjahr leicht zu beschneiden. Schneiden Sie Freilandpflanzen nicht bereits im Herbst stark zurück, denn das birgt die Gefahr, dass die Veronica bei Frösten noch stärker von Erfrierungen betroffen ist.

  • Zeitpunkt: zeitiges Frühjahr (Ende März bis Anfang April)
  • alle erfrorenen oder abgestorbenen Triebe schneiden
  • lieber regelmäßig, aber wenig schneiden
  • lange, unverzweigte Triebe einkürzen
  • insgesamt eine rundliche Form anstreben
  • unverholzte Triebe mit einem scharfen Messer schneiden
  • verholzte Triebe besser mit einer Gartenschere kappen
  • sehr dicke Äste mit Astschere oder Säge kürzen
  • alternativ ist auch ein Verschnitt im Herbst nach der Blüte möglich
  • ein Ausputzen von Verblühtem fördert die Blütenneubildung

Strauchveronika ist für Garten, Balkon und Terrasse geeignet

Giftigkeit

Die Strauchveronika kann problemlos im Garten oder auch im Winter im Haus kultiviert werden, denn weder Triebe noch Blüten gelten als giftig oder enthalten Inhaltsstoffe, die für Mensch und Tier gefährlich werden können. Da die Pflanze nicht giftig ist, eignet sie sich optimal als Zierpflanze für alle Haushalte, in denen Kinder und Haustiere leben.

Überwintern

Leider sind die meisten Arten der Veronica nur bedingt winterhart. Sie vertragen zwar leichte Fröste, wenn die Temperaturen jedoch mehrere Tage in Folge unter -5 Grad fallen, bedeutet das den sicheren Tod der hübschen Blühpflanze. In wärmeren Regionen wie beispielsweise den Weinbaugebieten kann die Strauchveronika im Garten überwintern, allerdings nur unter einer dicken Schicht aus Mulch, Laub oder Stroh und ein paar Tannenzweigen oder Reisig.

Allerdings hilft auch ein guter Winterschutz in kühlen Regionen nicht viel. Deshalb muss die Pflanze vorsichtshalber ins Haus geholt werden. Stellen Sie die Hebe aber nicht ins warme Wohnzimmer, damit Sie sich noch für einige Zeit an den schönen Blüten erfreuen können. Eine warme Überwinterung bekommt dem Kleinstrauch nicht besonders gut. Im Allgemeinen gilt die Regel: Je kleiner die Blätter der Veronica sind, umso kühlere Temperaturen verträgt die Pflanze. Da die Strauchveronika im Winter eine Ruhephase einlegt und nur noch verhalten wächst, benötigt sie in dieser Zeit etwas weniger Wasser.

  • Freilandpflanzen mit Stroh, Mulch, Laub bedecken
  • zusätzlich ein paar Zweige auflegen
  • nicht stark zurückschneiden (dann erfriert sie noch schneller)
  • verträgt Fröste bis maximal -5 Grad
  • vor Nässe schützen
  • Überwinterung im Haus: kühl und hell
  • Temperatur: 5-10 Grad
  • nicht zu feucht halten

Ist der Überwinterungsort zu dunkel oder zu kalt, wirft die Hebe ihre Blätter ab. Dann muss sie dringend an einen besser geeigneten Standort gestellt werden. Bei Temperaturen zwischen 5 und 10 Grad verträgt die Pflanze auch die pralle Wintersonne völlig unbeschadet. Steht die Strauchveronika in einer Garage oder einem Keller, kann eine spezielle Pflanzenleuchte vor Lichtmangel schützen.

Vermehren

Zwar handelt es sich bei der Veronica um eine mehrjährige Pflanze, trotzdem gilt sie insgesamt als recht kurzlebig. Rechnen Sie mit etwa fünf Jahren, unter guten Bedingungen höchstens zehn. Aus diesem Grund lohnt es sich, die Pflanze selbst zu vermehren, bevor ihr Ende naht.

Stecklinge

Eine Strauchveronika aus Stecklingen zu vermehren, ist nicht schwer und kann auch von ungeübten Hobbygärtnern durchgeführt werden. Verwenden Sie hierzu die Triebspitzen eines Zweiges und schneiden Sie diesen mit einem scharfen, sauberen Messer oder einer Gartenschere unter einem Blattansatz ab.

  • Zeitpunkt: entweder im Winter oder im Spätsommer
  • gesunde, kräftige Triebspitzen schneiden
  • Länge ist von der Sorte abhängig
  • kleinblättrige, niedrig wachsende Sorten: 5 cm
  • großblättrige, höhere Sorten: etwa 15 cm
  • untere Blätter entfernen (etwa die Hälfte)
  • in feuchtes Substrat stecken
  • Einpflanztiefe: bis kurz vor dem ersten Blattpaar
  • Substrat: Gemisch aus Torf und Sand
  • alternativ Kakteenerde mit etwas Torfmoos vermischen

Die Stecklinge der Strauchveronika wurzeln leicht und können (bei Sommerstecklingen) gegen Ende September in reguläres Substrat umgetopft werden und bis zum Frühjahr an einem kühlen, hellen Ort überwintern. Winterstecklinge werden im Frühjahr umgepflanzt. Am schönsten wirkt die Veronica, wenn sie gleich zu fünf oder sechs Stecklingen in einen Topf gepflanzt wird. Um die Verzweigung anzuregen, sollten die Jungpflanzen regelmäßig entspitzt werden.

Veronica Pflanze ist nicht giftig

Sorten

Zu den bekanntesten Arten gehört die Hebe andersonii Hybriden. Es gibt aber auch eine Vielzahl weiterer Arten und Sorten, die den Balkon, die Terrasse oder den eigenen Garten um ein Vielfaches bereichern.

Hebe andersonii Hybriden

‚Pink Paradise‘

  • Wuchshöhe: 40  bis 50 cm
  • Blüte: Hellrosa bis kräftig Pink
  • Blütezeit: Frühjahr, nach dem Rückschnitt zweite Blüte
  • Blätter: gelblich bis weiß-bunt

‚Variegata‘

  • Wuchshöhe: bis 1 m
  • Blüte: Violett
  • Blütezeit: Sommer bis Herbst
  • Blätter: weiß-bunt panaschiertes Laub

Weitere Varianten

Hebe ‚Green Globe‘

  • Wuchshöhe: bis 30 cm
  • kompakter Bodendecker ohne Blüten
  • Blätter: Dunkelgrün, moosartig belaubt
  • sehr schnittverträglich
  • bedingt winterhart

Hebe buxifolia (Buchsblättrige Strauchveronika)

  • Wuchshöhe: 40 bis 50 cm
  • Blüte: Weiß, relativ groß
  • Blütezeit: April bis Juni
  • Blätter: nur 2 mm groß, saftig grün, ähneln dem Buchsbaum, sehr kompakter Wuchs
  • frostempfindlich

Hebe ‚Heatbreaker‘

  • Wuchshöhe: 50 bis 75 cm
  • Blüte: Weiß, Lila oder Pink (wechseln die Farbe)
  • Blütezeit: März bis August
  • Blätter: im Sommer weiß-bunt, im Winter und Frühling Rot
  • bedingt winterhart (guter Winterschutz notwendig)

Hebe primeleoides ‚Quicksilver‘

  • Wuchshöhe: bis 30 cm
  • Blüten: Hellblau bis Violett
  • Blütezeit: ab Juli
  • Blätter: sehr klein und silbrig grün, große Blattabstände
  • wirkt sehr schlank und filigran

Hebe speciosa

  • Wuchshöhe: große Sorte, bis 2 m
  • Blüte: Purpurrot
  • Blütezeit: Anfang Juli bis Herbst
  • Blätter: verhältnismäßig groß, dick und länglich bis oval

Hebe ochracea ‚James Stirling‘

  • Wuchshöhe: Zwergstrauch mit Wuchshöhen bis 20 cm
  • wächst dafür sehr breitflächig, guter Bodendecker
  • Blüte: weiß
  • Blütezeit: Juni bis Juli
  • Blätter: spitz zulaufend, ähneln der Thuja, moosgrüne bis gelbliche Blätter
  • gehört zu den frostbeständigsten Arten der Hebe

Krankheiten

Krankheiten und Schädlinge

Hin und wieder wird die Veronica (vor allem im zu warmen Winterquartier) von Schädlingen wie Blattläusen befallen. Deshalb sollte man die Pflanze regelmäßig auf einen Befall kontrollieren.

Trockenheit

Durchdringende, lange anhaltende Trockenheit schadet der robusten Strauchveronika sehr. Deshalb muss unbedingt darauf geachtet werden, dass das Herzstück des Wurzelballens niemals vollständig austrocknet. Sind bereits einige Triebe oder Triebspitzen abgestorben, können diese ganzjährig abgeschnitten werden. Auch ein radikaler Rückschnitt wird problemlos vertragen. In diesem Fall blüht die Hebe aber in diesem Jahr nicht mehr.

Staunässe/Wurzelfäule

Schlimmer noch als Trockenheit, ist für die Veronica anhaltende Staunässe. In diesem Fall sterben die Wurzeln ab und faulen, durch die Wurzeln dringen Bakterien, Viren und auch Pilze in die Pflanze ein. Meist ist dies daran zu erkennen, dass die Blätter und Triebe schlaff und gelb werden, bevor die Pflanze abstirbt. Wer schnell handelt und sämtliche Erde sowie beschädigte Wurzeln bis ins gesunde Gewebe zurückschneidet, hat noch Chancen, seine Pflanze zu retten.

Strauchveronika ist nur bedingt winterhart

Arten

Die Strauchveronika, botanisch Hebe, stammt ursprünglich nicht von hier. Die meisten Arten des immergrünen Gewächses sind in Neuseeland heimisch, wo sie bevorzugt an exponierten Stellen im Buschland wachsen. Die Hebe, die in etwa 100 unterschiedlichen Arten vorkommt, ist nach der griechischen Göttin der Jugend benannt. Es handelt sich um immergrüne Sträucher, die je nach Art und Standort Wuchshöhen von über zwei Meter erreichen können.

Die meisten Sorten, die man bei uns im Handel kaufen kann, werden aber nicht deutlich größer als 60 cm. Während sich die ährenförmigen Blütenstände aller Arten und Sorten ähneln, ist das Erscheinungsbild der Blätter doch sehr unterschiedlich. Es reicht von nadelförmigen gelben Formen über schuppige, graublaue Typen bis hin zu kräftig grünen, lanzettigen und dickfleischigen Blättern. Grundsätzlich lassen sich Heben in zwei Gruppen einteilen.

1. Kleinblättrige Varianten

Die kleinblättrigen Arten der Strauchveronika blühen von Anfang Mai bis in den frühen Herbst. Sie sind etwas frostverträglich, müssen aber vor strengen Frösten geschützt werden.

2. Großblättrige Arten

Arten mit großen Blättern blühen im Herbst und sind zwar immergrün, jedoch vertragen sie keine Fröste. Deshalb sind sie nicht für die Gartenpflanzung, sondern nur für die Kübelkultur geeignet.

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