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Pflanzen, die im Spätsommer einen Rückschnitt vertragen

Pflanzen im Spätsommer schneiden - Frau schneidet Thuja

Prächtigere Blüten, gesünderer Wuchs, größere Ernte – das sind nur einige Vorteile eines regelmäßigen Pflanzenschnitts. Entscheidend ist dabei nicht nur die richtige Technik, sondern auch der richtige Zeitpunkt. Diese 6 Pflanzen sollten Sie im Spätsommer schneiden.

Birke

Bedenken Sie, dass zwischen März und September radikale Rückschnitte der meisten Gehölze laut §39 des Naturschutzgesetzes verboten sind.

Die Birke (Betula) kommt in der Regel auch gut ohne Rückschnitt zurecht. Ab und zu kann es jedoch nicht schaden, auch bei ihr einmal zur Säge oder Astschere zu greifen, um störende oder kranke Äste zu entfernen. Da die Birke im Frühjahr jedoch stark blutet, ist es besser, den Schnitt schon im Spätsommer durchzuführen. So vermeiden Sie kräftigen Saftfluss und das Laubgehölz kann sich besser regenerieren.

Himbeeren

Wer seine Himbeeren nicht regelmäßig schneidet, wird wenig ertragreiche Ernten haben.

Wann Sie Ihre Himbeeren (Rubus idaeus) schneiden sollten, ist in der Regel von der Sorte abhängig. Haben Sie Sommerhimbeeren im Garten, dann ist der Spätsommer nach der Ernte der ideale Zeitpunkt für den Rückschnitt. Da diese Beeren nur an den zweijährigen Trieben Früchte bilden, schneiden Sie folglich nur eben diese ab und lassen die jungen stehen.

Pflaume

Wann Pflaumen tatsächlich reif sind, hängt von der jeweiligen Sorte ab. Die Haupterntezeit liegt in August und September.

Pflaumenbäume (Prunus domestica) vertragen einen Rückschnitt im Spätsommer gleich im Anschluss an die Erntezeit. Zu diesem Zeitpunkt stecken die Obstgehölze Schnittmaßnahmen deutlich besser weg als später im Jahr, weil ihnen bis zum Winter noch ausreichend Zeit zur Regeneration bleibt. Achten Sie darauf, nicht zu viel abzuschneiden, denn auf einen starken Rückschnitt reagiert der Pflaumenbaum unter Umständen mit einem starken Neuaustrieb.

Süßkirsche

Ohne den richtigen Rückschnitt, wachsen Süßkirschen sehr schnell.

Es empfiehlt sich, Süßkirschen (Prunus avium), ähnlich wie Pflaumenbäume, immer direkt nach der Ernte im Spätsommer zurückzuschneiden. Diese Schnittmaßnahmen, die unter anderem das Auslichten der Krone umfassen, sollten Sie etwa alle drei Jahre durchführen. Ein Schnitt im Spätsommer „bremst“ das starkwüchsige Obstgehölz etwas in seiner Entwicklung und lässt gleichzeitig die dabei entstandenen Schnittwunden schneller und besser heilen.

Thuja

Egal, womit Sie die Thuja schneiden, achten Sie immer auf saubere und geschärfte Messer, um Schnittverletzungen zu vermeiden.

Der Lebensbaum gehört hierzulande zu den beliebtesten Heckenpflanzen. Damit er schnell und blickdicht wächst, benötigt er einen regelmäßigen Rückschnitt. Die letzten Schnittmaßnahmen an Thuja-Hecken sollten Sie spätestens im Spätsommer vornehmen. Dabei handelt es sich in den meisten Fällen um Formschnitte, beispielsweise das Beseitigen überstehender oder aus der Form geratener Triebe. Spätere, umfangreichere Schnitte würden die Thuja zum Neuaustrieb anregen und unweigerlich zu Frostschäden an den Jungtrieben führen.

Walnuss

Gerade ältere Nussbaum-Exemplare erreichen oftmals solche Ausmaße, dass Sie Schnittmaßnahmen nie ungesichert durchführen oder besser gleich einen Fachmann engagieren sollten.

Ähnlich wie die Birke zählt auch die Walnuss (Juglans regia) zu den Gehölzen, die bei einem Frühjahrsschnitt besonders stark bluten. Schneiden Sie den Nussbaum jedoch erst im Spätsommer, vermeiden Sie, dass die Pflanze viel Saft verliert. Dadurch kann sich der Baum nach den Schnittmaßnahmen an Ästen und in der Krone schneller erholen.


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