Essbare Blüten | Welche Blumen kann man essen und wann blühen sie?

Essbare Blüten

Die Natur ist eine kreative Designerin. Sie schenkt uns zauberhaft geformte Blüten in Hülle und Fülle. Rührt die Farbpalette aus allen möglichen Farben an, und fügt einigen Exemplaren betörende Düfte bei. Ein Fest für unsere Augen und Nasen. Viele dieser Blumen sind aber auch noch essbar. Gehen Sie auf eine geschmackliche Entdeckungsreise durch ihren heimischen Garten, Wald oder Wiese. Unsere Liste verrät Ihnen, wann Sie von den Blumen kosten dürfen.

Essbare Blüten

Egal ob als Hingucker auf dem Salat oder als bezaubernde Tortendekoration, essbare Blüten machen echt was her. Die Liste der verzehrbaren Blumen ist lang. Einige der schmackhaften Blüten, stellen wir im folgenden Beitrag vor.

Essbare Blumen von A – D

Astern

Astern eignen sich gut zum Anrichten von Speisen. Je nach Sorte blühen sie von Mai bis November. Bei ihnen gilt: Je intensiver Blütenfarbe, umso aromatischer schmeckt sie.

Herbstaster

Bärlauch

Wenn ab April die weißen Blütendolden erscheinen, dürfen sie zusammen mit den Blättern gesammelt werden. Sie sind reich an Vitamin C, Eisen, Magnesium und vor allem ätherischen Ölen. Diese sind es auch, die dem Essen einen leicht scharfen, senfartigen Geschmack verleihen.

Blütenstand des Bärlauch

Borretsch

Borretsch liefert essbare Blüten, die einen süßlichen Geschmack haben. Wenn sie in Salat verwendet werden, färbt der Essig sie Rot. Sie können aber auch mit Zucker kandiert Desserts bereichern. Sie blühen von Juni bis zum ersten Frost.

Borretsch, Borago officinalis

Chrysanthemen

Hier ist Vorsicht angesagt, denn nicht alle Sorten sind essbar. Blütenblätter der Sorte, die unter folgende Namen bekannt ist, dürfen Sie jedoch bedenkenlos essen:

  • Speisechrysantheme
  • Salatchrysantheme
  • Goldblume
  • Chrysanthemum coronarium

Die Blumen erscheinen von Juli bis September. Es werden jedoch nur die Blütenblätter gegessen. Sie schmecken in Salaten und Süßspeisen.

Chrysanthemum coronarium
Chrysanthemum coronarium

Dahlien

Giftig? Von wegen! Dahlienblüten laden uns auf einen würzig-sauren Genuss ein. Die verschiedenfarbigen Werke zaubern Farbe in Cocktails, Suppen oder Salaten und blühen den ganzen Sommer lang. Erst der Frost macht sie unbrauchbar.

Dahlie 'le castel'

Duftgeranien

Wenn es um essbare Blumen geht, dürfen auf keiner Liste die Duftgeranien fehlen. Doch bei ihnen handelt es sich genau genommen um Duftpelargonien. Die zahlreichen Sorten unterscheiden sich nicht nur farblich. Sie bieten auch ein breites Aromaspektrum: Apfel, Kiefernharz, Muskat, Ingwer, Orange, Pfirsich und Zitrone. Probieren Sie von Mai bis September, welche von ihnen Ihren Geschmacksnerv trifft.

Duftgeranien sind essbar

Duftveilchen

Von März bis April können wir im Garten und der freien Natur essbare, lilafarbene Blümchen entdecken. Seltener gibt es das Duftveilchen auch in Weiß und Rosa. Wenn sie weit von Abgasen wachsen, sollten Sie sie unbedingt probieren. Sie sind eine Delikatesse, nicht nur für Schmetterlinge.

Duftveilchen

Essbare Blüten von E – G

Eis-Begonien

Für Kenner sind die farbkräftigen Blumen der Eisbegonien erste Wahl, wenn es um ihre Anwendung in der Küche geht. Sie sind sauer, saftig und knackig. Optimal für alle Speisen, die mit Essig oder Zitrone zubereitet werden. Von Mai bis zum ersten Frost warten sie auf ihren Einsatz.

Begonia x semperflorens cultorum, Eisbegonie
Begonia x semperflorens cultorum, Eisbegonie

Flieder

Beim Flieder scheiden sich die Geister. Während manche Hobbyköche Rezepte mit den lilafarbenen Blumen anpreisen, warnen andere vor dem Verzehr. Tatsächlich enthält die Pflanze leichte Gifte. Das ist auch daran zu merken, dass die süßlich duftende Blüte etwas bitter schmeckt. Doch die Giftmenge ist so gering, dass sie uns nicht wirklich gefährlich werden kann. Je nach Sorte blüht der Flieder von April bis Juli.

Fliederblüte mit vielen kleinen Fliederblüten

Gänseblümchen

Das Gänseblümchen wird uns von der Natur geschenkt, niemand muss es gezielt anbauen. Knospen und leicht geöffnete Blüten schmecken nussig. Sie können zwischen März und Juni zum Essen gesammelt werden. Ältere Exemplare schmecken bitterer, sind aber immer noch essbar.

Gänseblümchen auf der Wiese

Gewürz-Tagetes

Alle Tagetessorten sind essbar, doch nicht alle sind auch aromatisch. Hier sind ein paar geeigneteTagetes-Exemplare:

  • fenuifolia hat ein Zitrusaroma
  • lucida und Tagetes minuta schmecken nach Anis
  • filifolia erinnert an Lakritz

Die blühfreudige Pflanze treibt die ersten Knospen bereits im Mai.

Gewürztagetes, Tagetes lucida
Gewürztagetes, Tagetes lucida

Glockenblumen

Wenn zwischen Juni und August die Glockenblumen blühen, dürfen Sie sich auch die bunten Geschenke freuen. Sie sind leicht süß und angenehm und daher vielseitig in der Küche anwendbar.

Empfindliche Menschen sollten die Glockenblumen jedoch meiden, da die Ungiftigkeit bisher nicht eindeutig belegt ist. Die folgenden Sorten gelten jedoch als besonders bekömmlich:

  • Wiesen-Glockenblume (Campanula patula)
  • Pfirsichblättrige Glockenblume (Campanula persicifolia)
  • Hängeglockenblume (Campanula poscharskyana)
  • Zwergglockenblume (Campanula cochtearifolia)
  • Rapunzel-Glockenblume (Campanula rapunculus)

Tipp: Verarbeiten Sie frischgepflückte Glockenblumen zügig, denn sie sind nicht sehr lange haltbar. Schon nach kurzer Zeit fallen sie zusammen und sehen unappetitlich braun aus.

Glockenblume, Campanula persicifolia

Essbare Blumen von H – K

Holunder

Es hat sich schon herumgesprochen, dass die fein duftenden, weißen Holunderblüten essbar sind. Es gibt zahlreiche Rezepte für Sirup, Gelee oder Marmelade. Ab Mai schmückt sich der Strauch mit ihnen. Besonders köstlich schmecken frische Holunderblüten, wenn sie in Pfannkuchenteig ausgebacken werden.

Tipp: Schütteln Sie nach dem Pflücken die Blütendolden sanft aus. Darin krabbeln oft kleine Insekten, die beim Schütteln herausfallen.

Holunderblüten

Hornveilchen

Hornveilchenblüten gibt es weiß, rosé, lila, rot, orange, blau, gelb, schwarz und sogar mehrfarbig. Das sind essbare Schmuckstücke, wie sie jeder kreative Koch mag. Es gibt kaum ein Essen, das sie nicht schmücken können: Obstsalate, Kuchen, Puddings, Gemüsesalate u. v. m. Von April bis Juni ist die Hauptblütezeit, wobei im Herbst eine zweite Blüte folgen kann.

Hornveilchen

Kapuzinerkresse

Die Blüten der Kapuzinerkresse sind zwar schlicht geformt, doch sie leuchten strahlend orange. Sie sind damit kontrastreiche Farbtupfer in jedem grünen Salat. Doch damit nicht genug. Sie setzen auch geschmacklich Akzente. Intensiv würzig, mit einem Hauch von Schärfe. Je nachdem, wann gesät wurde, kann diese durch und durch gesunde Pflanze bereits im Juni oder später blühen.

Kapuzinerkresse Tropaeolum majus

Klee

Die Blüten des Klees können frisch, eingelegt oder getrocknet bei der Essenszubereitung verwendet werden. Je nach Standort erblühen die Pflanzen mal früher und mal später. Der Zeitrahmen liegt von Mai bis Oktober. Essen Sie Klee aber nur in Maßen, da es ähnlich wie Spinat viel Oxalsäure enthält.

Rotklee, Trifolium pratense

Kornblumen

Auch die leuchtend blauen Kornblumen sind essbar. Ihr Aroma ist jedoch schwach und etwas bitter. Aus diesem Grund werden sie in der Küche vordergründig wegen der schönen Farbe verwendet. Vorgezogene Pflanzen blühen schon im Juni. Bis Oktober finden Sie diese Kochzutat im Garten.

Die Kornblume steht unter Naturschutz

Essbare Blüten von L – P

Lavendel

Von den vielen Lavendelsorten ist der Echte Lavendel die essbare Variante. Besonders seine Blüten sind mild und süß. Sie können im Juli und August frisch verwendet werden, lassen sich aber auch gut trockenen. Ihr Duft bereichert mediterrane Würzmischungen. Zucker, der mit Lavendelblüten gemischt wird, nimmt nach einer Woche einen herrlichen Duft an.

echter Lavendel, Lavandula angustifolia

Löwenzahn

Die gelbe Blume, die auch als Kuhblume bekannt ist, kennt wohl jedes Kind. Doch nur einige wissen, dass sie auch schmeckt. Der süße Geschmack eignet sich für Marmeladen, Gelees und Sirup. Sie können die essbaren gelben Blumen auch auf Obstsalate und Kuchen dekorativ platzieren.

Der Löwenzahn ist auch unter Namen wie Butterblume oder Pusteblume bekannt

Malven

Die verschiedenen Malven blühen zu unterschiedlichen Zeiten. Die ersten beginnen im Mai. Malvenblüten schmecken angenehm süßlich. Die darin enthaltenen Schleimstoffe machen sie zu einem gesunden Blütensnack. Aus getrockneten Blumen kann ein köstlicher, gesunder Tee zubereitet werden.

Die Malve gilt als Winterhart

Margeriten

Diese weißen Blumen dürfen Sie essen. Zum Beispiel pur im Salat. Sie schmecken nicht nur, sondern sind auch noch gesund. So sind ihre heilenden Inhaltsstoffe krampflösend und beruhigend. Die Blütezeit geht von Mai bis Oktober.

Margeritenstämmchen mit Blüten

Nelken

Essbare Blüten von Nelken sind so gefragt, dass Pfingstnelken und Kaisernelken sogar gezielt als Essnelken angebaut werden. Der weiße Teil eines Blütenblatts schmeckt etwas bitter. Für die Zubereitung von Süßspeisen sollte er deshalb entfernt werden. Ab Mai ist diese Köstlichkeit erntereif.

Nelkenblüten sind essbar

Phlox

Diese Blumenart ist auch als Flammenblume bekannt. Sie duftet und hat einen intensiven Geschmack. Mit ihr können Sie Salate aufpeppen oder Brotaufstriche verfeinern. Für Desserts kann sie frisch oder kandiert verwendet werden. Früh blühende Sorten schenken uns schon im April erste bunte Blumen.

Sommer-Phlox, Phlox paniculata ssp

Essbare Blumen von R – S

Ringelblumen

Von den Ringelblumen wird meist nicht die ganze Blüte gegessen, sondern deren Blütenblätter abgezupft. Sie haben eine leuchtende Orangefärbung, die sie in jedem Essen zu einem Blickfang macht. Erntezeit ist Juni bis Oktober.

Tipp: Die Blütenblätter können auch in kochende Speisen gegeben werden. Fügen Sie sie aber erst kurz vor dem Ende der Garzeit hinzu, weil sie sonst unansehnlich braun werden.

Ringelblume

Rosen

Essbare echte Rosenblüten sind der Spitzenreiter jeder Liste essbarer Blumen. Sie sollten allerdings nicht mit giftigen Pestiziden behandelt sein, wie es bei Rosen in gekauften Sträußen häufig der Fall ist. In dieser Hinsicht unbedenkliche Blüten können zu Gelee oder Likör verarbeitet werden. Die Blütenblätter lassen sich auch kandieren. Sie sind aber auch roh essbar. Zum Beispiel als Salatzutat.

Rose

Schlüsselblumen

Zwischen März und Juni können Sie die zarten, gelben Blüten der Schlüsselblume pflücken und für Ihre Kochkunst verwenden. Entweder roh in Salate, als Einlage in einer Suppe oder als Dekoration für Süßspeisen. Ihr süßlicher Geschmack wird auch von Kindern gemocht.

Hinweis: Verwenden Sie ausschließlich kultivierte Schlüsselblumen. Wild wachsende Exemplare stehen unter Naturschutz und dürfen nicht gepflückt oder ausgegraben werden.

Echte Schlüsselblume, Primula veris

Schnittlauch

Es ist egal, wann Sie ihren Schnittlauch zum Kochen verwenden. Die Blütezeit setzt seiner Verwendung noch lange keine Grenze. Ganz im Gegenteil. Sowohl Knospen als auch voll aufgeblühte Blüten dürfen Sie essen. Je nach Wetterlage kann Schnittlauch von März bis Oktober blühen.

Schnittlauchblüten

Stiefmütterchen

Die Blüten aller Stiefmütterchenarten sind formschöne, bunte Augenweiden. Da liegt es nah, sie beim Kochen als Verzierung zu verwenden. Frisch in Salate oder kandiert auf Torten. Diese duftenden Blumen sollten Sie sich aber auch geschmacklich nicht entgehen lassen. Ihr Aroma ist feinsüß. Stiefmütterchen können je nach Aussaatzeitpunkt von April bis Oktober blühen.

Stiefmütterchen, Viola

Essbare Blüten von T – Z

Taglilien

In Ostasien sind Taglilien so etwas wie eine alltägliche Kochzutat. Die jungen Knospen schmecken frisch, knackig und leicht süß. Die Blüten können im rohen Zustand verspeist werden. Es ist aber auch möglich, sie zu trocknen. Blütezeiten der verschiedenen Sorten erstrecken sich von Mai bis September.

gelbrote Taglilie
gelbrote Taglilie

Vergissmeinnicht

Knipsen Sie die kleinen, blauen Blümlein von den Stängeln ab und streuen Sie sie über Ihre Speisen. Immer dann, wenn es Ihnen passend erscheint. Die Blüten sind essbare Geschenke der Natur und sogar lecker. Sie können Sie auch kandieren oder als blumige Einlage für Eiswürfel verwenden. Je nach Art kann die Blühsaison im April anfangen und im Oktober enden.

Vergissmeinnicht, Myosotis

Zucchini

Während sich an den weiblichen Zucchiniblüten kleine Zucchini entwickeln dürfen, können Sie männliche Exemplare sofort essen. Im Teich knusprig ausgebacken sind sie eine Delikatesse. Wer im Netz stöbert, wird noch viele weitere Blütenrezepte finden. Wichtig ist, dass die goldgelben Exemplare kurz vor dem Öffnen geerntet werden.

 Zucchiniblüten

Tipp: Männliche Zucchiniblüten erkennen Sie leicht an ihren langen, dünnen Stielen.

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